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Von “Modetorten” habe ich bislang die Finger gelassen. Irgendwie widerstrebt es mir, sauteure Schokoriegel zu zerstückeln oder noch teureres Schokokonfekt zu schmelzen, um damit einen Kuchen zu verzieren. Wenn ich ein Snickers essen möchte, dann esse ich ein Snickers, aber ich backe keine Snickers-Torte. Punkt. Schwach wurde ich jetzt jedoch, als ich beim Chefkoch auf eine Rafaello-Torte stieß – hmm, weiße Schokolade, Kokos, Sahne, Pfirsiche! Die Torte machte eine Menge Arbeit, brauchte über zwei Tage hinweg reichlich Kühl- und Wartephasen. Das Ergebnis war eine schneeweiße Torten-Schönheit – die aber seltsam enttäuschend schmeckte. Kokos, weiße Schokolade, Pfirsiche ergaben ein Aroma-Einerlei ohne Höhepunkte. Noch überlege ich, ob ich es nochmal versuche und die Torte mit Kokoslikör und Mangos “pimpe” – aber vermutlich nicht, so lange der “Ausprobieren”-Ordner in der Küche so fürchterlich voll ist mit viel verlockenderen Rezepten…
Des Menschen Willen ist sein Himmelreich – und wenn sich der Kollege zu seinem 36sten Geburtstag (also weit entfernt von der Kindheit) einen “Spiegeleier”-Kinderkuchen gewünscht hat, dann soll er den bekommen. Aber zumindest einen formvollendeten, mit Pseudo-Spiegeleiern in Spiegeleier-Form. Also habe ich die halbe Teigmenge des Originalrezeptes in einer 26er Springform gebacken und mit einem runden, scharfen Teigausstecher für Scones/Biscuits Kreise ausgestochen, mit je einer Aprikose verziert und ins Büro mitgenommen. Die zerstückelten Reste mit den kreisrunden Kuchenlöchern sorgten währenddessen zuhause bei unserem us-amerikanischen Austauschschüler für Stirnrunzeln: So einen seltsamen Kuchen hätte er ja noch nie gesehen… Gegessen hat er ihn trotzdem!
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: “Spiegeleier”-Kuchen
Kategorien: Kinder, Geburtstag, Kuchen, Obst
Menge: 12 Stücke
========================= FÜR DEN TEIG =========================
125 Gramm Butter, weich
125 Gramm Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
135 Gramm Mehl
1/2 Teel. Backpulver
==================== FÜR DIE SCHMANDSCHICHT ====================
350 ml Milch
1 Pack. Sahne-Puddingpulver
4 Essl. Zucker
200 Gramm Schmand
100 Gramm Saure Sahne
=========================== SONSTIGES ===========================
1 Dose Aprikosen
100 ml Aprikosensaft
2 Blätter Gelatine
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://www.chefkoch.de/rezepte/
137191059313529/Aprikosenkuchen-Spiegeleierkuchen.html
– Erfasst *RK* 03.04.2013 von
– Gabriele Frankemölle
Eine Springform (26 oder 28 cm) fetten, beiseite stellen. Ofen auf
180 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen.
Die Butter mit Zucker, Salz und Eiern sehr schaumig schlagen, Mehl
und Backpulver kurz einarbeiten. Teig in die Form streichen und 20
Minuten backen.
Währenddessen aus Milch, Puddingpulver und Zucker einen Sahnepudding
kochen, den Schmand und die saure Sahne gründlich unterrühren.
Den vorgebackenen Boden aus dem Ofen holen, Schmandmasse
aufstreichen. Kuchen weitere 15 Minuten backen, dann auf einem
Gitter abkühlen lassen.
Gelatine im aufgefangenen Aprikosensaft einweichen, dann Flüssigkeit
langsam erhitzen, bis sich alles gelöst hat, auf den Kuchen gießen
und alles mehrere Stunden (oder über Nacht) erkalten lassen.
Am nächsten Tag mit einem scharfen Ausstecher oder Glas Kreise
ausstechen, auf jede Form eine abgetropfte Aprikose setzen.
(Anm. Gabi: Kuchenreste den Kindern zm Naschen geben
=====
Für welches Rezept sie ursprünglich brauchte, weiß ich nicht einmal mehr – nur dass ich an dem 2-kg-Netz ungespritzter “Valencia Late”-Orangen irgendwie nicht vorbei gekommen war. Und da lagen sie nun im Obstkorb, die übrig gebliebenen sechs Früchte, zu schade zum schnöden Auspressen. Als Resteverwertung deluxe habe ich sie zu einer fluffig-cremigen Orangencreme mit Schmand verarbeitet. Zur milden Creme passt hervorragend die leicht herbe Sauce – wer wenig Zeit (oder weniger Orangen) hat, kann das Dessert natürlich auch pur servieren und es vieleicht mit einigen Schokospänen oder einem Minzeblatt garnieren.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Orangencreme mit Orangen-Karamel-Sauce
Kategorien: Dessert
Menge: 8 Portionen
========================= FÜR DIE CREME =========================
6 Blätter Gelatine
200 Gramm Schmand
75 Gramm Zucker
400 ml Orangensaft (frisch gepresst)
Abger. Schale einer Bio-Orange
3 Eiweiß
200 ml Sahne
========================= FÜR DIE SAUCE =========================
Orangen-Karamel-Sauce
3 Orangen
70 Gramm Brauner Zucker
1 Schuss Orangenlikör
============================ QUELLE ============================
eigenes Rezept
– Erfasst *RK* 21.03.2013 von
– Gabriele Frankemölle
Gelatine in kaltem Wasser einweichen, beiseite stellen.
Schmand mit Zucker und Orangensaft glatt rühren. Die ausgedrückte,
tropfnasse Gelatine in einem Töpfchen oder in der Mikrowelle
verflüssigen, unter die Schmand-Saft-Flüssigkeit rühren und kühl
stellen, bis die Masse etwas geliert. Währenddessen Sahne und Eiweiß
separat steif schlagen, vorsichtig unter die etwas eindickende Masse
heben. Die Creme in eine Schüssel oder in Portionsschalen geben und
einige Stunden oder über Nacht kalt stellen.
Für die Orangen-Sauce die Früchte filetieren und dabei den Saft
auffangen. Den braunen Zucker in einen Topf geben und bei mittlerer
Hitze etwas karamellisieren lassen. Mit dem Saft aufgießen und zu
einem Sirup einkochen, dann die Orangenfilets und den Likör hineingeben
und alles abkühlen lassen.
