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Angela Merkel in Hitleruniform, Wolfgang Schäuble als Gollum, die Aphrodite mit Stinkefinger, die Griechen als Betrüger, die Italiener als Faulpelze - verfolgt man die Medien der letzten zwei, drei Jahre, ist von europäischer Einigkeit und guter Nachbarschaft wenig zu spüren. Da ist von "Faschismus" die Rede, von der "Unterwerfung fremder Völker" und sogar von "Krieg".
Wie beeinflussen die Medien die politische und gesellschaftliche Debatte und damit auch die Stimmung in Europa? Mit dieser Frage beschäftigt sich in diesem Jahr der M100 Young European Journalists (vormals M100 Jugend Medien Workshop), der vom 1. bis 6. September 20 Nachwuchsjournalisten aus ganz Europa (inklusive Nicht-EU-Länder) nach Potsdam einlädt. In dem sechstägigen Workshop soll unter anderem untersucht werden, wie die Medien in welchen Ländern über Europa berichten, welche Positionen sie beziehen, ob sie wirklich die Stimmung im Großteil der Bevölkerung abbilden und wie unterschiedlich in verschiedenen Ländern über ein- und dasselbe Thema berichtet wird.
Der Workshop findet unter Anleitung des mehrfach ausgezeichneten Journalisten, Filmemachers und Coaches Christian Stahl sowie in Kooperation mit der Axel Springer Akademie statt. Neben einem intensiven Debatten- und Kameratraining recherchieren die Teilnehmer Fakten, produzieren Videos, Texte und Blogs und erstellen 20 crossmediale Thesen zu Europa.
Am 5. September nehmen die Teilnehmer des M100 Young European Journalists am M100 Sanssouci Colloquium teil, die Ergebnisse ihrer Arbeit fließen in die Debatte ein. Unter dem Titel "Are the Media destroying Europe ?" diskutieren sechs Top-Journalisten aus Europa über die Frage, welchen Einfluss die Medien auf den europäischen Integrationsprozess und die nachbarschaftlichen Verhältnisse haben, wer warum welche Position einnimmt und welche Rolle die Art der politischen Kommunikation in diesem Zusammenhang spielt.
Moderiert wird die Debatte von dem bekannten britischen BBC-Moderator Tim Sebastian, Erfinder der legendären BBC-Interviewreihe "HardTalk" und Moderator der "New Arab Debates" bei Deutsche Welle TV.
Bewerben können sich Nachwuchsjournalisten zwischen 18 und 26 Jahren aus Europa (EU und gesamter europäischer Kontinent) mit einem kurzen Text in englischer Sprache mit folgender Aufgabe:
"New Media - New Europe?" Beschreiben Sie in maximal 500 Wörtern, wie Medien dazu beitragen können, Europas Öffentlichkeitskrise zu überwinden. Beziehen Sie sich dabei auch konkret auf die Situation der Medien in Ihrem Land.
Bitte fügen Sie der Bewerbung einen kurzen tabellarischen Lebenslauf (mit Foto) sowie ein kurzes Motivationsschreiben bei (beides in Englisch), aus dem hervorgeht, warum Sie sich für den Workshop bewerben. Aus den Bewerbungen werden 20 Teilnehmer ausgewählt und vom 31. August (Anreise) bis 7. September (Abreise) nach Potsdam eingeladen. Die Veranstalter des M100 Young European Journalists übernehmen Übernachtungskosten und die Verpflegung während der Workshops. Zudem wird ein Reisekostenzuschuss gewährt. Der Workshop findet in englischer Sprache statt.
Bewerbungen bitte bis zum 1. Juli 2013 per E-Mail an Sabine Sasse, s.sasse@m100potsdam.org
Der M100 Young European Journalists ist eine Initiative der Stadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V. und findet im Rahmen des M100 Sanssouci Colloquiums statt. Er wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und der ZEIT-Stiftung und findet in Kooperation mit der Axel Springer Akademie, der European Youth Press und Intajour - International Academy of Journalism statt.
Mehr Informationen: www.m100potsdam.de
Sardinien/Berlin, 20. April 2013 – Die Wachstums- und Innovationsdynamik beider Branchen, Consumer Electronics und Home Appliances, spiegeln sich in der Entwicklung der IFA wider. Die anhaltend starke Ausstellernachfrage spricht vier Monate vor Beginn der globalen Leitmesse für eine weiterhin positive Entwicklung. Die Veranstalter, gfu und Messe Berlin, sind optimistisch, erneut den Rekord-Buchungsstand des Vorjahres erreichen und übertreffen zu können.
„Mit einer überwältigenden Zahl globaler Neuheiten und Produkt-Premieren werden die IFA-Aussteller ihre Innovationskraft wieder beeindruckend unter Beweis stellen. Für den Wachstumsmarkt Smart Home ist die IFA in der weltweit einzigartigen Position, alle beteiligten Industrien, Handel und Konsumenten zusammenzuführen“, erklärt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu – Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik.
Jürgen Boyny, Global Director Consumer Electronics, GfK Retail and Technology, zur Marktentwicklung: „Die globalen Märkte für Consumer Electronics und Home Appliances wachsen auch 2013. Allerdings werden nicht alle Regionen der Welt zum Wachstum von rund vier Prozent beitragen. Aber auch für den herausfordernden Markt Europa prognostiziert die GfK ein Wachstum von 1,5 Prozent."
Globales Branchenereignis
Dr. Christian Göke, Geschäftsführer Messe Berlin: „Der Erfolgsfaktor der IFA ist das klare Konzept, das die Interessen der Industrie und des Handels zusammenführt. Ihr internationaler Wachstumspfad der letzten Jahre führte die IFA an die globale Spitze."
Trends der Branchen
Die IFA als weltweit bedeutendste Messe für Consumer Electronics und Home Appliances zeigt das ganze Neuheitenspektrum zweier innovativer und dynamischer Industrie-Segmente.
Smart TVs mit immer eindrucksvolleren Fähigkeiten, Ultra HD-Auflösung für überwältigende Bildschärfe, „Smart Devices“ - vom Smartphone über Smart TV bis zum Convertible-Computer, Smart Home Entertainment mit Funk-Lautsprechern für Audio-Streaming - sowie die umfassende Vernetzung sämtlicher Produkte der Home Electronics miteinander werden die wesentlichen Trends der IFA 2013 aus dem Bereich Consumer Electronics sein.
Die führenden Hersteller von Elektro-Groß- und Kleingeräten präsentieren auf der IFA in Berlin die neusten Technik-Highlights: Edel, nachhaltig und smart - so lassen sich die wesentlichen Trends der Hausgeräte für 2013 beschreiben. Energie-Effizienz, gesundes Kochen und Wellness verpackt in edlem Design mit komfortabler Bedienung.
Die IFA ist die globale Leitmesse für Consumer Electronics und Home Appliances. Sie findet vom 6. bis 11. September 2013 auf dem Berliner Messegelände (Expo Center City) statt.
Die Bewerbungsrunde zum ARD/ZDF Förderpreis »Frauen + Medientechnologie« 2013 endete mit bemerkenswerten inhaltlichen Schwerpunkten
Klar ist zu erkennen: der Trend geht auch für Forscherinnen in der audiovisuellen Medienproduktion und -distribution immer stärker zur Einbeziehung von Internet, Social Media und Web 3.0. Die für den Förderpreis eingereichten Arbeiten weisen eine Themenvielfalt auf, die neugierig macht. Neben inzwischen fast schon „klassischen“ Themen wie 3D oder Postproduktionssoftware rücken immer stärker auch Augmented Reality, Online-Datenbanken zur Distribution von AV-Inhalten oder trimediale Produktion in das Blickfeld der Abschlussarbeiten.
