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Date: Monday, 10 Mar 2008 14:56
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Seit einigen Tagen testet Amazon auch in Deutschland die bei Amazon.com schon im vergangenen Jahr schrittweise eingeführte neue Navigation. Zeit dafür wurde es, da die alte Karteireiternavigation angesichts der Vielzahl inzwischen reichlich unübersichtlich geworden war.

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Mehr Screenshots bei shoppingzweinull.de und bei Thorsten Boersma.

Author: "Martin Recke" Tags: "Amazon, Design, E-Commerce"
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Date: Friday, 07 Mar 2008 11:57

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While standing outside having a smoke this morning, colleague Gregory Jacob brought me back to the subject of web design “theft”, which I wrote a couple articles about in 2006. Back then, the discussion showed that there are many varying opinions of where inspiration stops and theft starts. Greg’s example, which absolutely takes the cake in my experience, is without question way over the border.

Greg’s a Flash guy, with a pleasingly minimal personal site. He received a mail from a friend this morning, with a link to a stunningly similar site. Have a look:

After a little research it was clear that Foued, due to laziness, deficient creativity or most likely a combination of both, had simply downloaded Greg’s SWF and the XML which defines the site’s content, and after a little text editing, uploaded both on his site.

It Gets Better

Not only did he shamelessly rip off Greg’s work, but he then submitted his rip-off to numerous awards sites, and won on four of them.

It Gets Even Better

Not only did Foued win awards with stolen goods, but one of them, Dope, had already awarded Greg for the exact same site.

I’d like to take the opportunity to congratulate Greg. Not only a 1:1 rip-off (as we all know, “imitation is the sincerest form of flattery”), but four awards, and one of them twice. Well done Greg!

Too Easy to Do, But Also to Find

Things like this just leave me extremely confused. Let’s assume that Foued Azzone is not remarkably naïve, and knew full well how wrong this is. So he uses a stolen design, right down to the file itself, to promote himself and his talents. And in a medium which is so fast, and so everywhere, that the chances of this theft remaining undiscovered are zero. And in a medium where stuff like this gets publicised like wild-fire, irrevocably poisoning is own Google-juice. What could he possibly think this would do for his career? How could he ever dream of this being good for him?

Originally published at mattbalara.com. Matt Balara works as Senior Art Director at SinnerSchrader, Gregory Jacob is Head of Flash.

Author: "Matt Balara" Tags: "Awards, Design, SinnerSchrader"
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Date: Thursday, 06 Mar 2008 10:04
Clinton vs. Obama (Illustration: New York Times)

Illustration: New York Times

Die New York Times vergleicht die Websites der beiden demokratischen Kandidaten im US-Wahlkampf. Und siehe da: Hillary Clinton kommt im Web eher wie ein PC daher, Barack Obama wie ein Mac.

Mr. Obama’s site is more harmonious, with plenty of white space and a soft blue palette. Its task bar is reminiscent of the one used at Apple’s iTunes site. It signals in myriad ways that it was designed with a younger, more tech-savvy audience in mind — using branding techniques similar to the ones that have made the iPod so popular.
In contrast to barackobama.com, Mrs. Clinton’s site uses a more traditional color scheme of dark blue, has sharper lines dividing content and employs cookie-cutter icons next to its buttons for volunteering, and the like.

Die gute, alte Metapher von Umberto Eco trägt hier übrigens nicht: Obama ist nicht katholisch und unter katholischen Wählern nicht mehrheitsfähig.

Author: "Martin Recke" Tags: "Apple, Design, New York Times, USA, Wahl..."
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Date: Wednesday, 05 Mar 2008 09:01

Der Marktanteil der Billigflieger nimmt weiter zu. 2007 erreichten die Low-Cost-Carrier einen Anteil von 22,5 Prozent am gesamten Flugverkehr in Deutschland. Im Vorjahr waren es 19,1 Prozent, im Jahr 2001 weniger als fünf Prozent.

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Die drittgrößte Airline Deutschlands, ein Low-Cost-Carrier, setzt rund 80 Prozent ihrer Tickets über das Internet ab. Ihre Website TUIfly.com ist die meistfrequentierte Website aller deutschen Airlines. Im Februar besuchten fast 1,5 Millionen Reise- und Fluginteressierte die Website von TUIfly.com.

Mit einer Reichweite von vier Prozent und einer Nettoreichweite (Unique Audience) von 1,487 Millionen kommt TUIfly nach aktuellen Zahlen von Nielsen/Netratings auf Platz 1. TUIfly.com ist ein Kunde von SinnerSchrader.

Der Wettbewerber und möglicherweise künftige Fusionspartner Germanwings gibt übrigens in diesen Minuten eine Pressekonferenz auf der ITB in Berlin.

Author: "Martin Recke" Tags: "SinnerSchrader, TUI, TUIfly, Touristik"
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Date: Monday, 03 Mar 2008 16:54

Guy Kawasaki hat die 10-20-30-Regel für Powerpoint erfunden: 10 Folien in 20 Minuten mit einer Schriftgröße von mindestens 30 Punkt. Auf der next08 verschärfen wir diese Regel noch einmal: 10 Folien in 200 Sekunden vor 1.000 Menschen.

Das ist die Idee des Elevator Pitch für unentdeckte Talente, mit dem wir nach der Mittagspause sämtliche Restmüdigkeit aus den Köpfen vertreiben wollen. 10 Stockwerke reichen, um zu überzeugen.

Wir haben den Fahrstuhl (besser: das Plenum der next08), wir bieten Dutzende Wagniskapitalgeber als Mitfahrer - und Sie liefern uns die Antwort auf folgende Frage:

Und? Was ist Ihre Geschäftsidee?

Bewerben Sie sich jetzt um einen von 10 Präsentationsplätzen!

