• Shortcuts : 'n' next unread feed - 'p' previous unread feed • Styles : 1 2
Arrow New window infamy
aA :  -   + pdf Infos Unsubscribe

» Publishers, Monetize your RSS feeds with FeedShow:  More infos  (Show/Hide Ads)


Date: Wednesday, 08 Oct 2014 10:45
"Auf der A2 kommt Ihnen ein Geisterfahrer entgegen. Fahren Sie äusserst rechts und überholen Sie nicht."
Für solche Durchsagen wird der Äther in ein paar Jahren schon nicht mehr gebraucht. Denn: Die selbstfahrenden Autos kommen! Guckst Du hier: www.20min.ch
Und weil die schlauer und effizienter seien werden, braucht es auch nicht mehr die Verkehrswege, wie wir sie heute kennen und planen. Deswegen: Moratorium für alle grossen Verkehrsprojekte. Die Verkehrsplaner müssen sich neu rechtfertigen, und zwar unter Berücksichtigung der bald kommenden neuen Mobile.
Ach, hatte ich das infam.antville.org schon mal gesagt? infam.antville.org Egal, hab' ichs halt nochmal gesagt.

Jüngst auf dem Claraplatz, ÖV-Verkehrsknotenpunkt. Stundenlang stand die Kiste so da. Vielleicht doch lieber abschaffen?
Author: "bagger"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Saturday, 04 Oct 2014 11:50
Einen Video-Livestream aus Kobane, der umkämpften Stadt unmittelbar an der türkisch-syrischen Grenze...



..., gibt es hier bei DHA.
Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Thursday, 02 Oct 2014 09:40
"Blinkenbasel" wär "Blinkenlights in Basel". Blinkenwas? Kurz gesagt: Hochhausfenster als Computer-Display-Pixel. Und demnächst ist ja mal wieder ein Hochhaus einzuweihen am Rheinknie… Das wär doch eine Gelegenheit!

IMG_20141001_135725

Vor 11 Jahren gab's einen ersten Versuch dazu in Basel. Damals stand der Messeturm kurz vor seiner Vollendung. Die Bar Rouge sah noch so aus:

Rohbau Bar Rouge

2 vom plug-in (remember?) eingeladene Fachleute vom CCC begutachteten den Turm tatsächlich ausführlich:

102-0219_IMG

zusammen mit u.a. Annette Schindler & Wolfgang Hockenjos:

102-0213_IMG

Noch ohne Innenausbau wär das der ideale Moment gewesen

102-0203_IMG

für etwas, das 2001 in Berlin begann und mehrere, jeweils angepasste Neuinstallationen erlebte, zuletzt in 2008 Toronto:



Leider scheiterte das 2003er-Vorprojekt schliesslich am Geld.

Ob sich die in der Hinsicht vielleicht grosszügigeren Bauverantwortlichen bei Roche wohl einen Ruck geben, und der Stadt sowas schenken könnten? Quasi als kleine, poetisch-künstlerische Entschädigung dafür, dass wir sie mit ihrem Ding auf Dauer den Basler Himmel usurpieren lassen…?

Aber vielleicht plant Roche zur Einweihung ja auch nur einen "Apéro riche pour les riches" und lässt nachher die Kantonsregierung in einem Communiqué jubilieren darüber, dass der Turm jetzt in Betrieb sei. Das wär aber irgendwie doch ein wenig schäbig.

Man hat schon aus geringerem Anlass ganze Stadtfeste durchgeführt... Und hier geht's immerhin um die Einweihung eines neuen Wahrzeichens von Basel, das - zumindest für einige Jahrzehnte - dem Münster optisch und symbolisch den Rang ablaufen wird!

Da geht's übrigens zum Kontaktformular von blinkenlights.net. Und hier zum Kontakt mit Tim Pritlove, einem der Masterminds von blinkenlights.
Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Monday, 29 Sep 2014 09:03
Heute von Mario Sixtus, auch bekannt als Elektrischer Reporter:
Author: "bagger"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Sunday, 28 Sep 2014 12:22
11 Wohntürme, Position gemäss Testplanung BVD

Das Schlussresultat:

Stadtrandentwicklung Ost, Ja-Stimmen: 49,23%



Stadtrandentwicklung Süd, Ja-Stimmen: 45,6%


Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Sunday, 28 Sep 2014 09:06
Zahlenspiele gab es hier in den vergangenen Wochen ja des öftern zu lesen. Aber nein, hier soll es für einmal nicht um Wohnungen und Bevölkerungswachstum gehen, sondern ganz einfach um infamy selber. Den Blog unserer Wahl gibt es heute exakt seit 4444 Tagen. Das wäre ja eigentlich ein Grund zu feiern, wenn nicht aller Augen auf das Abstimmungsresultat über die Stadtrandentwicklung gerichtet wären ...
Author: "supra"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Friday, 26 Sep 2014 16:44
Seit spätestens Ende Februar 2014 ist allen, die am Mitwirkungsprozess zum Lysbüchel-Areal teilnahmen, also knapp 50 teils prominenten Personen aus Verwaltung, Politik, Immobilienverwaltungen, Architekturbüros, SBB, Stadtteilsekretariat, Quartiervereinen etc. (we know who you are!), bekannt, dass dort im Laufe der nächsten 5 bis 20 Jahre bis zu knapp 240'000m2 Bruttogeschossfläche (BGF) an Nutzraum möglich sind.

Das entspricht 33,6 Fussballfeldern. Unter anderem diese Grafik ist in den Unterlagen zu finden, die die Damen und Herren vor 7 Monaten erhielten:

mögliche BGF Lysbüchel

Wie die BGF zwischen Wohnen und Arbeiten aufgeteilt wird, ist natürlich noch sehr offen. Dass mindestens die Hälfte davon Wohnraum werden wird, ist eine konservative Schätzung. Auf dem Lysbüchel-Areal sind also etwa 120'000m2 neuer Wohnraum für Basel möglich!

Die elf Türme, über die Basel-Stadt am kommenden Wochenende abstimmt,

11 Wohntürme, Position gemäss Testplanung BVD

bringen, sollte die Zonenplanrevision Ost angenommen werden, ebenfalls maximal 120'000m2.

Das heisst? 1 Lysbüchel = 2 Ostblöcke. Das Lysbüchel-Areal hat ergo das doppelte Potenzial der sog. "Stadtrandentwicklung Ost"!

Wobei auf dem Lysbüchel-Areal Wohnen und Arbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft kombiniert werden können. Ganz anders als im (noch) grünen Osten, wo eine anständige Erschliessung per ö.V. erst erfunden werden muss!

Und Grün muss - anders als unter den Ostblöcken - auf dem Lysbüchel-Areal übrigens auch kaum ein Quadratmeter verschwinden. Ganz im Gegenteil. Es sind neue öffentliche Grünanlagen möglich, wo jetzt Park- und Lagerhäuser etc.

Lysbüchel Rundgang 24.9.2014
Lysbüchel Rundgang 24.9.2014

etwas unmotiviert in der Landschaft herumstehen! Und, ja, es wird auch nachher dort noch Werkstätten, Gewerbe, Büros etc. pp. haben.

Ist es Zufall, dass dieses spannende Entwicklungsgebiet, das Verdichtung nach innen beispielhaft ermöglichen wird, in der Debatte rund um die Zonenplanrevision nie prominent zu Sprache kam?

Hätten die Promotoren der Wohntürme ihre Felle davonschwimmen gesehen, wenn wirklich breit bekannt gewesen wäre, dass a) ihr Vorhaben objektiv überflüssig ist und b) an anderer Stelle in der Stadt ähnlich rasch im Bestand neuer Wohn- UND Gewerberaum entstehen kann?

Fakt ist, dass sehr viel bereits angedacht ist für das Lysbüchel-Areal. Wer aber z.B. beim Stadtteilsekretariat Basel-West nach Unterlagen darüber sucht, findet erst mal gar nichts Konkretes, sondern wird vertröstet auf eine öffentliche Infoveranstaltung im Oktober, nota bene nach der Abstimmung. Und an BVD-Sprecher Marc Keller verwiesen.

Warum sind die öffentlichen Unterlagen des Mitwirkungsverfahrens zum Lysbüchel-Areal nicht prominent auf der Website des zuständigen Stadtteilsekretariates sichtbar? Nicht mal eine Suche nach "Lysbüchel" findet etwas. Wobei nicht mal die Suche nach "Basel" ein Resultat liefert, die ganze Such-Funktion scheint defekt. Das ist alles insgesamt mehr als ärgerlich!