Welche Bewerberin mit welcher Arbeit zu den zehn Nominierten dieses Jahres gehören wird, entscheidet bis Anfang Mai 2013 ein mit Vertretern und Vertreterinnen aus den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Hochschulen und Verbänden besetzter Sichtungsausschuss. Aus den zehn Nominierten werden im Sommer drei Preisträgerinnen gekürt, die ihre Auszeichnungen im Rahmen einer feierlichen Verleihung auf der medienwoche@IFA im September 2013 entgegennehmen.
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wollen mit dem Förderpreis seit 2009 talentierte Frauen motivieren, sich im Rahmen ihres Studiums mit dem Bereich der audiovisuellen Medienproduktion und -distribution auseinanderzusetzen. Außerdem sollen karrierefördernde Kontakte in die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vermittelt werden. Unter dem Slogan „Meine Idee schreibt Zukunft“ richtet sich der Förderpreis in diesem Jahr zum fünften Mal an Absolventinnen von Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, deren Abschlussarbeiten sich mit aktuellen technischen Fragestellungen aus dem Bereich der audiovisuellen Medien befassen.
Ausrichtung und Vergabe des ARD/ZDF Förderpreises »Frauen + Medientechnologie« liegen bei der ARD.ZDF medienakademie, der zentralen Fort- und Weiterbildungseinrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Schirmherr des diesjährigen Förderpreises ist Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF.
Weitere Informationen zum ARD/ZDF Förderpreis »Frauen + Medientechnologie« 2013 finden sich im Internet unter www.ard-zdf-foerderpreis.de
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an: ARD/ZDF Förderpreis »Frauen + Medientechnologie« Monika Gerber Wallensteinstr. 121 D-90431 Nürnberg Telefon + 49 911 9619 495 E-mail: info@ard-zdf-foerderpreis.de
Mehr Informationen zur ARD.ZDF medienakademie finden Sie unter: www.ard-zdf-medienakademie.de
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MEDIENWOCHE@IFA vom 6. bis 11. September 2013 in Berlin mit dem INTERNATIONALEN MEDIENKONGRESS am 9. und 10. September 2013.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Internationalen Medienkongresses in Berlin,
wir freuen uns, dass Sie den Internationalen Medienkongress (3.-4.9.2012) besucht haben und bedanken uns bei Ihnen für Ihr Feedback, welches nun ausgewertet wird.
Sollten Sie nicht an der Umfrage teilgenommen haben können Sie uns Ihre Anmerkungen und Ihr Feedback auch gerne in Form einer E-Mail an info@medienwoche.de schicken.
Herzlichen Dank!

Der Internationale Medienkongress im Rahmen der MEDIENWOCHE@IFA ist 2012 erneut gewachsen: Mehr als 3.000 Fachbesucher trafen sich am Montag und Dienstag dieser Woche im ICC Berlin, um sich unter dem Leitthema „Digitale Werte“ über aktuelle Fragen der Medien- und Netzpolitik, neueste Trends in Content und Technologie, neue Geschäftsmodelle und Vermarktungsstrategien zu informieren und auszutauschen. Insgesamt kamen rund 180 hochkarätige nationale und internationale Referenten in über 60 Keynotes, Präsentationen und Podien zu Wort. Gegenüber dem Vorjahr hat der Kongress 2012 weiter an Internationalität gewonnen, neue Länder-Partnerschaften gab es mit China und Israel.
zur Pressemitteilung

Berlin/Potsdam – Der Internationale Medienkongress im Rahmen der MEDIENWOCHE@IFA ist 2012 erneut gewachsen: Mehr als 3.000 Fachbesucher trafen sich am Montag und Dienstag dieser Woche im ICC Berlin, um sich unter dem Leitthema „Digitale Werte“ über aktuelle Fragen der Medien- und Netzpolitik, neueste Trends in Content und Technologie, neue Geschäftsmodelle und Vermarktungsstrategien zu informieren und auszutauschen. Insgesamt kamen rund 180 hochkarätige nationale und internationale Referenten in über 60 Keynotes, Präsentationen und Podien zu Wort. Gegenüber dem Vorjahr hat der Kongress 2012 weiter an Internationalität gewonnen, neue Länder-Partnerschaften gab es mit China und Israel.
Unter den prominenten Sprechern aus der Film-, Medien- und Kreativwirtschaft waren ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling und YouTube-Europa-Manager Matthew Glotzbach als Eröffnungskeynoter, Twitter UK-Chef Tony Wang, Erfolgsautor Frank Schätzing, die Regisseure Tom Tykwer und Detlev Buck, der Kreativ-Kopf von ddb worldwide, Amir Kassaei und USB-Stick-Erfinder Dov Moran. Als hochrangige Vertreter der Politik sprachen beim Kongress Ministerpräsident Kurt Beck, die Berliner Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz, der Brandenburgische Wirtschaftsminister Ralf Christoffers, der Chef der Berliner Senatskanzlei Björn Böhning und der Israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman. Im Rahmen der MEDIANIGHT am Montagabend trat Kulturstaatsminister Bernd Neumann auf.
Inhaltlich spielten beim Kongress der wachsende Einfluss von Social Media auf die Medien- und Filmwelt und damit verbundene neue Inhalte, Geschäftskonzepte und Allianzen quer durch alle Veranstaltungen eine wichtige Rolle. Die beliebte Sektion „Screenings & Präsentationen“ lieferte dazu zahlreiche spannende und innovative Beispiele aus der Praxis. Medien- und netzpolitisch sorgte insbesondere das Thema Leistungsschutzschutzrecht für kontroverse Diskussionen. Der Gründerfokus brachte die Berliner mit der Start up-Szene von Tel Aviv zusammen. Erfolgreiche Kongresspremiere hatte in diesem Jahr außerdem der 3D Innovation Day in Kooperation mit dem Fraunhofer Heinricht-Hertz-Institut und dem 3D Innovation Center Berlin. Einen Tag lang wurde hier beeindruckend demonstriert, was 3D in Zukunft möglich macht in Sachen Kinofilm, TV und Musik.
Zahlreiche Events wie die MEDIANIGHT mit dem Boulevard der Stars und die IFA Gala boten exklusive Treffpunkte für Austausch und Networking. Den glanzvollen Abschluss der MEDIENWOCHE@IFA bildete am gestrigen Abend die Verleihung des M100 Medienpreises im Rahmen des M100 Sanssouci Colloquiums in Potsdam an den Chef der Europäischen Zentralbank Mario Draghi. Die Hauptrede im Rahmen der Verleihung hielt Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble.
Den Video-Stream ausgewählter Kongresspanel und aktuelle kostenfreie Pressefotos finden Sie unter www.medienwoche.de, Live-Illustrationen zum Kongress finden Sie unter www.medienwoche.de/2012/live-illustration
Über den Internationalen Medienkongress
Der Internationale Medienkongress (03.-04.09.12, ICC Berlin) wird präsentiert von der MEDIENWOCHE@IFA. In Verbindung mit der IFA, der weltweit wichtigsten Messe für Consumer Electronics (31.08-05.09.12), dem M100 Sanssouci Colloquium (06.09.12) und zahlreichen weiteren hochkarätigen Events ist er eines der wichtigsten Branchentreffen Europas. Kongressveranstalter ist das Medienboard Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit der gfu, im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg und gefördert von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Die IFA wird veranstaltet von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und organisiert von der Messe Berlin. M100 ist eine Initiative der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V.