Nocken der Orangencreme abstechen (oder Förmchen stürzen) und mit
etwas Orangensauce servieren.
=====
Dieses Rezept kombiniert den 5-Minuten-Teig-ohne-Kneten mit dem Geh- und Backvorgang im Slowcooker. Ja, der Crocky wird tatsächlich heiß genug, um Brot zu garen, die Methode funktioniert!
Aber warum eigentlich im Slowcooker backen? “Um zu beweisen, dass es geht”, lautet die naseweise Antwort. Was hiermit geschehen wäre. Aber nun mal im Ernst: Ohne nachträgliches Überkrusten finde ich das Brot wenig appetitlich, auch wenn Textur und Geschmack des Teiglings wirklich gut sind. Aber optisch spricht mich so ein blasser Hefeklops nun mal gar nicht an. Also habe ich den Backofen zum Überbräunen angeworfen – aber dann hätte ich ihn ja auch gleich zum Backen des Brotzes nutzen können…
Was mich zur Ausgangsfrage zurück bringt: Warum also im Slowcooker backen? Zwingende Argumente wollen mir nicht einfallen, aber ein paar nebensächliche: Vielleicht habe ich keinen Backofen zur Verfügung und/oder es spielt keine Rolle, ob das Brot braun ist, weil ich es zum Beispiel in die Suppe brocke. Oder ich möchte die Küche nicht aufheizen, Strom sparen, meine Küche wird gerade renoviert oder, oder, oder…
Weißbrot – ohne Kneten und ohne Backen
ergibt: 3 Brote
Vorbereitungszeit: 10 Minuten Vorbereitungszeit (Wartezeit 1 Tag)
Zubereitungszeit: 1 Std. auf HIGH, 75 Minuten auf LOW
Topfgröße: 3,5 l (Menge verdoppeln für großen Topf funktioniert NICHT)
675 ml Wasser
30 g frische Hefe
1 EL Salz
900 – 950 g Weizenmehl (möglichst Typ 550)
Das (höchstens) lauwarme Wasser in eine ausreichend große Schüssel mit Deckel geben, die Hefe hineinbröseln. Salz und Mehl dazu schütten und alles nur so lange mit einem Holzlöffel vermischen, bis sich ein grober, recht nasser Teig ergibt.
Den Deckel auf die Schüssel legen (nicht verschließen) und den Teig zwei Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er sein Volumen stark vergrößert hat und sich Blasen obenauf zeigen. Dann den Deckel verschließen und den Teig in den Kühlschrank stellen (wo er bis zu drei Tage lagern kann. Dabei fällt er in sich zusammen – das ist kein Problem!).
Am Backtag den Crockpot-Einsatz mit einem Blatt Backpapier auslegen und mit bemehlten Händen eine etwa 550 Gramm schwere Portion des Teiges abteilen und auf eine bemehlte Fläche legen – nicht kneten! Stattdessen mit den Händen die Ränder so nach oben ziehen, so dass sich ein glatter Ball formt. Die Falzkanten zusammen kniffen, den Ball umdrehen (schöne Seite nach oben) und das Brot in den Einsatz des Slowcookers legen. Deckel auflegen und 40 Minuten ruhen lassen. Dabei geht das Brot nur wenig auf, läuft u.U. sogar etwas in die Breite.
Nun den Slowcooker auf HIGH stellen und 75 bis 90 Minuten backen. Den Topf mindestens eine Stunde lang nicht öffnen! Nach 75 Minuten den Gartest machen: Beim Daraufdrücken darf es sich nicht weich und “schwammig” anfühlen.
Das Brot aus des Slowcooker nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Optional (ich finde zwingend): Den Ofengrill vorheizen und das gerade gebackene Brot fünf Minuten hellbraun überbräunen.
Die Karnevalsberliner (siehe zum Beispiel hier und hier) sind inzwischen zur Tradition in unserer Familie geworden. Knapp 40 Stück in etwa vier Stunden habe ich in diesem Jahr gebacken und mit Eierlikörcreme gefüllt – und dann mit Entsetzen festgestellt, dass vermutlich 25 Personen nach dem Karnevalszug zum Kaffee kommen werden. Was tun? Kurzentschlossen habe ich Quarkspitzenteig angerührt – nach einem Rezept meiner brandenburgischen Verwandtschaft. Die verwendet Schweineschmalz zum Ausbacken, aber bei mir war das Platten-Fritierfett von den Berlinern eh noch heiß. Die leckeren und wenig süßen Krapfen, die zudem keine zehn Minuten Arbeit gemacht hatten, waren letztendlich schneller verzehrt als die Berliner. Was sagt mir das? Darf es öfter geben…
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Quarkspitzen
Kategorien: Karneval, Friteuse
Menge: knapp 20 Stück
250 Gramm Magerquark
60 Gramm Zucker
1 Pack. Vanillezucker
2 Eier
30 ml Öl
1 Teel. Natron
1 Schuss Zitronensaft
175 Gramm Mehl
3 Essl. Rosinen (optional)
Fett zum Fritieren
Puderzucker zum Betsreuen
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://www.chefkoch.de/rezepte/
1766031286458353/Quarkspitzen.html
– Erfasst *RK* 17.02.2013 von
– Gabriele Frankemölle
Quark, Zucker, Vanilezucker, Eier, Öl und Zitronensaft mit dem Mixer
sehr schaumig rühren, zuletzt das Mehl und das Natron (und die
Rosinen, falls verwendet) nur so lange einarbeiten, bis sich ein
glatter Teig ergibt.
In einem Topf das Fritierfett auf mittlerer Hitze erhitzen. Mit
einem Löffel nicht zu große Nocken abstechen und schön braun
ausbacken. Garprobe mit einem Stäbchen machen, damit die Bällchen
auch gar sind!
Beim Backen drehen sich die Quarkspitzen von selbst im Fett falls
nicht, mit der Gabel nachhelfen.
Quarkspitzen mit einem Schaumlöffel aus dem Fett heben, auf einem
Gitter gut abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen. Am besten
ganz frisch verzehren.
