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Date: Thursday, 09 Oct 2014 13:05

Wer auf “iPhoneography” steht, der wird beim Kickstarter-Projekt “SNAP!6″ sicherlich hellhörig: Mit dieser speziellen Hülle lässt sich das Smartphone wie eine Kompaktkamera nutzen. Und austauschbare Objektive wie bei “großen” Kameras soll es auch geben.

SNAP!6 (Bild: Bitplay Inc.)

SNAP!6 (Bild: Bitplay Inc.)

Das iPhone 6 hat die beste Kamera-Funktion in der Geschichte der iPhones. Trotzdem ist das Smartphone noch nicht der perfekte Ersatz für richtige Fotoapparate. Zum Beispiel mangelt es an der Haptik, einem großen Auslöseknopf und unterschiedliche Objektive hat das Smartphone auch nicht zu bieten. Muss es ja auch nicht, denn das iPhone 6 ist und bleibt ein Handy. Nett wäre es trotzdem.

Wer sein neues iPhone häufig zum Fotografieren einsetzen will, der sollte über die Unterstützung von SNAP!6 nachdenken. Das Crowdfunding-Projekt punktet mit allerlei Zubehör, mit dem das begehrte Device aus Cupertino fast zur Kompaktkamera umfunktioniert wird.

SNAP6
1cbe6bc7be20860acb16c8019985ac3d_largeSNAP!6 (Bild: Bitplay Inc.)SNAP!6 (Bild: Bitplay Inc.)
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So wird das neue iPhone zu besseren Knipse

SNAP!6 ist eine Hülle, in die ein Standard-iPhone-6 passt, nicht aber das Plus-Modell. Das Besondere an dem Plastik-Gehäuse ist, dass es eine Ausbuchtung mit Grip gibt. Zudem ist an dem Handgriff oben eine Auslöseknopf integriert. So kann das Apple-Smartphone wie eine richtige Kamera leicht mit einer Hand gehalten werden, um Fotos zu schießen. Ein Trageriemen erhöht den Komfort beim Herumtragen.

Darüber hinaus bietet SNAP!6 die Möglichkeit, verschiedene Mini-Objektive aufzusetzen. Die Erfinder von Bitplay Inc. denken hier an Weitwinkel-, Macro- oder Fischaugen-Linsen. Gesichert ist bislang nur die Lieferung von Ersterem.

Die Foto-Hülle für das iPhone soll in vier verschiedene Farben verfügbar sein: Classic Black, Premium Silver, Strawberry Pink und Deep Blue. Ab umgerechnet 28 Euro ist man bei Kickstarter dabei. Dafür erhält man aber nur die Hülle inklusive Auslöser in einer Farbe seiner Wahl. Erst ab zirka 50 Euro bekommt man das volle Set, bestehend aus Hülle, einer Weitwinkel-Linse und dem Halteriemen.

Umsetzung scheint gesichert

Bis zum 30. Oktober sollen 20.000 US-Dollar (knapp 16.000 Euro) zusammenkommen. Es sieht derzeit sehr gut aus, dass die Initiatoren dieses Ziel erreichen können, denn rund 10.000 sind schon beisammen. Sollte das Funding-Goal überfinanziert und die Höhe von 30.000 US-Dollar überschritten werden, dann machen sich die Entwickler an die Produktion einer zweiten Linse.

Was ist mit Interessierten, die ein iPhone 6 Plus besitzen? An die wird erst gedacht, wenn über die Schwarmfinanzierung 80.000 Dollar oder mehr zusammenkommen.

Wem das SNAP!6-Projekt gefällt, kann es auf seiner Kickstarter-Seite tatkräftig unterstützen. Ab einem US-Dollar ist man dabei.

 


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Author: "Jürgen Kroder" Tags: "SNAP!6, Smartphone, Basteldings, Crowdfu..."
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Date: Thursday, 09 Oct 2014 11:55

Dass Apples erste Smartwatch kein Schnäppchen wird, ist bereits bekannt. Dank des Uhrendesigners Yvan Arpa steigt der Preis der Uhr noch einmal in astronomische Höhen.

Ansprechend, aber wirklich sehr teuer. (Foto: Yvan Arpa)

Ansprechend, aber wirklich sehr teuer. (Foto: Yvan Arpa)

Zwar wird die Apple Watch erst im 1. Quartal 2015 erwartet, doch der Schweizer Uhrenexperte Yvan Arpa weiß schon jetzt, dass er diverse Luxus-Modelle der Armbanduhr anbieten möchte. Sein sogenanntes „PineApple“-Modell kostet beispielsweise umgerechnet rund 50.000 Euro. Dafür gibt’s Luxus pur.

Apple Watch
Welches Gold soll es denn sein? (Foto: Yvan Arpa)Ansprechend, aber wirklich sehr teuer. (Foto: Yvan Arpa)Gold und Diamanten. (Foto: Yvan Arpa)
Zum Starten der Fotostrecke auf ein Bild klicken (4 Bilder)

Diamanten und Gold

8-Karat-Diamanten werden bei der „PineApple“-Ausführung um das Gehäuse platziert, dieses besteht übrigens aus 150 Gramm schwerem Gold. Ein edleres Lederarmband mit Gold-Schnalle führt am Schluss tatsächlich zu einem Erscheinungsbild, bei dem man kaum noch an eine Hightech-Smartwatch denkt. Doch bei besagtem Preis von 50.000 Euro wird klar, an wen sich diese Uhr richtet.

Yvan Arpa zufolge sind weitere Fassungen der Apple Watch geplant, abhängig vom Kundenwunsch gehen die Preise von umgerechnet 8300 Euro bis 83.000 Euro. Ziel des Designers ist es ebenfalls, interessierten Käufern das Gefühl zu vermitteln, ein einzigartiges Produkt zu erwerben. Das lässt man sich entsprechend etwas bezahlen.

Luxus light

Wem das zu happig ist, der kann natürlich auch zu den Originalen von Apple greifen. Der Konzern aus Cupertino hat Apple Watches für die besser betuchte Zielgruppe im Angebot – die Uhr wird es schließlich in Roségold, Weißgold und Rotgold geben. Was diese Modelle kosten, ist dagegen nicht klar. Ohnehin ist bisher nur bekannt, dass es preislich ab 350 US-Dollar (rund 300 Euro) beginnen wird, wenn die Watch nächstes Jahr erscheint. Für diese Summe erhält man den Einstieg in Apples neue Smartwatch-Welt.

Welches Gold soll es denn sein? (Foto: Yvan Arpa)

Welches Gold soll es denn sein? (Foto: Yvan Arpa)

Letztlich ist das natürlich alles nur dekadenter Quatsch, zumindest für uns normalsterbliche Menschen, die darüber diskutieren, unter welchen Bedingungen Gold und Diamanten womöglich aus der Erde geholt werden. Auf der anderen Seite zeigt Yvan Arpa durchaus, dass im Bereich Smartwatches noch einiges geht – vor allem, was das Design betrifft. Eckig, klobig, langweilig – spannend sind die wenigsten Vertreter der Gegenwart.

Gefunden bei ablogtowatch.


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Author: "Sven Wernicke" Tags: "Design, Apple Watch, Kurioses, Google Cu..."
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Date: Wednesday, 08 Oct 2014 16:08

Wacaco ist ein Startup-Unternehmen aus Hongkong, das Kaffeeabhängigen die Versorgung mit der gewohnten Droge Koffein einfach machen will. Sogar beim Trecking und fern jeder Steckdose. Außer Espressopulver wir nur noch heißes Wasser benötigt.

Wacaco Minipresso {pd Wacaco;http://www.wacaco.com}

Wacaco Minipresso (Quelle: pd Wacaco)

Minipresso ist nicht die erste Espressomaschine für unterwegs, über die wir hier berichten. Aber einige sind sperriger, andere benötigen eine Gaskartusche oder einen geladenen Akku, um den nötigen Druck aufzubauen.

Die Minipresso von Wacaco ist klein, kompakt, mit integriertem Becher und Wassertank – und handbetrieben. Wie man im folgenden Video sehen kann, muss man erst einmal ordentlich pumpen, bevor man seinen Espresso genuießen kann.

Wacaco Minipresso
Wacaco MinipressoWacaco MinipressoWacaco Minipresso
Zum Starten der Fotostrecke auf ein Bild klicken (5 Bilder)

Sieht mir nach recht ordentlichem Einsatz der Unterarmmuskulatur aus. Nach Angaben der Entwickler erzeugt die Minipresso so einen Druck von umgerechnet 8 bar. Da laut Wikipedia ein Brühdruck von 8-10 bar als typischer Wert angegeben wird, sollte man so einen anständigen Espresso erzeugen können.

Löst man die Transportverriegelung der Minipresso, fährt der Pumpkolben automatisch aus. 13 mal drücken reicht aus, um einen kleinen [Ristretto] aus der Maschine zu holen, für einen Espresso muss man 18 mal pumpen und für einen doppleten Espresso (oder eher für einen Lungo?) 28 mal.

In den Standardtank passen umgerechnet 69,5 ml, in den optionalen größeren Tank 136 ml.

Wer für seine nächste Wandertour brühheißes Wasser in einer vernünftigen Thermoskanne sowie Espressomehl und die Minipresso in den Rucksack packt, kann also auch mitten in der Natur seinen urbanen Vorlieben frönen und sich einen kleinen Schwarzen gönnen. Wie man im Video sieht, sogar mit anständiger Crema.

Während der Vorbestellungsphase kostet Minipresso im Shop von Wacaco umgerechnet rund 32 Euro, dazu kommen noch Versandkosten zwischen 8 und 16 Euro. Voraussichtliches Versanddatum soll ein Zeitraum zu Beginn des Jahres 2015 sein. Weitere Informationen über die handbetriebene Espressomaschine Minipresso findet Ihr auf der Produktseite des Herstellers.

Wir sind bei Werd auf Minipresso gestoßen.


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Author: "Frank Müller" Tags: "Kaffee, Outdoor, Design, Espressomaschin..."
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Date: Wednesday, 08 Oct 2014 07:28

Menschen spielen mit ferngesteuerten Autos – wieso nicht auch die Haustiere? Mit Pawly sollen Hund und Katze bespaßt werden, wenn Herrchen und Frauchen gerade nicht daheim sind. So zumindest die Theorie.

Spaß für Mensch, Hund und Katze? (Foto: Pawly)

Spaß für Mensch, Hund und Katze? (Foto: Pawly)

Pawly ist eine Idee von Mayer Elharar und seinem Team, gemeinsam entwarfen sie ursprünglich auf einem Startup Weekend einen fahrbaren Untersatz für das geliebte Haustier. Doch das Gadget darf natürlich nicht von Rex und Mietz gesteuert werden, das sollen gefälligst die Besitzer übernehmen. Letztlich handelt es sich hierbei um ein Vehikel, das über das Smartphone oder Tablet auch aus der Entfernung gesteuert wird. Beispielsweise schaut man in der Mittagspause auf der Arbeit nach, ob sich der Vierbeiner in der Wohnung nicht langweilt. Und sollte das der Fall sein, gibt’s Spaß mit dem Spielzeugpanzer.