Wie Social Media die Kinobranche verändern, war unter dem Stichwort „Smart Cinema“ am Dienstagnachmittag Thema beim Internationalen Medienkongress in Berlin. In seinem Einführungsvortrag stellte Dr. Andreas Bersch, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Berliner Brandung, stellte fest, Social Media seien zwar eigentlich der ideale Weg für Werbung und Marketing, um Vertrauen zum Produkt aufzubauen, denn sie wirkten wie klassische Mundpropaganda. Allerdings hätten Filme, von denen jeder eine eigene Marke sei, nicht das notwendige halbe Jahr Zeit, dieses Vertrauen aufzubauen. „Social Media Marketing ist Dialog und dessen Ziel ist Langfristigkeit. Es geht dabei darum, Vertrauen aufzubauen, doch dies dauert bis zu einem halben Jahr. Die Filmbranche hat diese Zeit aber nicht, da es bei ihr um schnelllebige Promotion geht“, so Bersch. Jedoch, so Bersch weiter, Facebook ist eine große Datenbank, die sich nutzen lässt. Gleichwohl werde sich die Verwertungskette wird ändern. „So wie die Buchhändler leiden, werden auch die Kinobesitzer leiden.“
Wie Social Media die Kinobranche verändern, war unter dem Stichwort „Smart Cinema“ am Dienstagnachmittag Thema beim Internationalen Medienkongress in Berlin. In seinem Einführungsvortrag stellte Dr. Andreas Bersch, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Berliner Brandung, stellte fest, Social Media seien zwar eigentlich der ideale Weg für Werbung und Marketing, um Vertrauen zum Produkt aufzubauen, denn sie wirkten wie klassische Mundpropaganda. Allerdings hätten Filme, von denen jeder eine eigene Marke sei, nicht das notwendige halbe Jahr Zeit, dieses Vertrauen aufzubauen. „Social Media Marketing ist Dialog und dessen Ziel ist Langfristigkeit. Es geht dabei darum, Vertrauen aufzubauen, doch dies dauert bis zu einem halben Jahr. Die Filmbranche hat diese Zeit aber nicht, da es bei ihr um schnelllebige Promotion geht“, so Bersch. Jedoch, so Bersch weiter, Facebook ist eine große Datenbank, die sich nutzen lässt. Gleichwohl werde sich die Verwertungskette wird ändern. „So wie die Buchhändler leiden, werden auch die Kinobesitzer leiden.“
Auf diese Entwicklung reagiert die Branche mit verschiedenen neuen Konzepten. In seiner Keynote stellte Regisseur Marco Kreuzpaintner, Gründer und CCO von Summerstorm Entertainment und Mit-Gründer von Flimmer.de, ein neues Geschäftsmodell für die Gratisgeneration vor: flimmer.de – „das neue (demokratische) Geschäftsmodell“. Das Prinzip: Jeder User wird mit 10 Cent belohnt, wenn er einen Film-Trailer ansieht und danach eine Frage richtig beantwortet. Um teilzunehmen, muss er sich allerdings über seinen Facbook-Account einloggen. Der Vorteil für flimmer.de: Während der User Geld 'verdient', das er in einer Kinokarte der Cinestar-Gruppe ummünzen kann, erhält flimmer.de Daten über die Filmvorlieben des Users und seiner Freunde, die wiederum den Verleihen zur Verfügung stehen, die flimmer.de finanzieren.
Dies ist auch das Geschäftsmodell von moviepilot, wie Jon Handschin, CPO und Mitgründer, verriet. Moviepilot hat ein Backend Tool entwickelt, das die User-Bewertung 'Film, auf den ich mich freue' in das Vier-Quadranten-Schema (Alt-Jung-Mann-Frau) einordnet, nach denen die US-Filmindustrie ihre Filme ausrichtet und Verleihern damit eine Basis für das Marketing liefert. „Wir zeigen ihnen damit, wo und wer die potentiellen Zuschauer sind“, so Handschin, für den der Schlüssel der Zukunft in der Kontrolle der Fanbeziehung liegt, die seiner Ansicht nach von den Verleihern bisher sträflich vernachlässigt worden ist.
Martina Zurhold, Leiterin der Online Marketing Agentur inpromo, sprach über ihre Erfahrungen mit der Facebook-Seite für den Kinofilm „Ted“. Die Seite entwickelte schnell ein dynamisches Eigenleben und musste aktiv gepflegt und moderiert werden. Doch eine eigene Facebook-Fanseite lohnt sich Zurhold zufolge sich vor allem bei potentiellen Publikumserfolgen. Im Arthouse-Bereich ist das Publikum schwerer zu erreichen. Hier sei eher zu empfehlen, eine Verleiherseite zu erstellen, die das Publikum langfristig binden kann, und die einen Schwerpunkt dann jeweils auf den aktuellen Titel legt.
Karsten Aurich, Geschäftsführer von Sabotage Films hat für „Berlin Calling“, ein Film, der mittlerweile Kultstatus erlangt hat, eine Facebook-Seite, die auch noch vier Jahre nach Filmstart aktiv ist. Allerdings sind die Film-Fans auch aktive Raubkopierer, die Aurich dazu zwingen, andere Erlösmodelle zu finden, etwa über einen Fanstore. Abmahnungen lehnt er jedoch entschieden ab. „Das führt nur zu einem Shitstorm und dazu, dass alles zerstört wird, was man sich jahrelang mühsam aufgebaut hat.“ Vielmehr fordert er eine Änderung der Fensterregelung. Denn die illegalen Downloads fingen an, als man aufgrund der Fensterregelung keine legalen Alternativen anbieten konnte.
Auch Oliver Damian, Produzent und Eigner von 27 Films Production, stellte schließlich die Frage, ob die Auswertungsfenster noch zeitgemäß sind. Er stellte die Finanzierungsstruktur von „Iron Sky“ vor, die im Wesentlichen auf Crowdinvestment basiert. Zudem sind Artwork-Entwürfe und später Plakate von der Community getestet worden.
Deutlich wurde in diesem zwei Stunden: Die Zukunft des Kinos hat längst begonnen. Sie ist smart und sozial – und eng verbunden mit dem vernetzten Zuschauer, der Filme öffentlich einordnet, bewertet und sich via Crowdfunding aber auch mal an der Finanzierung beteiligt. Moderator Christian Berg vom Medienboard fasste es so zusammen: "Wir sind auf dem Weg, jetzt müssen noch Strukturen und Instrumente geschaffen werden, damit die Entwicklungen für Kinos und (Content)-Produzenten auch nachhaltig erfolgreich sind."