11 Wohntürme, Position gemäss Testplanung BVD
Die 11 Wohntürme, um die's am Sonntag geht, vom Friedhof am Hörnli aus gesehen.
Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Friday, 26 Sep 2014 15:14
Die "Basler Zeitung" hat es ja nicht so sehr mit Sozialhilfebezügern, wie gegenwärtig täglich in grosser Aufmachung zu lesen ist. Sie mag auch Muslime nicht so sehr, also vor allem solche, die sich in der Nähe eines Koranstandes auf dem Claraplatz aufhalten. Und wehe, wenn beides in einen Zusammenhang gebracht werden kann.

Das hatte Mischa Hauswirth im November 2013, mit Hilfe seines Kollegen Daniel Wahl, der für dieses eine mal als Fotograf amtete. Unter dem Titel:
Schweizer Mafia Kriminelle
breitete er die Geschichte eines Sozialhilfebezügers irakischer Nationalität aus. Auf Details wollen wir hier nicht eingehen, wer mag, kann die Geschichte hier nachlesen.

Gegen diese Berichterstattung wurde beim Presserat Beschwerde eingereicht. Insbesondere, weil – ob nun ganz oder nur halb beabsichtigt - der an den Medienpranger gestellte Sozialhilfebezüger in die Nähe von gewaltbereiten Islamisten gerückt wird. Dieses geschieht namentlich mit dem Foto, das den Betroffenen gut erkennbar zeigt, wie er in einem nicht erkennbaren Buch blättert, und der Bildlegende:
"Aufruf zur Gewalt. S. S. liest auf Arabisch in einem Buch, das die Tötung von Christen fordert und Auspeitschungen gutheisst. (Bild: Daniel Wahl)"
Der Presserat hat nun die Beschwerde teilweise gutgeheissen:
Die «Basler Zeitung» und «BaZonline» haben mit dem Artikel «Schweizer Mafia Kriminelle» Ziffer 7 (Privatsphäre) der «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» verletzt, indem S. S. zu Unrecht auf dem abgebildeten Foto herausgehoben und identifizierbar wurde.
Eine weitergehende Verletzung der Journalistenpflicht sieht der Presserat allerdings als nicht gegeben an. Allerdings wirft er den Journalisten in dieser Sache perfides Verhalten vor:
Der Presserat kommt zum Schluss, dass Bildlegende und Einleitung knapp unterhalb der Schwelle einer Verletzung bleiben. Allerdings wird S. auf perfide Weise in die Nähe von muslimischen Fundamentalisten gerückt. Als perfid erachtet der Presserat auch, wie der Übergang im Text von der Standaktion des IZRS zur persönlichen Geschichte von S. erfolgt.
Author: "supra"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Thursday, 25 Sep 2014 20:46
468: Ossi Urchs ist tot. Der Internet-Pionier und "Minister for Tomorrow" war Journalist, Moderator und Redner. Er starb mit 60 Jahren, er war an Krebs erkrankt.
Ossi Urchs im Einsatz:
"Warum uns das Internet klüger macht!"

oder hier:
www.urchs.de
Author: "bagger"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Wednesday, 24 Sep 2014 21:17
Die rote Linie zeigt ungefähr die Route des gelungenen (Audio-)Rundgangs über das Lysbüchel-Areal, den der Quartiertreffpunkt LoLa, das Stadtteilsekretariat Basel-West in Zusammenarbeit mit dem BVD und der "Medien- und Theaterfalle Basel" heute durchführten:



Hier gibt's die Karte in grösser.

Lysbüchel Rundgang 24.9.2014

Und da die unvermeidlichen Schnappschüsse von unterwegs.
Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Wednesday, 24 Sep 2014 21:02
Unlängst hatte ein Posting von User "ausgeher" an verschiedenen Orten für Unruhe gesorgt. Er schrieb, er habe aus gut unterrichteter Quelle Erfahren, in den nächsten Tagen würde der Verkauf des BASF-Areals bekanntgegeben.

Von offizieller Seite liess sich dies nicht bestätigen. BASF teilt auf unsere Anfrage mit:
Das BASF-Areal im Klybeck ist noch nicht verkauft.