Pawly
Auch für Katzen geeignet. (Foto: Pawly)Sieht nach viel Spaß aus, oder? (Foto: Pawly)Zumindest scheinen sich Hunde für ihr Spielzeug zu interessieren. (Foto: Pawly)
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Smartes Hunde- und Katzenspielzeug

Im Grunde genommen ist Pawly also ein Vehikel, das über das Internet gesteuert werden kann. Auch eine Kamera ist dabei, um so die Fellkumpels beobachten zu können oder gar einen Schnappschuss fürs Familienalbum zu schießen. Oder besser gleich für die sozialen Netzwerke – #catcontent geht schließlich immer. Zusätzlich ist Pawly dazu gedacht, die Tiere zu unterhalten. Über einen verbauten Speaker kann man sogar mit den Vierbeinern „kommunizieren“.

Leckerli aus der Kanone - allerdings optional. (Foto: Pawly)

Leckerli aus der Kanone – allerdings optional. (Foto: Pawly)

Dennoch: Pawly sieht schon nach einem ziemlich großen Mobil aus, das wahrscheinlich sensible Hunde und kleine Katzen erschrecken könnte. Interessanter dürfte es daher werden, nutzt man den separat erhältlichen Treat Blaster. Dieses Zusatzmodul verschießt auf Knopdruck Leckerlis, zum Beispiel als Belohnung. Das ermöglicht ein Spielchen aus der Entfernung – nette Idee.

Robust und teuer

Die Macher von Pawly haben an vieles gedacht. So erhalten Käufer ein robust verarbeitetes Gerät, das – ebenfalls optional durch wechselbare Räder – auch problemlos über schwierige Oberflächen wie Teppiche tuckern kann. Doch günstig ist das Fahrzeug wahrlich nicht. Ein Exemplar soll 399 US-Dollar (zirka 320 Euro) kosten, wenn man es sich rechtzeitig über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo sichert. Dort sammeln die Erfinder aktuell 80.000 US-Dollar für die Finanzierung ihrer Vision ein. Der vermutlich etwas hoch angesetzte Preis, regulär soll Pawly sogar knapp 500 US-Dollar (rund 400 Euro) kosten, scheint wohl Haustierliebhaber etwas abzuschrecken, denn das Ziel wurde noch längst nicht erreicht.

Persönlich bin ich sehr skeptisch, ob meine Hündin Siska Gefallen an Pawly finden würde. Das riesige Monstrum fährt durch die Wohnung, während ich unterwegs bin? Und dann klingt es noch so wie ich, wenn ich mit ihr spreche? Schon als Hundebesitzer klingt das dezent befremdlich. Aber gerade aufgeschlossene Tiere, die sich von neuen Dingen nicht abschrecken lassen, könnten vielleicht doch Gefallen an dem Ansatz bzw. diesem „Spielzeug“ finden. Wäre da nur nicht der happige Preis….

Weitere Details – bei Indiegogo oder auf der offiziellen Webseite.


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Author: "Sven Wernicke" Tags: "Familiendings, Crowdfunding, Pawly, Goog..."
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Date: Tuesday, 07 Oct 2014 07:29

Nach wie vor hat es der gute, alte Desktop-Rechner nicht in das heimische Wohnzimmer geschafft, was durchaus auch an den wuchtigen Ausmaßen und den wenig attraktiven Gehäusen liegt. Eine sehr interessante Alternative nennt sich G-Pack.

Ein flotter PC in einem extra dünnen Gehäuse. (Foto: PiixL)

Ein flotter PC in einem extra dünnen Gehäuse. (Foto: PiixL)

Klar, lüfterlose Mini-PCs kann man mittlerweile ohne Probleme in der gemütlichen Heimkino-Stube verstecken, ohne dass sich Gäste über eine klobige Apparatur wundern müssen. Doch wie sieht es mit leistungsfähigen Gamingrechnern oder Computern aus, die 4K-Auflösungen darstellen sollen? Diese müssen in der Regel gut gekühlt werden und verlangen ihren Platz. Nur wohin dann damit? Die Lösung haben die Erfinder von G-Pack parat. Sie entwarfen ein stabiles Gehäuse, das direkt an der Rückseite fast eines jeden HDTV befestigt werden kann.

Unauffällig und leistungsfähig

Das Konzept ist einfach: Ein vollwertiger PC soll in einem extrem dünnen Aluminium-Gehäuse untergebracht und auf der Hinterseite eines HDTVs mit mindestens 37 Zoll Bildschirmdiagonale angebracht werden. Die Schöpfer arbeiteten nach eigenen Aussagen zwei Jahren an einer praktischen Umsetzung ihrer Idee. Herausgekommen ist ein Rechner, der weniger als 10 Kilogramm wiegt, extrem leise ist und Hardware bis zu 500 Watt verkraftet – das Netzteil ist schließlich auch mit dabei.

Highend-PC, ohne dass man ihn im Wohnzimmer sieht - eine gute Sache. (Foto: PiixL)

Highend-PC, ohne dass man ihn im Wohnzimmer sieht – eine gute Sache. (Foto: PiixL)

Es heißt, dass G-Pack an quasi jeden Fernseher passt – getestet wurden Geräte zwischen 37 und 70 Zoll. Dank eines zusätzlichen Haltearms bzw. einer entsprechenden Befestigung sei man hier sehr flexibel und könne auch 100 Kilogramm Gewicht vertragen, ohne dass es zu Schwierigkeiten kommt. Das heißt konkret: Rechner und HDTV zusammen können auch an der Wand befestigt werden, um so noch mehr Platz zu sparen.

Schnell

Interessant ist allerdings vor allem eines: In dem Computer steckt potente Hardware, die auch für Spieler relevant ist.  Die beste der drei Konfigurationsoptionen besitzt einen Intel Core i7 4790, dem eine Nvidia GeForce  GTX 980, 16GB DDR3 RAM, 3TB HDD und eine 500GB SSD zur Seite gestellt werden. Das Mainboard mit Intel H97-Chipsatz besitzt alle wichtigen Anschlüsse, darunter auch einen HDMI 2.0-Ausgang, drei DisplayPorts oder Anschlüsse für USB-Geräte, Maus, Tastatur und dergleichen. In dieser Ausführung ist G-Pack ohne weiteres für aktuelle Spiele-Blockbuster geeignet, die man so auch im Wohnzimmer erleben kann – zum Beispiel mit schnurloser Maus/Tastatur sowie Controller auf der Couch.

Gut versteckt. (Foto: PiixL)

Gut versteckt. (Foto: PiixL)

Dummerweise hat das alles seinen Preis. Für die beste G-Pack-Ausführung mit besagtem i7-Rechner sollen Interessierte knapp 2700 US-Dollar (zirka 2150 Euro) investieren, die billigste Option mit Intel i3, GeForce GTX 960, 4GB RAM, 1TB HDD und 32GB SSD liegt bei 1695 US-Dollar (rund 1350 Euro). Dafür ist die Halterung immerhin im Preis inklusive, genauso ein Netzteil und ein Blu-ray-Slot-in-Laufwerk.

Wird es was?

Bastelfreunde können G-Pack auch ohne Komponenten erwerben, um individuell einen PC zusammenzustellen. Hier werden dann fast 500 US-Dollar (zirka 400 Euro) fällig – aber nur dann, wenn man Geld bei Kickstarter vorschießt. Denn auch hier handelt es sich um ein Produkt, das frühestens im Februar 2015 Serienreife erreicht. Vorausgesetzt, die anvisierten 150.000 US-Dollar kommen zusammen, wonach es gegenwärtig (noch) nicht aussieht. Dabei ist der Ansatz sicherlich ein reizvoller, um den Desktop aus dem Wohnzimmer zu verbannen, ohne auf ihn verzichten zu müssen. Und vor allem Spieler und ambitionierte PC-Nutzer möchten ungern auf Performance verzichten.

Persönlich halte ich die Idee für eine wirklich gute, vor allem weil man selten im Arbeits- oder Spielzimmer einen riesigen HDTV stehen hat – im Wohnzimmer dagegen schon. Die Alternative wäre sicherlich Streaming, was beispielsweise mit Valves Steam schon jetzt gut funktioniert – vom schnellen Gaming-Rechner zum kleinen Barebone am HDTV. Dann wird ein Konzept wie G-Pack allerdings hinfällig. Womöglich erklärt dies auch den bisher eher bescheidenen Erfolg der Kickstarter-Kampagne.

Weitere Details gibt’s bei Kickstarter und der Hersteller-Webseite.


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Date: Monday, 06 Oct 2014 16:38

Smartphones und Tablets müssen oft geladen werden. Deswegen bietet es sich an, immer ein Gadget zum Laden dabei zu haben. Der kleine Adapter “Chargerito” scheint ein nützliches Helferlein zu sein. Allerdings ist er noch nicht überall auf der Welt einsetzbar.

Chargerito (Bild: www.chargerito.com)

Chargerito (Bild: www.chargerito.com)

 

Er wird als „World’s Smallest Phone Charger“ bezeichnet. Ob das richtig ist, sei mal in den Raum gestellt. Was aber auf jeden Fall stimmt: Der Chargerito fällt extrem klein aus. Mit seinem Maßen von 5,3 x 3,3 Zentimeter ist er in etwas so groß wie ein Autoschlüssel und passt somit gut an einen Schlüsselbund, ohne exorbitant viel Platz zu verbrauchen.

Bei dem Chargerito handelt es sich nicht, wie man einer vermuten könnte, um einen externen Akku (wie beispielsweise die Charged Card), sondern „nur“ um einen Adapter. Auf der einen Seite lässt sich ein Stromstecker ausklappen, auf der anderen Seite ein Micro-USB- oder Lightning-Adapter. Hier wird das Smartphone oder Tablet direkt aufgesteckt, zusätzliche Kabel werden somit nicht benötigt.

Chargerito
Chargerito (Bild: www.chargerito.com)Chargerito (Bild: www.chargerito.com)Chargerito (Bild: www.chargerito.com)
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Gute Idee. Oder doch nicht?

Aufgrund der Bauweise wird das Gerät somit mehr oder weniger direkt über der Steckdose geladen, indem es senkrecht auf dem Chargerito aufsitzt. Bei leichten Smartphones mag das kein Problem sein, aber bei iPads und Dergleichen hätte ich die Befürchtung, dass das Konstrukt umkippt und mein Tablet beschädigt wird.

Ob das so ist, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Denn beim Chargerito handelt es sich um kein erhältliches Produkt. Stattdessen bitten die Erfinder gerade um eine finanzielle Unterstützung. Interessant: Ihren Aufruf wickeln sie nicht über die üblichen Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo ab, sondern direkt über ihre Webseite www.chargerito.com.

Das scheint sehr gut zu laufen: Das angepeilte Ziel von 50.000 US-Dollar (zirka 39.500 Euro) wurde bereits um fast das Doppelte überschritten. Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass das Lade-Gadget in die Produktion geht.

Zuerst Amerika, dann die ganze Welt?

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Der Chargerito passt in jede übliche Steckdose – aber nur in den USA. Allerdings ist geplant, auch weitere Versionen für den weltweite Einsatz zu konstruieren und zu verkaufen. Wann das soweit sein dürfte, ist bislang nicht bekannt.

Ach ja – ein Feature hätte ich fast vergessen: Der kleine Adapter lässt sich auch als Flaschenöffner einsetzen, was man in folgendem Produktvideo am Ende sieht:

Wer den Chargerito trotz der derzeitigen Einsatzbeschränkungen unterstützen möchte, kann auf der offiziellen Webseite für umgerechnet 15 Euro am Pre-Order teilnehmen. Der spätere, reguläre Preis soll zirka 30 Euro betragen.