Netzpolitik sei systemrelevant, betreffe alle Lebensbereiche und alle politischen Ressorts und müsse für eine klare Orientierung in der Digitalen Gesellschaft sorgen, sagte Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei Berlin, gestern beim Internationalen Medienkongress in Berlin. Für Berlin sei das Thema Netzpolitik damit in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Mit seiner Keynote leitete er in das Thema „Medienpolitik vs. Netzpolitik“ ein, über das er im Anschluss auf dem Podium mit Dr. Hans Hege, Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs, Axel Springer, Jan Kottmann, Leiter Medienpolitik / Senior Policy Counsel DACH, Google Deutschland, Claus Grewenig, Geschäftsführer, Verband Privater Rundfunk und Telemedien, und Prof. Dr. Susanne Stürmer, Geschäftsführerin, UFA Film und TV Produktion, unter der Moderation von Geraldine de Bastion, newthinking communications diskutierte.
Berlin – Netzpolitik sei systemrelevant, betreffe alle Lebensbereiche und alle politischen Ressorts und müsse für eine klare Orientierung in der Digitalen Gesellschaft sorgen, sagte Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei, gestern beim Internationalen Medienkongress. Für Berlin sei das Thema Netzpolitik damit in der Mitte der politischen Gesellschaft angekommen. Mit seiner Keynote leitete er in das Thema „Medienpolitik vs. Netzpolitik“ ein, über das er im Anschluss auf dem Podium mit Dr. Hans Hege, Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs, Axel Springer, Jan Kottmann, Leiter Medienpolitik / Senior Policy Counsel DACH, Google Deutschland, Claus Grewenig, Geschäftsführer, Verband Privater Rundfunk und Telemedien, und Prof. Dr. Susanne Stürmer, Geschäftsführerin, UFA Film und TV Produktion, unter der Moderation von Geraldine de Bastion, newthinking communications diskutierte.
"Eine digitale Ordnung der Zukunft muss sich an vier Wertmaßstäben messen lassen: Sie muss demokratisch verfasst sein, freien Zugang zu Informationen sichern, die soziale Spaltung überwinden und schließlich eine innovative Wirtschaft ermöglichen, in der Menschen gute Arbeit finden", so Böhning. Offene Daten müssten zu einem zentralen Thema werden, um die Bevölkerung an Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen. Zugleich sei es Hauptaufgabe der Politik, der zunehmenden digitalen Spaltung der Gesellschaft durch gute Bildung und freien Zugang zu Wissen entgegenzuwirken. Berlin verstehe die Entwicklung im digitalen Bereich nicht nur als einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor gerade auch am eigenen Standort. Die Entwicklungen seien auch Ausdruck eines tiefgreifenden Wandels hin zu einer digitalisierten Gesellschaft. In diesem Zusammenhang forderte er eine Debatte darüber, was geistiges Eigentum wert sei: "Digitales Wissen und Kultur sollen zugänglich sein, vor allem bezahlbar, aber die Arbeit der Kreativen darf nicht abgewertet werden“. Ausdrücklich begrüßte Böhning auch die Aussage von EU-Vizepräsidenten Nellie Kroes, Berlin sei der wichtigste Internet-Standort in Europa.
Einstieg in die engagierte Diskussion war der nicht unumstrittene Google Fernseher. Jan Kottmann unterstrich, es handele sich lediglich um ein Betriebssystem, das eine möglichst nahtlose Verschmelzung von TV und Internet ermöglichen wolle. Hans Hege stellte dazu fest: "Google TV ist relativ harmlos, weil es noch ganz am Anfang steht.“ Aber natürlich müsse der Konsument die Kontrolle behalten. Auf die Frage nach der Plattformregulierung erwiderte er, natürlich müssten gleiche Sachverhalte auch gleich behandelt werden. Claus Grewenig sagte, für den privaten Rundfunk seien die hybride Entwicklung und die Möglichkeit der Interaktion mit dem Publikum die derzeit spannendste Chance. Er forderte jedoch diskriminierungsfreien Zugang und Auffindbarkeit für Rundfunkangebote sowie angesichts der technischen Entwicklungen eine Anpassung des Rechtsrahmens und mit Blick auf die Politik ein Ende des Kastendenkens. Man könne Netzpolitik nicht ändern, ohne an die Medienpolitik zu denken, beides gehöre zusammen.
Zu den Stichworten Netzneutralität und 2-Klassen-Internet sagte Böhning, sobald Breitbandversorgung ein Problem werde, sei auch die Netzneutralität gefährdet. Die Bundesnetzagentur sei hier aber in der Pflicht, für Transparenz zu sorgen. Christoph Keese unterstrich die Bedeutung zugangsoffener Netze. Nur sie gewährleisteten den für die Presse- und Medienfreiheit wesentlichen publizistischen Wettbewerb der redaktionellen Inhalte. "Relevanz schlägt Reichweite." Susanne Stürmer betonte, es gehe ihr in der Debatte zu ausschließlich um Pluralität und Auffindbarkeit von Inhalten. Netzpolitik müsse sich auch mit der Qualität von Content beschäftigen und sich über dessen Finanzierbarkeit Gedanken machen.
Thema der Diskussion war darüber hinaus Germany’s Gold, das geplante Online-Streamingportal der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, das frühestens Ende des Jahres gelauncht werden soll. Im Moment befindet sich das Portal noch unter kartellrechtlicher Prüfung. Das TV-, Film- und Produktionserbe müsse gesichert werden, so Björn Böhning. Eine Plattform dafür könne Germany’s Gold werden. Wenn dies nicht gelänge, käme man zu einer aus politischer Sicht nicht akzeptablen privaten Monopolstellung. Susanne Stürmer befand „alles wunderbar“, solange sichergestellt sei, dass marktgerecht eingekauft würde. Viel wichtiger sei für sie die Frage der Rechteentbündelung, so dass die öffentlich-rechtlichen Sender nicht automatisch mit den Senderechten auch andere Rechte wie Video on Demand, Merchandising etc. erwerben würden und die Produzenten diese komplett aus der Hand geben müssten.
Zum Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht und der in diesem Zusammenhang geführten Debatte über das Ende der Informationskultur im Netz bemängelte Björn Böhning vor allem den ausgelösten Zeitverzug, da dadurch alle Diskussionen bis nach der Bundestagswahl verschoben seien. Inhaltlich merkte er an, dass die rechtlichen Formulierungen mehr Rechtsunsicherheit als Sicherheit schafften und große Kollateralschäden produzieren würden. Ähnlich wie schon die Berliner Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz und Medienboard-Geschäftsführer Elmar Giglinger am Vortag unterstrich er seine Skepsis gegenüber dem Leistungsschutzrecht und forderte, stattdessen endlich die zwingend notwendige Reform des Urheberrechtes anzugehen. Christoph Keese betonte, angesichts des einfachen Kopierens und Vermarktens von Content dürfe nicht die Position des Produzenten und der Urheber vergessen werden, für die das Leistungsschutzrecht hier einen wirksamen rechtlichen Schutz biete. Jan Kottmann stellte fest, dass die Motive hinter dem Leistungsschutzrecht seitens Axel Springer „mäandernd“ seien. Die Mitspieler im digitalen Szenario stünden in einem symbiotischen Verhältnis, die einen bräuchten Inhalte, die anderen eine Suchmaschine, die die User auf ihre Webseite führt. Das Leistungsschutzrecht führe dazu, dass es eine komplette Rechtsunsicherheit gäbe.

Die Frage nach dem "Next Big Thing" beschäftigte den israelisch-deutschen Roundtable, an dem am heutigen Dienstagvormittag acht junge Internet- und Technologiegründer und Investoren beim Internationalen Medienkongress diskutierten. Im Anschluss sprach der Vater des USB-Sticks, erfolgreicher Gründer und Erfinder aus Israel, Dov Moran in seiner Keynote über Chancen und Risiken von Innovation.