=====
Sechs ausgewählte süße Häppchen, vier Scones, vier Fingersandwiches, zwei pikante Mini-Muffins – stolze 26 Pfund (pro Person !) haben wir jüngst im noblen Royal Horseguards Hotel in London für den Afternoon Tea gezahlt. Gut, dafür sitzt man mit Blick auf die Themse in edlen Samtsesselchen, die Teekanne ist aus Silber, der Tee aus Himalaya-Hochlagen und die Häppchen-Etagere mit antikem Porzellan bestückt. So edel geht es bei uns zuhause nicht zu - zur Einstimmung auf das London-Foto-Gucken mussten es westfälische Eichenstühle, das Alt-Luxembourg-Geschirr und Silberlöffelchen tun. Auch die Häppchenauswahl war eingeschränkter, aber dafür die Portionen größer, so dass alle auch tatsächlich satt wurden – was man vom Londoner Tee nicht behaupten konnte.
Mein Cream-Tea-Menü bestand also aus:
- Caramel Shortbread Bars (sehr mächtigen Kuchenhappen, Rezept siehe unten)
- Scones (Rezept hier) mit Clotted Cream und Erdbeer-Marmelade
- Fruity Cinnamon Scones (Rezept oben, versetzt mit je 50 g getrock. Aprikosen und Preisselbeeren sowie 1 TL Zimt)
- Gurken-Sandwiches und Lachs-Frischkäse-Sandwiches (Rezepte hier und hier auf deutsch)
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Caramel Shortbread Bars
Kategorien: Kekse, Cookies, England, Bars
Menge: 24 Kl. Stücke
175 Gramm Butter (weich)
70 Gramm Zucker
1/2 Teel. Vanillezucker
1 Prise Salz
215 Gramm Mehl
======================== FÜR DIE FÜLLUNG ========================
400 Gramm Dulce de Leche (oder karamelisierte gesüßte
– Kondensmilch, Russlandabteilung des
– Supermarktes)
================== FÜR DIE SCHOKOLADENSCHICHT ==================
150 Gramm Zartbitter-Kuvertüre
1 Essl. Butter
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von joyofbaking.com
– Erfasst *RK* 16.01.2013 von
– Gabriele Frankemölle
Eine Backform von 23 mal 23 cm (oder 26cm Springform) mit Backpapier
auslegen oder alternativ leicht mit Butter ausfetten. Backofen auf
175 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Butter, Vanillezucker, Salz und Zucker mit dem Mixer in einer
Schüssel sehr schaumig rühren. Dann das Mehl dazu geben und nur so
lange einarbeiten, bis sich ein glatter Teig ergibt. Den Teig in die
Form pressen und etwa 20 Minuten hellbraun backen. Abkühlen lassen.
Die Karamelcreme im Wasserbad leicht erwärmen, bis sie flüssig ist
(oder ganz vorsichtig in der Mikrowelle verflüssigen). Auf den
Kuchenboden streichen. Die Schokolade mit der Butter schmelzen und
auf der Karamelcreme verteilen.
Einige Stunden auskühlen lassen und dann mit einem feuchten Messer
in kleine Würfel (2 – 3 cm Kantenlänge) schneiden.
=====
Ganz schön fleischlastig, die Slowcooker-Rezepte, die ich in jüngster Zeit gekocht habe, ist mir gerade aufgefallen. Letzte Woche gab’s Salsa-Huhn und Meatloaf, diese Woche Irish Stew mit Rind und nun einen delikaten Bierbraten mit bayrischen Beilagen. Das war zwar alles lecker, aber entspricht eigentlich mehr dem Geschmack meiner Familienmitglieder als dem meinen. Ich könnte begeistert wochenlang von Gemüsesuppe und -auflauf in Variationen leben, würde aber vermutlich schon nach der ersten aufgeben, weil mir meine Mitesser mit dem Ruf nach Schnitzel & Co. mitleidslos in den Ohren lägen. Dabei stehen bei Allrecipes noch sooo viele vegetarische Crockpot-Rezepte, die mich zum Nachkochen reizen…
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bierbraten
Kategorien: Slowcooker, Hauptgerichte, Bayern
Menge: 4-6 Portionen
1 Essl. Butterschmalz
1 kg Schweinebraten (Schweinenuss)
Salz, Pfeffer, Selleriesalz
1 Essl. Süßer Senf
1 Gemüsezwiebel, in groben Stücken
1 Knoblauchzehe, gestiftelt
1 Möhre, geputzt, in groben Stücken
250 ml helles Bier
100 ml Gemüsefond (kräftig)
Mehlbutter zum Andicken
============================ QUELLE ============================
eigenes Rezept
– Erfasst *RK* 10.01.2013 von
– Gabriele Frankemölle
Das Butterschmalz in einem Bratentopf erhitzen. Das Fleisch mit Salz,
Pfeffer und Selleriesalz einreiben, mit süßem Senf bestreichen. Im
heißen Fett rundum anbräunen, in den Einsatz des Slowcookers legen.
Gemüse in das Bratfett geben und ebenfalls bei großer Hitze kurz
bräunen, über das Fleisch geben. Den Bratensatz mit Bier und
Gemüsebrühe loskochen, nach Wunsch würzen und über Gemüse und
Fleisch in den Crockpot gießen.
Abdecken und auf Stufe MEDIUM etwa sechs Stunden garen, auf HIGH
sind es etwa fünf, auf LOW bis zu acht (je nach Dauer des Anbratens
und der Heizintensität Ihres Topfes).
Fleisch entnehmen. Sauce abschmecken, mit dem Zauberstab pürieren
und nach Wunsch mit Mehlbutter andicken.
Bei uns gab es dazu Semmelknödel und Wirsing mit Pfifferlingen.
=====
“Dass du dir das immer antust”, schüttelt meine Mutter den Kopf. Ich finde, ich tue mir gar nichts an, wenn ich zu Weihnachten für meine (erweiterte) Familie mit 12 bis 14 Personen ein Festmenü koche. Im Gegenteil, ich finde, ich tue mir etwas Gutes: Ich kann wochenlang in Rezepten stöbern, um für jeden der Mitesser mit seinen spezifischen Vorlieben/Abneigungen (und davon gibt es viele!) etwas zu finden. Ich kann planen, berechnen, einkaufen, nach Herzenslust vorbereiten, darf mich loben lassen und muss – ganz wichtig – hinterher nicht spülen und aufräumen, denn dafür finden sich immer Helfer. Das eigentliche Zubereiten/Kochen strecke ich über einige Tage, immer mal wieder ein bisschen – wenn sich so vieles vorbereiten lässt, wird der eigentliche Festtag ganz stressfrei.
