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Date: Tuesday, 18 Jun 2013 05:04

Schalke 04 hat Christian Clemens verpflichtet. Erst 21 Jahre alt, trotzdem bereits mit der Erfahrung aus 89 Profispielen ausgestattet, 58 Erstliga- und 31 Zweitligaspiele, dabei 72 Mal von Beginn an auf dem Platz. Rechtsfuß, vielseitig einsetzbar. In den 31 Ligaspielen der vergangenen Saison wurde er 7 Mal rechts, 8 Mal zentral und 16 Mal links eingesetzt.

Ebenda sehe ich ihn bei meinem Blick in die Glaskugel auch auf Schalke vor allem. Links. Den zweiten Clemens der Blauen.

Tatsächlich gab es in der langen Geschichte des FC Schalke 04 noch nie einen gebürtigen Clemens, weder mit Vor- noch mit Nachnamen, von Funktionären mal abgesehen. Ernst Kuzorra wurde allerdings Clemens gerufen, der besseren Unterscheidung wegen, denn gemeinsam mit ihm sorgten Ernst Poertgen und Ernst Kalwitzki für die großen Erfolge der Knappen.

Clemens, der Zwote. Möge sich der Name nicht als Bürde erweisen.
In Köln wurde Christian Clemens übrigens „Grille“ gerufen.


PS: Die „lange Geschichte“ meint hier nur die jeweils erste Mannschaft des Clubs. Schalker sind viele. Die Clemens’ der zweiten- oder der Jugendmannschaften mögen mir verzeihen.
Bild: © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

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Date: Monday, 17 Jun 2013 05:04

In 04 Tagen veröffentlicht die DFL den Spielplan zur 51. Bundesligasaison. Die Veröffentlichung wird Vorfreude schüren. Je nach Programm für den Club des Herzens wird man über einen vermeintlich schweren oder leichten Start debattieren. Man wird überlegen, ob der dann feststehende Gegner dem eigenen Club ein besonders schweres oder „machbares“ Finale beschert. Ich jedenfalls schaue zu allererst auf die Begegnungen am ersten und am letzten Spieltag. Für beide erhoffe ich mir Heimspiele, meiner Ungeduld zu Saisonbeginn und des statistischen Vorteils im letzten Spiel wegen.

Schaut man sich die bisherigen Bundesliga-Spielpläne an ist festzustellen, dass die Verantwortlichen die meisten Clubs* mit einer gerechten Quote an Heimvorteilen für eben diese ersten und letzten Spiele bedenkt: Außer den VfB Stuttgart und Werder Bremen.
 

 
Auch wenn Schalke 04 bislang insgesamt exakt mit einer 50% Quote bedacht wurde, fühlt sich die Forderung nach Auftakt- und Final-Heimspielen für die kommende Saison gerechtfertigt an. Die Serie würde sonst doch zu lang …
 



*: In der Tabelle sind nur die aktuellen Erstligisten aufgeführt. Auch unter den hier nicht aufgeführten Clubs gibt es keine, die bei angemessener Anzahl an Bundesliga-Jahren die Quoten von Stuttgart und Bremen über- bzw. untertreffen.

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Date: Friday, 14 Jun 2013 05:04

Es gibt eine Ausstiegsklausel. Punkt.

Der Mann ist Spielerberater, unter anderem eben von Leon Goretzka, um dessen Vertrag es bei dieser Aussage geht. Jörg Neubauer ist ein sehr erfahrener Mann, die Liste der von ihm beratenen Spieler ist imposant. Wir können davon ausgehen, dass er weiß, wie eine Ausstiegsklausel formuliert zu sein hat.

Laut Peter Müller und Stefan Rebein (WAZ) soll die für die besagte Ausstiegsklausel fällige Ablösesumme bei rund 2,8 Millionen Euro liegen. Da muss einem der VfL Bochum fast schon ein bisschen leidtun.


PS: In der verlinkte Liste fehlt Goretzka, da Spieler unter 18 von transfermarkt.de diesbezüglich außen vor gelassen werden.

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Date: Thursday, 13 Jun 2013 06:04

… ist Trainer der Schalker U19 und einer der angesehensten Jugendtrainer im Land. In der letzten Saison wurde seine Mannschaft Deutscher Meister, sein aktuelles Team steht ab heute im Halbfinale um den diesjährigen Titel. Das Hinspiel in Wolfsburg wird ab 20:10 Uhr von sport1 übertragen.

Anlässlich dessen ist Norbert Elgert heute in den Medien präsent. Für RevierSport stellt er jeden einzelnen seiner Spieler durch ein kurzes Statement vor; eine nette Idee der Redaktion, die damit geschickt des Trainers Grundsatz umspielt, nie nur einzelne Spieler aus seinen Mannschaften herauszuheben. Ein sehr lesenswertes Interview mit dem Trainer ist außerdem bei SPOX zu finden. Darin sagt Norbert Elgert viele Sätze, die man sich über den Schreibtisch hängen kann, lobt Horst Heldts Engagement für die Jungendabteilung, zeigt sich selbstbewusst und kündigt an, ab 2015 etwas anderes machen zu wollen.