Brandenburgs Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Ralf Christoffers begrüßte die Gäste gemeinsam mit dem Berliner Botschafter des Staates Israel Yakov Hadas-Handelsman. Christoffers betonte die wertschöpfungspolitische Chance der neuen Medien für Berlin-Brandenburg: "Ziel ist und bleibt es, die Hauptstadtregion als eine der Innovationsregionen in Europa zu etablieren." Hadas-Handelsman bezeichnete Israel als echte Start-up Nation: "Die israelische Gesellschaft ist geprägt von Pioniergeist, hat Visionen und ist bereit, alles zu tun, um ihre Träume wirklich werden zu lassen."
Einig waren sich alle Podiumsteilnehmer, dass sowohl Berlin als auch Tel Aviv beides dynamische und lebendige Metropolen sind. Beide Städte verfügten über eine einzigartige Mischung aus Urbanität und Kultur, aus kreativer Energie und Pioniergeist. Dieser Mix hilft Gründern, ihr wichtigstes Kapital anzuziehen, nämlich die passenden Mitarbeiter mit der notwendigen Begeisterung und Einsatzbereitschaft. Nichtsdestotrotz sei das in beiden Städten die größte Herausforderung.
Auch bei der Frage nach der Finanzierung von Start-ups herrschte Konsens darüber, dass staatliche Unterstützung weniger in Form von Geld fließen sollte. Nico Lumma, von Digital Pioneers (Hamburg): "Das ist mehr oder weniger eine Geste, was Förderanstalten geben. Staatliche Stellen sollten vor allem in Form von Netzwerk-Events oder Konferenzen die Branche unterstützen." Yariv Erel stimmte zu: "Die Regierung sollte sich um die Menschen kümmern, Unternehmer sollten sich um das Geschäft kümmern." Und Moshe Vaknin zeigte sich überzeugt: "Wenn man bereit ist, ein Risiko einzugehen und begeistert von seiner Idee ist, dann ist man auch attraktiv für Investoren. Ich verlasse mich nicht auf Regierungen, ich glaube, das ist der falsche Ansatz."
Die Gründerseite vertraten dabei Conrad Fritzsch von tape.tv und Felix Petersen von Amen mit zwei sehr erfolgreichen Berliner Start-ups; der Israeli Moshe Vaknin von youAPPi, die sich auf personalisiertes Marketing für Smart Phones spezialisiert haben; sowie sein Landsmann Yariv Erel, dessen Firma justAd eine cloudbasierte Software zur Erstellung und Gestaltung interaktiver Werbung auf allen Plattformen entwickelt hat. Als Investoren diskutierten: Yair Re'em, der Israel-Experte von Hasso Plattner Ventures; Nico Lumma von Digital Pioneers, der Beteiligungsgesellschaft von Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz; Ciarán O'Leary von Earlybird Ventures, die erst Anfang des Jahres ihre Zentrale von Hamburg nach Berlin verlegt haben; und Curtis MacDonald vom Bonner High-Tech Gründerfonds, die bereits rund 250 Unternehmen erfolgreich auf den Weg gebracht haben. Moderation: Digitalpionier Stephan Balzer, der mit red onion u.a. gerade die TEDx Berlin veranstaltet hat.
Im Anschluss sprach Dov Moran, der israelische Unternehmer, Gründer und Erfinder des USB-Sticks, in seiner Keynote über "Innovation. The good, the bad and
why in Israel?". Innovation sind für ihn innovative Produkte. Der Umsatz seiner Firma msystems wuchs von 45 mio. $ in 2001 auf 615 mio. $ in 2005. 2006 verkaufte er das Unternehmen für 1,6 Mrd. Dollar an SanDisk. Auch Scheitern gehöre zum Erfolg, so Moran, der die Erfahrung selbst mehrfach gemacht habe und momentan an zahlreichen neuen Ideen und Projekten wie COMIGO, einer Smart TV Lösung oder SHERUT.NET, einem Online Serviceportal, oder SMARTTYPE, einer Tastatur mit integriertem Bildschirm, arbeitet. Es sei ganz einfach innovativ zu sein, die richtigen Leute, Entschlossenheit, Mut. "Sei bereit hart für deinen Erfolg zu arbeiten, gute Ideen ohne eine Menge Arbeit gibt es nicht!"
Partner und Sponsoren
Sponsorpartner: Skoda durch Premion Service, Südliche Weinstraße e.V., Spreequell Mineralbrunnen GmbH, Coca- Cola GmbH, Skunkfunk, Pernod Ricard Deutschland GmbH, Radeberger Gruppe KG c/o Berliner Kindl Schultheiss Brauerei GmbH, JURA Elektrogeräte Vertriebs- GmbH Branchenpartner: Eutelsat Services + Beteiligungen GmbH, Exozet, DAS VIERTE GmbH, Discovery Communications GmbH & Co.KG, ProSiebenSat. 1 Media AG, Giraffentoast, UFA Film & TV Produktion GmbH, Sky Deutschland Fernsehen GmbH, Eurosport, smartclip AG, Kabel Deutschland Vertrieb & Service GmbH, Berlin Partner, ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH, Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten mbH, Viacom International Media Network Northern Europe, ILB, KIT digital, N24, Turner Broadcasting System, Art Department Studio Babelsberg GmbH, TV5MONDE s.a., HDI Gerling Industrieversicherung AG, Bell Pottinger- Harvard GmbH, media.net berlinbrandenburg, Radiozentrale, CatCap GmbH, Neuhaus Partners GmbH, TiME Lab/Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, die medienanstalten ALM GbR, VAST MEDIA GmbH & Co. KG, 3D Innovation Center Berlin, Israel Trade Center Berlin, Shortcut Ventures, Google Deutschland, Documentary Campus, ENTERTAINMENT MASTER CLASS, Deutsche Startups, MIZ, New Thinking Medienpartner: news aktuell GmbH, ALEX Offener Kanal Berlin, Frankfurter Rundschau, Branded Entertainment Online, brandeins, epd Medien, MEEDIA, Berliner Journalisten, Blickpunkt Film, HDPK, Medien Bulletin, die reporter Nachrichtenagentur, golem.de, Gründerszene, HMKW, MD.H
Über den Internationalen Medienkongress
Der Internationale Medienkongress (03.-04.09.12, ICC Berlin) wird präsentiert von der MEDIENWOCHE@IFA. In Verbindung mit der IFA, der weltweit wichtigsten Messe für Consumer Electronics (31.08-05.09.12), dem M100 Sanssouci Colloquium (06.09.12) und zahlreichen weiteren hochkarätigen Events ist er eines der wichtigsten Branchentreffen Europas. Kongressveranstalter ist das Medienboard Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit der gfu, im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg und gefördert von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Die IFA wird veranstaltet von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und organisiert von der Messe Berlin. M100 ist eine Initiative der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V.

Die Frage nach dem "Next Big Thing" beschäftigte den israelisch-deutschen Roundtable, an dem am heutigen Dienstagvormittag acht junge Internet- und Technologiegründer und Investoren beim Internationalen Medienkongress diskutierten. Im Anschluss sprach der Vater des USB-Sticks, erfolgreicher Gründer und Erfinder aus Israel, Dov Moran in seiner Keynote über Chancen und Risiken von Innovation.