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Date: Monday, 06 Oct 2014 07:57

Marshall hat sein Kopfhörersortiment um In-Ear-Kopfhörer mit 9-mm-Treibern erweitert. Durch ihre spezielle Form sollen Marshall Mode besonders gut im Ohr halten, dabei aber komfortabel sitzen. Wir haben die Kopfhörer ausprobiert.

Marshall Mode Kopfhörer (Bilder: Frank Müller)

Marshall Mode Kopfhörer (Bilder: Frank Müller)

Die Marke Marshall steht für satten, warmen Klang. Dieser Ruf kommt natürlich vor allem von den Röhren-Gitarrenverstärkern, mit denen Marshall berühmt geworden ist. Ich konnte mich mit eigenen Ohren davon überzeugen, ob der Marshall Mode diesem Ruf gerecht wird.

Aber zunächst einmal auspacken. In einer sehr stabilen Schachtel mit einem raffiniert gefalteten Einsatz finden sich die Kopfhörer Marshall Mode, dazu 3 Paar Silikonaufsätze in verschiedenen Größen und eine mehrsprachige Bedienugnsanleitung.

Marshall Mode
Marshall Mode KopfhörerMarshall Mode KopfhörerMarshall Mode Kopfhörer
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Das Gehäuse der Marshall Mode besteht aus Kunstoff und fühlt sich solide an. Das geschwungene M signalisiert Kennern auf einen Blick, welche Marke der Besitzer im Ohr trägt.

Fernbedienung zum Anklippen

Die Fernbedienung ist mit einem Metallklip ausgestattet, was ziemlich praktisch ist. So kann man sie an Hemd, Bluse und T-Shirt sicher an einer gewohnten Stelle befestigen und muss bei einem Anruf nicht das Kabel entlangtasten.

Es handelt sich um eine Ein-Tasten-Fernbedienung. mit einem einfachen Druck wechselt man zwischen Play und Pause, bzw. nimmt einen Anruf entgegen oder beendet ihn. Zweimaliges Drücken springt zum nächsten Lied oder spult schnell vor, wenn man den Finger auf dem Knopf lässt. Dreimaliges Drücken bedeutet dementsprechend schnellen Rücklauf und vorheriges Lied.

Marshall Mode auch als Headset

Marshall Mode lassen sich auch als Headset zum Telefonieren verwenden. Das Mikrofon ist im linken Kabel zwischen Fernbedienung und Kopfhörer untergebracht. Das ist zum einen in Mundnähe, zum anderen kann man daran links und rechts gut unterscheiden, ohne nach dem Aufdruck auf den Kopfhörern sehen zu müssen.

Warmer, voller Klang

Die In-Ear-Kopfhörer sind sicher keine High-End-Geräte. Aber die 9-mm-Treiber mit 39 Ohm Widerstand und einem Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz liefern einen warmen, vollen Klang, der besonders Rockliebhaber erfreuen dürfte. Insgesamt handelt es sich bei den Marshall Mode um unkomplizierte In-Ear-Kopfhörer für jeden Tag. Sie halten gut im Ohr und sitzen für mich sehr bequem. Wie sie im Ohr einer 17-jährigen und den immer noch recht kleinen Ohren eines Mannes in den besten Jahren sitzen, sieht man auf den Bildern.

Die In-Ear-Kopfhörer Marshall Mode gibt es für 59 Euro direkt auf der Seite von Marshall Headphones. Allerdings muss man bis zu sechs Wochen warten, die Nachfrage scheint momentan höher zu sein als das Angebot. Auf Amazon findet man sie bisher leider auch noch nicht.


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Author: "Frank Müller" Tags: "In-Ear, Test, Im-Ohr-Kopfhörer, Marshal..."
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Date: Sunday, 05 Oct 2014 10:05

Genius stellt seine neue Maus mit dem schönen Namen DX-7020 OTG Mouse vor. Das Besondere daran: Sie lässt sich mit einem Kabel an den Micro-USB-Port von Android-Tablets oder Smartphone anschließen und tatsächlich als Maus verwenden.

Genius DX-7020 OTG Mouse {pd Genius}

Genius DX-7020 OTG Mouse {pd Genius}

USB-OTG steht für On-The-Go. Android-Tablets und Smartphones, die USB-OTG unterstützen, können als Host – also Gastgeber – für angeschlossene Geräte dienen. Das heißt im Fall der Genius DX-7020 OTG Mouse, dass man sie nicht nur mit einem solchen Tablet verbinden kann, sie lässt sich auch tatsächlich als Maus nutzen. Bedingung ist allerdings Android OS 4.0 oder höher.

Genius liefert die DX-7020 mit einem USB-OTG Kabel zum Anschließen an solche Android-Geräte aus. Am Rechner mit Windows® 7/Vista/XP oder Mac OSX ab Version 10.4 ersetzt Funk das Kabel. Dafür liegt ein sehr kleiner Pico-Receiver bei, den man in einen USB-Anschluss stecken und dort belassen kann.

Genius DX-7020 OTG Mouse
Genius DX-7020 OTG MouseGenius DX-7020 OTG MouseGenius DX-7020 OTG Mouse
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Die Genius DX-7020 soll dank 1200 dpi Blue-Eye-Sensor auch auf schwierigen Oberflächen wie Marmor, Milchglas, Teppich oder dem Stoff der Couch problemlos funktionieren.

Die Energie kommt aus einer einzelnen AA-Batterie. Nach getaner Arbeit schaltet man die Maus am integrierten Schalter aus, um Strom zu sparen. Mit einer sogenannten Stick-N-Go Halterung kann die Maus für den sicheren Transport am Notebook befestigt werden. Für diese Halterung und den Pico-Receiver sind in der Maus zwei passende Aufbewahrungsfächer eingebaut. Gut so, dadurch ist der kleine Pico-Adapter sicher untergebracht. Und die Gefahr, ihn zu verlieren, wird minimiert.

Das Beste kommt zum Schluss: Die Genius DX-7020 kostet laut UVP schlappe 12,95 Euro – eine Ausgabe, die keine allzu große Lücke ins Budget reißen dürfte. Sie soll bereits im Fachhandel zu finden sein. Weitere Information über die DX-7020 OTG Mouse gibt es momentan allerdings nur auf Englisch.


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Author: "Frank Müller" Tags: "kabellos, Genius, USB, Maus, Android, US..."
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Date: Saturday, 04 Oct 2014 08:22

Wer sein neues iPhone 6 davor schützen will, das es versehentlich verbiegt, der benötigt eine stabiles Case. Wer dafür gerne 2.000 Dollar und mehr berappen kann, der sollte sich die edlen „Titanium Gresso Cases“ auf seine Einkaufsliste setzen.

Titanium Gresso Case (Bild: Gresso.com)

Titanium Gresso Case (Bild: Gresso.com)

Wie peinlich: Apple bringt ein neues iPhone auf den Markt und innerhalb weniger Tagen redet kaum noch einer darüber wie leistungsstark oder innovativ das Smartphone ist, sondern ob und wie es sich verbiegen lässt. Der #Bendgate (auch #Bentgate geschrieben) geht um die Welt.

Während Cupertino mit diversen Maßnahmen versucht, den PR-Schaden in Grenzen zu halten, versuchen andere daraus Profit zu schlagen. Wie beispielsweise der 3D-Printing-Shop Shapeways.com, der eine Hülle für verbogene iPhones anbietet. Das ist selbstverständlich ein Scherz, der aber für Aufmerksamkeit sorgt.

Genauso wird gerade weltweit zunehmend über die neuen Hüllen der Edel-Manufaktur Gresso berichtet. Die amerikanische Firma bietet nämlich robuste Hüllen an, die ein Verbiegen vermeiden sollen.

Gresso iPhone 6 Cases
Titanium Gresso Case (Bild: Gresso.com)Titanium Gresso Case (Bild: Gresso.com)Titanium Gresso Case (Bild: Gresso.com)
Zum Starten der Fotostrecke auf ein Bild klicken (4 Bilder)

Widerstandsfähig und schick

Die sogenannten „Titanium Gresso Cases“ bestehen aus einer CNC-gefrästen Titan-Hülle des Grades 5. Laut dem Hersteller halten die edlen Cases mehrere hundert Pfund an Druck aus – somit dürfte es unter normalen Umständem zu keinem Bendgate kommen.

Obwohl die Designerstücke massiv wirken, wiegen sie laut Gresso nur um die 40 Gramm. Alle Tasten und Anschlüsse sind angeblich leicht zu erreichen. Ein Klappmechanismus verbunden mit einem Magnet-Verschluss sorgt dafür, dass das iPhone 6 einfach in und aus der Hülle genommen werden kann.

Apropos: Gresso bietet seine Titan-Hüllen derzeit nur für das iPhone 6 an, aber nicht für das größere Schwester-Modell iPhone 6 Plus.

Teurer Schutz

Seine edel wirkenden Hüllen lässt sich Grosso fürstlich bezahlen: Für 2.000 US-Dollar (umgerechnet zirka 1.600 Euro) bekommt man das das Standard-Modell namens „Titanium Gresso Case T1”. Für rund 800 Euro mehr gibt es das Modell „T2“, das mit einem Gresso-Logo in 18 Karat Gold aufwartet.

In dem stattlichen Preis ist eine kostenlose Lieferung in die ganze Welt inkludiert, innerhalb von zwei bis fünf Tagen soll man seine Bestellung in den Händen halten können. Trotz der robusten Verarbeitung und dem Versprechen, dass die Cases stabil seien, gibt es trotzdem nur ein Jahr Garantie.

Wem sich für die von Gresso designten Hüllen interessiert, aber nicht über das benötigte Geld verfügt, kann auch schon deutlich günstiger in den Genuss kommen. Ab 70 Euro gibt es im Onlineshop ähnlich aussehende Cases. Diese sind aber „nur“ aus Aluminium gefertigt. Dafür erhält man sie in den Farben Schwarz, Silber und Gold.

Die echten Titanium Cases findet man natürlich ebenso im Online-Shop von Gresso

 


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Author: "Jürgen Kroder" Tags: "Smartphone, Handy, Design, Bentgate, Gre..."
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Date: Friday, 03 Oct 2014 08:07

Eine Drohne, die am Handgelenk getragen wird wie ein Armband, bei Bedarf in die Luft geworfen wird, um ein Selfie des Trägers aus der Vogelperspektive zu schießen und nach getaner Arbeit wieder zurückkehrt. Das ist Nixie, ein Finalist des von intel ausgeschriebenen Wettbewerbs "Make it Wearable".

So soll Nixie mal aussehen {intel;https://makeit.intel.com/finalists}

So soll Nixie mal aussehen (Quelle: intel)

Selfie war das englische Wort des Jahres 2013. Angesichts dieser Popularität ist es vielleicht nicht erstaunlich, dass mit Nixie ein Finalist des Wearable-Wettbewerbs von intel eine Selfie-Kamera ist.

Vor allem, weil diese Kamera am Handgelenk getragen werden soll, wenn sie gerade nicht genutzt wird. Im richtigen Moment soll Nixie dann als Quadrokopter-Drohne aufsteigen und aus der Vogelperspektive selbsttätig Fotos schießen oder Filmclips aufnehmen.

