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Date: Wednesday, 18 Nov 2009 08:37

Rauf aufs Sofa, Beine hoch, vorher noch eine Kerze an, unter die Decke gekuschelt und das Notebook auf den Schoß…

Endlich mal ein Wochenende ohne webgesellschaftliche Pflichten und anderen potenziellen Freizeitstress – aber muss der Rechner zum Entspannen echt aus? Im vierten Teil meiner Kolumne “Ganz hübsch!” beweise ich euch, dass das schnelle Netz durchaus seine gemütlichen Seiten haben kann. Mann muss eben nicht den Computer ausschalten, um abzuschalten.

logo-ganz-huebsch

In neuer Umgebung

Nachdem ich mich auf mein gemütliches Wochenende eingestimmt und mich in meine Decke eingekuschelt habe, kann nun der Computer geweckt werden. Okay: Das E-Mail-Programm bleibt aus, Facebook, Twitter und Co. unberührt – als würde alles gar nicht existieren. Erst einmal brauche ich ein neues Wallpaper für meinen Desktop, um mir meine Umgebung hübsch zu machen. In solchen Fällen suche ich immer zuerst bei “How About Orange“, eines meiner Lieblingsblogs für Freebie-Design. Im Oktober hatte Autorin Jessica Jones ein paar tolle „Orange illustrations“ im Retro-Look von Brent Couchman, Senior Designer bei Fossil, vorgestellt. Brent zeigt sie in einem Flickr-Album. Besonders gefallen mir die Motive und der Retro-Look. Ich entscheide mich mal für die Gitarre und nicht für den Fuß im Chucks-Schuh. Das Bild ist im Hochformat, sodass ich es vorher noch einmal mit einem Grafiktool drehe, damit es auf meinen Desktop passt. Fertig. Sieht toll aus!

Weitere Wallpaper-Quellen

Die Entdeckungsreise beginnt

Jessica von How About Orange war über ein Blog namens “Share Some Candy“ auf Brents Illustrationen aufmerksam geworden. Ich schaue gleich mal, was es dort so zu gucken gibt. Das Blog wird von zehn interessanten Persönlichkeiten betrieben, die sich unter „About us“ allesamt auf eine nette Art präsentieren. Gründer ist Reuben Miller aus New Jersey, USA. Sie alle kommen aus der Kreativszene, arbeiten als Designer, Autoren, Illustratoren oder Projekt Manager – nicht nur in den USA: Amy Ng wohnt in Kuala Lumpur und Jen Collins in Schottland. Man merkt, dass die zehn Köpfe etwas von Design verstehen, es macht Spaß sich ganz in Ruhe durch die einzelnen Kategorien zu klicken - von Architektur über Kunst, Grafitti, Logo bis hin zu Video.

Video-Time

Auf Share Some Candy stoße ich auch gleich auf zwei feine Clips, bei denen ich mich ruhig zurücklehnen kann und einfach warte, was passiert. Mit der Animation “A Record of Life” von Owen Gatley and Luke Jinks gelingt mir das Abschalten vom Alltag ganz wunderbar und mit “Trichrome” von Lois van Baarle habe ich das Gefühl, sogar in andere Sphären abzutauchen, auch dank der wunderbaren Musik von Marcel Janssen im Hintergrund. Ein bisschen mehr Action kriege ich dann in “Looking Thru the B-Sides“ serviert, einem Stop-Motion-Video von Golden Lucky.

Sehenswert ist auch

Und zum sofortigen Genuss – Trichrome Blue von Lois van Baarle:

Musik ab

Nach einem Ausflug in Vimeos zauberhafte Videowelt, stöbere ich mal ein bisschen nach neuen Free-MP3s. Am Liebsten wäre mir jetzt was Ruhiges für dieses zartbesaitete Wochenende. Wie fast immer werde ich auch dieses Mal wieder bei BetterPropaganda fündig. Tata! – sie haben sogar einen Song vom neuen Kings-Of-Convenience-Album „Declaration“. Und zwar “Boat Behind“. Die Platte habe ich zwar schon, aber trotzdem gut zu wissen. Die Musik der Norweger ist für mich fast schon eine Metapher für Gemütlichkeit. Ich weiß noch, als ich sie 2004 live in der Fabrik in Hamburg gesehen habe, das war ein sehr stimmungsvolles Sitzkonzert. Die Aufnahmen von damals kann man sich auf  KoC Page Gigs anhören. 2004 – in diesem Jahr kam auch das wunderbare Album “Let it die” von Feist raus. KOC hatten die schönen Songs “The Bild Up” und “Know How” mit ihr produziert. “1234″ von Feist gibt es auch auf BetterPropaganda als Free-MP3.

Mehr ruhige Free-MP3s

Lesestunde

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich eine Tasse Tee und ein schönes Stück Kuchen zu gönnen – habe ich natürlich alles vorbereitet, denn der nächste Teil der Entspannung beginnt: Lesen, schmökern, lesen.

Ich bin überrascht, wieviele tolle Public-Domain-E-Books es bei Feedbooks gibt. Zum Beispiel “The Curious Case of Benjamin Button“ von Francis Scott Fitzgerald, welches ich euch nur Wärmstens empfehlen kann. Als ich den gleichnamigen Film sah, nachdem ich das Buch gelesen hatte, war ich sehr überrascht, wie die Produzenten den Stoff verarbeitet hatten, mehr wird nicht verraten.

Super, die haben hier auch das Essay “Free Culture“ von Lawrence Lessig, welches ich mir schon immer mal in Ruhe vornehmen wollte. Auch “Der Weg des Bogens” (deutsche Fassung) und andere Werke von Paulo Coelho, sowie “Schloß Gripsholm“ von Kurt Tucholsky gibt es hier. Unter “Original Books” findet man jede Menge Bücher junger Autoren – “How To Disappear Completely“ von David Bowick oder der Science-Fiction-Roman “His Robot Girlfriend” klingen spannend. Die E-Books kann man jeweils als EPUB, Mobipocket/Kindle, PDF oder Custom PDF herunterladen. Mehr Infos dazu findet ihr hier. Wer gerne Kurzgeschichten liest, sollte unbedingt den “Tiny_Tales” von Florian Meimberg auf Twitter folgen. Da geht’s ab: “Das Dope knallte. Len setzte die Kopfhörer auf und sank in den Ledersessel. Er schloss die Augen. Dann bat er den Tower um Startfreigabe.”

Lieber hören statt lesen?

Hier zwei gute Adressen für kostenlose Hörbücher:

Kreativzeit

Weihnachten steht vor der Tür und ich habe mir fest vorgenommen, dieses Jahr die Wohnung für die Adventszeit zu schmücken und nicht erst daran zu denken, wenn der 24. wieder vorbei ist. Außerdem ist meine Idee, dieses Jahr mal rechtzeitig mit dem Geschenkeinkauf zu beginnen, das geht euch vielleicht ähnlich, oder?

Wer gerne bastelt und sich ein paar Selfmade-Tipps holen möchte, kommt an den “diy projects” auf Design*Sponge nicht vorbei. Da kriege sogar ich als Bastelmuffel Lust, mal was auszuprobieren. Tolle Ideen und jede Menge druckbare Etiketten und Labels findet man bei Leo on the Loose oder iDiY. Eine winterliche Girlande habe ich auf Dawandas Blog gesehen. Bei Zakka Life gibt es ein Anleitung für ein süßes “Felt Christmas Ornament“. Diesen winterlichen Kranz könnte ich mir auch sehr gut für die Adventszeit vorstellen.