Brandenburgs Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Ralf Christoffers begrüßte die Gäste gemeinsam mit dem Berliner Botschafter des Staates Israel Yakov Hadas-Handelsman. Christoffers betonte die wertschöpfungspolitische Chance der neuen Medien für Berlin-Brandenburg: "Ziel ist und bleibt es, die Hauptstadtregion als eine der Innovationsregionen in Europa zu etablieren." Hadas-Handelsman bezeichnete Israel als echte Start-up Nation: "Die israelische Gesellschaft ist geprägt von Pioniergeist, hat Visionen und ist bereit, alles zu tun, um ihre Träume wirklich werden zu lassen."
Einig waren sich alle Podiumsteilnehmer, dass sowohl Berlin als auch Tel Aviv beides dynamische und lebendige Metropolen sind. Beide Städte verfügten über eine einzigartige Mischung aus Urbanität und Kultur, aus kreativer Energie und Pioniergeist. Dieser Mix hilft Gründern, ihr wichtigstes Kapital anzuziehen, nämlich die passenden Mitarbeiter mit der notwendigen Begeisterung und Einsatzbereitschaft. Nichtsdestotrotz sei das in beiden Städten die größte Herausforderung.
Auch bei der Frage nach der Finanzierung von Start-ups herrschte Konsens darüber, dass staatliche Unterstützung weniger in Form von Geld fließen sollte. Nico Lumma, von Digital Pioneers (Hamburg): "Das ist mehr oder weniger eine Geste, was Förderanstalten geben. Staatliche Stellen sollten vor allem in Form von Netzwerk-Events oder Konferenzen die Branche unterstützen." Yariv Erel stimmte zu: "Die Regierung sollte sich um die Menschen kümmern, Unternehmer sollten sich um das Geschäft kümmern." Und Moshe Vaknin zeigte sich überzeugt: "Wenn man bereit ist, ein Risiko einzugehen und begeistert von seiner Idee ist, dann ist man auch attraktiv für Investoren. Ich verlasse mich nicht auf Regierungen, ich glaube, das ist der falsche Ansatz."
Die Gründerseite vertraten dabei Conrad Fritzsch von tape.tv und Felix Petersen von Amen mit zwei sehr erfolgreichen Berliner Start-ups; der Israeli Moshe Vaknin von youAPPi, die sich auf personalisiertes Marketing für Smart Phones spezialisiert haben; sowie sein Landsmann Yariv Erel, dessen Firma justAd eine cloudbasierte Software zur Erstellung und Gestaltung interaktiver Werbung auf allen Plattformen entwickelt hat. Als Investoren diskutierten: Yair Re'em, der Israel-Experte von Hasso Plattner Ventures; Nico Lumma von Digital Pioneers, der Beteiligungsgesellschaft von Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz; Ciarán O'Leary von Earlybird Ventures, die erst Anfang des Jahres ihre Zentrale von Hamburg nach Berlin verlegt haben; und Curtis MacDonald vom Bonner High-Tech Gründerfonds, die bereits rund 250 Unternehmen erfolgreich auf den Weg gebracht haben. Moderation: Digitalpionier Stephan Balzer, der mit red onion u.a. gerade die TEDx Berlin veranstaltet hat.
Im Anschluss sprach Dov Moran, der israelische Unternehmer, Gründer und Erfinder des USB-Sticks, in seiner Keynote über "Innovation. The good, the bad and
why in Israel?". Innovation sind für ihn innovative Produkte. Der Umsatz seiner Firma msystems wuchs von 45 mio. $ in 2001 auf 615 mio. $ in 2005. 2006 verkaufte er das Unternehmen für 1,6 Mrd. Dollar an SanDisk. Auch Scheitern gehöre zum Erfolg, so Moran, der die Erfahrung selbst mehrfach gemacht habe und momentan an zahlreichen neuen Ideen und Projekten wie COMIGO, einer Smart TV Lösung oder SHERUT.NET, einem Online Serviceportal, oder SMARTTYPE, einer Tastatur mit integriertem Bildschirm, arbeitet. Es sei ganz einfach innovativ zu sein, die richtigen Leute, Entschlossenheit, Mut. "Sei bereit hart für deinen Erfolg zu arbeiten, gute Ideen ohne eine Menge Arbeit gibt es nicht!"

„Von der Fiktion zur Innovation" war das Thema, mit dem sich zwei Visionäre ihrer Disziplinen am zweiten Tag des Internationalen Medienkongresses auseinandersetzten: Bestsellerautor Frank Schätzing („Der Schwarm") und Erfolgsregisseur Tom Tykwer (Lola rennt, Das Perfum) diskutierten unter der Moderation von ZDF-Kulturjournalistin Luzia Braun, wie Regisseure und Autoren ihre Vorstellungen und Ideen von Zukunft entwickeln.
„Die beste Art, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu erfinden." Frank Schätzing begann seinen Vortrag mit einem Spiel, in das er das Publikum mit einbezog und veranschaulichte, wie die Vorstellung einer nahen Zukunft mit der individuellen Wahrnehmung der Gegenwart verwoben ist. Prognosen ließen sich schwerlich machen. Ebenso wie das Bild einer Vergangenheit nie losgelöst von seinem Betrachter sein kann, ist auch eine Zukunftsvorhersage selten allgemeingültig – oder zutreffend.
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Berlin – „Von der Fiktion zur Innovation" war das Thema, mit dem sich zwei Visionäre ihrer Disziplinen am zweiten Tag des Internationalen Medienkongresses auseinandersetzten: Bestsellerautor Frank Schätzing („Der Schwarm") und Erfolgsregisseur Tom Tykwer (Lola rennt, Das Perfum) diskutierten unter der Moderation von ZDF-Kulturjournalistin Luzia Braun, wie Regisseure und Autoren ihre Vorstellungen und Ideen von Zukunft entwickeln.
„Die beste Art, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu erfinden." Frank Schätzing begann seinen Vortrag mit einem Spiel, in das er das Publikum mit einbezog und veranschaulichte, wie die Vorstellung einer nahen Zukunft mit der individuellen Wahrnehmung der Gegenwart verwoben ist. Prognosen ließen sich schwerlich machen. Ebenso wie das Bild einer Vergangenheit nie losgelöst von seinem Betrachter sein kann, ist auch eine Zukunftsvorhersage selten allgemeingültig – oder zutreffend.
„Zeit ist relativ zur Fantasie und Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nur Erklärungsbegriffe." Tom Tykwer wies in seiner Keynote auf die Untrennbarkeit vergangener, aktueller und zukünftiger Ereignisse hin. Sein Kinogroßprojekt „Cloud Atlas", das im November Deutschlandpremiere hat, umspannt etwa 500 Jahre Zeitgeschichte und reicht bis in die postapokalyptische Zukunft. Die Erzählstruktur löst Linearität und Kausalität auf und stellt die Bezüge zwischen Ereignissen, Orten und Menschen in den Vordergrund. Tykwer führte gemeinsam Regie mit den Matrix-Machern Andy und Lana Wachowski bei dem Kinogroßprojekt. In der anschließenden Diskussion drehte es sich um die Verknüpfung von Inhalten und Technologien: Wissenschaft beeinflusse Fiktion, zugleich habe aber die Fiktion auch Auswirkungen auf Forschungsinhalte und -ziele. Dennoch stellten auch die innovativsten Technologien letzten Endes nur ein Mittel dar – und sei es auch noch so potent –, um das Wesentliche zu vermitteln: die Geschichte. Darin waren die beiden Visionäre sich ganz einig.