Author: "Martin Recke" Tags: "Kongresse, next08"
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Date: Saturday, 01 Mar 2008 08:37

Wie Emma bis jetzt war, wollte ich heute früh wissen. Und von wem habe ich es erfahren? Weder aus dem Radio noch aus dem Fernsehen und erst recht nicht aus der druckfrischen Tageszeitung. Radio und Fernsehen hatte ich gar nicht erst eingeschaltet, die Zeitung blieb draußen im Briefkasten.

Nein, ich habe auf dem E61i meine Feeds im mobilen Google Reader gelesen. Einer der unzähligen Feeds dort ist mein Twitter mit den Tweets aller 277 Twitterati, die ich derzeit lese. Und eine davon ist die gute, alte Tagesschau.

Die Tagesschau zwitschert heute um 6.19 Uhr:

Orkantief "Emma" bislang schwächer als erwartet

Diese Diagnose deckt sich auch mit meinen eigenen Beobachtungen: kräftiger Wind, stürmische Böen, aber kein Orkan.

Die Tagesschau twittert leider keine Links, deshalb rufe ich als nächstes den mobilen Spiegel auf. Nichts! Bei Spiegel Online ist auch um 8.52 Uhr noch die Orkanwarnung von gestern aktuell. Keine neuen Nachrichten.

Doch auch die Tagesschau hat eine exzellente mobile Version. Hier lese ich den aktuellen Bericht über die erste Nacht mit Emma. Vorbildlich ist auch der Hinweis am Fuß auf den Stand:

01.03.2008 05:43 Uhr

Ich weiß nicht, wann Spiegel Online wieder die Arbeit aufnimmt, aber dieser Punkt geht ganz klar an die Tagesschau.

Nachtrag:
Um 9.34 Uhr lese ich den aktualisierten Orkanbericht bei Spiegel Online.

Author: "Martin Recke" Tags: "Emma, Medien, Spiegel Online, Sturm, Tag..."
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Date: Thursday, 28 Feb 2008 15:52
ueberholspur.jpg

Ein echter Hingucker ist der heutige Umschlag der w&v;, bedruckt mit pesonalisierter Werbung, die den Betrachter gleich auf den ersten Blick fasziniert. Die unmittelbare Reaktion der meisten Kollegen ist ein ungläubiges Staunen, und selbst wer das Wörtchen "Anzeige" gelesen und verstanden hat, denkt zuerst an eine Anzeige von SinnerSchrader - und erst danach an O2. Kein Wunder, ist doch O2 auf dem Titel fast gar nicht zu sehen.

Die w&v-Anzeige; von O2 ist nach Cicero das zweite prominente Beispiel für personalisierten Magazindruck, das mir untergekommen ist. Weitere werden folgen, doch nur den ersten wird die große Aufmerksamkeit gehören, die diese Werbeform heute noch bekommt.

Author: "Martin Recke" Tags: "Werbung, w&v"
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Date: Monday, 25 Feb 2008 10:50

Anfang des Jahres lud Microsoft zu einem intensiven Gespräch über die eigene Internet-Produktstrategie. Geladen waren eine Handvoll in der jeweiligen Community bekannte Flash- und HTML/CSS-Experten. Ich war einer davon. Microsofts Grundidee ist richtig und löblich, sich von unabhängigen Experten die Meinung sagen zu lassen, egal ob positiv oder negativ. Zentrale Themen waren die neue Produktlinie Expression und die neue Technologie Silverlight. Aber natürlich lassen sich in diesem Zusammenhang die anderen internetrelevanten Produkte nicht ausschließen.

Microsofts Eigenwahrnehmung ist, sie seien nicht nur auf dem Weg der Besserung in Bezug auf Webtechnologien, sondern mittlerweile richtig gut. Insbesondere der IE7 und der kommende IE8 wurden gelobt. Das frisch erschienene Expression Web wird als professionelles Programm verstanden, das einige bei Konkurrenten nicht auffindbare Features besäße.

Beide Eindrücke finde ich falsch. Vergleicht man Expression Web mit den Platzhirschen im professionellen Bereich - Dreamweaver und Eclipse -, so bleiben keine Eigenschaften übrig, die das Programm einzigartig oder besser machen würden. Für den semi-professionellen Frontpage-Bereich sieht es natürlich anders aus. Für diese Anwender kann man froh sein, nun Expression Web zur Verfügung zu haben.

Meine Meinung wurde von den anderen geteilt und unterstützt. Mittlerweile gibt es so viele ausgereifte Entwicklungsumgebungen, daß es sich eine große Softwarefirma wie Microsoft in meinen Augen nicht erlauben kann, halbgare Produkte zu veröffentlichen. Halbgar ist die derzeitige Version allein deshalb, weil einzig eine ASP-Unterstützung eingebaut wurde, keine Unterstützung für PHP, Perl oder Ruby. Speziell in Europa ist aber PHP angesagt.

Der IE7 wiederum ist nicht mehr als ein längst überfälliges Bugfix. Nach sechs Jahren wurden endlich die schlimmsten Fehler des IE6 ausgebügelt und ein paar neue Fähigkeiten hinzugefügt, die alle anderen Browser schon seit Jahren besitzen. Noch immer kann Microsofts Browser den Konkurrenten in seinen Fähigkeiten nicht das Wasser reichen. Dies scheint mit der Version 8 nun endlich angegangen zu werden. Aber anstatt diese neue Version wie versprochen relativ schnell folgen zu lassen, wird sie voraussichtlich erst zwei Jahre nach der Veröffentlichung des IE7 erscheinen. Angesichts des technologischen Rückstandes ist dies kein gutes Zeichen.