Flimmerabend

Und nun am Abend wünsche ich mir noch einen schönen Film. Obwohl die Auswahl guter Leihfilme im iTunes Store und auch bei Maxdome nicht so der Kracher ist, bin ich dank meiner Bequemlichkeit zwangsweise ein Fan der beiden Anbieter geworden. Die nächste Videothek ist bei mir nicht gerade um die Ecke, sodass die beiden Online-Videotheken für mich die bessere Alternative sind, um sich das Kino nach Hause zu holen.

Der Videoplayer von Maxdome läuft jetzt endlich auch in Firefox und Safari, sowohl auf Mac und PC. Die letzten guten Filme, die ich gesehen habe, waren bei Maxdome „Frost/Nixon“ sowie im iTunes Store “The International“. Es lohnt sich für mich auch immer am Anfang der Woche mal auf Texxas das Fernsehprogramm zu checken und dann rechtzeitig mit meiner TV-Software interessante Filme aufzunehmen, die ich über meinen DVBT-Stick empfange. Freie Filme findet man natürlich auch jede Menge im Netz, aber es ist schon recht schwer, Gute zu entdecken. Lasse mich da gerne vom Gegenteil überzeugen, wenn Ihr was empfehlen könnt. Vor einiger Zeit hatte ich mir zum Beispiel “Road To Guantanamo“ angesehen oder “Super Size Me“.

Zurück in meinem Web 2.0

So. Nun aber schnell checken, was ich auf Facebook und Twitter verpasst habe…

Über die Autorin

Svenja Paulsen lebt in Berlin und ist freie Autorin für Netzkultur, Lifestyle, Musik und Design. Auch auf ihrem eigenen Blog Orangetopic dreht sich alles um diese Themen. Svenja liebt es, Lifehacker-Blogs zu lesen, sich auf schönen Websites den Tag zu versüßen und neuen Trends im Netz auf die Spur zu kommen. Seit 2006 schreibt sie für das Online-Magazin Spoonfork Musik-Rezensionen. In der Vergangenheit arbeitete sie unter anderem als Redakteurin für Tonspion und Netselektor.

Über die Kolumne

In ihrer UPLOAD-Kolumne “Ganz hübsch!” schreibt Svenja Paulsen jeden Monat über die schönen, stilvollen und praktischen Seiten, Tools und Dinge, die das Web besonders machen.


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Date: Monday, 16 Nov 2009 09:54

Auf t3n.de haben wir heute eine Aktion gestartet, bei der es für Euch etwas zu gewinnen gibt: Wir suchen dort die “Blogstars” im Bereich Webentwicklung und Ihr könnt sie empfehlen – entweder in Eurem Blog oder über Twitter. Zu gewinnen gibt es ein “Geek-Paket”: drei nagelneue Bücher von O’Reilly, ein iTunes-Gutschein über 10 Euro, ein Open-Source-Shirt, ein kompletter Satz Open-Source-Buttons (handgemacht!). The winner takes it all! Und ganz nebenbei findet Ihr darüber vielleicht noch neue, spannende Blogs. Alle Infos dazu gibt es hier bei t3n. Weitererzählen erwünscht ;-)


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Author: "Jan Tißler" Tags: "Meldungen, blogstars, t3n"
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Date: Monday, 09 Nov 2009 19:04

Am Donnerstag, 26. November, gibt es in Hannover ein Event, das ich mir nicht entgehen lassen werde – und das ich Euch ans Herz legen möchte: das zweite ConventionCamp. Viele, auch internationale Gäste werden erwartet, namhafte Redner sind eingeladen und für so manchen von Euch ist die Veranstaltung sogar komplett kostenlos. Zu den Organisatoren gehört auch das t3n Magazin.

ConventionCamp

Das ConventionCamp wird dabei eine  Mischung aus klassischer Konferenz und BarCamp. Es gibt also einen vorbereiteten und einen spontanen Teil. Dieses interessante Konzept hat mir schon beim ersten ConventionCamp gut gefallen. Diesmal wird dabei alles ein, zwei Nummern größer als bei der Premiere im vorigen Jahr.

Sehr spannend schon die Liste der Referenten. Viele bekannte nationale und internationale Namen finden sich darunter. Dazu gehören Stowe Boyd, Sascha Lobo, Markus Beckedahl, Thomas Knüwer und Oliver Gassner. Veranstaltungsort ist das Convention Center auf dem Messegelände Hannover.

Die Schwerpunktthemen sind:

  • Visionen für das Internet der Zukunft
  • Social Media: Relevanz und Strategien
  • E-Commerce 2.0
  • Online-Marketing: Trends und Erfolgsrezepte
  • Informationsarchitekturen der Zukunft

Mehr über das Konferenzprogramm findet Ihr auf dieser Seite.

Ein zentraler Gedanke des ConventionCamps ist es, Wirtschaft und Wissenschaft, Firmen und Nachwuchs zusammenzubringen. In der Selbstdarstellung heißt es:

Um nachhaltig eine effektive Internetwirtschaft zu fördern, sind nicht nur auf Unternehmensebene neue Denkimpulse nötig. Auch die Einbindung vom Nachwuchs aus Wissenschaft und Lehre spielt eine gewichtige Rolle. So bringt das CCH09 praxisorientierte Unternehmen und potentiellen, gut ausgebildeten Branchennachwuchs zusammen. Die offene Struktur ermöglicht sowohl Unternehmen, sich und ihre Arbeit gegenüber potentiellen neuen Mitarbeitern vorzustellen, als auch den Studenten und Berufseinsteigern, sich gegenüber möglichen Arbeitgebern zu profilieren und ein Bild von ihnen und ihren Projekten zu bekommen.

Anmeldung

Regulär kostet die Karte 199 Euro. Freiberufler, Einzelkämpfer, Angestellte von Unternehmen unter fünf Mitarbeitern sowie Studenten/Schüler zahlen hingegen nichts! Fast 600 Anmeldungen gibt es bereits.


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Date: Thursday, 05 Nov 2009 07:55

Communitys gelten heute meist vor allem als Garant für viele Seitenabrufe, die sich dann über Werbung refinanzieren sollen – was bislang oft nicht funktioniert. Aber was ist eigentlich mit den Inhalten, die in diesen teils hoch spezialisierten Netzwerken entstehen? Einige aktuelle Beispiele zeigen hier einen interessanten neuen Trend in Sachen Selfpublishing und Web to Product.

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Communitys wie Lokalisten oder gutefrage.net sind nicht nur ein Phänomen im Publikumsbereich, sondern es gibt diese mittlerweile auch zu (beinahe) allen Fach- und Special-Interest-Themen. Verlage haben auf diese Entwicklungen schon seit längerem reagiert, vor allem durch die Gründung eigener Communitys (wie z.B. im Rechtsbereich die nwb-Community), oder durch Akquisition wie z.B. bei Chefkoch (Gruner und Jahr) oder Holidaycheck (Burda).