Partner und Sponsoren
Sponsorpartner: Skoda durch Premion Service, Südliche Weinstraße e.V., Spreequell Mineralbrunnen GmbH, Coca- Cola GmbH, Skunkfunk, Pernod Ricard Deutschland GmbH, Radeberger Gruppe KG c/o Berliner Kindl Schultheiss Brauerei GmbH, JURA Elektrogeräte Vertriebs- GmbH Branchenpartner: Eutelsat Services + Beteiligungen GmbH, Exozet, DAS VIERTE GmbH, Discovery Communications GmbH & Co.KG, ProSiebenSat. 1 Media AG, Giraffentoast, UFA Film & TV Produktion GmbH, Sky Deutschland Fernsehen GmbH, Eurosport, smartclip AG, Kabel Deutschland Vertrieb & Service GmbH, Berlin Partner, ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH, Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten mbH, Viacom International Media Network Northern Europe, ILB, KIT digital, N24, Turner Broadcasting System, Art Department Studio Babelsberg GmbH, TV5MONDE s.a., HDI Gerling Industrieversicherung AG, Bell Pottinger- Harvard GmbH, media.net berlinbrandenburg, Radiozentrale, CatCap GmbH, Neuhaus Partners GmbH, TiME Lab/Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, die medienanstalten ALM GbR, VAST MEDIA GmbH & Co. KG, 3D Innovation Center Berlin, Israel Trade Center Berlin, Shortcut Ventures, Google Deutschland, Documentary Campus, ENTERTAINMENT MASTER CLASS, Deutsche Startups, MIZ, New Thinking Medienpartner: news aktuell GmbH, ALEX Offener Kanal Berlin, Frankfurter Rundschau, Branded Entertainment Online, brandeins, epd Medien, MEEDIA, Berliner Journalisten, Blickpunkt Film, HDPK, Medien Bulletin, die reporter Nachrichtenagentur, golem.de, Gründerszene, HMKW, MD.H
Über den Internationalen Medienkongress
Der Internationale Medienkongress (03.-04.09.12, ICC Berlin) wird präsentiert von der MEDIENWOCHE@IFA. In Verbindung mit der IFA, der weltweit wichtigsten Messe für Consumer Electronics (31.08-05.09.12), dem M100 Sanssouci Colloquium (06.09.12) und zahlreichen weiteren hochkarätigen Events ist er eines der wichtigsten Branchentreffen Europas. Kongressveranstalter ist das Medienboard Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit der gfu, im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg und gefördert von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Die IFA wird veranstaltet von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und organisiert von der Messe Berlin. M100 ist eine Initiative der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V.
Stimmen Sie zu?
"Wir müssen im Kopf einen Schalter umlegen!"
"Social TV ist für das Fernsehen unumkehrbar."
"We are at the beginning of the next shift of media."
"Fernsehen ist und bleibt das einzige echte Massenmedium."
Welcher Speaker was auf dem ersten Kongresstag gesagt hat sowie die Kurzzusammenfassung der einzelnen Veranstaltungen finden Sie in unserem aktuellen Newsletter!
Folgende Kurzzusammenfassungen finden Sie nur online:
Medienmarkt
War for Talents – Die Radiotalente von morgen Mehr
Digitale Werte. Nach der Rekordvermarktung der Bundesliga. Mehr
Special Screening
Special Screening: It’s Showtime! New TV Around the World. Social TV, Content Discovery und TV Brand Extensions Mehr
Screenings & Präsentationen
Neue Inhalte: What’s Hot in Storytelling? Mehr
Neue Inhalte: Transmedia und Branded Entertainment Mehr
Bereits 80 Prozent aller Zuschauer nutzen einen zweiten Bildschirm, den sogenannten Second Screen, während sie Fernsehen. 72 Prozent von ihnen kommentieren die laufende Sendung während dessen auf Twitter, Facebook oder einem anderen Social-Media-Kanal. Diese Zahlen präsentierte Twitter UK-Chef Tony Wang am ersten Tag des Internationalen Medienkongresses im seiner Keynote. „Social TV ist heute bereits Realität“, sagte er. „Denn es ist nicht etwas, was die Sender, sondern was die Nutzer entscheiden.“ Die Schlussfolgerung: mitgehen, wenn man nicht abgehängt werden will.
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Bereits 80 Prozent aller Zuschauer nutzen einen zweiten Bildschirm, den sogenannten Second Screen, während sie Fernsehen. 72 Prozent von ihnen kommentieren die laufende Sendung während dessen auf Twitter, Facebook oder einem anderen Social-Media-Kanal. Diese Zahlen präsentierte Twitter UK-Chef Tony Wang am ersten Tag des Internationalen Medienkongresses im seiner Keynote. „Social TV ist heute bereits Realität“, sagte er. „Denn es ist nicht etwas, was die Sender, sondern was die Nutzer entscheiden.“ Die Schlussfolgerung: mitgehen, wenn man nicht abgehängt werden will.
Für Social TV gibt es Wang zufolge im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen ist die Diskussion öffentlich und kann von Produktionsfirma und Sender zur Evaluation herangezogen werden. Zum anderen bringen Social Media neue Zuschauer – oder sorgen dafür, dass die bestehenden am Ball bleiben. Immer mehr Menschen schalten ein, weil sie durch Kommentare in sozialen Netzwerken auf das Programm aufmerksam geworden sind. Soziale Netzwerke können zudem die Spannung in nicht ganz so unterhaltsamen Momenten halten.
Auf der anschließenden Panel-Diskussion diskutierten Jens-Uwe Bornemann, Vice President Digital Ventures & Innovation, UFA Film & TV Produktion, Matthias Büchs, Director Online Mobile VoD Teletext, RTL Interactive, Jean Pierre Crapet, Leiter Content Strategy & Cooperation, Deutsche Telekom, Iain Dendle, Business Development Director, Europa AShazam Entertainment, London und Vittorio Valente, Geschäftsführer und Executive Producer, filmpool unter der Moderation von Torsten Zarges, Korrespondent, kressreport.
Matthias Büchs stellte fest: „Social Media bietet uns große Chancen, da es das Lagerfeuererlebnis des Fernsehens erweitert.“ Er fügte hinzu: „Social Media steigert den Wert von Live-Fernsehen, da der Social Media Stream nur Live bzw. parallel zur Sendung möglich ist. D.h., dass auch die Werbung wieder gesehen wird.“ Vittorio Valente, Produzent der Serie „Berlin - Tag & Nacht“, hat so gute Erfahrungen mit Social Media als erweitertete Ebene der Daily Soap gemacht, das er festhielt: „Social TV ist für das Fernsehen unumkehrbar.“ Jens-Uwe Bornemann wies zwar darauf hin, dass es aufgrund der Datenlage noch zu früh sei, stichhaltige Ergebnisse zu liefern, stellte aber auch fest, die Tendenz sei eindeutig: „Social TV ist mehr als nur ein Hype. Da ist mehr drin! Ich glaube, dass es ein signifikanter, nachhaltiger Trend ist!“
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Über den Internationalen Medienkongress
Der Internationale Medienkongress (03.-04.09.12, ICC Berlin) wird präsentiert von der MEDIENWOCHE@IFA. In Verbindung mit der IFA, der weltweit wichtigsten Messe für Consumer Electronics (31.08-05.09.12), dem M100 Sanssouci Colloquium (06.09.12) und zahlreichen weiteren hochkarätigen Events ist er eines der wichtigsten Branchentreffen Europas. Kongressveranstalter ist das Medienboard Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit der gfu, im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg und gefördert von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Die IFA wird veranstaltet von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und organisiert von der Messe Berlin. M100 ist eine Initiative der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V.