Zum Zeitplan: Ich habe ich den Teig für die Schokotörtchen bereits vier Tage vorher angerührt und in Souffleeförmchen eingefroren. Fischmousse und Fruchtsauce habe ich zwei Tage vorher zubereitet, die Suppe mit Einlagen am Vortag. Dann habe ich auch das Blanchieren von Möhren und Zuckerschoten erledigt. Blieb für den Einladungstag das Anbraten des Rinderfilets, das Zubereiten der Sauce, das Putzen des Salates und natürlich diverses Erhitzen, Abschmecken, Fertigstellen. Die genaue Menüfolge:
- Klare Tomatensuppe mit Griesssternen (zubereitet wie hier beschrieben)
- Wintersalat mit Räucherfischmousse nach Johann Lafer
- NT-Rinderfilet mit Steinpilz-Gorgonzola-Sauce, Möhren, Zuckerschoten und Bandnudeln
- Schokosoufflees medium mit Glühweinkirschen und Mandeleis
Nachtisch geht immer. Auch nach Gruß aus der Küche, Hochzeitssüppchen und Zander auf Gemüse kann ich nicht widerstehen, wenn mir jemand eine Dessertkarte unter die Nase hält – vor allem, wenn da noch “winterliche Dessertvariationen” drauf stehen. Mein Magen hat diese Entscheidung zwar später bereut, meine Zunge aber nicht: Was die Köchin vom Cafe Kamps da auftischte, war sehr lecker – Zimt-Schokomousse, Herrencreme und ein wahrhaft göttliches Christstollenparfait mit Glühweinkirschen. Letzteres ist meine Empfehlung fürs Weihnachtsmenü – bei uns kann ich das leider nicht servieren, da wir einen Abstinenzler am Tisch haben.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Christstollenparfait mit Gühweinkirschen
Kategorien: Dessert, Weihnachten
Menge: 8-10 Portionen
======================== FÜR DAS PARFAIT ========================
30 Gramm Zitronat
30 Gramm Orangeat
50 Gramm Rosinen
30 Gramm Gehackte Mandeln
30 ml Rum
100 ml Wasser
100 Gramm Zucker
1 Ei
3 Eigelb
20 ml Amaretto
1/2 Teel. Zimt
1/4 Teel. Kardamom
400 ml Sahne (steif geschlagen)
=================== FÜR DIE GLÜHWEINKIRSCHEN ===================
500 Gramm TK-Kirschen
400 ml Glühwein
Zucker nach Geschmack
Speisestärke zum Andicken
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 11.12.2012 von — Gabriele Frankemölle
Die Trockenfrüchte sehr fein hacken (wichtig: sonst werden es später
harte Stücke im Parfait!) und über Nacht in dem Rum einweichen.
Das Wasser und den Zucker aufkochen und im offenen Topf etwa fünf
Minuten etwa auf die Hälfte einkochen lassen. Währenddessen das Ei
mit den Eigelb, Zimt, Karadmom und Amaretto mit dem Mixer sehr
schaumig schlagen. Den heißen Zuckersirup unter ständigem Schlagen
hinzu geben und alles (am besten über Eiswasser) kalt schlagen, bis
es weißschaumig und dick ist.
Die steifgeschlagene Sahne und die eingeweichten Trockenfrüchte
vorsichtig mit dem Spatel unterheben. Eine Kastenform mit
Plastikfolie auslegen, die Parfaitmasse hineingeben, glatt streichen
und über Nacht (oder mindestens sechs Stunden) frieren lassen.
Für die Glühweinkirschen die Kirschen im Glühwein aufkochen und etwa
fünf Minuten sanft köcheln lassen. Nach Geschmack mit weiterem
Zucker abschmecken und mit angerührter Stärke andicken. Erkaltet zum
Parfait servieren.
=====
Irgendwie ist es immer dasselbe: Wenn ich eine Speisenfolge plane, fällt mir als erstes das Dessert ein, danach die Hauptspeise und für die Vorspeise oder den Fischgang muss ich üblicherweise 15 Kochbücher wälzen und ähnlich viele Foodblogs besuchen, bis ich das Passende habe. Das anstehende Weihnachtsmenü (wie hier zu lesen eine ziemliche Herausforderung) bildet keine Ausnahme. Rinderfilet Wellington soll es geben und das Dessert wird diese luftig-cremige Mousse mit aromatischem Apfelkompott. Bleibt noch die Suche nach der Vorspeise… Hat jemand einen Vorschlag? Aber wie gesagt: Keine Krustentiere oder Innereien, nichts blutiges, nichts prominent käsiges, kein Alkohol und Saucen nur separat servieren
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Joghurt-Honig-Mousse mit Bratapfel-Kompott
Kategorien: Dessert, Winter
Menge: 12 Portionen
======================== FÜR DIE MOUSSE ========================
500 Gramm Griechischer Joghurt, stichfest
75-100 ml Honig (nicht zu dunkler)
4 Blätter Gelatine
400 ml Schlagsahne, steif geschlagen
======================== FÜR DAS KOMPOTT ========================
4 Essl. Zucker, braun
1/2 Zitrone; den Saft
175 ml Wein, weiß (oder Apfelsaft)
3 Äpfel, groß, geschält (Boskoop)
2 Gute Prisen Lebkuchengewürz (oder Zimt)
50 Gramm Mandel(n), gehackte
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 01.12.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Für die Honigmousse die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den
Joghurt nach Geschmack mit mehr oder weniger Honig süßen. Die
Gelatine ausdrücken, in einem Töpfchen schmelzen lassen und zunächst
mit einem Teil der Joghurtmasse, dann mit dem Rest verrühren. Kalt
stellen.
Sobald der Joghurt anfängt, etwas einzudicken (“Straßen zieht”), die
Sahne locker unterheben. Die Mousse auf 8 bis 12 Gläschen verteilen,
kalt stellen.
Für das Kompott Äpfel schälen, entkernen und nicht zu grob würfeln.
Zucker in einem Topf karamellisieren lassen, mit Wein und
Zitronensaft ablöschen, Lebkuchengewürz zufügen und etwas einkochen
lassen. Äpfel zufügen und weich dünsten, zuletzt die Mandeln
unterheben.
Jeweils einen guten Esslöffel des Kompotts auf die erstarrte Mousse
geben.