Für Schalkes „Knappenschmiede“ wäre das ein herber Verlust.

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Date: Monday, 10 Jun 2013 06:04

Schluss mit dem „Schnulli-Bulli-Kurs“: Der FC Schalke 04 Supportersclub e.V. findet sich im Tun des Schalker Fan-Club Verbandes (SFCV) nicht mehr wieder und hat auf einer Mitgliederversammlung am Samstag beschlossen, den Verband zu verlassen.

Dieser Schritt war zu erwarten, nachdem der Supportersclub im Februar eine Stellungnahme veröffentlichte, in der nachzulesen ist, welche Ansprüche die „Interessensvertretung passiver Mitglieder des FC Schalke 04“ an einen solchen Verband stellt. Auch der Austritt und das Errichten eines „neuen Gebäudes der Schalker Fanvertretung“ wurde bereits angekündigt für den Fall, dass es keine gravierend Kurskorrektur des SFCV geben würde.

Seitdem sind fast 5 Monate vergangen. Der Austritt erscheint mir konsequent.

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Date: Friday, 07 Jun 2013 05:04

Der MSV Duisburg steht vor dem Absturz in eine Amateur-Liga. Den finanziellen Nöten des Clubs liegt eine Fehlplanung um das 2003 von Walter Hellmich gebaute, neue Stadion zugrunde. Eine kurzer Blick aufs Problem.

2004 gab Walter Hellmich der Zeitschrift „Stadionwelt Inside“ ein Interview. Auf die Frage nach dem finanziellen Spielraum des MSV für den sportlichen Bereich wird er wie folgt zitiert:

Unser Stadion ist langfristig finanziert, die jährliche Belastung beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro. Dabei haben wir durchweg lediglich mit Zweitligazugehörigkeit kalkuliert, bei einem Zuschauerschnitt von 12.000.

Klingt gut, entspricht aber nicht mehr dem, was man heutzutage bezüglich der Stadionkosten des MSV zu lesen bekommt. Anlässlich der nicht bewilligten Lizenz schrieben die Redakteure der WAZ folgende Sätze in ihre Zeitung:

Auch die Zukunft der Arena steht in den Sternen, wenn es in Duisburg keinen Profifußball mehr gibt. Bisher musste der MSV pro Saison fünf Millionen Euro Stadionmiete zahlen. Die Arena war unter Regie des damaligen Präsidenten Walter Hellmich entstanden. Die Miete war für die erste Bundesliga kalkuliert. Ein naiver Schritt, der dem Verein wie ein Mühlstein um den Hals hängt.

Wenn der MSV Duisburg 5 Millionen Euro für das Stadion aufbringen muss, ist es vollkommen unerheblich, ob man nun noch mal die Lizenz erhält oder nicht. Dann steht über kurz oder lang die Insolvenz bevor, denn dann ist das Stadion ein Zuschussgeschäft für den Verein.

Der MSV hatte in der vergangenen Saison einen Zuschauerschnitt von 12.913. Die Arena bietet rund 7.000 Stehplätze zu je 12 Euro, die Sitzplätze kosten zwischen 21 und 34 Euro (jeweils Tagespreise). Nur mal über den Daumen gerechnet*: Bei 6.000 verkauften Stehplatztickets und 7.000 für einen Preis von 31 Euro verkauften Sitzplatztickets pro Spiel kommt der MSV nach 17 Heimspielen auf eine Gesamteinnahme von 4.913.000 Euro. Ohne Steuerabzüge, ohne Dauerkartenrabatte, ohne vergünstigte Familientickets. Bei Kosten von 5 Millionen pro Jahr wäre es für den MSV Duisburg wirtschaftlicher, seine Spiele ohne Zuschauer, auf dem Vereinsgelände an der Westender Straße auszuführen.

Eben deshalb soll nun eine städtische Stadiongesellschaft gegründet und der Verein entlastet werden, wie die Rheinische Post berichtet. Ein teures Unterfangen, sowohl für die finanzschwache Stadt, als auch für die Gläubiger des Vereins. Vermutlich aber immer noch besser, als von einem zahlungsunfähigen und in den Niederungen des DFB spielenden Club überhaupt kein Geld mehr erhalten zu können. Vermutlich kommt diese Einsicht allerdings zu spät. Eigentlich lässt die DFL in diesem Lizenzsierungsverfahren keine Nachbesserungen zu. Eigentlich. Ma’kucken.


Linktipp: Für die Rheinische Post haben Hermann Kewitz und Stefanie Sandmeier die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Lizenzverweigerung zusammengestellt.


* Die „Über den Daumen-Rechnung“ stammt von Freund und MSV-Fan ZebraZwist

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Date: Monday, 03 Jun 2013 05:04

Ich dachte daran, über das Schicksal des MSV Duisburg zu schreiben, aber bis jetzt ist nicht mal die ausführliche Begründung der Lizenzverweigerung bekannt.

Gerne würde ich mich an dieser Stelle über einen Wechsel Leon Goretzkas zu Schalke 04 freuen, aber noch ist dieser nicht in trockenen Tüchern.