Das folgende Video verdeutlicht die Idee hinter der Selfie-Drohne Nixie.

Vom Prototyp bis zum fertigen Produkt dürfte es noch ein weiter Weg sein. Vor allem muss man es wohl schaffen, das leichte Helikopter-Armband auch robust genug für den Alltagseinsatz zu produzieren. Die grundlegende Idee ist aber ziemlich genial, vor allem für die im Video gezeigten Anwendungsgebiete. Ein Selfie auf der Slackline, in der Steilwand oder bei der Fahrt durch den Wald? Besser, man hat in solchen Situationen beide Hände für die jeweilige Aufgabe frei.

Falls Nixie allerdings in Serie gehen und erfolgreich sein sollte, ergeben sich wohl ganz andere Probleme. Wenn jeder zweite eine Kamera-Drohne am Handgelenk trägt, dürfte die Gefahr von Massenkarambolagen im Luftraum über interessanten Veranstaltungen deutlich ansteigen.

Am 3. November 2014 wird bekanntgegeben, welcher der Finalisten den großen Hauptpreis erhält, der mit 500.000 US-Dollar dotiert ist. Weitere Informationen über Nixie und die anderen Finalisten des Wettbewerbs "Make it Wearable" gibt es direkt auf der Wettbewerbsseite von intel und auf der Website von Nixie.

via Gizmodo


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Author: "Frank Müller" Tags: "Wearable, wearables, Kameras, Selfies, D..."
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Date: Thursday, 02 Oct 2014 07:00

Wer schon einmal seine Notebook-Tasche mit dem darin befindlichen Notebook verloren oder entwendet bekommen hat, wird sich so etwas wünschen: Eine Tasche, die ihrem Besitzer regelmäßig mitteilt, wo sie sich gerade befindet. Nicht mehr und nicht weniger gibt es nun von Dicota, einem schweizerischen Taschen-Hersteller.

Dicota Trace Your Bag

Dicota Trace Your Bag

Dicota-Taschen gibt es in verschiedenen Größen und man deckt damit jeden Bedarf ab, der eigentliche Clou sind aber die mitglieferten „Tracer“. Diese bestimmen kontinuierlich die eigene Position und senden diese an einen Online-Service – von hier aus stehen die Positionsdaten dann in einer Smartphone-App zur Verfügung. Diesen Service bietet Dicota zusammen mit dem schweizerischen Unternehmen Lost n Found an.

Dicota 'Trace Your Bag'
Lokalisierung per GSM im Vergleich zur GPS-VarianteDicotaTraceYourBag_03Dicota Trace Your Bag
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Die Taschen

Dicota bietet in der Produktreihe „Trace Your Bag“ hochwertige Taschen mit durchdachten Funktionen: Gepolsterte Fächer für Notebook, Tablet und Mobiltelefon sind Standard, Schlüsselhaken integriert, eigenes Fach für Netzteile und Kabel, sauber vernäht und insgesamt sehr gut verarbeitet. Was ich vermisse, ist ein spezielles Fach für den mitgelieferten Tracer, damit dieser unnauffällig in der Tasche verschwindet und zum Beispiel dann, wenn die Tasche entwendet wird, nicht auffällt und sie weiter lokalisiert werden kann. Das Wiederfinden kann sich aber generell als schwierig herausstellen, denn die grasgrünen Tracer bieten hinsichtlich der Positionsbestimmung nur eine geringe Genauigkeit.

Die Positionsbestimmung

Da liegt die Natur aber in der Sache, denn der Tracer selbst verfügt nicht – wie man eigentlich erwarten würde – über ein integriertes GPS. Stattdessen errechnet er seine Position aufgrund seiner relativen Entfernung zu den ihn umgebenden Mobilfunk-Sendemasten. Das Prinzip dahinter ist recht simpel: Alle Mobilfunksendemasten haben eine individuelle Kennung. Diese Kennung ist georeferenziert – wer also die Kennung eines Sendemasten kennt, der kann daraus ableiten wo genau sich dieser Sendemast befindet. Empfängt man zu einem Zeitpunkt mehrere Sendemasten, kann man aus den nun bekannten Positionen der Masten und der eigenen Entfernung zu diesen Sendemasten (welche sich aus mehreren verschiedenen Faktoren, zum Beispiel auch aus der Signallaufzeit zwischen Mobiltelefon und Sendemast bestimmen lässt) die eigene Position ableiten. Der Rest ist simple Mathematik.

Prinzipbedingt lässt sich bei diesem Verfahren die eigene Position aber nur annähernd genau bestimmen: im Grunde nur den Ort oder Stadtteil. Im neuerdings-Test wurden selten Genauigkeiten unter 1.000 Metern erzielt, meist lag die Genauigkeit im Bereich zwischen ein und drei Kilometern. Besonders herausfordernd scheint die Positionsbestimmung zu sein, wenn man per Bahn unterwegs ist.

Lokalisierung per GSM im Vergleich zur GPS-Variante

Lokalisierung per GSM im Vergleich zur GPS-Variante

Unterwegs im Intercity der Deutschen Bahn erreichte der Tracer in meiner Notebooktasche teilweise nur ein Genauigkeit von etwas über zwanzig Kilometern. Hätte ich in diesem Bereich versucht den Tracer zu finden, müsste ich also eine Fläche von 1.200 Quadratkilometern absuchen…

Trotz dieses offensichtlichen Nachteils hat die GSM-Ortung auch ihre Vorteile: Sie ist stromsparend und so gibt Dicota für seinen Tracer auch eine Laufzeit von rund sechs Monaten pro Akkuladung an.

Den Lokalisierungsdienst bietet man für Firmen übrigens auch mit geschützen Drittzugängen an. So können Arbeitgeber ebenfalls ein Auge auf ihr wertvollstes Gut haben. Sofern der Datenschutzbeauftragte im Unternehmen dem nicht einen Riegel vorschiebt.

Wiederfinden per App

Hat der Tracer erst einmal seine Position bestimmt, sendet er diese über den Online-Service von „Lost n Found“ an die „Trace Your Bag“-App. Diese gibt es derzeit für Android und iOS und steht kostenlos in den jeweiligen Stores zur Verfügung. Leider ist diese App nicht wirklich zu Ende gedacht und bietet noch eine Menge Potential. Immerhin tut sie, was sie tun soll: Sie zeigt an, wo sich der Tracer (und damit hoffentlich auch die Tasche) gerade befindet. Das tut sie zwar nur im Rahmen der zuvor näher erläuterten Genauigkeit, aber für das Wiederfinden einer vergessenen Tasche könnte das ja ausreichen. Schließlich ist man in einem solchen Fall für jeden Hinweis dankbar.

Davon abgesehen stürzt die App unter Android jedoch gelegentlich ab und erinnert bei jeder Benutzung ein wenig zu penetrant daran, dass der kostenlose Testzeitraum von drei Monaten bald abgelaufen ist. Wer diese Meldung loswerden möchte, muss den Service zu Preisen ab 28 Euro für 3 Monate abbonieren.

Mit dieser App könnte der Tracer vielleicht aber auch einer interessanten Zweitverwertung zugeführt werden: Als Travelbug in einem Geocache hinterlegt, könnte man anhand der App in Echtzeit dessen Weg nachvollziehen.

Fazit

Die hochwertigen Taschen von Dicota bringen mit dem „Trace Your Bag“-Service einen interessanten Mehrwert mit. Zwar krankt der Service prinzipbedingt am Thema Genauigkeit, was letztendlich auch das Wiederauffinden einer verlorenen Tasche erschwert, insgesamt ist der Service aber für diejenigen unter uns interessant, die ständig unterwegs sind. Und sei es nur um den daheimgebliebenen eine Möglichkeit zu geben zu sehen, wo man sich gerade rumtreibt.

Die Trace Your Bag Taschen von Dicota gibt es zum Beispiel bei Amazon schon für etwas über 100 Euro (Affiliate-Link).


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Date: Wednesday, 01 Oct 2014 11:00

PK Paris hat einen neuen USB-Stick mit dem Namen K’3 im Programm. Das Besondere des USB-3.0-Winzlings: Am anderen Ende verbirgt sich unter einer Kappe ein Micro-USB-Stecker. Dadurch kann man ihn direkt mit Android-Geräten koppeln. Unterstützen diese OTG, können Sie auf die Inhalte des PK Paris K’3 zugreifen.

PK Paris K'3 (Bilder: Frank Müller)

PK Paris K'3 (Bilder: Frank Müller)

Der K’3 von PK Paris ist wirklich klein. Im Prinzip besteht er nur aus einem etwas verlängerten USB-Stecker, der eine Plastikkappe am hinteren Ende trägt, die mit einem stabilen dünnen Band gesichert ist. Mit dem kleinen Karabinerhaken kann man den K’3 schnell und einfach am Schlüsselbund etc. befestigen.

Sieht man genauer hin, entdeckt man unter der Kappe einen Micro-USB-Stecker. Damit eignet sich der K’3 perfekt als Speichererweiterung für moderne Android-Geräte, die USB-On-the-go (OTG) unterstützen. Das Gerät erkennt dabei Dateien, die auf dem K’3 liegen und kann über einen Dateimanager darauf zugreifen. Auch Audioplayer wie der FiiO X5 beherrschen USB-OTG und können Dateien abspielen, die auf einem Stick wie dem PK Paris K’3 liegen, der via Micro-USB angedockt ist.

PK Paris K'3
PK Paris K'3PK Paris K'3PK Paris K'3
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Der K’3 wiegt nur 9 g und ist mit Abmessungen von 2,7 x 1,2 x 0,5 cm so klein und schmal, dass er auch an Laptops wie dem MacBook mit seinen eng zusammenliegenden USB-Anschlüssen problemlos verwendet werden kann.

Laut PK Paris soll dem K’3 auch ein kleines Tauchbad bis zu einem Meter Wassertiefe nichts ausmachen. Selbst einen versehentlichen Durchgang in der Waschmaschine soll der Stick überstehen.

Wer den K’3 nutzen will, um einen wichtigen Ordner auf seinem Rechner zu sichern oder zu synchronisieren, findet dazu passende Software für Windows oder Mac auf dem Stick.

Der K’3 mit 32 GB, den ich ausprobieren konnte, weist ordentliche Werte auf. Beim Schreiben kam er auf über 50 MB/s, beim Lesen sogar auf 120 MB/s. Damit kann man schon etwas anfangen.

Weitere Infos gibt es auf der Produktseite zum K’3 des Herstellers PK Paris, allerdings nur auf Englisch.

Der laut Aussage von PK Paris „kleinste USB-3.0-Stick der Welt für Smartphones“ kostet auf Amazon inklusive Versand 45,89 Euro (Affiliate-Link). Hier findet man auch noch einige Infos auf Deutsch.


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Date: Wednesday, 01 Oct 2014 07:00

Kränkelt das Kind? Hat es Temperatur? Hat sie sich in den letzten Stunden verändert? Diese Fragen kennen Eltern. Das Crowdfunding-Projekt „Fever Smart“ greift einem hier – bildlich – unter die Arme.