BASF-intern haben wir die Arbeit an dem Verkaufsprojekt Klybeck-Areal nach Ankündigung der Restrukturierung im April 2013 aufgenommen. Verschiedene Kaufinteressenten haben sich gemeldet. Gespräche mit den Standortpartnern Novartis und Huntsman sowie der Regierung Basel-Stadt laufen.
Wie wir aus BASF-unabhängigen Quellen vernommen haben, werde in der Sache nichts kommunziert bis Ende 2014.

Wir haben "ausgeher" gebeten, uns Kontakt zu seinen Quellen zu vermitteln. Die Anfrage blieb aber leider unbeantwortet. Wir nehmen an, sein Posting erfolgte etwas überstürzt und verfrüht...
Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Wednesday, 24 Sep 2014 06:57
Noch 500 Meter unter der Oberfläche, mitten im Gestein namens Opalinuston, leben im Porenwasser, das etwa 10-15% des Gesamtvolumens ausmacht und messbar salzig ist und aus einem rund 175 Millionen Jahre alten Meer stammt, Mikroben!

Siehe z.B. "Microbial Investigations in Opalinus Clay, an Argillaceous Formation under Evaluation as a Potential Host Rock for a Radioactive Waste Repository" (Geomicrobiology Journal Online Publication Date: 01 July 2008).

IMG_20140923_103400

IMG_20140923_103414

Und die Mikroben spielen offenbar sogar eine Rolle bei Korrosionsprozessen an den Endlagerbehältern, die laut offizieller Planung irgendwann in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts irgendwo unter dem Mittelland in dieser Gesteinsschicht vergraben werden sollen:

IMG_20140923_102247

Die Bilder entstanden im Felslabor Mont Terri.
Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Monday, 22 Sep 2014 13:44
Der anonyme facebook-Seiten-Verwalter von "näher wohnen" erteilt mir Nachhilfestunden in VWL, nachdem ich mir erlaubt hatte, ihm zu widersprechen darin, dass mit den 25% gemeinnützigen Wohnbauträgern in den 11 Wohntürmen

11 Wohntürme, Position gemäss Testplanung BVD

mehr oder weniger automatisch "junge Familien" dort "ein ideales und attraktives Zuhause" fänden.

Mein Gegenargument: Die "jungen Familien" kommen dort nicht unter, weil die Appartements in den Wohntürmen leider zu teuer sein werden für ihr Budget, denn Wohnungen in Neubauten von Genossenschaften, auch und gerade in kostspieligen Hochhäusern, sind in den ersten Jahrzehnten - wenn überhaupt - nur unwesentlich günstiger als andere. Darauf konterte er mir:
Basiskenntnisse aus der VWL zeigen, dass wenn ein Angebot erhöht wird, generell davon ausgegangen werden kann, dass die Preise sinken. Mehr Wohnungen entlasten den gesättigten Wohnungsmarkt und ermöglichen wieder günstigere Mieten.
Das meint halt der einfach gestrickte VWL-Student. Die Praxis sieht anders aus.

Legen wir mal Einwohnerzahl, Wohnungsbestand und Mietpreisindex in Basel-Stadt nebeneinander. Hätte der VWL-Student recht, müsste bei steigender Wohnungszahl der Mietpreisindex sinken. Bei erst noch sinkender Einwohnerzahl, ergo sinkender Nachfrage, müsste er in den Keller rasseln. Schauen wir die Zahlen an, die das Statistische Amt bereitstellt:

Die Zahlen strafen den einfachen VWL-Studenten Lügen. Obwohl von 1971 bis 2008 die Einwohnerzahl in Basel-Stadt um -26% einbrach und gleichzeitig der Wohnungsbestand um +14% zunahm, explodierte der Mietpreisindex um den Faktor 3,5!

Die Realität ist, insbesondere im Immobilienbereich, offenbar komplizierter gestrickt, als es sich der VWL-Student im Solde der Betonfraktion vorstellen kann!

Das Statistische Jahrbuch sagt über den Basler Mietpreisindex:
Der Basler Mietpreisindex beruht auf einer fünfprozentigen, geschichteten Zufallsstichprobe. Berücksichtigt werden die Nettomietpreise von Miet- und Genossenschaftswohnungen mit 1 bis 6 Zimmern im Kanton Basel-Stadt. Erhoben und berechnet wird der Mietpreisindex quartalsweise.
Genossenschaftswohnungen sind, nota bene, mit drin!