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Berlin – Unter der Überschrift „The Age of Brand Networks“ präsentierte Werber-Legende und DDB Worldwide-Kreativchef Amir Kassaei am Montagnachmittag beim Internationalen Medienkongress im ICC in Berlin Thesen über die Zukunft der Markenführung im digitalen Zeitalter. Im anschließenden Podium diskutierte Amir Kassaei mit Joel Berger, Industry Leader Entertainment & Media, Google Deutschland, Felix Petersen, Gründer des jungen Start-ups Amen und Thomas Port, Geschäftsführer, SevenOne Media, Unterföhring. Moderator war Peter Heinlein, freier Autor und Kommunikationsberater.
Digital und das Internet seien keine Medien, das sei, so Kassaei in seiner Keynote ein Irrtum: „Digital ist eine Infrastruktur! Wir müssen im Kopf den Schalter umlegen und verstehen, dass wir die Technologie als Tool nutzen, um relevante Wahrheiten zu kreieren." Die digitale Infrastruktur mache unser Leben einfacher und effizienter: „Das Netz ist allwissend und damit auch seine Nutzer. Wenn die Menschen allwissend sind, funktionieren die bekannten Marketingweisheiten nicht mehr. Wir müssen uns mit Relevanzen auseinandersetzen." Relevante Wahrheiten hätten Gültigkeit in jedem Markt, in jeder Kultur. Über Relevanz nachzudenken sei wichtiger als Reichweiten. Ohne relevante Inhalte, so Kassaei, werde man als Unternehmen zukünftig nicht mehr erfolgreich sein.
Unsere Gesellschaft befinde sich gerade im Übergang vom Zeitalter von „digital and fragmentation“ zum Zeitalter von Brand Networks, also von Marken Netzwerken. Kassaei prognostizierte, dass es innerhalb der nächsten Jahre keinen Unterschied mehr zwischen online und offline gäbe, da sich momentan Dinge grundlegend veränderten. Der Wandel sei so grundlegend, dass er das gesamte gesellschaftliche System in Frage stelle. Vor dem Hintergrund des technologischen Fortschritts, des Wertewandels in der Gesellschaft und den mikro- und makroökonomischen Veränderungen sei das jahrhundertelange Prinzip des quantitativen Wachstums in Frage gestellt, betonte Kassaei: „Qualitatives Wachstum ist wichtiger als quantitatives Wachstum. Wir müssen Dinge produzieren, die Sinn machen“. Wir hätten jetzt die Chance, die richtigen Lehren zu ziehen. Gleichzeitig stellte er die Frage, wie man als Marke damit umgehe. Bei DDB habe man den Begriff der sogenannten Social Creativity geprägt. Social bedeutet für DDB, „der größtmögliche Respekt, den man vor Menschen auf der Straße haben will und damit der Respekt vor dem Kunden, der Zielgruppe.“ Zukünftig müsse es Ziel sein, Erlebnisse für den Konsumenten zu schaffen, die er sonst nicht haben kann, dabei hilft die digitale Infrastruktur: „ Es geht nicht darum, Werbung zu machen, sondern Unternehmen, Marken, Produkte, Dienstleistungen relevant zu machen. Eine Marke ist ein Versprechen, sie ist die Summe aller Erlebnisse, die ich mit einem Unternehmen habe“. Als Unternehmen müsse man damit leben, dass man komplett transparent sei. Das bedeutet, dass sich Unternehmen komplett neu aufstellen müssen.
Thomas Port betonte bei der anschließenden Diskussion im Gegensatz zu Kassaei, dass Reichweiten auch zukünftig eine wichtige Rolle spielten, da ohne sie die Voraussetzung fehle, „überhaupt irgendetwas“ zu tun. Port stimmte Kassaei zu, dass qualitatives Wachstum wesentlich sei, ein Thema, das auch Sevenonemedia beschäftige. Darüber hinaus betonte er die Benefits, die digitale Zielgruppen einem Unternehmen durch ihr konstantes Feedback und Bewertungen etwa auf den Social Platforms gäben. Wichtig sei, diese ernstzunehmen und in die Markenbildung und Marketingmaßnahmen einfließen zu lassen.
„Wir müssen aufhören, in einzelnen Mediengattungen zu denken“, sagte Joel Berger, man müsse alles zusammenbringen und den Werbekunden helfen, wo, was auf welcher Plattform passiert, was für den einzelnen jeweils relevant ist. Die Kür sei es dann, die Publikumsbewertungen und Empfehlungen nachhaltig positiv zu wahren.
Werbung im klassischen Sinne sei tot, so Amen-Gründer Felix Petersen. Firmen, die erfolgreich sind, hätten heutzutage kaum Werbeagenturen. Petersen stimmte Kassaei zu, dass es darum ginge, die Infrastruktur zu nutzen, um bessere Produkte zu entwickeln. Gleichzeitig sei er weniger optimistisch als der DBB-Chef: „Wir leben erstmals in einer Welt, bei der es um die Frage geht, wie ich beim Konsumenten Abhängigkeiten und Gewohnheiten schaffen kann.“
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Sponsorpartner: Skoda durch Premion Service, Südliche Weinstraße e.V., Spreequell Mineralbrunnen GmbH, Coca- Cola GmbH, Skunkfunk, Pernod Ricard Deutschland GmbH, Radeberger Gruppe KG c/o Berliner Kindl Schultheiss Brauerei GmbH, JURA Elektrogeräte Vertriebs- GmbH Branchenpartner: Eutelsat Services + Beteiligungen GmbH, Exozet, DAS VIERTE GmbH, Discovery Communications GmbH & Co.KG, ProSiebenSat. 1 Media AG, Giraffentoast, UFA Film & TV Produktion GmbH, Sky Deutschland Fernsehen GmbH, Eurosport, smartclip AG, Kabel Deutschland Vertrieb & Service GmbH, Berlin Partner, ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH, Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten mbH, Viacom International Media Network Northern Europe, ILB, KIT digital, N24, Turner Broadcasting System, Art Department Studio Babelsberg GmbH, TV5MONDE s.a., HDI Gerling Industrieversicherung AG, Bell Pottinger- Harvard GmbH, media.net berlinbrandenburg, Radiozentrale, CatCap GmbH, Neuhaus Partners GmbH, TiME Lab/Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, die medienanstalten ALM GbR, VAST MEDIA GmbH & Co. KG, 3D Innovation Center Berlin, Israel Trade Center Berlin, Shortcut Ventures, Google Deutschland, Documentary Campus, ENTERTAINMENT MASTER CLASS, Deutsche Startups, MIZ, New Thinking Medienpartner: news aktuell GmbH, ALEX Offener Kanal Berlin, Frankfurter Rundschau, Branded Entertainment Online, brandeins, epd Medien, MEEDIA, Berliner Journalisten, Blickpunkt Film, HDPK, Medien Bulletin, die reporter Nachrichtenagentur, golem.de, Gründerszene, HMKW, MD.H
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