Fever Smart (Bild: Indiegogo)

Fever Smart (Bild: Indiegogo)

Fever Smart soll die nächste Generation von Thermometern werden. Das 5,2 cm breite, 3,2 cm breite und 0,6 cm dicke Produkt wird mit einem Pflaster in die Achsel geklebt. Hier misst es ständig die Körpertemperatur und schickt die Daten via Blutooth an ein Smartphone oder Tablet, das in der Nähe positioniert werden muss. Das iPhone, iPad oder Android-Device schickt die Temperaturmessungen in die Cloud, wo sie dann von überall aus abgerufen werden können.

Das Interessante an Fever Smart ist, dass es nicht auf eine punktuelle Messung setzt. Stattdessen misst das „intelligente Pflaster“ kontinuierlich und bereitet die Daten in einer Kurve mit zeitlichem Verlauf auf. So sieht man auf einen Blick, wie groß die Schwankungen im Laufe eines Tages sind. Eltern können so auch aus der Ferne einschätzen, ob bei ihren Kindern Besserung in Sicht ist oder ob man einen Arzt konsultieren sollte. Ein integriertes Alarm-System fordert bei zu hohen Temperaturen zusätzlich zum Handeln auf.

Fever Smart
Fever Smart (Bild: Indiegogo)Fever Smart (Bild: Indiegogo)Fever Smart (Bild: Indiegogo)
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Deutliche Vor- und Nachteile

Die Vorteile von Fever Smart liegen auf der Hand: Man muss die Temperatur bei dem kleinen Patienten nicht im Mund, im Ohr oder rektal messen, was meist als unangenehm empfunden wird. Durch die kontinuierliche Messung erhält man zudem ein deutliches Bild über den Temperaturverlauf. Als Nachteil könnte die Funktechnik angesehen werden. Viele Menschen haben ein Problem damit, wenn sich „strahlende“ Geräte in ihrer Nähe befinden.

Kritiker könnten anführen, dass Fever Smart wahrscheinlich viel Strom verbraucht. Dieses Argument versuchen die Erfinder zu entkräften, indem sie proaktiv die Batterielebenszeit mit 120 Tagen angeben – und das bei einer achtstündigen Benutzung pro Tag. Ob das stimmt? Das kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Denn wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei Fever Smart noch nicht um ein fertiges Produkt.

Auf Indiegogo wird seit dem 17. September um finanzielle Unterstützung gebeten. Dieser Aufruf ist mehr als gelungen: Obwohl das Projekt noch bis zum 22. Oktober läuft, wurde das Ziel von 40.000 US-Dollar bereits übererfüllt. Damit dürfte einer Produktion nichts im Wege stehen.

Wer Interesse an Fever Smart hat, kann es auf der entsprechenden Indiegogo-Seite unterstützen. Für insgesamt knapp 120 Euro kriegt man das Thermometer auch nach Deutschland geliefert.


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Date: Tuesday, 30 Sep 2014 11:00

Creative hat ein neues Mitglied der Sound Blaster-Familie entwickelt: Der Sound Blaster E5 ist ein tragbarer Kopfhörerverstärker, bei dem man den Klang dank integriertem Soundprozessor ganz an seine Vorlieben und die aktuelle Hörsituation anpassen kann.

Creative Sound Blaster E5{pd Sound Blaster;http://www.trademarkpr.eu/creative/external/SB%20E5/}

Creative Sound Blaster E5(Quelle: pd Sound Blaster)

Der Sound Blaster E5 soll als Kopfhörerverstärker auch hochohmige Kopfhörer antreiben können und mit seinem Digital-Analog-Umsetzer (DAC) Cirrus Logic CS4398 dafür sorgen, dass Rechner, Tablet oder Smartphone auch von audiophilen Hörern als vollwertige Audioquellen akzeptiert werden. Der Sound Balster E5 liefert Stereo-Klang mit 24 Bit und 192 kHz und besitzt zwei Kopfhörerausgänge.

Einen DAC und genug Power für hochwertige Kopfhörer besitzen alle mobilen Kopfhörerverstärker. Was den Sound Blaster E5 hervorhebt, ist sein integrierter Audioprozessor SB-Axx1. Dadurch lässt sich die Klangdynamik über eine kostenlose App für iOS oder Android äußerst variantenreich anpassen.

Creative Sound Blaster E5
Creative Sound Blaster E5Creative Sound Blaster E5Creative Sound Blaster E5
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Von Haus aus soll der Sound Blaster E5 darauf ausgelegt sein, einen möglichst unverfälschten Klang zu liefern. Drückt man jedoch den SBX-Knopf an der Seite, kann man zwischen verschiedenen Voreinstellungen in den Kategorien Musik, Gaming und Film wechseln. Die Voreinstellungen in den verschiedenen Kategorien kann der Nutzer ganz nach seinen Wünschen verändern.

Ebenso vielseitig wie die Einstellmöglichkeiten sind auch die Klangquellen, die der Sound Blaster E5 akzeptiert. Audio kann via USB an den Sound Blaster E5 geschickt werden, über einen optischen Audio-Eingang, 3,5-mm-Klinke oder via reguläre Bluetooth-Verbindung (wobei der E5 auch eine schnelle Koppelung über NFC unterstützt).

Das heißt also, dass der E5 nicht nur in der Lage ist, die anspruchsvollen hochpreisigen Hi-Fi-Kopfhörer mit einem ordentlichen Signal zu versorgen – er macht sie auch noch Bluetooth-fähig. Die Audioquelle sollte allerdings Bluetooth 4.1 (BLE) unterstützen. Der integrierte Akku soll für bis zu acht Stunden Betrieb ausrechen, wenn er voll geladen ist. Zur Not dient er auch als Reserveakku, mit dem man laut Pressemitteilung ein Android-Gerät aufladen kann (warum kein anderes, wird leider nicht erklärt).

Zu guter Letzt besitzt der Sound Blaster E5 zwei eingebaute Mikrofone, mit deren Hilfe man Stereo-Aufnahmen anfertigen oder aber die Sprachqualität bei Skype- oder Telefonkonferenzen verbessern kann.

Der Sound Blaster E5 soll ab November für eine UVP von 199 Euro erhältlich sein. Falls wir ein Testgerät erhalten, berichten wir ausführlicher darüber. Bis dahin gibt es weitere Infos auf der US-amerikanischen Produktseite zum Sound Blaster E5. Dort findet man auch eine Liste kompatibler Smartphones. Auf der deutschen Seite zur Sound Blaster Serie gibt es bislang noch keine Informationen zum E5.


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Date: Tuesday, 30 Sep 2014 07:00

Camcorder verlieren aktuell gegenüber Fotokameras mit Videofunktion und Actioncams. Sie sind nur bedingt urlaubstauglich. Mit den Everio-Camcordern füllt JVC diese Lücke mit interessanten Geräten zu einem akzeptablen Preis. neuerdings.com hat den JVC GZ-R15 getestet.

JVC GZ-R15

(Bilder: W.D.Roth)

Die Digitalisierung war zur Jahrtausendwende bei Videokameras weiter fortgeschritten als bei Fotokameras. Inzwischen hat sich das geändert: Fast jeder aktuelle Fotoapparat kann jetzt auch Videos drehen und das in bester Qualität. Allerdings sind die wenigsten Geräte wetterfest – sie im Urlaub an den Strand mitzunehmen, wagt dann doch nicht jeder. Die wenigen Ausnahmen wie die Olympus Tough-Kameras waren lange Zeit nicht sehr lichtempfindlich und damit nicht für Unterwasseraufnahmen geeignet. Die neuen Modelle wurden uns zudem zwei Jahre lang trotz Zusage nicht zum Testen zur Verfügung gestellt. Billig-Alternativen konnten nicht überzeugen.

Actioncams sind die Alternative und drohen die Camcorder abzulösen. Doch muss man die Aufnahmen im Fischaugenstil und die feste kurze Brennweite ebenso wie den meist mangelhaften Ton mögen. Für Bergab-Radrenn-Aufnahmen sicher das Richtige, für den Familienurlaub schon weniger.

JVC hat nun mit den 2014er-Everio „Quadproof“ Camcordern versucht, aus all diesen Produkten eine eierlegende wasserfeste Wollmichsau zu zimmern. Ist das gelungen?

JVC GZ-R15 Camcorder im Test
JVC GZ-R15 HiFiManJVC GZ-R15 HiFiManJVC GZ-R15
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Die Geräte sind wie ein normaler, eher kleiner Camcorder gebaut, jedoch bis zu 5 m Tiefe wasserfest, fallfest bis 1,5 m, staubgeschützt und bis -10°C frostsicher. Deshalb „quadproof“.

Die Geräte bieten zwar nicht die Qualität eines Semiprofi-Camcorders wie dem Panasonic HC-X909, kosten jedoch auch nur etwa ein Drittel, sind kleiner und leichter (was für professionelle Videoaufnahmen stören mag, als Urlaubsgepäck jedoch freut) und können trotzdem in Full HD aufnehmen. Das geht mit dem integrierten Akku (2850 mAh) sogar bis zu 4,5 Stunden am Stück, also deutlich länger als bei den größeren Geräten.

Der Akku lässt sich allerdings nicht wechseln – dies ist der Preis für die Wasserfestigkeit. Wird eine längere Betriebszeit benötigt, ist eine Powerbank, wie sie für Smartphones angeboten wird – zum Test hatten wir die KW Mobile mit 6600 mAh (Affiliate-Link) zur Verfügung – oder das mitgelieferte Lade- und Netzteil anzuschließen. Damit ist das Gerät allerdings nicht mehr wasserfest.

Das Netzteil irritiert zunächst durch einen Adapter von einem typischen Koax-Netzteilanschluss auf USB. Dies bedeutet jedoch, dass der Camcorder auch von einem USB-Anschluss – oder eben einer Powerbank – geladen werden kann.

Wegen der Wasserfestigkeit ist auch der Ton etwas gegenüber den größeren Geräten eingeschränkt – ein klassisches Konzert sollte man so nicht unbedingt aufnehmen, für ein Open-Air-Konzert im Regen wird man aber dankbar für die Wasserfestigkeit sein. Die Einschränkungen sind jedenfalls erträglich und nicht so massiv wie bei den Action-Cams, bei denen man maximal noch das Schutzblech klappern oder den Auspuff röhren hören kann.

Bildstabilisierung ist ebenfalls an Bord, allerdings rein digital und damit leider den Blickwinkel etwas einschränkend, dafür aber die Batterie schonend. Außerdem ein besonders lichtempfindlicher Sensor, um auch unter Wasser oder bei Nacht noch filmen zu können. Dafür beschränkt sich dieser auf nur 2,5 Megapixel: Zum Filmen in HD ist das mehr als ausreichend, für Fotos heute eher gering einzustufen. Doch eben dadurch ist die hohe Lichtempfindlichkeit möglich. Ein Sensor mit 20 Megapixeln oder mehr wäre hier nicht wirklich weiterführend.

Ein Camcorder ist auch nicht das optimale Werkzeug für Fotografie, doch kann der uns zur Verfügung gestellte GZ-R15 unter Wasser bessere Dienste leisten als eine Fotokamera im Schutzbeutel oder gar Unterwassergehäuse: Sogar der Touchscreen ist noch eingeschränkt unter Wasser bedienbar: Im Schwimmbad funktioniert es noch, in 5 m Tiefe allerdings nicht mehr. Möglich ist dies, weil es sich um keinen kapazitiven Touchscreen handelt wie bei den ebenfalls wasserfesten Smartphones. Allerdings ist der Touchscreen dadurch auch über Wasser mitunter etwas träge zu bedienen.