=====
Puuh, das ging ja schneller als gedacht: Im Abstellraum warten nun wieder einige hundert Suppenbücher auf Käufer(innen). Das Buch mit seinen 94 Seiten und 52 Slowcooker-Suppenrezepten für besagte 52 Wochen gibt es hier auf der Webseite zu kaufen (mit 2 EUR Versandkosten, Zahlung per PayPal), bei Amazon (mit 3 EUR Versandkostenpauschale) – oder bestellen Sie “52 Wochen – 52 Suppen” (ISBN 978-3-00-036565-2) versandkostenfrei für 14,90 EUR in jeder Buchhandlung. Manche Buchhändler erzählen zwar gerne, dass sie das Buch nicht bestellen könnten, aber dahinter steckt, dass sie das Buch nicht bestellen WOLLEN. Denn an so einer Einzelbestellung verdient der Verkäufer nicht gerade viel – hat aber schon ein bisschen Aufwand: Bestellung per Fax oder Mail an mich schicken, Kunden kontaktieren, sobald das Buch eingetroffen ist. Manche nehmen das im Sinne von Kundenbindung und Dienstleistung offensichtlich gerne in Kauf, andere eben nicht
Man sollte öfter in seinen Abstellraum schauen und dort vor allem die funzelige Energiesparlampe gegen eine gute alte 75-W-Glühbirne tauschen. Die ist nämlich sofort hell und nicht erst nach fünfminütiger Vorheizphase. Dann hätte man auch gewusst, dass sich in dem Karton in der Ecke keineswegs noch 50 Suppenkochbücher befinden, sondern schnödes Paketfüllmaterial, sprich Papierschnippsel. Das Kochbuch “52 Wochen – 52 Suppen” ist also RESTLOS AUSVERKAUFT – soll ich mich nun freuen oder nicht? Einerseits habe ich die gedruckten Exemplare viel schneller verkauft als kalkuliert, andererseits habe ich genau jetzt (Weihnachtsgeschäft, Haare rauf…) nicht ein einziges Exemplar mehr. Und bis ich welche nachgedruckt bekomme, werden sicherlich zwei bis drei Wochen vergehen.
Tscha, nützt nix, eigene Dummheit (bzw. eigentlich doch die der EU, die klare Glühbirnen mit 75 Watt verboten hat)… Ich werde also schnell Angebote einholen, druckfähige PDF schreiben, Titelbilder bearbeiten und hoffen, dass ich bald vermelden kann, dass das Buch wieder lieferbar ist!
Was tun, wenn man für ein Familienfest eine Torte mitzubringen hat, aber wegen zweier anderer, direkt vorausgehender Feiern keine Zeit hat, eine zu backen? Man bereitet vor. Aber welcher Kuchen schmeckt nach etwas “Ziehzeit” besser als frisch? Auftritt: Die Drei-Tage-Torte. Nach einem, zwei oder gar drei Tagen im Kühlschrank ist sie schön saftig und durchgezogen. Es gibt sicherlich luftigeres Backwerk und welches mit vielfältigeren Aromen, aber die Torte mit Schokoladen-Vanille-Rum-Note sieht sehr hübsch aus und ergänzt gut ein obstlastiges Kuchenbuffet. Sie sollten allerdings niemandem erzählen, dass die Torte schon drei Tage auf ihren Einsatz wartet: “Alter Kuchen?” Bis auf vier Stück verputzt war sie später dann doch noch ![]()
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Drei-Tage-Torte
Kategorien: Kuchen, Torte
Menge: 16 Stück
========================= FÜR DIE BÖDEN =========================
200 Gramm Margarine oder Butter
175 Gramm Zucker
1 Prise Salz
4 Eier
250 Gramm Mehl
2 Teel. Backpulver
2 Essl. Kakao
======================== FÜR DIE FÜLLUNG ========================
400 ml Sahne
1 Pack. Sahnesteif
100 Gramm Zucker
1 Essl. Vanillezucker (bevorzugt selbst gemacht)
400 Gramm Schmand
2-4 Essl. Rum oder Schoko-Nuss-Likör
========================= FÜR DEN GUSS =========================
75 ml Sahne
100 Gramm ZB- Schokolade
Etwas Gebäckschmuck
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://www.chefkoch.de/rezepte/
302001110247551/3-Tage-Torte.html
– Erfasst *RK* 29.10.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Die Eier mit dem Zucker sehr schaumig rühren, nach und nach die Eier
einarbeiten. Mehl und Backpulver mischen und in den Teig rühren, bis
sich alles vermischt hat.
1/3 des Teiges abnehmen und in eine gefettete Springform (26 cm)
streichen. Bei 175 Grad etwa 15 bis 20 Minuten backen, auf einem
Gitter auskühlen lassen.
Dem restlichen Teig die 2 EL Kakao zufügen und in der 26er
Springform einen dunklen Boden backen (Backzeit etwa 25 Minuten).
Den Boden auf einem Gitter auskühlen lassen und quer halbieren, so
dass man zwei dünne Böden erhält.
Für die Füllung Sahne mit Zucker, Vanillezucker und Sahnesteif steif
schlagen, Schmand vorsichtig unterheben. Einen Tortenring um den
unteren dunklen Boden legen, Boden mit Alkohol beträufeln. Die
Hälfte der Sahne-Schmand-Masse aufstreichen, den hellen Boden
auflegen und ebenfalls mit Likör beträufeln. Restliche Sahne-Schmand-
Masse aufstreichen, zuletzt den zweiten dunklen Boden auflegen.
Für den Ganache-Guss die Sahne bis fast zum Kochen erhitzen, über
die feingehackte Schokolade gießen und rühren, bis sich alles gelöst
hat. Den Guss abkühlen lassen und dann über die Torte streichen, mit
Gebäckschmuck verzieren.
Einen, besser zwei bis drei Tage zum Durchziehen in den Kühlschrank
stellen.
=====
Was soll man noch groß sagen, wenn man inzwischen seit sechs Jahren das Lob des Slowcookers singt? Butterzartes, saftiges Fleisch ohne Anbraten, geniale Saucen? Lange Garzeit, aber kaum Arbeit? Hatten wir alles schon. Also spare ich mir das und sage lediglich: Nachkochen, aber schnell, äh, langsam
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Krustenbraten
Kategorien: Crockpot, Schwein, Party
Menge: 6-8 Portionen
2 bis 2,5 kg Krustenbraten (Schulterstück mit Schwarte)
2 gr. Möhren
2 Zwiebeln
Salz, Pfeffer
Kümmel (nach Geschack)
1 EL süßer Senf
Brühwürfel
150 ml dunkles Bier
Mehlbutter zum Andicken der Sauce
============================ QUELLE ============================
– erfasst Oktober 2012 (gfra)
Die Zwiebeln und Möhren in Scheiben hobeln.