P.S. "Aber die Teuerung?!?!?" - "Die betrug von 1971 bis 2007 174%, also wäre der Mietpreisindex von 151 in der Zeit, würde er nur der Teuerung folgen, auf 414 Punkte gestiegen. De facto stieg er auf 560! Auch unter Berücksichtigung der Teuerung geht das Argument des VWL-Studenten nicht auf!"

P.P.S. Das alles spricht natürlich nicht gegen Wohngenossenschaften, im Gegenteil. Eigentlich müsste die Forderung der SP sogar sein, dass 100% der Wohntürme, die tatsächlich auf heute "uns", also dem Kanton, gehörenden Boden zu stehen kommen sollen, als Genossenschaften zu organisieren seien. Immerhin ist das die Eigentumsform, bei der die Wohnungen - mehr oder weniger - denen gehören, die drin wohnen.

Fordert die SP aber nicht. Warum wohl? Warum und für welche Gegenleistung haben die Sozialdemokraten sich 75% der potenziellen Wohnfläche in den Türmen abluchsen lassen, zugunsten von irgendwelchen rein renditeorientierten Immo- und Investmentfonds? Und warum betreiben sie deren Spiel?

Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Sunday, 21 Sep 2014 20:25
In den Erläuterungen zur Abstimmung vom 28.9.2014 (Backup: w-a-2014-09-28-erlaeuterungen (application/pdf, 1,248 KB) ) steht auf Seit 9:
Die aktuelle Bevölkerungsprognose des Bundes rechnet damit, dass die Bevölkerungszahl im Kanton Basel-Stadt bis 2030 weiter zunimmt.
Das ist - gelinde gesagt - irreführend, eigentlich ist es falsch. Es gibt genau 3 Szenarien des Bundesamtes für Statistik. Szenarien! Der Bund "rechnet" mit gar nichts. Das BfS entwirft für ihn Szenarien!

Das "hohe" Szenario kommt tatsächlich auf ein Wachstum auf 221'000 Personen anno 2030. Im "mittleren" sind's im Jahr 2030 197'900 (also magere 1'850 mehr als wir heute sind). Im "tiefen" bricht die Bevölkerung ein auf 167'000, also 30'000 weniger als wir heute sind!

Mit derselben Berechtigung hätte im Abstimmungsbüchlein also stehen können:
Die aktuelle Bevölkerungsprognose des Bundes rechnet damit, dass die Bevölkerungszahl im Kanton Basel-Stadt bis 2030 einbricht um 30'000 Personen.
Es gibt ein 2014 "aktualisiertes" mittleres Szenario, das aber nur Aussagen macht bis 2023, nicht bis 2030! Demnach sollen wir dann 204'000 sein. Womit genau die Autoren des Abstimmungsbüchleins ihre Aussage über 2030 belegen könnten, ist in öffentlich zugänglichen, offiziellen Quellen nicht nachzuvollziehen.
Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Sunday, 21 Sep 2014 11:13
Warum betreibt Guy Morin aktiv Desinformationspolitik?
Die TaWo-Falschinformation vom 5.9. verbreitet letzten Dienstag, 16.9., auch ein Communiqué des Regierungspräsidenten Guy Morin . Dort steht wörtlich die objektiv falsche Aussage:
Das Bundesamt für Statistik rechnet im Kanton Basel-Stadt aber alleine bis 2023 mit einer Bevölkerungszunahme um 14‘000 Personen.
Nochmal, ganz langsam zum Mitschreiben: +14'000 bis 2023 ist Szenario "hoch" von 3 möglichen, die das BfS 2011 publiziert hat. Dieselbe "hohe" Prognose sagt für 2014 200'000 Personen voraus für Basel-Stadt. Heute sind wir de facto 196'050! Zu behaupten, das BfS "rechne" für Basel-Stadt mit +14'000 Personen bis 2023 ist manipulativ, nachprüfbar falsch und darum Desinformation!

Hier die Zahlen der Szenarien des BfS und die tatsächliche Entwicklung laut Amt für Statistik:



Morin hätte mit derselben Legitimation auch schreiben können:
Das Bundesamt für Statistik rechnet im Kanton Basel-Stadt aber alleine bis 2023 mit einer Bevölkerungsabnahme um 7‘000 Personen.
Die Zahl alleine in einem Communiqué wäre genauso manipulativ und falsch gewesen!