Ein Maledivenurlaub war finanziell für den Test leider nicht drin, Unterwasser-Aufnahmen aus dem öffentlichen Schwimmbad in diesem Beitrag hätten vermutlich zu Ärger geführt und meinen großen Zeh in der Badewanne wollte ich euch auch nicht zumuten. Deshalb gibt es in diesem Test keine Unterwasseraufnahmen. Dafür habe ich ein anderes interessantes Feature ausprobiert: Zeitrafferaufnahmen!

2003 hatte ich diese mit der Minolta 7Hi ausprobiert – maximal 99 Aufnahmen im 15-Minuten-Abstand ergaben einen ganzen Tag im Zeitraffer und mit Quicktime in der Einstellung „1 Frame pro Sekunde“ zusammengesetzt ein nettes Video im .mov-Format, das übrigens der sonst so vielseitige VLC-Player nicht wiedergeben kann, nur Apple Quicktime und (nach Hochladen) YouTube.

Spätere, bessere Kameras von Olympus erlaubten Zeitraffer-Aufnahmen nur mit Computer-Fernsteuerung der Kamera – das war mir zu kompliziert, auch noch einen Notebook und Verkabelung auf den Dachboden zu schleppen.

Die GZ-R15 kann dagegen von sich aus Zeitrafferaufnahmen und setzt diese auch gleich selbst zu einem Video zusammen. Dabei sind Intervalle von 1 s, 5 s, 20 s und 80 s wählbar. Dafür hat das fertige Video allerdings nur die normale Framerate von 50 Frames pro Sekunde. Doch können so 24 Stunden auf Stunden oder Minuten eingedampft werden.

Als Motiv wurden dieselben verwendet wie 2003 – Sonnenuntergang und die Antennenanlage des Kurzwellensenders Wertachtal, die Media Broadcast netterweise nicht wie geplant schon am 1. September sprengte, sondern noch für den Test stehenließ.

Die Lichtempfindlichkeit erreicht nicht ganz die der Aufnahmen mit der Minolta 7Hi, die sich ja immerhin pro Aufnahme bis zu 10 s Belichtungszeit herausnehmen durfte. Auch war mittlerweile ein Fliegengitter am Standort montiert und das Fenster konnte nicht mehr geöffnet werden. Zudem benötigt die GZ-R15 für 24-Stunden-Aufnahmen unbedingt ein Netzteil – mit dem integrierten Akku schafft sie selbst im 80-s-Modus nur etwas über 9 Stunden und im 1-s-Modus sind selbst mit der Powerbank keine 24 Stunden zu schaffen. Dennoch sind die Ergebnisse beeindruckend und übertreffen die der zugegeben über 10 Jahre älteren Fotokamera.

Auch die typischen Familienaufnahmen gelingen mit der GZ-R15 ohne Probleme und die lange Akkulaufzeit erlaubt spontanes Filmen ohne vorheriges Aufladen. Selbst wer nicht unter Wasser filmen will, dürfte mit so einer zumindest in gewissen Grenzen geschützten Kamera entspannter in den Berg- oder Strandurlaub starten. Zudem klappte das Überspielen direkt in den Panasonic BluRay-Recorder ebenso gut wie von der Panasonic-Kamera.

Kamera und Powerbank wurden uns von JVC und KW Mobile zur Verfügung gestellt.


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Date: Monday, 29 Sep 2014 11:00

Rundfunk von Südtirol über die Alpen war nur eine kurze Episode, doch wie ist es umgekehrt? Rundfunk aus Deutschland und Österreich hat sich in Südtirol durchaus etabliert.

(Bilder: W.D.Roth)

(Bilder: W.D.Roth)

Klar ist, dass das Senden von Süd nach Nord mehr die Hörer in Deutschland tangierte als jene in Südtirol: Diese waren eher an der entgegengesetzten Richtung interessiert, so schwer verständlich das für die von den deutschen öffentlich-rechtlichen Programmen enttäuschten Deutschen sein mag: Sie wollten die Programme aus Deutschland und Österreich empfangen und nicht auf die mehrheitlich italienischsprachigen Programme der RAI angewiesen sein, die dazu führten, dass die Kinder in der Schule italienische Worte benutzten, die sie „aus der Televisione“ hatten. Sie wollten zunächst einmal bestehende deutsche Programme ins Land holen, nicht selbst welche ausstrahlen wie später in den 70er-Jahren.

Die ersten Erfolgsaussichten hierfür ergaben sich mit dem Bau des ORF-Fernsehsenders auf dem Patscherkofel bei Innsbruck, der am 15. Dezember 1958 auf Sendung ging und am Heiligen Abend jenes Jahres unerwartet um 1 Uhr früh in Bozen empfangen werden konnte. Funkamateure der ARI stiegen auf den 1737 m hohen Penegal und stellten fest, dass das ORF-Signal dort oben sogar doppelt so stark wie das der RAI zu empfangen war, also „nur“ ein Umsetzer aufgebaut werden müsse, der es in die Täler Südtirols strahlen sollte.

RAS, Sender Kronplatz
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Dies geschah alsbald in Eigeninitiative. So baute der Sterzinger Radiohändler Sepp Haller eine Umsetzeranlage auf, die über 800 m Kabel das an einem höheren Berg empfangene Signal wieder hinunter nach Sterzing abstrahlte. Nun konnte hier ab Sommer 1960 deutschsprachiges Fernsehen empfangen werden.

1963 ließen Post und Polizei die Anlage beschlagnahmen und abbauen, nachdem Proteste gegen die italienische Regierung mit Sprengung von Strommasten das Klima in Sachen Unabhängigkeit in Südtirol verschlechtert hatten. Im Gegensatz zu den Rundfunksendern der 70er-Jahre hatten diese Einrichtungen ja keine offizielle Genehmigung. Doch die Umsetzer wurden – nun als Kabelfernsehanlage – neu aufgebaut und 1964 noch um den Empfang der ARD erweitert.

„Baumsender“ und Pioniergeist

Andere Pioniere empfingen das deutschsprachige Programm der SRG und mit teils kabelgebundenen, teils terrestrisch abstrahlenden provisorischen Umsetzern wurden die Täler Südtirols nach und nach mit deutschsprachigen Fernsehprogrammen versorgt. Bäume wurden dafür schon einmal kurzerhand zu Antennenmasten umfunktioniert Auch der Radio- und Fernsehhändler Rudi Lösch, IN3LWR, hatte Seitentäler mit Fernsehsignalen versorgt. Heute betreibt er Tele Radio Vinschgau, das noch 13 eigene Umsetzer verwendet.

Bei der TV-DXerei gab es natürlich Pannen: Da die empfangenen Sender oft im Fernsehband I arbeiteten, wurde bei Überreichweitem statt des ORF aus Innsbruck schon mal das norwegische Fernsehen aus Oslo empfangen. Zudem waren alle diese Anlagen nicht offiziell genehmigt und konnten jederzeit wieder von den Behörden abgebrochen werden.

Im Januar 1966 begann die RAI, eine einstündige deutsche Sendung auszustrahlen. Deren Inhalte beschränkten sich jedoch weiterhin auf Südtirol und Italien. Die Landesregierung versuchte inzwischen, eine offizielle Lösung für das Ausstrahlen der Programme aus Deutschland und Österreich zu finden. 1971 wurde ein erstes eigenes Fernsehsende- und Verteilnetz konzipiert. Am 1. November 1973 trat schließlich ein Gesetz in Kraft, das zunächst einmal das Ankaufen und Übernehmen 286 bereits existierender „wilder“ Umsetzer erlaubte, um anschließend eigene Anlagen zu planen. Die bislang zwar geduldete, aber nicht offiziell geregelte unentgeltliche Übernahme der Programme von ARD, ZDF, ORF und SRG wurde am 8. April 1974 fixiert und gilt bis heute, wobei Sendeinhalte wie Fußballübertragungen und Spielfilme aufgrund der Lizenzen kritisch sind.

Am 10. Januar 1975 wurde die RAS als öffentlich-rechtliche Sendeanstalt gesetzlich genehmigt und im September offiziell gegründet, die als wohl einzige öffentlich-rechtliche Sendeanstalt keine eigenen Programme produziert, sondern nur Fremdmaterial abstrahlt.

Viele Programme auf wenigen Frequenzen

Dass nun das Rundfunkmonopol der RAI fiel, erleichterte die Arbeit der RAS nicht gerade; ihre Sender wurden zunächst von den neuen Stationen als Konkurrenz betrachtet. Die Frequenzen wurden knapp, um all die neuen Programme zu übertragen. Doch die RAS schaffte es, mit der RAI so effizient zu kooperieren und sich Standorte und Aufgaben zu teilen, dass eine vorbildliche Versorgung mit Fernseh- und Radioprogrammen möglich wurde – heute sind dank DAB und DVB-T fast 100 TV- und beinahe ebenso viele Radioprogramme in den Südtiroler Tälern terrestrisch empfangbar (Beispiel: Sendeanlage Penegal).

Mobiltelefonie, Zivilschutz, Internet, BOS- und Amateurfunk haben auf den Sendeanlagen der RAS ebenfalls Platz gefunden und eigene Richtfunkstrecken mit der Zwischenstation „Hohe Scheibe“ auf 2556 m Höhe in den Sarntaler Alpen haben längst den Programmaustausch zwischen Deutschland, Österreich und Südtirol vom einstigen Ballempfang auf eine professionelle und mittlerweile in beide Richtungen funktionierende Basis umgestellt.

Die ORF-Sendung „Südtirol heute“ wird so in Bozen produziert, zum ORF geliefert und von dort in Österreich und über die RAS-Richtfunkstrecken wieder in Südtirol ausgestrahlt. Bis Deutschland gelangen die Südtiroler Programme normalerweise zwar nicht mehr, doch ist ein Programmaustausch mit dem Bayrischen Rundfunk möglich.

Viele der nicht öffentlich-rechtlichen Rundfunksender Südtirols liefern ihre Programme nun ebenfalls über Richtfunkstrecken auf 2,3 GHz an die Sendeanlagen der RAS, statt noch eigene Sender auf den Bergen Südtirols zu betreiben. Erst 1999 wurde übrigens die letzte provisorische Anlage der Pioniere abgeschaltet, nachdem eine neue Sendeanlage ihre Funktion übernehmen konnte.

Beim Besuch der RAS sowie etlicher Radiostationen im Frühjahr 2014 durch FM Kompakt beeindruckte die Effizienz der Rundfunkversorgung Südtirols. Es sind über DAB Radioprogramme des Bayrischen Rundfunks, der SRG und des ORF empfangbar, ebenso wie die RAI und natürlich die Fernsehprogramme dieser Anstalten, hinzu kommen die Südtiroler Sender, und dies im „Geburtsland“ des privaten Rundfunks in Europa, in dem es schon lange keine freien Frequenzen mehr gibt und selbst ein Spezialempfänger wie der Degen 1103 in Eppan, unterhalb des Penegal, nur mit eingefahrener Teleskopantenne und Empfindlichkeit “Local” statt “DX” funktioniert, ohne Wellensalat zu Gehör zu bringen.