Mit Salz und Pfeffer mischen, den Braten (Schwarte kreuzweise einschneiden) mit Salz,
Pfeffer und Senf einreiben, sparsam mit Kümmel bestreuen und auf das Gemüse legen.
Bier angießen und etwas Brühwürfel dazu geben.
Braten abdecken und etwa 7 bis neun Stunden auf LOW garen. Fleisch
entnehmen und unter dem heißen Backofengrill 10 bis 15 Minuten braun
überkrusten.
Crockpot auf Stufe HIGH stellen, die Möhren und Zwiebeln in der
Bratenflüssigkeit (ggfalls entfetten) pürieren und Sauce mit
Mehlbutter andicken.
:Vorbereitungszeit: 15 Minuten
:Garzeit: 7 – 9 Std.
:Slow Cooker Größe: 6,5 l
=====
Wenn ich schon mal künstlerisch tätig werden will… Zu Zorras 8. Bloggeburtstag und dem begleitenden Event “Rezepte für Sieger” habe ich meine persönliche Sieger-Kürbissuppe gekocht. Ich hätte allerdings nicht versuchen sollen, mit Aceto Balsamico und flüssiger Sahne ein Muster aufzumalen. Statt hübscher Linien habe ich ein Spinnennetz erschaffen – ja, ist denn schon Halloween? Wenn Sie kein Gruselfood, sondern Herbstküche servieren wollen, klecksen Sie lieber nur einige Punkte auf die Suppe, die sich sehr angenehm von den üblichen (und oft faden) Kürbissuppen abhebt. Ingwer und Chili sorgen für die Schärfe, Hokkaido-Kürbis für die großartige Farbe und Arbeitsersparnis: Er muss nicht geschält werden.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kürbissuppe mit Ingwer
Kategorien: Herbst, Suppe
Menge: 8 Portionen
1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg)
1 groß. Kartoffel (200 g)
1 groß. Möhre
1 groß. Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer, etwa walnussgroß (optional 1/2 TL
– Ingwerpulver)
2 Essl. Öl
1/2 Teel. Paprikapulver, edelsüß
1/2 Teel. Kreuzkümmel (wer mag, mehr)
Chilipulver (nach Geschmack)
200 ml Weißwein (trocken)
1 Ltr. Kräftiger Gemüse- oder Hühnerfond
Salz, Pfeffer
========================= ZUM GARNIEREN =========================
Aceto Balsamico, Schlagsahne (flüssig),
– Korianderblättchen
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 03.10.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Den Kürbis waschen, vierteln, mit einem scharfen Löffel entkernen
und in Würfel schneiden. Kartoffeln und Möhre ebenfalls putzen,
schälen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein
hacken.
Zwiebel, Knoblauch und frischen geraspelten Ingwer (falls verwendet,
Pulver erst später mit der Flüssigkeit zugeben) im heißen Öl in
einem ausreichend großen Topf glasig anschwitzen. Kürbis, Möhren und
Kartoffeln zugeben und kurz anbraten (nicht braun werden lassen).
Mit Weißwein ablöschen und die Gewürze zugeben. Den Fond angießen
und die Suppe 20 bis 30 Minuten sanft köcheln lassen.
Sind die Gemüse weich, alles mit einem Pürierstab glatt pürieren.
Ist die Suppe zu dick, mit weiterer Brühe verdünnen und mit Salz und
Pfeffer abschmecken. Wer mag, kann auch noch mit mehr Chilipulver
nachschärfen.
Zum Servieren in jeden Teller Suppe geben, einen Esslöffel Sahne
einfließen lassen und einige Tropfen Aceto Balsamico darauf geben.
Mit einem Holzspieß dekorativ verwirbeln und mit Koriandergrün
garnieren.
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Süß-salzig-würzig: Durch Honig, Knoblauch und Sojasauce wird aus urdeutschem Schweinebraten im Slowcooker ein Gericht mit orientalischer Note. Dazu passt Reis viel besser als Salzkartoffeln. Die super-leckere Sauce wird auch ohne Anbraten sehr schön braun – aber ich bin eher der Typ “optischer Snob” und brate Fleisch eigentlich immer an, bevor ich es in den Crockpot gebe. Geschmacklich macht das kaum einen Unterschied, aber so vermeide ich die “gekochte Optik”. Wenn Ihnen weniger Spülen wichtiger ist als das Aussehen, lassen Sie diesen Schritt einfach weg. Allerdings müssen Sie dann die Garzeit etwas verlängern, weil Sie mit kaltem Fleisch beginnen.
===== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Honig-Knoblauch-Braten
Kategorien: Slowcooker, Crockpot
Menge: 6 Portionen
1 kg Schweinebraten (Lummer)
1 Zwiebel, groß, in Ringe geschnitten
2 Essl. Öl
100 ml Honig
50 ml Sojasauce
einige Tropfen Limettensaft
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
Pfeffer, Salz
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 19.09.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Optional: Den Schweinebraten salzen und pfeffern und rundherum in
etwas Öl kurz braun anbraten. Alternativ nur würzen und in den
Einsatz des Slowcookes legen. Zwiebelscheiben rundherum verteilen.
Honig, Limennetnsaft und Sojasauce verrühren, die Knoblauchzehe und 50 ml wasser
(nicht mehr!) unterrühren. Sauce über das Fleisch gießen. 3,5
Stunden auf Stufe HIGH (sechs bis sieben Stunden auf LOW) garen, bis
das Fleisch gar ist (ohne Anbraten Zeiten um eine Stunde erhöhen).
Sauce nach Wunsch pürieren und mit Mehlbutter andicken.
Bei mir gab es dazu Reis und gerösteten Kürbis mit Kreuzkümmel und
Chili.
=====
Eines meiner Geburtstagsgeschenke in diesem Jahr kam von Tchibo: Ein Überraschungspaket mit Grillpfanne, Kochmesser, Fingerschutz, Burgerpresse und Gemüse-Backform. Zur aktuellen Themenwelt “Steak & Burger” wurden einige Foodblogger mit diesem Zubehör bedacht und zu einem Rezeptwettbewerb eingeladen. Steaks & Burger – das müsste doch eigentlich das USA-kulinarisch-Thema sein! Tja, könnte man denken – aber erstens esse ich kaum noch rotes Fleisch, zweitens hatte ich genau zur Blogparade meine Geburtstagsparty anstehen, bei der ich 25 Personen bekochte wollte. Und zwar weder mit Steaks (siehe Punkt 1) noch mit Burgern (die Mottoparty hatten wir schon mal).