P.S. Morin hätte sicherheitshalber erst im Amt für Statistik in seinem Departement anrufen und nachfragen sollen. Dessen kompetente und hilfsbereite Mitarbeitende hätten ihn garantiert eines Besseren belehrt. Immerhin beschäftigen sie sich ebenfalls intensiv mit Bevölkerungsprognosen...

P.P.S. Und falls sich die Aussage auf das 2014 aktualisierte "mittlere" Szenario bezieht, dann stimmt das mit den +14'000 zwar, aber dieses "Szenario 2014 - 2023" beginnt anno 2014 merkwürdigerweise mit 190'700 Personen, obwohl wir in diesem Jahr bereits 196'050 sind. Irgendwas ist da auf jeden Fall faul!
Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Sunday, 21 Sep 2014 07:58


The place to be am nächsten Mittwoch:

der Rundgang durch das Lysbüchel-Areal! Treffpunkt: 18h und 19h vor dem Bahnhof St. Johann. Quartiertreffpunkt, Stadtteilsekretariat und BVD laden ein.



So über den Daumen gepeilt haben hier, per Umnutzung von bereits überbautem Land, sicher mindestens so viele Wohnungen Platz, wie zwischen Rankhof und Grenzach auf die grüne Wiese gestellt werden sollen,

11 Wohntürme, Position gemäss Testplanung BVD
Blick vom virtuellen Dach des Hochhauses bei der Birsfelder Sternenfeldstrasse

wenn's nach der unheiligen Allianz von SP, Grünliberalen, CVP, FDP und LDP, samt ihren Jugendabteilungen (inkl. JuSo), ginge.

Es wird wohl kein Zufall sein, dass das BVD die öffentliche Informationsveranstaltung zu Volta Nord auf den Oktober, also nach der Abstimmung vom 28.9. angesetzt hat. Obwohl das Mitwirkungsverfahren bereits Ende Februar 2014 abgeschlossen wurde und somit sicher spätestens nach den Sommerferien hätte informiert werden können.

So aber kam die öffentliche Einsicht, dass es vielleicht sinnvoller ist, auf dem Lysbüchel-Areal Wohnungen zu bauen, als auf die grüne Wiese hinterm Rankhof 11 Türme hinzuknallen, der Betonallianz nicht in die Quere.
Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Saturday, 20 Sep 2014 09:13
Weil man es nicht oft genug sagen kann: Liebe Stadtplaner, Autobahnbauer, Autozulieferer, U- und S-Bahnbauer, Verkehrsexperten usw.
Paradigmenwechsel ist angesagt: Die Abschaffung des Privatautos steht vor der Türe.
Z.B. arbeitet Daimler aktiv an der Umsetzung neuer Mobilitätslösungen, Artikel dazu hier: www.wsj.de
Man kann es deswegen nicht oft genug sagen, weil in den Amtsstuben weiterhin eine Verkehrspolitik geplant und umgesetzt wird, die sowas von vorgestern ist und - ganz schlimm - immer noch x-Milliarden CHF verbauen darf, für wahnwitzige Bauten wie Autobahntunnel, Parkhäuser wie hier www.20min.ch oder neue Strassen und U-oder S-Bahnen etc. pp.
Vom Stimmvolk und in Parlamenten werden diese Mega-Ausgaben ohne Murren durchgewunken, als seien diese so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche.

Dabei weisen die Zeichen der Zeit in eine ganz andere Richtung. Die fortschreitende Digitalisierung stellt den Individualverkehr, wie wir ihn bisher kannten, komplett auf den Kopf. Fahrdienste wie Uber, Mietservices wie Mobility, selbstfahrende Autos wie die von Google, BMW etc. all das kommt in rasantem Tempo auf uns zu.
Was wir für unsere Mobilität in der Zukunft brauchen, kann man in diesen Zeiten des Umbruchs gar nicht so genau sagen, deswegen ist es auch falsch, weiter an monumentalen Grossprojekten alter Façon festzuhalten. Vielleicht wäre so etwas wie ein Moratorium notwendig. Bis die Verkehrsplanung sich unter Berücksichtigung der neuen Entwicklungen überzeugend hat neu rechtfertigen können.
Ein Vorschlag, der BS kurzfristig attraktiver machen kann: Statt Abermillionen Franken in irgendwelche Vorprojekte, Stadtautobahnen oder gar Tunnel zu stecken; warum nicht Akzente setzen und in Basel z.B. auf die - man korrigiere mich bitte - angeblich 39 Mio CHF (Gesamtbudget 230 Mio CHF) an jährlichen Einnahmen der BVB durch Tickets verzichten und das Trämlifahren gratis machen. Obendrein sparen wir die unsäglichen und zeitraubenden Billettautomaten ein, haben keine Kontrolleure mehr und Autofahrer gewöhnen sich schon mal ans Dasein ohne eigenes Auto.