Die meisten Communitys erzielten bisher jedoch kaum nennenswerte Umsätze, und zwar aus zwei Gründen: Entweder funktioniert die Werbefinanzierung nicht, oder der Ansatz ist nicht kommerziell (wie bei Wikipedia). Zudem ist ein Internetprodukt oft keine Konkurrenz zu klassischen Verlagsprodukten wie Büchern oder Zeitschriften. Der lange gefürchtete und viel beschworene Kannibalisierungseffekt tritt oft nicht ein, eher im Gegenteil: Durch Communityportale findet eine Marktausweitung statt, es werden neue Kundengruppen erreicht.

Doch was könnte passieren, wenn Communitys plötzlich klassische Verlagsprodukte erstellen können? Mehr noch, wenn jedes Communitymitglied seine eigenen Publikationen mit dem (oft sehr wertigen) Content erstellen kann? Beim Wikipedia-Lexikon gibt es diese Möglichkeit ja schon länger – und zwar mit der Pediapress: Nutzer können aus den Inhalten individuelle Bücher zusammenzustellen.

Jetzt ziehen die Wiki Communitys nach. Durch das Projekt “HP MagCloud print-on-demand for Wikia users“, auf das ich durch Beraterkollege Hugo E. Martin aufmerksam geworden bin, bekommt dieser Ansatz eine neue Dimension. Die Community, aber auch jeder einzelne Nutzer, kann mit dem Softwaretool MagCloud eine Zeitschrift erstellen:

Wikia members will see the MagCloud widget already enabled when they log in. New Wikia members simply click the “MORE” button on your favorite Wikia community site, add the magazine widget and you are ready to get publishing. To publish a full-color magazine for friends, the coffee table, or order a copy for yourself, simply select the articles you like, pick a cover, and place your order on MagCloud.

Wikipedia-Gründer und Mastermind Jimmy Wales bezieht sich in seinem Blog explizit auf den Wettbewerb zu traditionellen Verlagen:

Recently, Conde Nast announced the closure of Gourmet Magazine. What happened there? It’s really very very simple: the traditional magazine has not kept pace with the needs of readers or advertisers. It isn’t that reading is going out of style – quite the opposite. It isn’t that people don’t care about quality – quite the opposite. The death of the traditional magazine has come about because people are demanding more information, of better quality, and faster.

Wales sieht nach wie vor den Bedarf für eine qualitätsgeprüfte und gedruckte Auswahl, also ein “verlegerisches” Printprodukt: “There still *is* value in the paper form-factor and there still *is* value in carefully selected “best of” content, delivered on a per-issue or subscription basis: and that’s where the MagCloud/Wikia partnership comes in.”

Wales, der mit Wikipedia den Verlagen schon das Fürchten gelehrt hat und noch voller Web-2.0-Enthusiasmus ist, glaubt an die Power von Communitys und sieht eine massive Konkurrenz auf Verlage zukommen:

Communities can now produce print magazines of higher quality, and of a more timely and customized nature than traditional print magazines can. YOU can publish your own cooking magazine or cookbook on Wikia. (Make one for your family, with all your great grandmother’s favorite recipes?) I predict that this could end up having a huge impact on dozens of titles. How soon will car magazines be replaced by our auto wikis?

Fazit

Ein weiteres Projekt zum Megatrend Selfpublishing und Web-to-Product, das zeigt, wie sehr sich in Zukunft das traditionelle Publikationsmodell verändern kann. Viele Fragen stellen sich: Welche Rolle werden Verlage (und Buchhandlungen) in dem wachsenden Selfpublishing-Markt einnehmen? Werden sie Communitys (eigene, aber auch andere) durch Inhalte und Services (z.B. Layout, Redaktion, Druck, Distribution, Abrechnung) publikationsfähig machen, ohne Angst vor Konkurrenz zu bestehenden Verlagsprodukten? Werden Verlage dann endgültig zu jenen Community-Publishern, die bisher vor allem durch die Powerpoint-Charts von Business Developern und Beratern geistern?

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Blog zum Publishing-Business.

Über den Autor

Ehrhardt F. Heinold ist Geschäftsführer der Heinold, Spiller & Partner Unternehmensberatung GmbH. Seine Fachgebiete sind unter anderem Internet-Strategie, Content Management und Cross Media Publishing. In seinem Blog kommentiert er aktuelle Entwicklungen im Publishing-Business.


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Date: Tuesday, 03 Nov 2009 19:28

Diesmal: WordPress beschleunigen, WordPress-Nutzerrollen, Bilder erstellen, Tipps für die Facebook-Fanpage, BarCamp-Organisation, Medienwandel, Second Life noch immer nicht tot (im Gegenteil), Altern im Web 2.0, Streaming ist die neue DVD bei Best Buy, WordPress 2.9 und seine Features und ein überflüssiges Gerät.

Tipps

Trends

Werkzeuge

Solche und andere Linktipps gibt es auch auf Twitter bei @uploadmag und auf der Facebook-Fanpage von UPLOAD.


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Date: Tuesday, 03 Nov 2009 19:24

Ich war mal wieder auf der Website der New York Times. Und ich musste beinahe weinen – vor Freude. Und vor Scham. Warum? Wegen etwas mit der hübschen Abkürzung YQL. Und den deutschen Medien.

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Also, ich fange vorne an. Die New York Times ist eine großartige Zeitung. Jetzt spule ich ein bisschen vor. Seit geraumer Zeit schon ist die NYT wohl eine der wirklich innovativen Medien-Auftritte im Web. Nicht nur wegen großartiger Experimente wie dem Article Skimmer. Auch weil sie bereits seit geraumer Zeit erkannt haben, dass die Entwicklergemeinde ebenso großartige Ergebnisse zaubern kann, wie zum Beispiel den NYT Explorer. Die NYT hat erkannt, dass ihre Leser bei der Weiterentwicklung im Web wertvolle Dienste leisten kann.

Deshalb gibt es das NYT Developer Network, in dem eine Vielzahl von Teasern auf Inhalte vorgehalten werden. Aber auch noch weitere Inhalte, von NYT Movies, Beststellers über TimesPeople und mehr. Ganz einfach per API (Application Programming Interface), also einer einfachen Programmierschnittstelle, die nahezu jeder abfragen kann.

Das ist jetzt technisch etwas kompliziert. Für Programmierer kommt dazu, dass die Abfrage jeder API recht unterschiedlich ist. Deshalb hat Yahoo etwas entwickelt, was mit YQL abgekürzt wird (Yahoo Query Language). Die vereinfacht und standardisiert Anfragen, die nun für jeden zu verstehen sind, der schon mal SQL oder ähnliches bedient hat. Und die NYT unterstützt nun inzwischen diese YQL (siehe Blogbeitrag bei der NYT).

Da kommen wir zurück zum Grund meines Heulkrampfes: Die NYT ist derart auf der Höhe der Zeit, dass sie nun sogar die YQL unterstützt, die gerade mal Ende April so richtig auf den Markt gekommen ist (siehe Wikipedia). Das ist großartig. Da ist jemand im Web angekommen.

Und ich blicke auf der anderen Seite des Atlantik auf den deutschen Medienmarkt, in dem keine einzige Zeitung, Zeitschrift, Radio oder Fernsehsender eine API zur Verfügung stellt. Von einer YQL-Untersützung wage ich gar nicht zu träumen. Warum? Vermutlich, weil nicht sicher ist, ob das Vorhalten einer solchen API überhaupt einen finanziellen Gewinn verspricht.