Ich bin davon überzeugt, daß Microsoft als Ganzes das Internet als Medium, die Geisteshaltung der darin Arbeitenden und die eigene Verantwortung für das Medium nicht begriffen hat. Die beiden Vertreter von Microsoft betonten tapfer, man habe eigene Open-Source-Projekte und schlechte Erfahrungen mit der Beteiligung an solche Projekten gemacht. Aber offenbar hatte man nicht begriffen, daß Open Source die treibende Kraft des Internet in den letzten Jahren war und auf absehbare Zeit wohl bleiben wird.

Ich habe den Eindruck, Microsoft begreift das Internet als Teil des eigenen Produktportfolios. Genau deshalb wurde nur ASP unterstützt. Und genau deshalb baute man in die neue Outlook-Version Word als HTML-Renderingengine ein. Das Ergebnis dieser Entscheidung ist, daß Microsoft einen Teil der Internetindustrie nicht nur um Jahre in die Vergangenheit zurückgeworfen hat, sondern auch in arge Turbulenzen bringt. Outlook ist in Unternehmen die Killerapplikation für E-Mails und Zeitmanagement. Die signifikante Verschlechterung der HTML-Darstellung in Outlook mag aus der Microsoft-Binnensicht verständlich sein, für das große Bild ist sie ein großer Schaden.

Das Internet ist nunmal mehr als nur IE und Outlook. Sie sind nur zwei der vielen Zugangsprogramme. Angesichts der großen Verbreitung müssen wir als Entwickler allerdings besondere Rücksicht auf ihre Rückschrittlichkeit nehmen. Zum Nachteil aller anderer Nutzer und zum Nachteil unserer Kunden. Denn unsere Rücksicht schlägt sich in längerer Arbeitszeit und damit in höheren Kosten nieder.

Auch Microsofts Mantra der Abwärtskompatibilität, der zehnjährigen Gewährleistung, ist in Bezug auf das Internet eine fatale Fehlentscheidung. Das Web als Massenphänomen ist kaum älter als diese Zehnjahresfrist. Wir können nicht ernsthaft als Entwickler heutzutage noch Rücksicht auf Nutzer von IE3 oder Netscape 4 nehmen. Ebenso wenig sollte dies ein Softwarehersteller tun. Die Browser der ersten Generationen waren aus heutiger Sicht mies. Selbst der IE6 ist bei nur oberflächlicher Betrachtung ein schlechter Browser, obwohl er zur Zeit seiner Veröffentlichung klasse war.

Es ist das Schicksal aller Produkte, die mit dem Internet zusammenhängen, daß sie extrem schnell altern. Unternehmen wie Microsoft brauchen den Mut, ihren Kunden sagen zu können, daß sie entweder auf ein neues Modell aufsteigen sollen oder aber von der Entwicklung abgehängt werden. Die enge Verzahnung von Betriebssystem und Browser ist hierbei allerdings nur hinderlich. Denn jedes Browserupdate wird so zu einem Systemupdate. Doch dieses Dilemma teilen alle Betriebssysteme - entgegen der landläufigen Meinung. Bei Apple heißt dies einfach Safari, beim KDE von Linux ist es der Konqueror. Genau wie bei Microsofts IE kann man bei Apple den neuesten Safari nicht auf einem älteren Betriebssytem installieren.

Wir brauchen ein allgemeines Bewußtsein dafür, daß alle Anzeigeprogramme für das Internet derzeit noch nicht den möglichen und eigentlich nötigen optimalen Stand erreicht haben. Kein Browser unterstützt alle existierenden Standards, obwohl diese nun schon seit teilweise 10 Jahren (HTML 4) existieren. Bei der HTML-Darstellung von Mailprogrammen und Webmailern ist die Unterstützung der gängigen Webstandards sogar noch viel schlechter.

Es sind die Fehlentscheidungen der Vergangenheit, an denen Microsft und wir heute leiden. Man versucht die Unsicherheit in HTML-Mails durch eine neue, wesentlich schlechtere Rendering Engine zu beheben. Dabei ist der IE nur mittelbar der Übeltäter. Das eigentliche Problem heißt ActiveX. Diese Technologie ist das eigentliche Problem, der eigentliche Fehler, den Microsoft beging. Ihn zu beheben, diese Technologie zu beseitigen, wäre eine wichtige Aufgabe für die nahe Zukunft.

Microsoft sollte ohne Rücksicht auf eine irgendwie geartete Produktkontinuität aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Es wäre sinnvoll, sich am Gecko-Projekt oder an WebKit zu beteiligen, um deren fortschrittliche Rendering Engines für den eigenen Browser zu nutzen. Sie könnten mehr Kreativität auf Zusatzfeatures und die Oberfläche konzentrieren.

Microsofts Situation sehe ich analog zum Spiderman-Dilemma: "Aus großer Macht folgt große Verantwortung." Microsoft muss die richtigen Schlüsse aus der eigenen führenden Rolle in der Industrie ziehen. Denn egal ob wir wollen oder nicht: Microsoft hat angesichts der hohen Nutzerzahlen für den IE und Outlook die führende Rolle bei Internetzugangssoftware inne. Aus dieser Führungsposition in Nutzerzahlen muß eine technologische Führung entspringen. Diese haben aber in Sachen Browser eher Opera und Apple inne. Microsoft kennt seine Macht, erkennt aber nicht die eigene Verantwortung für das gesamte Medium.

Der Dialog mit uns - genauso wie der Dialog, der mit dem Webstandards Project schon vor Jahren geführt wurde - ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir benötigen allerdings handfestere Signale für einen Strategiewandel. Der IE muss in kürzeren Abständen verbessert werden. Microsoft könnte einer vollen Nummer innerhalb von drei oder vier Monaten eine Zwischennummer folgen lassen. Jede neue Version (8.1, 8.2 ...) würde ein paar Funktionen mehr besitzen und weitere Fehler beseitigen. Und Microsoft muss sich im Bezug auf das Internet von seinem Gewährleistungsmantra verabschieden. Das Internet ist nicht zerbrochen, obwohl alle modernen Browser um Lichtjahre besser sind als IE6 und IE7.