Update: Bei meinem nächsten Ticketkaufversuch nach Verfassen dieses Textes: Als ob der Automat infamy lesen könnte.
In Tallinn z.B. haben alle Stadtbewohner freie Fahrt (guckst du hier: www.faz.net, ein Effekt war, neben deutlicher Reduktion des Autoverkehrs, dass die Menschen von der Agglo in die Stadt zogen, um zu profitieren.
Author: "bagger"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Friday, 19 Sep 2014 23:49
Aus gut unterrichteter quelle habe ich erfahren, dass in den nächsten tagen der erfolgreiche verkauf des basf areals im klybeck areal bekanntgegeben wird....
Author: "ausgeher"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Friday, 19 Sep 2014 14:16

Echt jetzt?

Wir meinen: Ja, umsonst, wenn keine 200 Jahre später niemand mehr weiss, wie das richtig geschrieben wurde.
Author: "gnom"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Date: Thursday, 18 Sep 2014 12:48
Was schönfärberisch von seinen Propheten "Herzstück" genannt wird, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als recht eigentliche 8er-Bahn. Sowohl horizontal, in der Aufsicht,



wie auch im Querschnitt

Der Tiefbahnhof in Basel

geht's da zu wie auf der Achterbahn an der Herbstmesse.

Konkret lesen wir darüber im technischen Schlussbericht der Vorstudien auf S. 24:
Schwierig zu planen is die Ausfahrt aus dem Herstücktunnel zum Bahnhof Basel SBB. Denn der Tunnel muss erst noch den Birsig unterqueren. Moderne S-Bahn-Züge können maximal eine Steigung von ca. 50 o/oo befahren. Damit wird erst kurz vor der heutigen Fussgängerpasserelle das heutige Gleisniveau erreicht. Dies erlaubt eine maximale Perronlänge von 220 m (= drei Flirts oder zwei Vierwagen-Doppelstockeinheiten). Längere Perrons sind vorläufig nicht notwendig.
Längere Zugskompositionen würden grössere Ausbauten verursachen, wie einen Tiefbahnhof für die S-Bahn und Perronverlängerungen bei den Stationen der Aussenstrecken. Unterirdische Stationen im Herzstück selbst sind aber – zumindest im Rohbau – auf die volle Länge von 300 m auszubauen. Ein späterer Ausbau wäre nicht nur sehr kostspielig, er würde auch den Zugsbetrieb über Monate stilllegen.
Dass Basel mit dem Projekt, wie in der Nutzenstudie (auf Seite 8) als Möglichkeit genannt, Arbeitsplätze verlieren und insgesamt Pendeln noch viel attraktiver wird - u.a. auch infolge der neuen Wohnbauten in der Agglo [Stchwort: Zersiedelung!] entlang der S-Bahn (siehe Nutzenstudie ebenda) - wodurch die anhaltende Abwanderung der StädterInnen (belegt vom Amt für Statistik) eher noch zunehmen wird, kümmert von SP bis LDP keinen und bringt den Fortschrittlichen, die's zu erwähnen wagen, von graumelierten SP-Granden keine substanziellen Gegenargumente, sondern nur giftige Anwürfe ein im Grossen Rat. Bsp. Rudolf Rechsteiner:
Es kommt heute zu einer erstaunlichen Allianz wieder von ganz links und ganz rechts. Eine Art reaktionäres Team, das auf alles schiesst, das sich bewegt. Wir haben das schon bei den Stadtrandbebauungen.
Pauschalisierender und falscher hätte man es nicht ausdrücken können.

Die SP Basel-Stadt liegt ganz offensichtlich im Wachstumsfieberwahn, als ob wir das Jahr 1964 schrieben - und seither nichts dazugelernt hätten.
Author: "patpatpat"
Send by mail Print  Save  Delicious 
Next page
» You can also retrieve older items : Read
» © All content and copyrights belong to their respective authors.«
» © FeedShow - Online RSS Feeds Reader