Doch mir kommt da so eine Idee. Vielleicht lässt sich das ja ändern. Wenn schon kein einzelner Verlag auf die Idee kommt, vielleicht lässt sich da ja eine Marktlücke schließen. Wer weiß, was ich meine, darf mir gerne eine direct message an @peterschink hinterlassen ;)

Dieses Posting erschien ursprünglich auf Blog Age.

Über den Autor

Peter Schink ist gelernter Journalist, hat jedoch inzwischen sein zweites Hobby zum Beruf gemacht. Als Projektmanager und Berater ist er für große deutsche Verlage und Medienhäuser tätig. In diesem Sommer hat er zusammen mit Steffen Büffel die   “mediati – Agentur für digitale Zukunft” gegründet. Nebenbei programmiert er und bloggt auf “Blog Age“.


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Date: Tuesday, 03 Nov 2009 19:06

…kann man gerade bei der Suche nach twtmuzik live mitverfolgen. Der Dienst spammt Twitter derzeit mit knapp 1.000 absolut gleichlautenden Tweets pro Stunde voll, ohne dass das offenbar irgendeinen Alarm auslöst. Die Tweets sind Replys, so dass Twitter-Nutzer sie in ihren Mentions sehen – auch wenn sie dem Spammer nicht folgen. Schon traurig, dass es bei Twitter keinen Mechanismus gibt, der eine so offensichtliche und platte Spam-Attacke erkennt.


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Author: "Jan Tißler" Tags: "Meldungen, spam, twitter"
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Date: Tuesday, 03 Nov 2009 08:07

Seit 15 Jahren bin ich jetzt Journalist und in dieser Zeit hat mein Beruf eine Menge Wandlungen erfahren. Für die Zukunft des Journalismus zeichnen sich aber aus meiner Sicht Veränderungen ab, gegen die die letzten Jahre wie ein mäßig aufregendes Vorspiel wirken. Der klassische Journalist wird zwar nicht aussterben. Seine Rolle aber wird sich weiter ändern. Eine Frage dabei ist vor allem: Wie viele Profi-Journalisten werden eigentlich noch gebraucht?

Automaten statt Journalisten

Seien wir doch mal ehrlich: Längst nicht alle Aufgaben des Journalisten sind glorreich. So manches erledigt er mit Routine und nach Schema F. Kein Wunder, dass einiges davon in Zukunft von Automaten erledigt wird.

So gibt es z.B. ein sehr interessantes Projekt, das anhand einer Spielstatistik automatisiert den dazu passenden Bericht generiert. Und das ist nur der Anfang.

Zudem gibt es Projekte, die beispielsweise Texte kürzen können, weil sie die wesentlichen Inhalte erkennen. Mit einem Schieberegler bestimmt man, wie viel man lesen möchte.

Ein weiterer Bereich ist das semantische Web. Hier wird an vielen Stellen geforscht, damit Computer nicht nur Nullen und Einsen sehen, sondern Zusammenhänge erkennen – und beispielsweise herausfinden, ob es sich bei “Golf” gerade um die Sportart, das Auto oder die Landschaftsformation handelt.

Wie gesagt: Alles am Anfang. Aber die Techniken werden ausgefeilter und die Computer immer leistungsfähiger. Wer hätte vor ein paar Jahren noch Gesichtserkennung für etwas gehalten, was auf jedem PC funktioniert? Heute ist es so.

Es ist absehbar, dass Automaten so manchen Job übernehmen werden.

Sie werden bemerken, wenn ein Thema “hochkocht”. Sie werden die zentralen Informationen finden. Sie werden die wichtigen Beiträge zum Thema heraussuchen.

Und dabei sind sie unermüdlich.

Natürlich kann der Mensch Dinge, die eine Maschine nicht kann. Die Frage ist hier (wie anderswo) allerdings: Werden diese Dinge in Zukunft noch nachgefragt und bezahlt?

Banales Beispiel: Ein Schuh in Handarbeit ist vielleicht besser als einer vom Fließband. Aber was wird heute gekauft?

Ähnlich unemotional muss man den Journalismus sehen. Für die meisten Leser, Zuhörer und Zuschauer ist er eine Dienstleistung. Nur für eine Minderheit ist er mehr als das.

Amateure statt Journalisten

Nun könnte man denken: Aber das Material, das diese Automaten künftig verwerten, das haben doch sicherlich Journalisten erstellt.

Auch hier muss ich leider enttäuschen. Das ist schon heute nicht mehr der Fall und wird künftig noch weniger der Fall sein.

Es kursiert unter schlecht informierten Kollegen beispielsweise immer die Behauptung, Blogs würden nur auf alte Medien verweisen und von ihnen abschreiben. Sicher gibt es ein Spektrum der Blogosphäre, das klassische Medien liest und auf sie verweist. Die überwiegende Mehrheit der Blogs aber lebt komplett ohne die Vorarbeit von Journalisten – weil es einfach keine gibt.

Viele Bereiche werden überhaupt nicht oder längst nicht in der Tiefe bearbeitet, wie es interessierte Laien und Experten unter sich tun. Das ist auch kein Wunder, kann man doch mit Medienprodukten zu diesen Themen ganz offensichtlich kein Geld verdienen.

Journalisten sehen allerdings oftmals nur das, was sich in ihrem Themenbereich bewegt oder sich auf sie bezieht. Insofern ist es gut nachvollziehbar, dass sie den Eindruck haben, Blogs seien nur Sekundärmedien.

Darüber hinaus entstehen auch in Social Networks immer mehr Inhalte, die wertvolle Informationen enthalten und sich automatisiert auswerten lassen. Aber das führt jetzt sicher zu weit. Dazu demnächst mehr.

Wer sich jedenfalls im Netz von heute umschaut, wird feststellen, dass die Mehrheit der Informationen schon jetzt nicht von Journalisten stammt. Privatleute sind unter den Info-Lieferanten, Freischaffende, Experten, Firmen. Sie alle veröffentlichen.

Automaten werden uns in Zukunft auch wichtige Informationen aus diesen Inhalten liefern. Nun mag man entgegenhalten, dass diese Informationen oft genug nicht objektiv sind, im Falle von Firmen sogar bewusst subjektiv. Allerdings sollte man auf der anderen Seite nicht so naiv sein und annehmen, dass solche Informationen nicht auch heute in journalistischen Texten landen. Nach der Lehre sollten sie entsprechend gekennzeichnet sein, aber werden sie das immer? Wie objektiv kann ein Journalist überhaupt sein? Und ist es für mich als Leser nicht besser, wenn ich wie bei einer Pressemitteilung eindeutig weiß, dass der Text durch Interessen beeinflusst ist?

Aber das ist eine Diskussion, die man tagelang führen könnte…

Und die Profis?

Natürlich wird es weiter professionelle und berufsmäßige Journalisten geben. Davon bin ich überzeugt. Und zwar immer dann, wenn der menschliche Faktor zum Tragen kommt. Immer dann, wenn ich wissen möchte, was eine bestimmte Person über das Thema denkt oder wie sie es vor dem Hintergrund ihres Wissens und ihrer Erfahrungen aufbereitet. Vielleicht möchte ich als Leser auch einen direkten Ansprechpartner haben – zum Beispiel im Lokaljournalismus.