Stattdessen schwebte mir etwas orientalisch-sommerliches vor, nicht zuletzt weil ich mal wieder meine schönen (aus Tunesien und der Türkei mitgebrachten) Schüsseln und Schälchen einsetzen wollte . Und Salate und Desserts in Portionsgläschen sollte es geben. Letztlich fiel meine Wahl auf folgendes Buffet:
- Hähnchenbrust mit Salbei im Speckmantel (Rezept siehe unten)
- Knoblauch-Gambas (Rezept siehe unten)
- Tabbouleh im Glas (Rezept siehe unten)
- Paprika-Feta-Dip
- Ziegenkäse-Walnussaufstrich mit Thymian
- Honig-Aioli
- Fladenbrot
- gegrillte Zucchini und Paprika (Rezept siehe unten)
- orientalisches Pfirsich-Joghurt-Dessert
Die Burgerpresse und das Gemüseblech habe ich dabei nicht gebraucht, aber das Messer und der Fingerschutz leisteten mir gute Dienste: Für Tabbouleh muss man eine Menge Zutaten wirklich fein zerkleinern. Die Grillpfanne (ich besaß bisher keine) begeistert mich wirklich: Man brät darin mit wenig Fett, das Bratgut hängt wegen der guten Oberfläche nicht an und bekommt diese schönen “Grillstreifen”.
Das Rezept für die Hähnchenbrust:
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Hähnchenfilet mit Salbei im Speckmantel
Kategorien: Geflügel, Für Gäste
Menge: 8-10 Portionen
700 Gramm Hähnchenbrust-Innenfilet, ca. 20 Stück
20 Salbeiblättchen
20 Scheiben Frühstückspeck (Bacon)
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 14.08.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Die Hähnchenbruststücke mit jeweils einem frischen Salbeiblatt
belegen und mit jeweils einer Speckscheibe fest umwickeln.
Grillpfanne vorheizen und die Fleischstücke (mit der “Specknaht”
nach unten) bei mittelgroßer Hitze von jeder Seite etwa drei bis vier
Minuten braun braten.
Kann kalt oder warm serviert werden.
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Das Rezept für Tabbouleh (Couscous-Gemüsesalat):
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tabbouleh (Couscous-Gemüsesalat)
Kategorien: Orient, Beilage, Für Gäste
Menge: 12 Portionen
300 Gramm Couscous, fein (aus dem türkischen Gemüseladen)
400 ml kräftige Gemüsebrühe, heiß (auch aus Instant
– zubereitet)
1 Bund glatte Petersilie (aus dem türkischen
– Gemüseladen, groß!)
1/2 Bund frische Minze
100 ml Olivenöl
100 ml Zitronensaft, am besten frisch gepresst
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1-2 Teel. Kreuzkümmel
1 Prise Zimt
1 Salatgurke
1 Bund Lauchzwiebeln
6 Tomaten
Salz, Pfeffer
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 14.08.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Den Couscous in eine Schüssel geben und mit der heißen Brühe
übergießen. Einige Minuten quellen lassen und dann mit einer Gabel
auflockern, bis keine groben Klümpchen mehr zu erkennen sind.
Petersilie und Minze mit einem Messer fein hacken und auf den
erkalteten Couscous geben. Olivenöl und Zitronensaft mit zerdrücktem
Knoblauch, Kreuzkümmel und Zimt verrühren und ebenfalls über den
Couscous gießen. Alles gut vermischen und einige Stunden kühl
stellen.
Eine Stunde vor dem Servieren Salatgurke schälen, Tomaten waschen
und Lauchzwiebeln putzen. Alles in feine Stücke schneiden, leicht
salzen und pfeffern und mit dem marinierten Couscous mischen.
Am schönsten sieht es aus, wenn der Salat in kleinen Gläschen
serviert wird.
=====
Für die Gambas und das Grillgemüse habe ich übrigens einfach 100 ml Olivenöl gut gesalzen und gepfeffert und vier Knoblauchzehen hineingepresst. In das Würzöl wurden die Gambas und Gemüse (in getrennten Schüsseln!) eingelegt und dann bei großer Hitze (Gambas) bzw. mittlerer Hitze (Gemüse) in der Grillpfanne gebraten. Zu den Gambas passt gut gehackte glatte Petersilie, zu den Gemüsen Rosmarin oder ebenfalls Petersilie.
Das Pfirsich-Dessert, Couscous-Salat und Hähnchenbrust im Speckmantel
Offizielles Mitglied der Friends of Glass bin ich zwar nicht, aber eine sehr große Freundin von Glas(-Gläschen). Fast 100 Stück kabe ich inzwischen gesammelt und serviere darin Suppen, Salate und Nachtische. Portionsgläschen sind soviel hübscher als große Schüsseln oder Terrinen, finde ich… Bei meinem orientalisch angehauchten Geburtstagsbuffet für 25 Personen gab es daher außer dem Salat auch das Dessert im Kleinformat. Das geht schnell, sieht gut aus und geschmeckt hat es auch – sehr sommerlich und nicht so süß.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mandel-Honigjoghurt mit Pfirsichpüree
Kategorien: Dessert, Für Gäste
Menge: 25-30 Portionen
300 Gramm Amarettini
1 1/2 kg Joghurt (griechisch oder türkisch, 10 %)
3-6 Essl. Honig (am besten griechischer)
1 kg Pfirsiche
2 Essl. Zitronensaft
Zucker nach Geschmack
Pistazien zum Garnieren
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 14.08.2012 von
– Gabriele Frankemölle
In jedes Portionsgläschen einige Amarettini streuen, so dass der
Boden bedeckt ist.
Den Joghurt mit Honig abschmecken (nicht zu süß), wer mag kann auch
einen Esslöffel Orangenblütenwasser dazu geben. Joghurt über die
Amarettini verteilen.
Pfirsiche waschen und mit dem Zitronensaft und Zucker nach Geschmack
pürieren. Je einen guten Esslöffel auf die Joghurtmasse geben und
mit Pistazien bestreuen. Einige Stunden durchkühlen.