Der Empfang der deutschsprachigen Programme ist damit in Südtirol heute besser als in vielen Teilen Deutschlands und Österreichs. Zusätzlich fügen sich die Sendeanlagen heute vorbildlich in die Landschaft ein – auf dem 2275 m hohen Kronplatz ist die gesamte Sendetechnik auf 900 m² in 21 Räumen beispielsweise unterirdisch angeordnet, um dessen eigentliche Funktion als Skigebiet nicht zu sehr zu beeinträchtigen. Nur der 80 m hohe Antennenturm ist von außen zu sehen, der keinerlei „Hardware“ mehr enthält und dadurch sehr kompakt und schlank ausfällt.


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Date: Monday, 29 Sep 2014 07:00

Charged Card ist ein externer Mini-Akku, den man aufgrund seiner kompakten Größe mit sich herumtragen kann. Die Idee ist gut. Doch wie unser Test zeigt, ist das ehemalige Crowdfunding-Projekt nur ansatzweise so gut wie erhofft.

Charged Card (Bild: Indiegogo / Miraclemembersclub)

Charged Card (Bild: Indiegogo / Miraclemembersclub)

Smartphones sind unsere ständigen Begleiter. Mit ihnen planen wir Termine, schießen Fotos, tauschen Nachrichten aus, lenken uns mit Spiele-Apps ab und – ach ja – telefonieren kann man damit auch. Doch wo Licht ist, fällt auch Schatten: Moderne Handys halten viel zu oft keinen Tag durch, dann müssen sie geladen werden. Dabei kommen stets die gleichen wichtige Fragen auf: Wo ist mein Ladekabel? Und wo befindet sich die nächste Steckdose? Wer sich darüber keine Gedanken machen will, für den ist Charged Card geeignet. Zumindest theoretisch.

Gleich vorweg, weil es verwechselt werden kann: Ich beschreibe hier nicht die Chargecard, sondern die Charged Card – also mit einem D in der Mitte. Beide Gadgets ähneln sich zwar, unterscheiden sich aber zugleich in einigen entscheidenden Punkten.

Der größte Unterschied ist: Bei der Charged Card handelt es sich vorrangig um einen externen Akku, der mit einer besonders kompakten Bauweise auffällt. Er hat die Außenmaße einer Kreditkarte. Die Dicke entspricht in etwa einer Schutzhülle einer EC-Karte. So findet die Ladekarte in den meisten Geldbeuteln bestens Platz.

Charged Card
Charged Card (Bild: Indiegogo / Miraclemembersclub)Charged CardCharged Card (Bild: Indiegogo / Miraclemembersclub)
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Interessantes Konzept

Mit seiner 400 mAh Lithium Batterie soll die Charged Card Smartphones teilweise aufladen können. Hierfür benötigt man keine zusätzlichen Kabel. Alle erforderlichen Anschlüsse sind bereits integriert: Das ist einerseits ein zirka 6 cm langes USB-Kabel, andererseits ein ebenso langes mit Micro-USB. Damit Apple-Fans auch bedient werden können, gibt es zwei weitere Modelle für den alten 30-Pin-Connector und den aktuellen Lightning-Anschluss.

So kann man die Karte einerseits dazu nutzen, einem schwächelnden Smartphone-Akku neuen Saft zu geben, andererseits eignet sie sich als Verbindungsstück zwischen Computer und Handy. Und mit der integrierten Mini-LED kann das Gerät dann wie viele Konkurrenten als Lichtspender genutzt werden.

Stabil und einfach zu bedienen

Die kompakten Maße und die verschiedenen Funktionen bewegten mich im Januar 2014 dazu, die Charged Card zu unterstützen. Das Produkt basiert nämlich auf einem Crowdfunding-Projekt, das im Frühjahr auf Indiegogo nach Geldgebern suchte. Jetzt, rund acht Monate und vielem Hin und Her später, konnte ich es endlich einem Test unterziehen. Der brachte gemischte Gefühle bei mir zu Tage.

Fangen wir mit dem Positiven an: Die Charged Card fällt wirklich so kompakt aus wie versprochen. Und sie ist robust. In Zeiten, in denen moderne Smartphones ein #Bendgate verursachen, habe ich den in Plastik gehüllten Akku natürlich einer Stabilitätsprüfung unterzogen. Trotz kräftigem Drücken hat sich hier nichts verbogen; gerissen oder abgebrochen ist ebenso nichts.

Die Bedienung hinterlässt ebenfalls einen positiven Eindruck. Es gibt einen Schalter an der Oberseite, mit dem man zwischen drei Modi wechseln kann: Gerät laden, selbst laden lassen und Flashlight. Letzteres mag vielleicht unnötig erscheinen, stellte sich aber als guter Indikator heraus, ob die Charged Card noch über Saft verfügt. Es gibt nämlich keine Anzeige, wie voll oder leer die Batterie ist.

Ernüchternde Ergebnisse

Die beiden Kabel sind gut untergebracht und passen sich sauber in die Form des Gehäuses ein. Die Verbindung zu meinem Samsung S4 klappte genauso ohne Probleme wie das „Andocken“ an meinen PC.

Ein Ladevorgang über den USB-Port benötigt ungefähr eine bis anderthalb Stunden, was mir ziemlich lang vorkommt. Das gilt besonders, wenn man das Ergebnis betrachtet, denn die Charged Card enttäuscht leider in ihrer Kernkompetenz: dem Laden von Smartphones.

In der Indiegogo-Kampagne sprach der Entwickler davon, dass seine Erfindung Smartphones auf bis zu 30 Prozent aufladen könne. Das klang toll, stellte sich aber – zumindest bei mir – als leeres Versprechen heraus. Bei meinen ersten Tests, in denen mein S4 ausgeschaltet war, kamen lediglich zwischen 7 und 11 Prozent an Batterieleistung dazu. In einem späteren Durchgang waren es sogar nur magere 4 Prozent.

Noch ernüchternder fiel das Ergebnis aus, als ich beim Ladevorgang mein Smartphone eingeschaltet ließ. Hierzu lag es unangetastet auf dem Tisch, es liefen keine Strom-fressenden Apps und das WLAN war ebenso deaktiviert. Trotz dieses „Ruhezustandes“ schaffte die Charged Card kein Plus bei der Batterie-Anzeige. Es passierte sogar, dass mein Handy in der Ladezeit einen Prozentpunkt verlor. Peinlich!

Fazit

Für den Notfall einen kompaktem Smartphone-Reserveakku im Geldbeutel zu haben – diese Idee gefiel mir so sehr, dass ich dafür 45 Dollar an Unterstützung gab. Dass die Charged Card nicht der stärkste Akku wird, dachte ich mir damals schon. Dass das Ergebnis aber so schwach ausfällt, hätte ich nicht gedacht.

Am meisten enttäuscht mich, dass ich die Erfindung mittlerweile unter einem anderen Namen für läppische 10 US-Dollar bei Amazon (Affiliate-Link) gefunden habe. Ob es sich hierbei um einen Nachahmer handelt oder um die gleiche Technik mit anderer Kennzeichnung, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Bewertungen sind auf jeden Fall genauso durchwachsen wie meine abschließenden Gefühle zur Charged Card.


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Author: "Jürgen Kroder" Tags: "Batterie, Crowdfunding, Akku, GoogleNews..."
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Date: Sunday, 28 Sep 2014 07:00

Der N2 Neo Smartpen ist ein Kugelschreiber, der mit ganz normalen D1-Kugelschreiberminen gefüllt wird. Schreibt oder zeichnet man mit ihm auf Papier mit einem bestimmten Muster, speichert der N2 bis zu 1.000 Seiten und gleicht sie über eine kostenlose App mit Smartphone, Tablet, Evernote oder einem Social-Media-Konto ab.

N2 Neo Smartpen {Kickstarter;https://www.kickstarter.com/projects/749212640/n2-writing-experience-as-a-pen-with-digital-conven}

N2 Neo Smartpen (Quelle: Kickstarter)

Das Bindeglied zwischen analogen und digitalen Notizen soll der N2 Neo Smartpen sein. Und wenn er so funktioniert wie versprochen und auf dem folgenden Video dargestellt, könnte das tatsächlich klappen.

Der N2 Neo Smartpen benötigt dabei nicht wie andere einen speziellen Clip, der oben auf der Seite befestigt wird und die Bewegung des Stiftes erfasst und digitalisiert. Dafür braucht man allerdings Papier mit einem speziellen Muster, das man sich aber auch selbst ausdrucken kann, wenn man einen Windows-Rechner und das kostenlose Programm NeoPDF besitzt. Ansonsten verkauft Hersteller Neo Lab natürlich auch Notizbücher mit entsprechendem Papier.

N2 Neo Smartpen
N2 Neo SmartpenN2 Neo SmartpenN2 Neo Smartpen
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Im N2 Neo Smartpen steckt ein ARM 9 Dual-Core-Prozessor. Der interne Akku des Stiftes ist innerhalb von ungefähr zwei Stunden voll geladen und hält dann zwei bis drei Tage durch, je nach Nutzung. Die Verbindung zu Rechner, Tablet oder Smartphone wird per stromsparendem Bluetooth 4.0 hergestellt.

Auf der Kickstarter-Seite sind noch einige weitere Videos eingebunden, die zeigen, was mit dem N2 Neo Smartpen möglich sein soll. Zum Beispiel soll handschriftlicher Text in digitalen Text umgewandelt werden können. Zusatzlich zu den Notizen kann man Audio-Notizen in sein Smartphone sprechen, die sich dann synchron zum Geschriebenen abspielen lassen. Außerdem sollen sich Zeichnungen in skalierbare Dateien (SVG) exportieren lassen, die mit Photoshop, Illustrator oder ähnlichen Programmen weiterbearbeitet werden können.

Die Kickstarter-Kampagne läuft noch bis zum 16. Oktober 2014. Für umgerechnet rund 89 Euro inklusive Versand erhalten Unterstützer einen N2 Neo Smartpen und einen Spiralblock nCode Papier. Weitere Infos über den N2 Neo Smartpen gibt es auch auf der Produktseite des Herstellers Neo Labs.


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Author: "Frank Müller" Tags: "Kugelschreiber, Kickstarter, Computer, D..."
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Date: Saturday, 27 Sep 2014 07:00

Der Alu Pen Digital von Just Mobile ist ein Stylus für kapazitive Displays. Der aktive Stift wird mit einer AAA-Batterie betrieben und kommt dadurch mit einer nur 1,8 mm dünnen Spitze aus. Lässt sich damit besser schreiben und zeichnen als mit dicken Gummispitzen? neuerdings.com hat es ausprobiert.

Just Mobile Alu Pen Digital (Bilder: Frank Müller)

Just Mobile Alu Pen Digital (Bilder: Frank Müller)

Viele Stift für kapazitive Displays besitzen eine fingerdicke Gummispitze, die beim Schreiben meist den Buchstaben verdeckt, den man gerade zu Display bringt. Das kann ziemlich störend sein. Der Alu Pen Digital mit seiner ultradünnen Spitze von nur 1,8 mm dagegen bietet freie Sicht auf das Geschriebene.

Seine Spitze ist so dünn wie die eines normalen Kugelschreibers. Eigentlich dürfte das auf kapazitiven Displays, wie sie von Smartphones verwendet werden, nicht funktionieren. Die erwarten eine dicke (Finger-)Spitze. Aber der Alu Pen Digital von Just Mobile erzeugt ein elektrisches Feld das dem eines Fingers entspricht.