Es ließen sich noch einige Nischen finden, in denen klassische Journalisten ihren Platz finden. Gerade wenn es nicht nur um Texte geht, sondern auch um Bild und Ton.

Klar ist aber auch, dass die Arbeitsmöglichkeiten in diesem Beruf eher schrumpfen als wachsen werden. Wer sich nicht spezialisiert, wer seine besonderen Fähigkeiten nicht ausbaut, wer sich als Mensch nicht unersetzbar macht, wird es künftig noch schwerer haben als heute.


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Date: Wednesday, 14 Oct 2009 19:00

Diesmal: Guide zum Video-Blogging, Tipps fürs Posterous-Blog, paid content als Hindernis, Gerüchte um das E-Book-Portal Libreka, GEMA in der Diskussion, Twitter-Spam, die Wikipedia zum Mitnehmen, Technorati wagt den Relaunch – mal wieder.

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Date: Tuesday, 13 Oct 2009 19:27

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“Ein Herz für Blogs”, die enorm erfolgreiche Linkaktion des Stylespions Kai Müller, geht am Freitag in die zweite Runde. Idee dahinter: Alle Teilnehmer der Aktion verlinken an diesem Tag die Blogs, die ihnen besonders gefallen, die sie sonst aber nicht unbedingt empfehlen – zum Beispiel weil sie normalerweise thematisch nicht so gut passen. Auf jeden Fall soll es ein Blog-Entdecker-Tag werden. Schöne Sache. Hier gibt es alle Infos dazu.


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Date: Tuesday, 13 Oct 2009 19:18

Diesmal: kostenlose E-Books, 10 Mio. für Online-Video-Startup, Paranormal Activity, Social-Media-Hürden für Unternehmen, Social Media Counter, das Netz der zwei Geschwindigkeiten, Rupert Murdochs Schattenboxen gegen Google, Abmahnungen als Einnahmequelle, Herausforderungen für Buchverlage, YouTube größer als Europas erfolgreichste Privat-TV-Kette RTL, Guardian heuert Blogger an, Ben Huh erobert Katze für Katze das Web.

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Date: Wednesday, 07 Oct 2009 06:48

Es ist wirklich erstaunlich, mit wie wenig Features und mit wie wenig Innovation Twitter zu dem geworden ist, was es heute ist. Das aber eröffnet Angeboten wie Brizzly das Feld. Brizzly liefert alles das, was die Twitter-Website können sollte. Bei den vielen praktischen Features bleibt es trotzdem übersichtlich. Allerdings hakelt es momentan doch noch ganz schön hier und da. Ich habe mir das für Euch einmal angesehen und stelle es vor. Wer es ausprobieren möchte, hinterlässt einfach einen Kommentar, denn ich habe 10 Einladungen zu vergeben.

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Features

Brizzly ist ganz ähnlich der normalen Twitter-Website gestaltet. Dabei überzeugt es mit vielen Features, die allesamt auf Twitter.com fehlen:

  • Verlinkte Bilder und Videos werden direkt angezeigt.
  • Bei gekürzten Links wird der dahinter steckende lange Link angezeigt.
  • Konversationen per Direct Message (DM) sehen aus wie ein Chat und werden direkt rechts oben eingeblendet.
  • Die zehn derzeit meistdiskutierten Begriffe (”trending topics”) werden nicht nur angezeigt, sondern auch erklärt.
  • Die Seite aktualisiert sich automatisch um neue Tweets.
  • Scrollt man runter, wird die Timeline automatisch entsprechend verlängert – man kann also quasi endlos weiterscrollen und muss dabei nirgends klicken.
  • Man kann sich beliebige Gruppen von Twitter-Nutzern anlegen.
  • Mehrere Accounts sind möglich und man wechselt mit einem Klick hin und her.
  • Man kann einen Nutzer “stumm schalten”. Das heißt: Man folgt ihm weiterhin, sieht aber die Updates nicht. Das ist sinnvoll, wenn bspw. jemand intensiv von einer Veranstaltung twittert, die einen nicht interessiert…
  • Nicht nur fürs Antworten und fürs Speichern als Favorit gibt es einen Link, sondern auch fürs Retweeten.
  • Per Tastatur kann man durch die Tweets gehen: Ein Druck auf “J” und man landet beim vorherigen Tweet, mit “K” geht es in die andere Richtung.

Ist es nicht erstaunlich, was die Twitter-Website alles nicht kann? Die ganze Oberfläche nutzt dabei intensiv moderne Möglichkeiten wie Ajax, um neue Inhalte sofort anzeigen zu können.

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Nicht schick, aber funktional ist die Oberfläche von Brizzly.

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Bilder und Videos, die in Tweets verlinkt werden, erscheinen direkt in der Timeline.

Nachteile und Probleme

So ganz perfekt ist das bei Brizzly allerdings auch nicht. Das ist sicher auch der Grund, warum es derzeit nur einem begrenzten Nutzerkreis zur Verfügung steht. Hier einige Probleme, die mir aufgefallen sind:

  • Manche Bilder- und Videoseiten werden noch nicht als solche erkannt, so dass hier dann doch nur der Link angezeigt wird.
  • Ähnliches gilt für “exotische” URL-Shortener.
  • Das automatische Laden neuer Tweets funktioniert nicht immer. Manchmal muss man einen “Refresh”-Link klicken, der von allein auftaucht. In seltenen Fällen muss man auch mal die Seite selbst neu laden.
  • Einen ähnlichen Effekt gibt es gelegentlich beim Runterscrollen: Die nächsten Tweets werden dann nicht oder erst mit Verzögerung geladen.
  • Gelegentlich passiert es, dass beim ersten Versuch gar keine Tweets gefunden werden.
  • Etwas nervig ist, dass die Tweets manchmal “tanzen”, während man runterscrollt. Das liegt u.a. daran, dass die Seite in zwei Schritten aufgebaut wird: Erst kommen die Inhalte, wie Twitter sie liefert. Brizzly zeigt sie so an. Dann wird im Hintergrund versucht, die Short-URLs aufzulösen, die verlinkten Bilder und Videos anzuzeigen usw. Die Länge der angezeigten Tweets ändert sich dadurch im Nachhinein. Wenn alles schnell geht, bekommt man davon gar nichts mit – manchmal aber eben doch…
  • Es dauert recht lange, bis Brizzly neue Direct Messages oder Mentions entdeckt und anzeigt.
  • Die deutsche Übersetzung ist gruselig und ich habe sofort wieder auf Englisch zurückgeschaltet.

Insofern: Es bleibt noch viel zu tun. Bei mir hat sich Brizzly aber derzeit als Alternative zu TweetDeck etabliert. Immer dann, wenn ich früher auf Twitter.com zurückgegriffen hätte, nutze ich nun Brizzly und bin recht zufrieden damit.

10 Einladungscodes zu vergeben

Möchte es jemand von Euch auch testen? Dann hinterlasst dazu einfach einen Kommentar. Ich verlose unter allen bis Freitag, 9. Oktober, 18 Uhr, zehn Einladungen. Viel Glück!