Ich könnte mich über Clemens Tönnies’ Wahlkampftournee auslassen, aber auch das ist weder spannend, noch unerwartet oder ungewöhnlich.

Und der restliche Fußball des Wochenendes hat mich kaum interessiert. Deshalb startet dieses Blog ohne viel Meinung zu irgendwas in die Woche. Ist halt Sommerpause.

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Date: Friday, 31 May 2013 05:04

Horst Heldt hatte sich dazu entschieden, mit Jens Keller auf einen jungen und – zumindest was die Bundesliga angeht – unerfahrenen Trainer zu setzen. Nun setzt er ihm viel Erfahrung an die Seite, indem er Peter Hermann als Assistenten auf Schalke holt. Ein interessanter Zug.

Peter Hermann hat einen hervorragenden Ruf. In langen Jahren in Leverkusen hat er viele Trainertypen und verschiedene Funktionen erlebt. In der jüngeren Vergangenheit half er Michael Oenning dabei, den 1. FC Nürnberg aus der 2. Liga ins Oberhaus zu führen. Danach wechselte er zurück nach Leverkusen und an Jupp Heynckes’ Seite. Er assistierte Heynckes bei dessen „überraschend lockerem Jahr“ am Stadtrand Kölns, folgte ihm nach München und wird morgen seine dortige Zeit vermutlich mit der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte abschließen.

Dass Horst Heldt Peter Hermann nach Gelsenkirchen holen will, davon war schon lange die Rede. Schon bevor feststand, wer in der kommenden Saison Cheftrainer sein würde. Ich hielt das für ein Indiz, dass Jens Keller abgelöst werden würde. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass einem arbeitenden Trainerteam „von oben“ ein neuer Assistent zugewiesen wird. Falsch gedacht.
Ob das für Jens Keller (42) einen Autoritätsverlust darstellt, wie er sich dabei fühlt, ob er Peter Hermann hätte ablehnen können, das weiß ich alles nicht. Ich hoffe er ist mit dieser Entscheidung im Reinen, denn auch der von ihm ausgesuchte Assistent Sven Hübscher (34) ist ein Bundesliga-Neuling und es liegt nahe, dass beide sehr von der Erfahrung des 61-jährigen Peter Hermann profitieren können.

Das komplette für die tägliche Trainingsarbeit zuständige Team hat nun Verträge bis zum 30. Juni 2015. Neben Jens Keller sowie den Assistenten Sven Hübscher und Peter Hermann sind das der unter Huub Stevens akquirierte Torwarttrainer Holger Gehrke und der von Ralf Rangnick geholte Fitnesstrainer Ruwen Faller, ehemaliger Leichtathletik Olympionike.
Nicht mehr für die Profis zuständig sind hingegen „die letzten Magath-Trainer“, Seppo Eichkorn und Markus Zetlmeisl. Beide wurden aber nicht etwas rausgeschmissen sondern erhielten ebenfalls Vertragsverlängerungen. Der Reha- und Konditionstrainer Markus Zetlmeisl wird mindestens bis 2015 Schalkes Nachwuchs fit machen, der „ewige Co“ Seppo Eichkorn verändert sich tatsächlich und wird bis mindestens 2016 als Scout für Schalke tätig sein.

Reinen Beobachtern wie mir fällt es stets schwer, die Leistungen der einzelnen Trainer zu bewerten, selbst bei Besuchen des öffentlichen Trainings. Trotzdem fühlen sich diese Veränderungen meines Erachtens gut an. Auch dass erprobte Fachleute wie Eichkorn und Zetlmeisl im Club gehalten werden, gefällt mir. Horst Heldt hat da zügig Nägel mit Köpfen gemacht.

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Date: Wednesday, 29 May 2013 05:04

Schalke 04 hat Felipe Santana verpflichtet. Christoph Metzelder hat seine Karriere beendet und Kyriakos Papadopoulos wird Schalke verlassen, sofern er irgendwo in England einen Medizincheck besteht. Aller Voraussicht nach startet Schalke mit folgenden Innenverteidigern in die kommende Saison:

  • Benedikt Höwedes (147 BL-Einsätze / 25 Jahre alt)
  • Joel Matip (108 / 21)
  • Felipe Santana (95 / 27)
  • Sead Kolasinac (16 / 19)
  • Kaan Ayhan (0 / 18)

Der Zugang von Felipe Santana wird die nach Papadopoulos’ Ausfall geschwundene Konkurrenzsituation neu beleben. Ob er sich gegen Joel Matip oder Benedikt Höwedes durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Ein weitere Neuzugang ist Kaan Ayhan, der nächste Spieler aus Schalkes „Knappenschmiede“. Noch 18 Jahre jung, in Gelsenkirchen geboren, trotz seiner Defensivposition enorm torgefährlich und so talentiert, dass Horst Heldt seinen Verbleib bereits vor mehr als einem Jahr mit einem ab 01.07.2013 gültigen Profivertrag sicherte. Sead Kolasinac konnte in der abgelaufenen Saison den Job des Linksverteidigers gewinnen. In der Jungend spielte er hauptsächlich auf zentralen Positionen, in der Innenverteidigung oder im defensiven Mittelfeld.