Ein- und Ausschalten funktioniert durch eine Drehung der oberen Hälfte um 180 Grad, wie im Video zu sehen ist. Ist der Alu Pen Digital eingeschaltet, schiebt sich die Spitze heraus und eine winzige grüne LED leuchtet. Drehung zurück, die Spitze gleitet in den Stift zurück und die LED erlischt.

Just mobile Alu Pen Digital
Just Mobile Alu Pen DigitalJust Mobile Alu Pen DigitalJust Mobile Alu Pen Digital
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Musik von Juanitos – Cool Reggae Party

Wie man sieht, lässt sich trotz der kleinen Kunststoffspitze auf den Displays von herkömmlichen Tablets und Smartphones ganz normal schreiben und zeichnen.

Allerdings ist das Gefühl nicht ganz das eines Kugelschreibers auf Papier. Die Spitze des Alu Pen Digital gleitet viel reibungsloser über das Display. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Wenn man den Stift sehr schnell bewegt, kann die Spur auf dem Display auch schon mal einen Hauch hinterherhinken. Allerdings habe ich auch auf einem iPad der ersten Generation geschrieben. Möglich, dass es daran lag. Außerdem kann es je nach Programm und Stifthaltung zu einem leichten Versatz kommen, der Strich entsteht dabei nicht genau dort, wo die Spitze das Display berührt, sondern ein bis zwei Millimeter daneben. Das ist aber immer noch ein Riesenfortschritt gegenüber den dicken Gummispitzen passiver Stifte, die zudem die Sicht auf den Kontaktpunkt verdecken.

Auf jeden Fall lässt es sich mit dem Alu Pen Digital von Just Mobile sehr schön flüssig schreiben und zeichnen (wenn man es denn kann). Der Stift liegt gut in der Hand, und nach drei Minuten ohne Aktion schaltet er sich von selbst ab, um Batterie zu sparen. Einfaches Aus- und Wiedereinschalten genügt, dann kann es weitergehen.

Der Alu Pen Digital kostet laut UVP auf der Seite von Just Mobile 49,95 Euro, bei Amazon ist er für knapp 44 Euro zu haben. (Affiliate-Link)


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Author: "Frank Müller" Tags: "Eingabestift, Just Mobile, Tests, Alumin..."
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Date: Friday, 26 Sep 2014 11:00

Ende der 70er und bis in die 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts strahlten “Piratensender” von Italien, von Südtirol aus über Österreich bis nach Bayern und brachten damit auch nicht-öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach Deutschland. Alterdings erinnert sich an jene Zeit.

(Bilder: W.D.Roth)

(Bilder: W.D.Roth)

Südtirol hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach dem I. Weltkrieg wurde das Gebiet mit einer zuvor etwa 90-prozentigen deutschen Sprachmehrheit aufgrund eines Geheimabkommens von England, Frankreich und Russland mit Italien aus dem Jahre 1915 vom Rest Tirols abgespalten und Italien zugeschlagen. Die deutsche Sprache war in den Folgejahren zeitweise in Schulen und öffentlichen Einrichtungen untersagt, Deutschstämmige wurden ab- und Italienischstämmige angesiedelt.

Mit der Rückkehr der Autonomie Südtirols in den 60er-Jahren war der Anteil der deutschsprechenden Bevölkerung auf etwas über 60 Prozent gesunken, ladinisch sprachen knapp 4 Prozent der Bewohner Südtirols und italienisch nun über 30 Prozent. Dennoch gab es praktisch nur italienische Rundfunk- und Fernsehprogramme der RAI. Die deutschsprachige Bevölkerung wollte sich in Sachen Rundfunk wieder mit Österreich und Deutschland koppeln, damit die Kinder im Fernsehen die eigene Sprache hören konnten.

Heutige Südtiroler Rundfunkstudios (Bilder: W.D.Roth)
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Zum Starten der Fotostrecke auf ein Bild klicken (132 Bilder)

Diese Kopplung fand in beide Richtungen statt – sowohl von Südtirol nach Norden in den österreichischen und sogar deutschen Raum als auch umgekehrt. Über das letztere berichten wir demnächst. Ersteres dürfte älteren bayrischen und österreichischen Rundfunkhörern noch als Beginn des Privatrundfunks in Erinnerung sein

In den 70er-Jahren fiel in Italien infolge einer Gesetzeslücke bereits das öffentlich-rechtliche Rundfunkmonopol, während es in Deutschland und Österreich noch existierte. Der Grund für die italienische Rundfunkfreiheit wird jeden Techniker amüsieren: Das italienische Rundfunkgesetz von 1949 schrieb das Monopol der RAI nur für Lang-, Mittel- und Kurzwelle fest – UKW-Rundfunk hatte es in Italien 1949 noch nicht gegeben und das Gesetz war nie ergänzt worden.

Da es keine gesetzliche Regelung gab, konnte zunächst jeder Interessent per einfacher Erklärung auf einer Postkarte an die Fernmeldebehörde über die verwendete Sendefrequenz mit einem Rundfunkprogramm starten. In Ballungsgebieten wie Mailand entstand innerhalb kurzer Zeit ein solches Wellenchaos, dass Autoradiohersteller ihre Neuentwicklungen fortan dort auf Großsignalfestigkeit und Trennschärfe testeten. Manche Sender wie Radio Eisack strahlten auch nach Norden, in die letzten Südtiroler Täler vor den Alpen und weiter, bis nach Österreich, wo sie als Bereicherung des Empfangsangebots schnell Fans fanden.

In Südtirol gesendet, in Deutschland empfangbar

1978 entdeckte der Funkamateur Jo Lüders, DJ7JL, dass der Bayrische Rundfunk noch in Südtirol und jenes Radio Eisack, für das er Programme lieferte, mit aufwendigen Antennen sogar in München noch empfangbar war. Daraus entstand der Gedanke, nicht nur nach Österreich sondern gleich bis nach Deutschland zu senden und so das dortige öffentlich-rechtliche Rundfunkmonopol zu umgehen.

In Italien konnten bereits die oberen UKW-Frequenzen bis 108 MHz genutzt werden, in Deutschland dagegen noch nicht: Nur Soldatensender wie BFBS und AFN durften hier senden und konnten deshalb sehr weit gehört werden, doch ansonsten war das UKW-Band oberhalb 100 MHz traumhaft leer und der DX-Empfang somit kein Problem.

Zusammen mit Jürgen von Wedel, DG3WZ, der sich um die Technik kümmerte und ein achtfach gestocktes Zirkular-Yagi-Antennenarray aufbaute, baute Jo Lüders nun auf der Zirogalm bei Sterzing den Sender “Radio Bavaria International” (RBI) auf, der Programme nach Bayern senden sollte. Im Westen von München funktionierte dies zunächst, doch in der Stadt selbst blieb der Empfang aus, weil eine Bergkette im Weg war. Damit erreichte RBI hauptsächlich Innsbruck, was für die notwendigen Werbeeinnahmen nicht ausreichte. Radio Brenner, mit wesentlich mehr Geld ausgestattet, erreichte von der mit 2566 m etwas höher gelegenen Flatschspitze wieder nur den Westen Münchens; ein geplantes Fernsehprogramm schaffte es nie über Südtirol hinaus. Selbst der bereits vom US-Miltär für Richtfunk und Radar genutzte 2748 m hohe Berg Hühnerspiel war nicht optimal. Von diesem sendete später Radio C, ein Projekt von Conrad Electronic.

Zudem schlug nun der Bayrische Rundfunk zurück: Er holte sich die Genehmigung, oberhalb von 100 MHz Sender aufzubauen und errichtete flugs die Senderkette “Bayern 4 Klassik” auf den Sendefrequenzen der Südtiroler Sender, gegen welche diese über die lange Distanz nicht mehr ankamen. Die Rock- und Pop-Hörer sollten so nebenbei zu Klassikliebhabern umerzogen werden, was natürlich großen Unmut auslöste.

Vom Schwarzenstein in drei Länder

Der Bergsteiger und Sendetechniker Roland Huber hatte jedoch einen wesentlich besser geeigneten “Sendeberg” entdeckt: den 3340 m hohen Schwarzenstein. Im Sommer 1983 ging RBI unter dem Motto “Drei Länder, ein Sender” von dort mit einem Signal auf Sendung, das nicht nur DXer erreichte, sondern in München normal im Autoradio empfangbar war und sogar noch bis Thüringen und darüber hinaus gehört wurde. Fernsehausstrahlungen schienen nun ebenfalls möglich zu sein.

Der bisherige Finanzier von Radio Brenner stieg prompt dort aus und bei RBI ein, Jo Lüders und Jürgen von Wedel, der die Rechte am Namen “Radio Bavaria International” hatte, wurden dagegen hinausgedrängt. Deshalb änderte der Sender nun seinen Namen auf “Radio M1″. Im August war jedoch schon wieder Schluss mit den “sonnigen Wellen aus Südtirol”: Die Antenne auf dem Schwarzenstein war abgesägt worden!

1984 startete M1 dann im Münchner Kabelprojekt neu. Diese nun doch erfolgte Genehmigung nicht öffentlich-rechtlicher Rundfunkanbieter im Land war den bayrischen Politikern wesentlich angenehmer als ein Sender aus Südtirol, den man nicht so leicht abschalten konnte, wenn er Ärger machte.

Abgesägt und abgefackelt

Der Schwarzenstein-Sender lief noch bis in die 90er-Jahre, mit den Programmen Radio Brenner/Südtirol 1 sowie einem anderen Radio M1, als das Radio M1 in München infolge Einstiegs eines neuen Finanziers zum Schlagersender Arabella mutiert war -Rockmusikliebhaber mussten sich nun wieder im Fernempfang üben. Auch ein Amateurfunkrelais wurde nun installiert.

Um den Empfang in München endlich zu unterbinden, setzte Antenne Bayern einen Sender vom Münchner Olympiaturm auf die Frequenz des Schwarzenstein-Senders. Der sendete jedoch weiter – sein Signal war diesmal stark genug. Ein Ingenieur, der zuvor für Radio Gong und Antenne Bayern tätig war, brannte schließlich kurzerhand die gesamte Anlage auf dem Schwarzenstein samt Amateurfunk-Relais nieder – der Neuaufbau kostete etwa eine Million DM. Am Ende hatte Roland Huber keine Finanzmittel mehr und der Sender wurde schließlich von den Südtiroler Behörden verboten, versiegelt und abgebaut. In der Schweiz war Roger Schawinski mit seinem “Radio 24″ vom italienischen Pizzo Groppera erfolgreicher, doch gab es auch hier viele Rückschläge.

Nur die ursprünglichen, auf Innsbruck und einige Täler Südtirols ausgerichteten lokalen Stationen wie Radio Eisack sind heute noch in Richtung Norden aktiv. So effizient der Standort Schwarzenstein zur Rundfunkversorgung war, ließ sich eine solch grenzüberschreitende Sendetätigkeit schon für Radioprogramme nicht dauerhaft durchsetzen; das geplante Fernsehprogramm wurde nie realisiert. Erst im Satellitenzeitalter änderte sich dies. Auch das Amateurfunk-Relais wurde nie wieder aufgebaut. Jo Lüders starb im Jahr 2000. Das Einzige, was blieb, ist der Name “Radio Bavaria International”.


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Author: "Wolf-Dieter Roth" Tags: "Kommunikation, Südtirol, Rundfunk, Alte..."
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