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Author: "Jan Tißler" Tags: "Werkzeuge"
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Date: Tuesday, 06 Oct 2009 16:06

Peer Wandiger hat einen umfangreichen Artikel dazu geschrieben, wie man Werbung im eigenen Blog verkaufen kann. Er erklärt darin unter anderem wie man Werbekunden findet, wie die Preise aussehen sollten, wie man Werbekunden behält und einiges mehr. Sehr lesenswert! Der Beitrag ist darüber hinaus eine Ergänzung zu einer dreiteilige Artikelserie, die Peer im Sommer 2008 veröffentlicht hatte.


UPLOAD auf Facebook: facebook.com/uploadmag. Fan werden, News und Linktipps lesen, wohlfühlen. ;-)
Author: "Jan Tißler" Tags: "Meldungen, geld verdienen, werbung"
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Date: Tuesday, 06 Oct 2009 15:44

Diesmal: zeitgemäße Netzpolitik, Twitter-Zahlen, Blogger-Regeln, US-Serien, Angriff auf die Pirate Bay, Smartphones als Newskanal, Social Media als wachsender Kanal, die Generation Internet (und ihre mögliche Nicht-Existenz), Alternativen zu Google Wave, crossmediale Redaktionssysteme, Rupert Murdoch, Law-Blogs.

Trends

Werkzeuge

Menschen

  • Medienmogul Rupert Murdoch gilt manchen Verlegern als großes Vorbild. Jemand, der Murdoch bestens kennt, hält das für vollkommen falsch. Mehr dazu hier bei Thomas Knüwer.

Beispiele

Solche und ähnliche Linktipps gibt es laufend bei Twitter unter @uploadmag und auf der UPLOAD-Fanpage auf Facebook.


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Author: "Jan Tißler" Tags: "Meldungen, google wave, markus beckedahl..."
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Date: Monday, 05 Oct 2009 06:42

Jetzt habe ich auf Facebook die Fanpage für UPLOAD freigeschaltet. Wer möchte, kann sich dort nun als UPLOAD-Leser öffentlich bekennen ;-) Es werden auf der Seite derzeit alle Beiträge aus dem Blog und alle Linktipps veröffentlicht. In diesem Posting hier will ich einmal festhalten, was ich gemacht habe, wie ich es umgesetzt habe und auch: Warum mache ich mir überhaupt die Mühe? Mich interessiert dabei sehr Eure Meinung: Für wie sinnvoll haltet Ihr das? Gäbe es Inhalte, die aus Eurer Sicht noch hinzukommen sollten?

091004-upload-facebook

Warum eine Fanpage?

Jedes Unternehmen, jede Institution kann sich auf Facebook kostenlos eine eigene Seite anlegen. Die funktioniert dann im Prinzip genauso wie das persönliche Profil.

Mit dem Gedanken an eine Fanpage für UPLOAD habe ich schon eine ganze Weile gespielt. Abgeschreckt hat mich vor allem die Frage: Schaffe ich es, auch noch diese Seite zu pflegen, wo doch schon manchmal im Blog Flaute ist, der Podcast nur noch monatlich erscheint und das PDF-Magazin schon Schimmel ansetzt?

Letztlich habe ich mich für die Fanpage entschieden, weil ich denke, dass man heute einfach da sein muss, wo die Leute sind -und viele aus meinem Bekanntenkreis sind bei Facebook. Außerdem war ich einfach neugierig ;-)

Die Fanpage eröffnet dabei mehrere Chancen:

  • Neue Leser hinzugewinnen. Die Inhalte der Fanpage können sich ebenso quer über das Social Network verbreiten, wie jeder andere Inhalt auch – und das kostenlos. Gibt es also etwas Interessantes bei UPLOAD zu entdecken, kann das potenziell viele Leute erreichen, die noch nie von dieser Seite gehört haben.
  • Mit den Lesern ins Gespräch kommen. Ebenso wie das persönliche Profil, ist auch die Fanpage sehr kommunikativ und interaktiv. So kann man nicht nur die veröffentlichten Inhalte kommentieren oder mit einem Klick auf “Gefällt mir” belohnen. Darüber hinaus kann jeder “Fan” auch eigene Inhalte posten.
  • Auf interessante Inhalte stoßen. Aus der Interaktion mit den Lesern können sich nicht zuletzt neue Anregungen ergeben – beispielsweise zu gewünschten Themen oder Funktionen.
  • Die Community sichtbar machen. Jede Website hat eine Community, nur sieht man sie normalerweise nicht. Eine Fanpage bei Facebook kann hier zumindest ein wenig Abhilfe schaffen. Vielleicht lernen sich Leser hier sogar gegenseitig kennen. Wäre doch klasse. Zudem wird man viele der UPLOAD-Autoren hier wiederfinden.

Vielen Dank an dieser Stelle an Tim Schlüter, der mich bei einem Treffen neulich darin bestärkt hat, (endlich!) eine Fanpage für UPLOAD einzurichten.

Sehr empfehlenswert zu den Gründen für eine Fanpage ist außerdem Sebastian Küpers Artikel auf Future of Web Strategy.

Was findet man auf der Fanpage?

Im Moment kommen die Inhalte der Fanpage aus zwei Quellen:

  • Das UPLOAD-Blog. Alle Postings, die hier erscheinen, werden auch dort als Anreißer mit Überschrift und Bild veröffentlicht.
  • Die UPLOAD-Linktipps. Die finden sich in einem eigenen Channel auf Mento und werden auch automatisch bei @uploadmag auf Twitter veröffentlicht – und nun auch bei Facebook.

Außerdem habe alle Fans wie bereits erwähnt die Möglichkeit, selbst Inhalte zu veröffentlichen. Ich habe das jetzt mal ganz frei und offen gehalten. Ich glaube zwar erst einmal nicht, dass das viel genutzt wird, aber die Möglichkeit ist jedenfalls da. Wenn Ihr also etwas habt, was Ihr den anderen Lesern mitteilen wollt, könnt Ihr die Pinnwand auf der Seite gern dazu nutzen.

Wie habe ich es umgesetzt?

Eine Fanpage anzulegen, ist erst einmal nicht schwer. Hier geht’s los. Man gibt dem Ganzen einen Namen, sucht die passende Rubrik aus und bestätigt, dass man das alles auch machen darf. Denn solche Seiten dürfen Fans nicht etwa selbst anlegen. Sie sind den Verantwortlichen bei der jeweiligen Firma, Institution etc. vorbehalten.

Dieser erste Schritt geht sehr fix. Danach kann es allerdings schon ziemlich zäh werden. Wirklich intuitiv finde ich die Benutzerführung nicht. Mir hat da vor allem geholfen, dass wir fürs t3n Magazin schon eine Fanpage eingerichtet haben. Dadurch wusste ich schon in etwa, wie man es umsetzen kann.

Grundsätzlich hat man die Möglichkeit, die Fanpage mit “Apps” aufzupeppen, die verschiedene Inhalte auf die Seite bringen oder um Funktionen erweitern. Diese sucht man sich im App-Verzeichnis zusammen, nimmt die Einstellungen vor und platziert die Inhalte. Für diese Platzierung gibt es im Prinzip drei Möglichkeiten:

  • Die Inhalte landen auf der Pinnwand (”Wall”). Die sieht man in der Regel als erstes, wenn man die Fanpage aufruft.
  • Die Inhalte finden sich in der Mitte, wo auch die Pinnwand erscheint, aber hinter einem eigenen Kartenreiter.
  • Die Inhalte sieht man in einer Box auf der linken Seite.