Eine Gruppe mit viel Talent. Jens Keller hat in der abgelaufenen Saison bereits gezeigt, dass er sich nicht davor scheut, junge Spieler einzusetzen. Meines Erachtens ist Schalke 04 bezüglich der Innenverteidiger-Position ordentlich aufgestellt.

Und für die Leser, denen in diesem Text zu wenig Emotionalität steckt, noch kurz der Hiweis: Dass Felipe Santana ausgerechnet von Borussia Dortmund zu den Blauen wechselt, ist mir tatsächlich egal.

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Date: Monday, 27 May 2013 05:04
Die 10-Jahres-Tabelle der Champions League

 
Für die obere Tabelle wurden alle Spiele ab der Gruppenphase erfasst. Da den Spielen ab dem Achtelfinale eine besondere Bedeutung zukommt, hier noch eine KO-Runden-Tabelle.
 

Die 10-Jahres-Tabelle der Champions League KO-Runden

Finale zählen als KO-Runde. „Jahre“ entspricht hier den Teilnahmen am Achtelfinale, ergo die überstandenen Gruppenphasen. Diese Tabelle ist nach nach gewonnenen KO-Runden absteigend sortiert.

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Date: Thursday, 23 May 2013 05:04
Die 10-Jahres-Tabelle der Bundesliga


Für den FC Schalke 04 stehen in dieser Zeit zu Buche:

2003/2004: UEFA-Cup Teilnahme via UI-Cup | 2004/2005: UEFA-Cup Teilnahme via UI-Cup, Vizemeister, Champions League-Qualifikation, DFB-Pokalfinalist | 2005/2006: UEFA-Cup Halbfinalist, UEFA-Cup Qualifikation | 2006/2007: Vizemeister, Champions League Qualifikation | 2007/2008: Champions League Viertelfinale, Qualifikation zur Champions League-Qualifikationsrunde | 2009/2010: Vizemeister, Champions League Qualifikation | 2010/2011: Champions League-Halbfinalist, DFB-Pokalsieger | 2011/2012: Europa League Viertelfinale, Champions League Qualifikation | 2012/2013: Champions League Achtelfinale, Qualifikation zur Champions League-Qualifikationsrunde

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Date: Wednesday, 22 May 2013 05:04

Am Ende ist man froh über Platz 4, dabei hatte man sich ursprünglich mehr erhofft. Das eigentliche Saisonziel des FC Schalke 04 war der dritte Platz und die damit verbundene direkte Champions League-Qualifikation. Dass daraus nichts wurde ist nicht alleine der schlechten Phase unter Huub Stevens vom 10. Spieltag bis zur Winterpause geschuldet. Endgültig aus dem Blick verschwand dieses Ziel erst zu Beginn der Rückrunde.

Die oben dargestellte Grafik stellt den Abstand des FC Schalke 04 vom eigentlichen Ziel Platz 3 und von Platz 4 im Laufe der Saison dar. Dabei geht es nicht um Tabellenplätze, sondern um Punkte. Die grüne (konstante) Linie steht dabei für die jeweilige Punktzahl der Mannschaft auf Platz 3. Im Verhältnis zu ihr ist die jeweilige Punktedifferenz der Mannschaft auf Platz 4 (gelbe Linie) und des FC Schalke 04 (blaue Linie) dargestellt.

Trotz nur fünf Punkten aus sieben Spielen lag Schalke nach dem 16. Spieltag noch gut im Rennen um Platz 3. Die Mannschaften auf den Plätzen 3 und 4 hatten jeweils 27 Punkte auf den Konten, Schalke lag zwei Punkte zurück. Nach der Niederlage gegen Freiburg am 17. Spieltag vergrößerte sich der Abstand auf fünf Punkte. Huub Stevens wurde entlassen.

Als Schalke unter Jens Keller aus den vier Spielen der Spieltage 19 bis 22 nur zwei Punkte holte, geriet der dritte Platz vollends außer Sichtweite. Irgendwann in diesem Zeitraum, Anfang Februar, änderte sich der Sprachgebrauch, ab da war nur noch von Platz 4 als „Minimalziel“ die Rede.
Auch die Mannschaft auf Platz 4 (Eintracht Frankfurt) verlor zu Platz 3 immer mehr an Boden. Nach drei Siegen in Folge war Schalke ab dem 25. Spieltag stets auf oder punktgleich mit Platz 4, zu höheren Ehren reichte es nicht mehr.

Am Ende der Saison stand der dritte Platz bei 65 Punkten. Der Schnitt der letzten zehn Spielzeiten für den dritten Platz liegt bei 63,4 Punkten. Schalke auf Platz 4 erreichte 55 Punkte. In den letzten zehn Jahren erreichten die Teams auf Platz 4 durchschnittlich 59,5 Punkte.

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Date: Sunday, 19 May 2013 19:04

Schalke 04 gewinnt das Endspiel um Platz 4! Mit einem 2:1 in Freiburg erhalten sich die Blauen die Chance auf eine wiederholte Champions League-Teilnahme. Ein keineswegs unverdienter Sieg, in einem Spiel, das nicht an normalen Liga-Maßstäben gemessen werden kann.