Mit einer offensiven Kommunikation, daß der IE6 zum uralten Eisen gehört, könnte Microsoft sich und uns allen einen großen Gefallen tun. Derzeit hält dieser Konzern die Entwicklung im spannenden Medium Internet zurück. Wir alle sind auf die eine oder andere Art Gefangene von Microsoft. Das muss sich ändern. Aber nur Microsoft kann dies wirklich ändern.

Author: "Jens Grochtdreis, Frankfurt" Tags: "IE 7.0, Innovation, Internet, Microsoft,..."
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Date: Monday, 18 Feb 2008 17:09

Besser spät als nie, ein Fazit vom Barcamp Mitteldeutschland

Location
Jena war ist ganz wunderbar, ein niedliches Studentenstädtchen zwischen den Hügeln mit vielen kleinen Cafés und Kneipen, die alle in gangbarer Entfernung zusammen liegen. Das Wetter stimmte und die Atmosphäre der Stadt lässt sich durchaus treffend mit dem Wort "gemütlich" zusammenfassen. Der JenTower, ehemals IntershopTower, ehemals wasweissichnoch-Tower mitten im Zentrum der Stadt war eine Barcamp-Location, die ich vor Ort als "untoppable" kategorisiert habe. Im 27. Stock waren für ein Barcamp perfekt geeignete Räumlichkeiten organisiert worden, mit einem herrlichen Blick über die Stadt und das Umland. Ganz herrlich, hoffentlich gibt es noch ein Barcamp Mitteldeutschland Teil 2.

Organisation
Im Vorfeld hatte man ein bisschen Sorge, dass die Orga ausreichend aktiv war, da sich im Wiki nicht so viel tat. Vor Ort wurde man aber Lügen gestraft. Räume, Beamer, Anmeldung, Kinderbetreuung, Samstag-Abend-Party usw., alles top! Kaffee gab es von sonntagmorgen.com, Saft von Walther's (wie gewohnt). Zwei Mäkel habe ich aber doch zu bemeckern: Das WLAN war nicht zu gebrauchen, komisch, dass das bei fast jedem Barcamp zum Problem wird. Und es war schade, dass es keine Speiseverpflegung gab, bei den bisherigen Barcamps fand ich die Frühstücks- und Mittagsrunden immer äußerst bereichernd. Vielleicht sollte man überlegen, ob man für zukünftige Barcamps eine Verpflegungspauschale für die Teilnehmer erhebt, falls es keinen Sponsor gibt, das würde auch die No-Show-Rate senken. Ich hätte nichts dagegen, ein paar Euro für zentrale Verpflegung abzudrücken.

Barcamper
Das war super. Der Kern der "Dauerbarcamper" war relativ klein und die Bloggerrate scheinbar ebenfalls. Keine selbstreferenziellen Bloggersessions und viele neue Gesichter, die auch spannendes aus ihrem Internetleben zu erzählen hatten. Wie nicht anders von einem Barcamp zu erwarten, waren alle Teilnehmer extrem kontaktfreudig, umgänglich und wunderbar unkompliziert. Diese typische Barcamper-Mentalität macht für mich eindeutig immer wieder das Faszinosum Barcamp am meisten aus.

Sessions Tag 1
Das Problem wie immer: Welche Sessions besuche ich? Ich habe ein gutes Händchen gehabt und fast alle Sessions waren mindestens unterhaltsam, immer interessant und manchmal auch lehrreich. Ein kurzer Abriss der von mir besuchten Sessions:

Recht2.0 - Haftung und so für UGC von Carsten Ulbricht. Sehr interessant und aufschlussreich. Ich dachte, dass ich zu diesem Thema schon ein gutes Basiswissen hätte, aber es gibt tatsächlich so viele Konstellationen und Einzelfälle, die alle so unterschiedlich bewertet werden können, dass man wahrscheinlich ein ganzen JuraCamp damit füllen könnte.

Persönliches Wissensmanagement im Web2.0 von Dirk Röhrborn - Tja, das war nicht so dolle. Es wurde vorgestellt, wie sich das Thema Wissensmanagement aus wissenschaftlicher Sicht darstellt, und das man im neuen Netz mit noch mehr Informationen befeuert wird als je zuvor, Lösungen und Tools, die mir bahnbrechende Erkenntnisse bereitet hätten, wurden aber nicht ausgepackt. Fazit: Man muss halt sehen, wie man klarkommt, hilft alles nix. (Folien bei Slideshare)

Mobile Web2.0 von Benno - Spannend. Das Internet wird endlich endlich endlich mobil und die Webseitebetreiber bekommen eine neue Herausforderung. Es gibt Unmengen von Ausgabegeräten mit Unmengen von Ausgabesoftware und dann soll alles auch noch ganz fix sein und super Usability-optimiert. Das Thema wird in diesem und dem nächsten Jahr nach meiner Überzeugung ein ganz großes und in der Session wurde gezeigt, was passieren muss, damit das mobile Netz auch nutzbar ist. Guter Vortrag, viel Diskussion, nicht zuviel Technik.

Widgets/Adgets von Sven - Ein kurzweiliger Rundschlag durch die Welt der Widgets. Ich bin noch nicht überzeugt, dass sich die Leute wie Blöde irgendwelche Kästchen von anderen Seiten auf der eigenen Seite zum Flickenteppich zusammenstellen (auch wenn ich ein Qype-Dingens in der Sidebar habe). Trotzdem scheint es ein Thema zu sein, so viel gibt es da schon. Der Exkurs zu den Facebook Applications war natürlich auch spannend, das Thema werde ich noch genauer verfolgen (wartet ab, einfach weiter den Feed lesen).