=====
Vor kurzem machte Jutta bei Facebook per Linktipp auf das Schicksal der in Vergessenheit geratenen Grillaschtorte aufmerksam. Recht hat sie! Da backen wir (ich rechne mich ausdrücklich an allererster Front mit ein!) Cupcakes, servieren Scones, formen Cookies und vergessen darüber die Kuchenklassiker unserer Kindheit. Daher möchte ich gerne eine weitere Art auf die rote Liste setzen: Das klassische Hefeteilchen, wie man es früher tablettweise vom Bäcker holte. Der Anlass war entweder freudig (unangekündigter Besuch, Samstag, Papa in Spendierlaune) oder tieftraurig (Beerdigungskaffee). Letztere musste ich häufig als Chauffeurin meiner Oma besuchen – ein damals tiefempfundener Eingriff in meine Freizeitplanung, den die Rosinenschnecken, Puddingbrezeln oder Streuseltaler wenigstens etwas versüßten.
Jedenfalls stieß ich beim Chefkoch jetzt auf ein Foto mit Streuseltalern, als ich nach einer Möglichkeit suchte, eine Handvoll übrig gebliebener Heidelbeeren zu verwerten. Streuseltaler? Wohl 25 Jahre nicht gegessen und noch nie selbst gebacken, weil die so gar nicht in mein Beuteschema “Trendgebäck” passen. Was für ein Versäumnis! Locker-weicher Hefeteig-Boden, vanillig-cremige Quarkschicht, saftige Heidelbeeren und knusprig-süße Streusel – wunderbare Aromen, irgendwie pur und sowas von weit weg vom Cakepops-Frosting-Candymelts-Sprinkles-Gedöns, mit dem ich mich sonst befasse. Warum eigentlich, frage ich mich gerade, wo ich mir den dritten, kaum abgekühlten Taler zu Gemüte führe…
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sommerliche Streuseltaler
Kategorien: Hefegebäck, Obst, Heidelbeeren
Menge: 12 Stück
========================= FÜR DEN TEIG =========================
125 ml Milch
300 Gramm Mehl
1/2 Würfel Hefe, frisch
40 Gramm Zucker
75 Gramm Butter
1 Prise Salz
1 Ei
===================== FÜR DIE QUARKSCHICHT =====================
250 Gramm Quark (20%)
1 Pack. Vanillezucker
1 Teel. Vanille-Puddingpulver
35 Gramm Zucker
1 Ei
======================= FÜR DIE STREUSEL =======================
150 Gramm Mehl
80 Gramm Zucker, braun
80 Gramm Butter, sehr weich
1 Prise Salz
1/4 Teel. Zimt
=========================== SONSTIGES ===========================
125-200 Gramm Heidelbeeren, frisch (altenativ: dünne
– Aprikosenscheiben)
============================ QUELLE ============================
abgewandelt von http://www.chefkoch.de/rezepte/
757671178536565/Quark-Streuseltaler-mit-Aprikosen.html
– Erfasst *RK* 06.08.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Hefe
hineinbröckeln, 10 g Zucker und etwas lauwarme Milch zufügen. Mit
etwas Mehl vom Rand zu einem Brei verrühren und zugedeckt etwa 15
Minuten gehen lassen.
Die Butter schmelzen, lauwarm abkühlen lassen. Restlichen Zucker,
restliche Milch, Ei, Salz und geschmolzenes Fett zum Vorteig geben,
alles gründlich glatt verkneten und etwa 30 Minuten abgedeckt an
einem warmen Ort gehen lassen.
Für den Streuselteig alle Zutaten in einer kleinen Schüssel zu
Streuseln verkneten, beiseite stellen. Für die Quarkschicht
ebenfalls alle Zutaten verrühren, beiseite stellen.
Den gegangenen Hefeteig durchkneten und in 12 Stücke teilen. Jede
Portion zu einem Ballen formen und diesen rund (etwa einen halben
Zentimeter dick) ausrollen. Je sechs Teigtaler auf ein mit
Backpapier ausgelegtes Blech legen. Quarkmasse darauf verteilen und
mit den geputzten Heidelbeeren belegen. Streusel großzügig darüber
verteilen.
Den Ofen auf 200° (Umluft 175°) vorheizen. Die Streuseltaler 15 bis
20 Minuten backen. Auf einem Rost abkühlen lassen. Am besten noch
lauwarm essen
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Im Moment habe ich eine etwas unorganisierte Phase. Arbeit im Büro, Tapezierer im Haus, meterhohes Unkraut im Garten, Fertigstellung eines eBooks und Vorbereitungen für die Ankunft unseres Gastschülers stressen schon ziemlich. So habe ich oft meine Gedanken nicht genügend beieinander, um am Abend zuvor das Slowcooker-Gericht des nächsten Tages zu planen. Stattdessen überlege ich mir um halb vier, was es denn um halb fünf (wenn bei uns alle von der Arbeit kommen) zu Essen geben könnte. Dieses Gericht hier war auch so ein Schnellschuss (40 Minuten von der Vorbereitung bis zum Servieren) – aber ein sehr gelungener. Das Fleisch ist butterzart, die Sauce sehr würzig.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schweinefilet in Paprikarahm
Kategorien: Backofen
Menge: 4 Portionen
1 Schweinefilet (ca. 500 g)
Pfeffer, Salz
6-8 Scheiben Frühstücksspeck
6-8 Scheiben Tomate
200 ml Sahne
2 Essl. Ajvar (mild oder scharf, nach Geschmack)
25 Gramm Tomatenmark
1 Prise Zucker
6 Zweige Thymian, frisch
optional: Saucenbinder hell
============================ QUELLE ============================
– Erfasst *RK* 20.07.2012 von
– Gabriele Frankemölle
Das Schweinefilet in Medaillons schneiden, diese salzen und pfeffern
und mit jeweils einer Speckscheibe umwickeln. In eine sehr leicht
gefettete Auflaufform setzen. Jeweils eine Tomatenscheibe obenauf
legen. Backofen auf 200 Grad vorheizen.
In einer Schüssel Sahne mit Ajvar und Tomatenmark verrühren, mit
Zucker und Thymian abschmecken. Sauce über das Fleisch gießen und
alles für etwa 30 Minuten in den Backofen schieben.
Sauce nach Wunsch mit etwas Saucenbinder andicken. Mit Kroketten und Salat servieren.
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