Nach dem Abpfiff monierte Christian Streich die defensive Einstellung Schalkes. Laut Presseagentur zitterte sich Schalke in die Champions League, und in der ARD-Sportschau hieß es, die bessere Mannschaft hätte verloren. Meines Erachtens ist das alles ziemlicher Quatsch. Die Ausgangslage war, dass Schalke ein Unentschieden erreichen musste, denn an einen 5-Tore Kantersieg der Frankfurter Eintracht gegen Wolfsburg glaubte niemand. Für Schalke ging es diesmal nicht darum, viele Torchancen zu kreieren. In diesem Spiel war es das Ziel, Freiburg möglichst weit vor Hildebrands Tor zu stellen, und sich aus Freiburger Fehlern ergebende Chancen zu nutzen. Diesen Job hat Schalke ziemlich überzeugend erledigt.

Schalke verteidigte hoch. Über weite Teile der Spielzeit wurde der ballführende Spieler noch vor der Mittellinie attackiert. Die Defensive rückte stets auf, Freiburg hatte im Mittelfeld kaum Platz für ein geeignetes Passspiel. Schalke lies kaum Lücken und zwang Freiburg dazu, es mit langen Bällen hinter die Abwehrreihe zu probieren. Die erste Freiburger Chance entstand so. Insgesamt wusste Freiburg diese Variante aber nicht erfolgreich auszuspielen.

Es ergab sich kein schönes Spiel, zugegeben. Viel Kampf im Mittelfeld, wenige Torraumszenen. Ein „Infight“-Spiel, das der Schalker Ausgangsposition aber eben entgegen kam und von Jens Keller sicherlich als gewollt akzeptiert wurde. Von den wenigen Torchancen hatte Schalke die klareren, und es war durchaus bezeichnend, dass der Freiburger Treffer nicht wirklich „aus dem Spiel heraus“ fiel, sondern ein Produkt Schalker Schlafmützigkeit bei eigenem Eckball war.

Entsprechend der Art dieses Spiels war Jermaine Jones meines Erachtens der beste Mann auf dem Platz. Ich bin wahrlich kein Jones-Fan. Seine fußballerischen Qualitäten sind doch vergleichsweise beschränkt. Im modernen Fußball sind defensive Mittelfeldspieler gleichzeitig Spielgestalter, sie müssen schnelle präzise Pässe spielen und beim Nachrücken die Offensive unterstützen. Wenn Jones dabei vom 6er zum 8er wird ist er regelmäßig überfordert, regelmäßig wünsche ich mit dann andere Spieler in seine Position.
In der Realität spielt Schalke aber ziemlich häufig eben nicht diesen technisch ausgereiften, schnellen Kombinationsfußball. Schalke ist häufig doch noch mehr Axt denn Degen, an Florett nicht zu denken. Und dann kann Jermaine Jones denn Unterschied ausmachen. Gegen Freiburg war er überall auf dem Platz zu finden, lief eine längere Strecke als jeder Freiburger, lief mehr Sprints und mehr intensive Läufe als alle anderen Spieler auf dem Platz. Stets im Weg des Gegners und auch dem letzten schlechten Pass noch hinterher hechelnd. Das Freiburger Eigentor war tatsächlich seine Leistung. Nicht des verunglückten Abschlusses wegen, sondern weil es typisch Jones war, den Ball in der Freiburger Hälfte, auf sich allein gestellt, überhaupt erst zu gewinnen. Diese Szene krönte seine Leistung, die entscheidend dazu beitrug, dass Schalke auf Platz 4 blieb.

Schalke hat diesen Sieg nicht erzittert, sondern erkämpft. Ein versöhnlicher Abschluss einer Saison, in der es mal wieder drunter und drüber ging. Schalke eben. Schalke kann nicht langweilig, trotz allem Ärger ab und an liebe ich meinen Verein wohl auch grade deshalb. Nun warten in der Champions League-Qualifikation die nächsten Endspiele. Das ist die Zukunft. Die Saison ist Vergangenheit. Ein Rückblick folgt. Für heute genügt der Endspielsieg in Freiburg.

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Date: Friday, 17 May 2013 05:04

Ein Mann, der etwas auf sich hält, sollte seine letzten Worte beizeiten auf einen Zettel schreiben und dazu die Meinung seiner Freunde einholen. Er sollte sich damit keinesfalls erst in der letzten Stunde befassen und darauf vertrauen, dass eine geistvolle Eingebung ihn just dann in die Lage versetzt, etwas Brillantes von sich zu geben.

Mein Zettel hingegen ist weiß wie der Schnee. Längst wurde alles gesagt.

Trotz aller Vorbereitung, aller Interpretationen und aller Psychologie bleibt es doch Fußball, ein häufig wahnsinnig zufälliges Spiel. Vielleicht entscheidet am Ende ein halber Zentimeter eines ausgestreckten Fußes. Ma’kucken.

Wir treffen uns also nach der Saison hier wieder. Ich freu’ mich drauf.
Bis dahin, Glückauf!


Ich vermute, dass Mark Twain nie ein Fußballspiel gesehen hat.