Das klingt soweit logisch, aber es ist aus meiner Sicht nicht immer ganz leicht, das alles so zu gestalten, wie man es sich vorstellt. Manche Option finde ich einfach versteckt und was man wo wie einstellen kann, ist auch nicht immer gleich gelöst. Naja, am Ende bekommt man es schon hin. Der Spaßfaktor ist allerdings bisweilen überschaubar.

Drei zusätzliche Apps nutze ich für die Fanpage:

  • Networked Blogs. Hier meldet man sein Blog an und kann dann dafür sorgen, dass neue Beiträge mit Überschrift, Bild und Anreißer auf der Pinnwand und unter einem eigenen Kartenreiter zu finden sind. Beim Klick auf den Artikel bekommt der Leser am oberen Fensterrand eine eigene Leiste von Networked Blogs angezeigt – das muss man nicht schön finden. Abschalten lässt sich das wohl nicht. Immerhin: Networked Blogs funktioniert und die Einträge auf der Pinnwand sehen meist gut aus. Zudem hat man mit dem Verzeichnis von Networked Blogs gleich noch eine Chance, auf das eigene Blog aufmerksam zu machen. Grundsätzlicher Nachteil: Hat man wenige Fans, schaut Networked Blogs nur sehr selten nach, ob es neue Inhalte gibt.
  • RSS Graffiti. Diese App kann einen RSS-Feed auslesen und die Inhalte auf die Pinnwand posten. Das funktioniert gut und auch ziemlich fix. Im Grunde könnte man auch darüber seine Blogposts auf der Fanpage veröffentlichen.
  • Static FBML 2. Damit kann man Kartenreiter oder “Flächen” (Boxen) schaffen, die sich dann frei mit HTML gestalten lassen oder auch mit einer speziellen Facebook Markup Language (FBML), mit der ich mich noch nicht beschäftigt habe. Ich nutze die App, um auf die Startseite der Fanpage links eine Box hinzuzaubern, die auf die Website von UPLOAD usw. verweist.

Also: Wer auf Facebook ist und UPLOAD gern unterstützen möchte, geht jetzt auf die Fanpage und klickt oben auf “Jetzt Fan werden”. Vielen Dank dafür im Voraus!

Eure Meinung? Ideen? Wünsche?

Haltet Ihr das alles in allem für eine sinnvolle Sache oder eher nicht? Gibt es Inhalte, die Ihr von anderen Fanpages kennt, die es auch bei UPLOAD geben sollte? Über Eure Ideen, Wünsche, Hinweise freue ich mich :-)


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Author: "Jan Tißler" Tags: "Intern, facebook, fanpage, upload"
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Date: Friday, 02 Oct 2009 06:21

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) gehört zu den Flaggschiffen des Qualitätsjournalismus. Seit wenigen Tagen blickt das Blatt übrigens mit einem schicken neuen Layout stolz beim Zeitungshändler aus der Auslage. Und das zur Zeitung gehörende Monatsmagazin NZZ Folio beschäftigt sich in seiner Oktoberausgabe mit dem Themenschwerpunkt Zeitung und deren Zukunft. Abgesang oder Aufschwung mit neuen Ideen? Naht der Untergang des raschelnden Mediums oder haben Papier und Druckerschwärze noch eine Chance gegen den mächtigen Übervater Online? Mit diesen Fragen hat sich die Redaktion des Monatsmagazins auseinandergesetzt und interessante Beiträge hierzu verfasst. Daniel Weber ist Redaktionsleiter bei NZZ Folio und gibt uns einige Antworten zur Zukunft des Printmediums. Hinweis: Wir verlosen drei Exemplare des Hefts!

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Die Oktoberausgabe des NZZ Folio beschäftigt sich mit der guten alten gedruckten Zeitung, deren baldiger Untergang täglich neu verkündet wird. Hat sich bei der Arbeit an den Beiträgen die Lage als wirklich so dramatisch bestätigt? Bleibt den Lesern die morgendlich vor der Haustür schlummernde Printausgabe ihrer Tageszeitung auch in den kommenden Jahren erhalten?

Wir hatten nicht vor, in den Abgesang auf die gedruckte Zeitung einzustimmen. Und das Fazit nach der Arbeit an diesem Heft lautet: Hoffnungslos ist die Lage für die Printmedien nicht. Sie werden sich ändern müssen – hätten das wahrscheinlich schon viel früher tun müssen -, aber in den kommenden Jahren werden sie nicht verschwinden. Lokalzeitungen zum Beispiel stehen auch jetzt in der Krise in der Regel gut da, selbst in den USA sind sie auch dieses Jahr profitabel. Schwieriger haben es die überregionalen Blätter, die mit hohen Fixkosten belastet sind. Sie werden, auch wenn die Konjunktur wieder anzieht, um strukturelle Anpassungen nicht herumkommen; sie werden sich auf niedrigere Auflagen und eine kleinere Leserschaft einstellen müssen und notgedrungen schlanker werden.

Kann man den Zeitungshäusern tatsächlich vorwerfen, zu behäbig gewesen zu sein und wichtige Entwicklungen angesichts der Digitalisierung verschlafen zu haben? Diese entwickelte sich ja nun nicht über Nacht.

Ja, die Verlage waren zu behäbig. Als das Internet vor 15 Jahren seine Breitenwirkung zu entfalten begann, haben die Verleger etwa unterschätzt, wie umfassend die Kleinanzeigen ins Internet abwandern werden und überließen dieses Spielfeld Branchenfremden – inzwischen hat der eine oder andere Verlag für teures Geld gekauft, was zu entwickeln er versäumte. Die Verlage haben es auch nicht geschafft, mit ihren redaktionellen Inhalten online ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln.

Wie könnten zukunftsweisende Modelle aussehen, die einen Qualitätsjournalismus auch künftig gedeihen und wirtschaftlich sein lassen? Wird das Bezahlmodell oder die Werbefinanzierung die entscheidende Rolle spielen?

Der Anteil der Werbung an der Finanzierung der Zeitungen, um die 70 Prozent, wird zurückgehen müssen. Das werden die Zeitungen durch höhere Verkaufs- und Abopreise kompensieren müssen. Dadurch werden sie Leser verlieren. Die Zeitungen werden sich also vermehrt an eine kaufkräftige Minderheit richten, Qualitätszeitungen werden zu Eliteblättern. Denkbar ist auch, dass alternative Finanzierungsmodelle, etwa Stiftungen, eine größere Rolle spielen werden.

In Deutschland hat der WAZ-Konzern einen sogenannten Content-Desk eingerichtet. Kritiker sehen darin und in ähnlichen Maßnahmen eher Sparprogramme, mittels derer immer weniger Journalisten möglichst viele Vertriebskanäle mit Inhalten füllen sollen. Sind die derzeit laufenden Konzentrationen von Zeitungsmärkten zum Scheitern verurteilt? Und spricht sich der sogenannte Qualitätsjournalismus nicht seinen eigenen Anspruch ab, wenn in den Redaktionen immer weniger Journalisten tätig sind?