Mogulus - Meine erste Session in Jena, gehalten zusammen mit Sven und Tina. Wir haben gezeigt, was Mogulus ist, was Mogulus kann, wie mogulieren geht. In der Session einen Barcamp-Mitteldeutschland-Channel eingerichtet und viele Fragen beantwortet. Ich hoffe, es hat dem ein oder anderen gefallen...

Sessions Tag 2
Getting Things Done Einführung von Oliver - Die schon oft zuvor gehaltene GTD-Einführung habe ich endlich auch einmal selbst besuchen können. Ich lese gerade das Buch von David Allen und es war sehr hilfreich, die Basics einmal zusammengefasst vorgesetzt zu bekommen. Die Learnings aus meiner Alltagsanwendung des GTD-Prinzips werden bald auch hier auf dem Fischmarkt zu lesen sein.

Webcomics von Jojo - Ich hatte ja keine Ahnung davon, dass es so viel Comickrams im Netz gibt. Und dass Comics, die nur für das Netz gemacht sind, ganz anderen "Gesetzen" gehorchen (vor allem aber mehr Möglichkeiten bieten). Sehr kurzweilige Session von Jojo, den ich aus Berlin kenne. (Folien bei Slideshare)

Twitter - Zum Abschluss habe ich dann im vom Vortag erprobten Session-Team mit Sven und Tina sowie zusätzlich Volker etwas über Twitter erzählt. Eigentlich eher als Einstieg für Nicht-Twitterer gedacht, waren bis auf ein, zwei Leutchen nur Hardcore-Twitterer zugegen. Von daher wurde es eher zu einem Erfahrungsaustausch mit Toolempfehlungsrunde und alle, die Präsentatoren eingeschlossen, haben noch etwas gelernt. In Hannover werde ich am nächsten Wochenende gerne noch einmal eine Twitter-Session anbieten, würde allerdings explizit "Twitter für Nicht-Twitterer" auf das Sessionkärtchen schreiben. Die Session hat Tina auch moguliert und sie läuft im barcampmd-Stream. Einfach mal reinschauen. jovelstefan bei Twitter, svensonsan bei Twitter, PickiHH bei Twitter, MultaniFX bei Twitter.

Ein großes Dankeschön an die Organisatoren, alle Teilnehmer, alle Sponsoren und an Friederike, die mir ein Bett zur Verfügung stellte und ganz bezaubernd gastfreundlich war! Ich warte sehnsüchtig auf eine Wiederholung und freue mich schon auf das nächste Barcamp in Hannover.

Eine kleine Auswahl weiterer Berichte: da, da, da, da, da, da, da, da. Podcast da. Und eine schöne Linkliste noch da.

Bildnachweise: JenTower und Session-Wall von greinr, Ich in der Session von killywilly

Anmerkung: Dieser Artikel ist in ähnlicher Form auch auf dem jovelblog zu finden.

Author: "Stefan Heß" Tags: "Barcamp, Mobil, Twitter"
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Date: Monday, 18 Feb 2008 16:58

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Kein Problem! Dank des tatkräftigen Engagements von Djure Meinen können wir jetzt für die next08 auch Kinderbetreuung anbieten. Alle Details bei Djure und bei next08. Das Ticket für Konferenz und Kinderbetreuung gibt es hier.

Author: "Martin Recke" Tags: "Kinder, Kongresse, next08"
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Date: Friday, 15 Feb 2008 15:16

Seit gestern ist der Microbloggingdienst Pownce frei zugänglich. Bislang war eine Einladung nötig, um Pownce auszuprobieren. Mit Pownce hatte ich mich vor einigen Monaten etwas näher beschäftigt.

In meinem Winkel des Web ist Pownce bis jetzt nicht so richtig angekommen. Meine 23 Freunde dort haben auch schon länger nichts mehr von mir gehört, jedenfalls nicht über Pownce.

Pownce scheint es bis jetzt nicht gelungen, zum Liebling der Early Adopter zu werden. Diese Rolle bleibt Twitter unbestritten. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja jetzt, nachdem Pownce offen ist.


Pownce-Gründerin Leah Culver im Interview mit the next web

Author: "Martin Recke" Tags: "Pownce, Social Software"
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Date: Thursday, 14 Feb 2008 17:04

next08_banner.jpg

Man kann ja wirklich nicht sagen, dass ich zu wenig Mail bekommen würde. Aber es gibt eine Sorte, über die ich mich in den letzten Wochen richtig freue. Denn jedesmal, wenn sich ein Teilnehmer für die next08 registriert, schickt unsere Ticketplattform amiando eine Mail.

So sehen wir in Echtzeit, wer sich gerade zur next08 angemeldet hat. Spannend. Eigentlich gar keine große Sache, aber trotzdem faszinierend und höchst interessant. Denn die Teilnehmer sind es, für die wir die next08 veranstalten. Und sie entscheiden, neben den Sprechern, am Ende über den Erfolg.

Zu sehen, wer kommt, wer auf welche Kommunikationsmaßnahme reagiert und sich registriert, ist deshalb so wichtig für alles, was wir hier tun. Das ist real-time business. Und damit mitten im Thema.

Morgen sind es noch genau drei Monate bis zur next08. Bis jetzt sind schon 290 Teilnehmer registriert. Wer jetzt bucht, spart 200 Euro gegenüber dem Normalpreis.

Je näher die Veranstaltung rückt, um so teurer wird das Ticket. In der Touristik heißt das Yield Management. Doch im Vergleich zu einer Fluglinie ist die next08 nur ein ganz kleiner Fisch. Wir haben ungefähr die Kapazität eines auf maximale Besetzung ausgelegten A380. Peanuts.