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Date: Thursday, 16 May 2013 10:39

Dieter Nuhr wuchs in Düsseldorf auf und ist Fortuna-Fan. In einem seiner für WDR 2 produzierten Shorties erzählt er eine nette Anekdote zu seinem ersten Stadionbesuch. Knappe 3 Minuten nette Unterbrechung der Wartezeit bis zum nächsten Wichtigen.


Audio-Datei herunterladen (wdr2kabarett_nuhr_20130516_1050.mp3)
(2:43 Min)
Webseite / mp3-Datei / Podcast-Feed


Attached Media: audio/mpeg ( 0 ko)
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Endspiel!   New window
Date: Tuesday, 14 May 2013 05:04

In 04 Tagen hat Schalke ein Endspiel. Ein „Spiel für die Saison“. Jetzt gehört die Versagensangst ausgeblendet. Jetzt geht es darum, sich auf seine Stärken zu besinnen. Jetzt darf es nicht mehr heißen, will wollen unbedingt gewinnen. Jetzt muss es heißen, wir werden gewinnen.

Das letzte Endspiel hat Schalke gewonnen. Am 21. Mai 2011 ging es um eine tolle Trophäe, um Stolz, um eine Party und um die Teilnahme an der Qualifikation zur Europa League. Samstag geht es um den vierten Platz in der Abschlusstabelle, grundsätzlich viel schnöder, aber eben auch um die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League. Dieser Preis ist wertvoller und hat deutlich mehr Einfluss auf die nähere Zukunft.

Damals spielte man gegen einen verletzungsgeschwächten Zweitligisten. Diesmal erwartet Schalke ein ebenbürtiger Gegner. In Freiburg ist man mit sich selbst höchst zufrieden. Freiburg hat keinen Druck. Freiburg hat nichts zu verlieren. Freiburg funktioniert. Freiburg hat einen Trainer, um den es von Horst Heldt beneidet wird. Aber das Thema war gestern.

Jetzt geht es nicht um gestern und noch nicht um das Danach. Nicht um Zukunft und schon gar nicht um Angst. Nach dem Spiel gegen Stuttgart sagte Jens Keller, dass man nun das Endspiel hätte, das man sich zu Beginn der Rückrunde gewünscht hätte. In meiner Enttäuschung über die Niederlage gegen den VfB hielt ich das zunächst für Schönrederei. Aber Jens Keller hat recht. So muss dieses Spiel angenommen werden. Im Fußball geht es immer wieder um Endspiele. Endspiele sind Feiertage, es gilt, sich darauf zu freuen!

Sieht man von den Langzeitverletzten ab, wird Schalke in Bestbesetzung antreten. Diese Mannschaft hat in dieser Saison „Auswärts-Tests“ in London, Piräus, Montpellier, Istanbul und Dortmund bestanden. Schalke 04 wird auch in Freiburg bestehen. Sich in die Hose zu scheißen ist keine Option.

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Date: Monday, 13 May 2013 05:04

Jens Keller bleibt vor allem deshalb Trainer auf Schalke, weil Horst Heldt nicht geschafft hat, einen „Wunschtrainer“ zu verpflichten. Dass Keller genügend Rückhalt erfahren wird, die nächste sportliche Krise zu überstehen, ist nicht zu erwarten. Die bestmögliche Chance auf einen Neuanfang auf der Trainerposition nach Ralf Rangnick wurde kläglich vergeben.

Ralf Rangnick war ein Wunschtrainer Horst Heldts. Als sich dieser krankmeldete wollte Schalkes Manager nicht die schnellste, sonder die beste Lösung. Er wollte einen Trainer verpflichten, der Rangnick ähnlich ist; und kam nur fünf Tage später mit Huub Stevens um die Ecke, dem Rangnick unähnlichsten Trainer in der Geschichte der Bundesliga. Die Zeit hätte eben gedrängt hieß es, zu dem Zeitpunkt hätte Heldt sein vorhaben nicht umsetzen können, die Vorraussetzungen seien schlecht gewesen.

Als Huub Stevens Mitte Dezember beurlaubt wurde und Horst Heldt ziemlich deutlich kommunizierte, dass Jens Keller die Mannschaft nur bis Saisonende betreuen würde, hätten die Vorraussetzungen besser nicht sein können. Fünf Monate Zeit um einen Trainer zu finden, der zu Beginn der Folgesaison startet. Fünf Monate, um ein Anforderungsprofil zu erstellen, Kandidaten zu scouten und eine entsprechende Liste abzuarbeiten.

Horst Heldt wollte Thomas Tuchel, er wollte Christian Streich, und wenn Armin Veh gewollt hätte, hätte „die Geschichte mit Schalke sicher an Fahrt aufgenommen“. Aber Veh wollte so wenig nach Schalke wie die anderen.

Deshalb darf Jens Keller weiter machen. Nicht weil sich in der Zwischenzeit irgendwas Grundlegendes verbessert hätte oder weil sein „schlüssiges Konzept die Entscheidungsträger überzeugt“ hat, wie nun der Öffentlichkeit weisgemacht werden soll. Nicht weil die Ergebnisse keine Entscheidung gegen ihn zugelassen hätte, seine Pflichtspielbilanz ist durchschnittlich (8 Siege, 4 Unentschieden, 7 Niederlagen). Nicht weil seine Präsenz überragt, so was wie Aufbruchstimmung konnte er nie entfachen. Er ist einfach nur da, wo von denen, die Horst Heldt wollte, keiner hin will.

Jens Keller mag ein guter Trainer sein. Dafür, wie er die ständigen ambivalenten Statements Tönnies’ und Heldts ertrug, hat er großen Respekt verdient. Trotzdem wird er auf Grund der Art und Weise des Zustandekommens seiner Weiterbeschäftigung das „Notlösung“-Label nicht so schnell loswerden. Auf WDR 2 wurde bereits nach der unsäglichen Niederlage gegen Stuttgart die Frage gestellt, ob er bei einer weiteren Niederlage in Freiburg nicht gleich wieder entlassen werden müsse. Ich denke nicht, dass Jens Keller derjenige sein kann, mit dem Horst Heldt durch „Dick und Dünn“ gehen wird. Dabei bräuchte Schalke genau das, einen Trainer, von dem die Klubführung so überzeugt ist, dass ihm auch kurzfristige Misserfolge zugestanden werden, um Kontinuität zu wahren, um Erfolg solide aufzubauen, statt ihn durch den x-ten Umbruch vom Umbruch mit zig Millionen erkaufen zu müssen. Einen Wunschtrainer.

Horst Heldt wird weiter suchen und weiter entlassen. Demnächst Jens Keller.

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Date: Friday, 10 May 2013 05:04

Ich freue mich an dieser Stelle die Verlängerung meiner Tätigkeit als Blogger für diese Webseite, zum Thema Fußball im Allgemeinen und Schalke 04 im Besonderen, bekanntgeben zu dürfen! Das mit den verbesserten Bezügen hat zwar nicht geklappt. Trotzdem garantiere ich, dass ich nie (mehr zurück) zum FC Bayern wechseln werde, und zu Borussia Dortmund sowieso nicht.

Keine Überraschung? Nicht aktuell? Das war eh klar? Macht ja nichts, Schalke 04 hat in dieser Woche schließlich auch einige wenig überraschenden Verlängerungen zum wiederholten Mal verkündet. Max Meyers Vertrag verlängerte sich auf Grund seiner Profieinsätze automatisch, Benni Höwedes’ Verlängerung haben wir kurz vor dem letzten Derbysieg bejubelt und Joel Matips Verlängerung wurde gar schon im Januar 2012(!) verkündet. Am Ende sollte damit lediglich ein gewisser Spannungsbogen hergestellt werden, um die Bekanntgabe der Vertragsverlängerung Julian Draxlers vorzubereiten.

Julian Draxlers Vertrag wurde also bis 2018 verlängert, er erhält fortan deutlich mehr Geld und per Ausstiegsklausel hängt nun ein „Größer als Götze“-Preisschild an ihm.

Das ist gut. Ich bin Draxler-Fan. Kein Fan seiner Interviews, damit was er sagt, wie er sich so gibt, werde ich nicht so recht warm; muss ich aber auch nicht. Ich bin Fan seines Spiels. Er steht für Tempo, er ist kein Spieler für langweiliges Ballgeschiebe. Ob mit Pässen, im Spurt in den freien Raum oder im Dribbling, in Sachen Dynamik kann ihm im Schalker Kader allenfalls noch Jefferson Farfán das Wasser reichen – aber Julian Draxler ist vielseitiger und torgefährlicher.

Die Länge des Vertrags soll ein Zeichen setzen und die Art und Weise der Präsentation – Schalke schickt tatsächlich Transporter mit Plakaten durchs Revier – lässt ihn vom Supertalent zum vollwertigen Star aufsteigen. Es macht ihn zum Gesicht des FC Schalke 04, neben Kapitän Benedikt Höwedes. Daraus zu Schlussfolgern, dass er tatsächlich bis 2018 auf Schalke spielt und dass er nun derjenige welcher ist, um den Horst Heldt die „Mannschaft der Zukunft“ aufbauen wird, halte ich allerdings für etwas naiv. Julian Draxlers bisheriger Vertrag hatte eine Laufzeit bis 2016 und keine Ausstiegsklausel, was auch keine so schlechte Grundlage für den Verein darstellte. Vertragslaufzeiten sind heute eher Willensbekundungen denn bindend, die richtig guten Spieler sitzen immer am längeren Hebel und wenn sie partout wechseln wollen, wechseln sie auch.

Bis auf Weiteres hat Schalkes Vorstand mit der Vertragsverlängerung Draxlers vor allem eine positive Geschichte zum letzten Heimspiel der Saison produziert. Ich denke, das als solches ist ihm auch sehr wichtig, unabhängig von Draxlers Talent oder vermeintlichen Abwerbeversuchen.

Ich habe hier übrigens keine Ausstiegsklausel. Aber ich mache trotzdem was ich will.

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Date: Tuesday, 07 May 2013 05:04

Schalke 04 spielte bislang noch nie in zwei Spielzeiten in Folge in der Champions League. Sichert sich Schalke Platz 4, wäre man zum zweiten Mal nächstmöglich dran.