Author: "Martin Recke" Tags: "Kongresse, amiando, next08"
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Date: Thursday, 14 Feb 2008 16:58

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Seit Tagen geistert diese Website durch meine diversen Kommunikationskanäle. Immer verbunden mit Ausrufen des Entzückens. Bis jetzt konnte ich nicht herausfinden, welche Agentur dafür verantwortlich ist. Allerdings habe ich auch nicht besonders lange gesucht. Laut Adverblog ist Forsman and Bodenfors die Agentur.

Author: "Martin Recke" Tags: "Agenturen, Design, Ikea, Marken, Marketi..."
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Date: Thursday, 07 Feb 2008 11:04
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Heute ist die letzte Chance, ein Ticket für die next08 zum Freundschaftspreis von 190 Euro zu sichern. Mehr als 200 Teilnehmer sind bereits registriert, und das Kontingent zu diesem unschlagbaren Tarif ist fast ausgeschöpft. Ab morgen gilt dann der Frühbucherpreis von 390 Euro. Zur Registrierung geht es hier entlang.

Die Liste der bereits zugesagten Sprecher liest sich schon ganz gut. Derzeit fügen wir kontinuierlich neue Sprecher hinzu. Unter den jüngsten Zusagen sind Guillaume du Gardier, Ferrero (FR), JP Rangaswami, British Telecom (UK) und Lisa Sounio, Dopplr (FIN).

Author: "Martin Recke" Tags: "Kongresse, next08"
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Date: Friday, 01 Feb 2008 16:50

Dieser Tage werden jede Menge Fakten über Facebook und StudiVZ bekannt. Mark Zuckerberg selbst sprach gestern über den für 2008 geplanten Umsatz (300 bis 350 Mio. US-Dollar), das erwartete Ergebnis (50 Mio. EBITDA) und die vorgesehenen Investitionen (200 Mio.). Anlass genug, einige der gängigen Mythen auf ihren Realitätsgehalt hin zu untersuchen.

  1. Ist Facebook 15 Mrd. US-Dollar wert? Schon möglich, aber worauf stützt sich diese Bewertung? Microsoft hat im Oktober 2007 zwar zu dieser Bewertung einen Minderheitsanteil erworben, wurde aber gleichzeitig exklusiver Werbevermarktungspartner für Facebook, und zwar weltweit. Diese Tatsache dürfte bei der Preisfindung eine Rolle gespielt haben.

    Der Handel sieht in etwa so aus: Microsoft stellt große Teile des für die weitere Expansion nötigen Kapitals bereit und sorgt gleichzeitig für zusätzliche Einnahmen, an denen Microsoft wiederum direkt (aus der Vermarktung) und indirekt (als Miteigentümer von Facebook) partizipiert. Ob sich das Geschäft für Microsoft lohnt, hängt viel stärker von den direkten Mittelrückflüssen ab als von den indirekten.

    Mit anderen Worten: Die Bewertung von Facebook kann Microsoft weitgehend kalt lassen. Als exklusiver Werbevermarktungspartner sitzt Steve Ballmer am Drücker. Alles andere ist eine Wette für den Fall eines Börsengangs, der nicht vor 2009 zu erwarten ist. Hier winken Microsoft weitere Erlöschancen. Ob Facebook also 15 Mrd. US-Dollar wert ist, wird sich erst beim Börsengang zeigen. In diesem Punkt hat WPP-Chef Martin Sorrell völlig Recht.

  2. Mögen die Nutzer keine Werbung? Schon möglich, aber welche Rolle spielt das? Es gibt in der ganzen Medienlandschaft ja nur zweieinhalb Finanzierungsmodelle: Werbung oder Abonnements, letztere auch in Form von Gebühren für öffentlich-rechtliche Anstalten. Im Web hat sich das Abomodell bis jetzt nur in Nischen (Xing, Singlebörsen, Porno) durchsetzen können. Bleibt also Werbung als Geschäftsmodell, und dagegen ist in einer kapitalistischen Marktwirtschaft auch nur wenig einzuwenden.

    Die Nutzer werden im Zweifel mit den Füßen abstimmen, aber mir ist bis jetzt kein Fall bekannt, in dem dies tatsächlich zu Schwierigkeiten geführt hätte. Der übliche ZwergenNutzeraufstand anlässlich der Einführung irgendwelcher neuer Features gehört zum Ritual und muss durchgestanden werden. Wir haben ihn bei der Einführung des Newsfeed gesehen (bei Facebook wie auch bei Xing) oder bei der Einführung neuer Werbeformen, -formate und -bedingungen (bei Facebook, StudiVZ und Xing).

    Am Ende wird etwas modifiziert, reformuliert, hier und da ein neuer Konfigurationsknopf eingeführt oder die Voreinstellungen angepasst - und am Ende läuft die Sache. Plattformbetreiber haben nur die Wahl, sich etwas geschickter (Facebook), weniger geschickt (Xing) oder total ungeschickt (StudiVZ) anzustellen. Der Rest wird im weltweiten Dialog entschieden, und die Presse hat was zu schreiben. In diesem Punkt hat GWP-Chef Harald Wahls völlig Recht, wenn er in Horizont 5/2008 feststellt:

    Die Frage ist, wie groß die Protestwelle der Mitglieder wirklich war. Kritik an einem so großen Portal, das Studenten als Zielgruppe hat, ist anscheinend vor allem für die Journalisten interessant.
  3. Erfindet Facebook die Werbung neu? Schon möglich, aber bislang spielt das keine große Rolle. Facebook Beacon hat seine Bedeutung innerhalb der Eigenvermarktung von Facebook. Microsoft setzt für die Vermarktung zunächst einmal auf herkömmliche Instrumente. Targeting wird erst nach dem Abschluss der aQuantive-Übernahme durch Microsoft relevant, wenn Atlas zum Einsatz kommt. Wie ernst es Microsoft mit dem Thema Webwerbung ist, zeigt nach aQuantive und Facebook der dritte Schritt - Yahoo.