Seit der Saison 1997/1998 nehmen auch Nicht-Landesmeister am Champions League-Turnier teil. In den 16 Spielzeiten seitdem war Schalke 5 x dabei (01/02, 05/06, 07/08, 10/11, 12/13), 8 x spielte man UEFA-Cup/Europa League und 3 x musste man ohne internationalen Wettbewerb auskommen.

In der Saison 2007/2008 erreichte Schalke in der Bundesliga Platz 3 und qualifizierte sich damit für die Champions League-Qualifikationsrunde. Gegen Atlético Madrid zog man dabei allerdings den Kürzeren und musste anschließend mit dem UEFA-Cup-Turnier vorlieb nehmen.

Sollte sich Schalke in dieser Saison Platz 4 sichern können, stünden die Chancen für ein Bestehen in dieser Qualifikationsrunde besser. Durch die guten Ergebnisse in internationalen Spielen in den letzten Jahren konnte sich Schalke auf Rang 15 der UEFA-Koeffizient-Rangliste vorschieben. Schalke hätte in der Auslosung also einen vermeintlich leichteren Gegner zu erwarten. Eine erfolgreiche Qualifikation nach der Champions League-Teilnahme in dieser Saison wäre für den FC Schalke 04 ein Meilenstein.

Author: "Torsten" Tags: "Allgemein, Champions League"
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Date: Monday, 06 May 2013 05:04

Schalke gewinnt sein Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach mit 1:0. Nach einem weitestgehend ausgeglichenen Spiel, in dem die Borussen die hochkarätigeren Chancen hatten, waren die Blauen am Ende vor allem die glücklichere Mannschaft. Nachdem Frankfurt am Samstag ebenfalls siegreich war, muss Schalke unbedingt weiter siegen.

Julian Draxlers Treffer war unglaublich befreiend. Grade bekam Gladbach mehr und mehr Oberwasser, als es plötzlich wieder in die richtige Richtung ging, als Raffael einen grandiosen Pass spielte und Jung-Julian der allerrichtigeste Spieler am richtigsten Platz war; niemanden sonst hätte ich in dieser Situation dort lieber gesehen.

Es war der Höhepunkt einer zweiten Halbzeit, in der beide Mannschaften ihre Torchancen hatten, die Gladbacher aber zweifelsohne die besseren. Je länger das Spiel dauerte, desto leichter kam Gladbach vor Timo Hildebrands Tor. Schalke Zweikampfbilanz der zweiten Hälfte war schlecht (46 gewonnen, 66 verloren), insbesondere auch die Jermaine Jones’ (5 gewonnen, 14 verloren), der sich kurz vor der Pause mit einer vollkommen überflüssigen Gelben Karte selbst einschränkte. Dass er nach dem Spiel im Interview vom Sky-Reporter tatsächlich dafür gelobt wurde, trotz Verwarnung so gut durchs Spiel gekommen zu sein, konnte man nach diesem Endergebnis zum Glück weglachen.

In der ersten Hälfte war das Spiel freilich harte Kost. Da wurde mehr gerungen denn gespielt. Insgesamt war Schalkes Spiel sehr statisch. Draxler und Bastos blieben strikt an ihren Linien, Raffael fehlte in der zentrale häufig die Unterstützung durch Neustädter oder Jones, die mit ihren defensiven Rollen mehr als genug zu tun hatten. Diese weite Formation sollte Gladbachs engmaschige Abwehr auseinander ziehen. Ob diese Variante aber nicht viel mehr das eigene Kombinationsspiel unterband, wird sich Jens Keller in der Nachbetrachtung sicher fragen müssen. Ironischerweise fiel das Tor aus einer der wenigen Situationen, in denen Schalke von der Formation abwich; als nämlich Draxler von Außen in die Mitte zog, dabei Raffaels Wirkungsgebiet kreuzte, den Ball an ihn abgab und von ihm im Zentrum perfekt angespielt wurde. Vielleicht war es genau dieses Abweichen vom Üblichen, was Gladbachs geeignete Zuordnung in dieser Situation verhinderte.

Dieses Spiel bot zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten, aber doch zwei ziemlich gleichstarke Mannschaften. Schalke hat unter großem Einsatz dafür gearbeitet, dieses Spiel zu gewinnen, und darf sich dafür nun zweifellos auf die Schultern klopfen. Trotzdem hat sich Gladbach die besseren Chancen erspielt, und der Spielverlauf wäre keineswegs auf den Kopf gestellt worden, hätte Gladbach dieses Spiel gewonnen.

Zweimal noch sollten sich die Kleinigkeiten des Fußballspiels in den entscheidenden Situationen zugunsten der Blauen entwickeln. Auch gegen Stuttgart und Freiburg wird sich Schalke keine Blöße geben dürfen. 3 Punkte und 5 Tore Vorsprung vor Frankfurt reichen nicht, um sich Fehler leisten zu können oder gar schon zufrieden zu sein. Noch ist nichts entschieden, auch wenn nach Abpfiff das Aufatmen der Schalke-Welt beinahe Bergschäden ausgelöst hätte.

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