    Google ist so groß und so wertvoll geworden, weil Google die Onlinewerbung um eine bis dahin praktisch unbekannte Dimension erweitert hat - höchst zielgerichtet eingespielte Textanzeigen. Werbung wird besser, je genauer sie gezielt wird. Perfekt gezielte Werbung ist gar keine Werbung mehr, sondern Information.

    Facebook könnte die Onlinewerbung um eine weitere Dimension erweitern, wie auch immer das im Detail aussehen wird. Auf diese Möglichkeit stützt sich die oben diskutierte Unternehmensbewertung. Da sie die Zukunft betrifft, bleibt uns nur abzuwarten, wie weit Facebook kommt.

  4. Wird das deutschsprachige Facebook zuerst StudiVZ angreifen? Schon möglich, aber wozu sollte das gut sein? Facebook ist längst viel breiter positioniert als zu jener Zeit, da StudiVZ eine billige Kopie vom großen Original zog. Studenten stehen nicht mehr im Vordergrund. Erst recht nicht in Deutschland, da unter den 600.000 hiesigen Nutzern nur relativ wenig Studenten zu finden sind. Und siehe da: Facebook setzt vor allem auf die vielen viralen Effekte seiner Plattform. (Mit Viren kenne ich mich jetzt aus, die können ganz schon hartnäckig sein.)

  5. Wird Facebook StudiVZ kaufen? Schon möglich, aber wozu sollte das gut sein? Um die Investition Holtzbrincks am Ende doch noch mit einem schönen Ausstieg zu krönen? Um eine Zielgruppe an Land zu ziehen, die Facebook gar nicht braucht? Um eine Plattform zu übernehmen, die sich nach allen Regeln der Kunst selbst demontiert hat? Um Geld auszugeben, dass Facebook anderswo viel besser investieren kann?

Author: "Martin Recke" Tags: "Facebook, Google, Media, Microsoft, Stud..."
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Date: Friday, 01 Feb 2008 09:26

smartphone.jpg

Ein Cartoon von Geek and Poke, hier verbreitet unter CC-Lizenz. Geek and Poke, wunderbares Wortspiel. Die heutige Generation kennt Poke nur von Facebook, aber wer jemals im ebenso wunderbaren C64-Basic programmiert hat, wird das Befehlspaar Peek/Poke nie vergessen.

Die überaus wunderbaren Cartoons dort sind geeignet, mich am Ende einer langen Krankheitswoche wieder aufzumuntern. Der Tipp kam von Jens Grochtdreis aus unsererm Frankfurter Außenstelle Niederlassung Büro.

Author: "Martin Recke" Tags: "Technologie"
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Date: Thursday, 31 Jan 2008 14:29

Interaktivagenturen haben nach Einschätzung von Forrester das Potenzial, innerhalb der nächsten zehn Jahre den Lead bei der strategischen Markenführung zu übernehmen. Die umfangreiche Untersuchung der Marktforscher steht bei Ogilvy vollständig zur Verfügung.

Das Fachblatt Horizont befasst sich in seiner heutigen Ausgabe mit dieser These. Redakteur Bert Rösch befragte dazu auch Matthias Schrader.

Bert Rösch: Was halten Sie von der Forrester-These, dass Interactive-Agenturen prinzipiell das Potenzial haben, innerhalb der nächsten zehn Jahre den Lead bei der strategischen Markenführung zu übernehmen?

Matthias Schrader: Strategische Markenführung orientiert sich immer stärker an den Bedürfnissen der Konsumenten. Das Potential zur Leadagentur hat künftig nicht mehr zwangsläufig die Agentur, die den breitesten Fächer an Kommunikationsdisziplinen unter einem Dach vereint und den größten Anteil am Mediakuchen verwaltet.

Leadagentur wird, wer für Marken und Unternehmen den höchsten Mehrwert generiert. Dieser Mehrwert speist sich aus der Fähigkeit, den Konsumenten in seinem Verhalten und seinen Bedürfnissen zu verstehen und daraus Maßnahmen abzuleiten, die Marken und Konsumenten wieder konnektieren.

Vor diesem Hintergrund werden wir in den kommenden Jahre spannende Duelle zwischen den heutigen Disziplinen und Agenturphilosophien erleben. Ich bin überzeugt, dass die Interaktivagenturen eine glänzende Ausgangssituation haben, sich hier sehr vorteilhaft zu positionieren.

Sind die in der Studie genannten zehn Jahre realistisch?

Es wird ein langsamer Wechsel sein. Ich rechne persönlich aber eher mit fünf Jahren.

Was qualifiziert Interactive-Agenturen, die Führungsrolle zu übernehmen? Was sind die Argumente, die dafür sprechen, dass die Klassiker ihre Führungsrolle behalten?

Interaktivagenturen spüren den Herzschlag von Millionen Konsumenten jeden Tag. Die Konsumenten haben sich für das Internet als den Kanal Nummer 1 entschieden, über den sie Beziehungen zu Marken und Unternehmen aufbauen wollen.

In dem Maße, wie das Web zum Medium Nummer 1 wird und die von Interaktivagenturen betreuten Plattformen auch die klassische Retailwelt am POS, CRM und (IP-)TV durchdringen, geht es immer mehr um die Entwicklung von echten Markenerlebnissen, die Beziehungen stiften. Die Stärke der Klassik, das Story-Telling, schwindet im gleichen Maße und bewegt immer weniger.

Was sagen Sie zu dem Vorwurf von Forrester, dass die Interactive-Agenturen bislang noch nicht ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt haben, Markenstrategien zu managen? Woran liegt das? Was tun Sie dagegen?

Wir sind erst im Jahre 10 der neuen Welt, die wir ruhig und zielstrebig aufbauen. Wenn die Kunden so weit sind, sind es die Interaktivagenturen auch.

Sind Ihnen Kampagnen bekannt, bei denen eine Interactive-Agentur die Führung bei der strategischen Markenführung übernommen oder zumindest eine zentrale Rolle gespielt hat?

Die strategische Markenführung der Zukunft zielt auf den Kern: Beziehungen zwischen Marken und Konsumenten zu bauen und zu vertiefen. Taktische Maßnahmen wie Kampagnen werden auch in Zukunft von Interaktivagenturen nicht zu sehen sein.

Author: "Martin Recke" Tags: "Agenturen, Marken"
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Date: Thursday, 24 Jan 2008 21:04

"It's certainly possible", bestätigte Matt Cohler, Vice President von Facebook, heute auf der DLD-Konferenz in München die mögliche Übernahme von StudiVZ. Gefragt hatte ihn danach FAZ-Netzökonom Holger Schmidt, der allerdings eine solche Übernahme für höchst unwahrscheinlich hält. Facebook hat auch ohne StudiVZ und ohne deutschsprachige Version bereits ein solches Momentum erreicht, dass es aus eigener Kraft groß werden kann.

Allen Webkommunikationswerkzeugen zum Trotz (oder gerade deswegen?) haben sich hier in München die digitalen Massen versammelt. Voll ist's, die Location platzt aus allen Nähten, und mancherlei Unannehmlichkeit lässt sich offensichtlich nicht vermeiden.

Ein paar Bilder vom heutigen Tag:

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Author: "Martin Recke" Tags: "DLD, DLD08, Facebook, Kongresse, StudiVZ"
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Date: Thursday, 24 Jan 2008 08:34

Die drei tollen Tage vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos gehören Burda und der DLD-Konferenz in München. Die Mischung von Themen und Teilnehmern stimmt, für jeden ist etwas dabei. Der Veranstaltungsort platzt aus allen Nähten und wäre mit der Hälfte der Teilnehmer auch schon gut ausgelastet.

Auf den ersten Blick überraschte, wie wenig der Börsencrash am Montag in München zur allgemeinen Kenntnis genommen wurde. Ich habe erst über Twitter davon erfahren. Auf Panels und Fluren spielte er keine große Rolle. Das lässt zwei Deutungen zu: Entweder ist die Szene bereits wieder so abgehoben, dass der Rest der Welt für sie keinerlei Bedeutung hat. Oder der Aufschwung der Webwirtschaft hat mit der Börse nur wenig zu tun.

Letzteres halte ich für wahrscheinlicher. Anders als 1999/2000 speist sich der jüngste Boom nicht aus spektakulären Börsengängen und den Ersparnissen unvorsichtiger Kleinanleger. Im Web wird heute echtes Geld verdient und wieder investiert. Zudem steht Risikokapital hinreichend zur Verfügung, auch für Projekte ohne offensichtliches Geschäftsmodell. Doch Gründer und Startups halten das Geld zusammen und sich an die Vorgaben in den Geschäftsplänen. Wer Geld aufnimmt, weiß ziemlich genau, was er damit bezahlen und erreichen will.

Insofern hat das Münchner Webwirtschaftsforum das Web nicht neu erfunden und auch keine neue Versionsnummer erteilt. Der thematische Blick reicht über die Grenzen der eigenen Szene hinaus. Namen wie Craig Venter und Richard Dawkins, um nur zwei zu nennen, stehen für relevante und streitbare Themen jenseits des Webtellerrands.

Eine Erkenntnis aus München: An vielen Stellen, bei vielen Themen zeichnet sich inzwischen ab, wie sich die small pieces des Web zu neuen Medienerlebnissen für die Konsumenten und Geschäftsmodellen für Unternehmen und Startups formieren könnten. Wir haben den inzwischen fast ein Jahrzehnt währenden Niedergang der Musikindustrie gesehen und die jüngsten Meilensteine. Wir sehen ähnliche Trends in Sachen TV: Neben Google/YouTube und Joost/Zennström saßen in München Vertreter von blip.tv und blinkx.com.

Und in der ersten Reihe WPP-Chef Sir Martin Sorrell, der die Bewegtbildpioniere des Web ungerührt nach solch trivialen Dingen wie Umsatz, Kosten, Gewinn und Cashflow fragte und damit Moderatorin Christiane zu Salm blass aussehen ließ. Solche Momente sind es, aus denen die Gesamtinszenierung DLD ihren Zauber zieht.

Wer nicht in München war oder zwar dort war, aber die Sessions verpasst hat, für den gibt es die Videos einige Appetithäppchen bei Sevenload. Bei iTunes sind sie noch nicht, aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

Author: "Martin Recke" Tags: "Burda, DLD, DLD08, Kongresse, Medien, Mu..."
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Date: Thursday, 17 Jan 2008 16:29

Yahoo hat die beliebtesten, originellsten und innovativsten Newcomer des Jahres 2007 gekürt. In der Kategorie "Schlau für lau" war carmondo nominiert, das von SinnerSchrader für Sixt realisierte Autoportal. Die Jury entschied sich in dieser Kategorie jedoch für learn2use.de.

Die übrigen Gewinner

Die gute Tat: utopia.de
Freunde im Netz: docinsider.de
Am Puls der Zeit: hausgemacht.tv
Schrill & Schön: watchberlin.de

Das Rennen um die Gunst der Nutzer hat hausgemacht.tv für sich entschieden. Mehr dazu in der Pressemitteilung von Yahoo.

Author: "Carmen Ullrich-Nolte" Tags: "Awards, SinnerSchrader, Yahoo, carmondo"
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