Ich halte die Crossmedialität, bei der Journalisten für alle möglichen Kanäle Inhalte liefern sollen, für eine Fehlentwicklung. Ich sehe im Gegenteil zunehmend die Notwendigkeit der Differenzierung: Die gedruckte Zeitung erfordert ein anderes Schreiben als die Online-Plattform – falls sie den Mehrwert liefern will, der allein ihre Existenzberechtigung ausmacht.

Wie will sich die Tageszeitung NZZ im digitalen Zeitalter künftig positionieren? Gibt es bereits Pläne für besondere Innovationen, also den Empfang auf kleinen Mobilgeräten wie dem iPhone oder dem Schmökern mittels E-Readern? Und wie wird von den Lesern die Internetausgabe “NZZ global” seit Einführung aufgenommen?

Bei der NZZ werden sehr viele Inhalte mehr oder weniger identisch im Print- und Online-Bereich angeboten. Es ist allerdings absehbar, dass die NZZ künftig zumindest Teile ihres Online-Angebots kostenpflichtig machen wird – der Trend geht ja international seit einiger Zeit in diese Richtung. In Diskussion bei der NZZ ist ein freies Grundangebot, ergänzt um kostenpflichtige Zusatzangebote. NZZ global hat steigende Nutzungszahlen, ist aber eindeutig ein Nischenprodukt, das vor allem von Leuten genutzt wird, die sich an Orten im Ausland aufhalten, wo sie die gedruckte Zeitung nur mit großer Verspätung bekommen. Eine für Mobilgeräte optimierte Version von NZZ Online gibt es bereits, demnächst kommt auch eine Applikation für das iPhone heraus. Zu Versionen für den Kindle und ähnlichen Geräte gibt es im Moment keine konkreten Pläne, aber die NZZ ist mit allen Anbietern im Gespräch und beobachtet die Marktentwicklung sehr genau…

Wie lebendig ist die Schweizer Blog-Szene? Haben sich hier in den vergangenen Jahre ein paar interessante und fundiert berichtende Blogger im Internet etabliert, die ein nennenswertes Publikum erreichen?

Ich empfinde die Schweizer Blogszene nicht als übermässig vital, was aber wohl in erster Linie mit der Kleinheit des Schweizer Marktes zu tun hat. Vier Empfehlungen:

  • Zum ersten der Medienspiegel, sehr fundierte und umfassende Beobachtung der Medienszene (Print und Online).
  • Zweitens der Journalistenschredder, ebenfalls ein Medienblog, selektiv und subjektiv.
  • Drittens Infamy, bloggt zu allen möglichen Themen, schräg und originell.
  • Und viertens edemokratie.ch, ein seriöser linksliberaler Politblog.

Verlosung: NZZ Folio “Die Zeitung”

091001-nzz-folioDas NZZ Folio 10/09 mit dem Titel “Die Zeitung” erscheint am Montag, 5. Oktober.

Jetzt wird es oldschool: Was kann eine Zeitung, was andere nicht können? Das könnt Ihr nachlesen, denn die Eidgenossen spendieren den UPLOAD-Lesern drei Exemplare der Oktoberausgabe des  NZZ Folio. Wer Lust auf  Papierrascheln hat, hinterlässt hier einfach einen entsprechenden Kommentar und hat vielleicht schnell ein Folio im Briefkasten stecken. Teilnahmeschluss ist Mittwoch, 7. Oktober, 18 Uhr.

Links zum Thema

Über den Autor des Interviews

Christian Noe ist freier Journalist. Seine Website: www.christian-noe.de


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Author: "Christian Noe" Tags: "Trends, daniel weber, nzz, nzz folio, pr..."
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Date: Thursday, 01 Oct 2009 18:41

Diesmal: CDU weiter Fan von Schnüffeln und Sperren, Paid Content beliebt – bei Verlegern, BuddyPress 1.1, Google Wave und der Journalismus, Microsofts Reader-Idee “Courier”, Meinungen und Stimmungen auf Twitter mit Twendz, Musik-Websites, Tweetranking, Web2Print-Reiseführer-Konzept, Regiowiki als Keimzelle des Bürgerjournalismus und die neuen Pläne des Sevenload-Gründers.

Trends

Werkzeuge

Beispiele

Menschen

Mehr solche Linktipps gibt es täglich auf Twitter bei @uploadmag.


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Author: "Jan Tißler" Tags: "Meldungen, buddypress, bürgerjournalism..."
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Date: Thursday, 01 Oct 2009 06:40

Ein Grund für den riesigen Erfolg von Content-Plattformen wie YouTube ist, dass die dort eingestellten Inhalte auf anderen Websites sehr einfach eingebunden werden können. Doch was für Videos funktioniert, sollte eigentlich auch für Bücher geeignet sein. Daher war es verwunderlich, dass wir so lange keine ähnlichen Plattformen und Services für die Buchbranche gesehen haben. Inzwischen gibt es aber diverse Möglichkeiten, um Buchinhalte im Internet mobil zu machen, von denen ich hier fünf kurz vorstellen möchte: Google BooksScribdBIC MediaBook2Look und BookGlutton.

Logo zu Leander Wattigs Buchnotizen

1. Google Books

Google Books dürfte jeder kennen. Es handelt sich um eine vieldiskutierte und vielkritisierte Initiative von Google, mit der das Unternehmen nach eigener Darstellung das Weltwissen digitalisieren und zugänglich machen will. Da dieses Wissen zum großen Teil in Büchern steckt, nimmt man sich derer an.

Weitere Informationen zu Google Books gibt es u.a. bei Google selbst und bei Wikipedia. Interessanterweise hat sich Google für sein Books-Projekt mit dem Anbieter der Espresso Book Machine in diesen Tagen zusammengetan.

Die Bücher haben bei Google Books zudem einen HTML-Code, mit dessen Hilfe sie auf andere Webseiten transportiert und dort auch über die Anzeige gekauft werden können. Hier ein Beispiel für Die Leiden des jungen Werthers:

 

2. Scribd

Bei Scribd kann man ähnlich wie bei SlideShare Dokumente hochladen und mit anderen teilen. Bei PC Welt wurde die Plattform sogar mal als „YouTube für Dokumente“ bezeichnet. Inzwischen nutzen Verlage Scribd aber nicht nur, um Verlagsbroschüren, sondern auch um Bücher dort hochzuladen und zu verkaufen.

Hier das Beispiel eines “eingebetteten” Auszugs aus dem Buch The New Vampire’s Handbook, das sich über Scribd in Gänze natürlich auch kaufen lässt:

Excerpt from The New Vampire’s Handbook

 

3. BIC Media

Die sogenannte Marketing- und E-Delivery-Plattform BIC Media gehört zu der arvato systems GmbH und bietet ein von etlichen (Bertelsmann-)Verlagen genutztes Widget an, das digitale Bücher mobil und durchblätterbar macht.

Zu den Funktionen:

  • Komplette Buchseiten als Bilder (.jpg oder .gif) in verschiedenen Größen mit optionalem Highlighting der Fundstellen
  • Textauszüge aus den Seiten, um die Fundstelle im Kontext darzustellen
  • Leseproben als Bilder in verschiedenen Größen bzw. optional als PDF
  • Hörproben als MP3
  • Videos als Flash Video
  • Metadaten zu den gefundenen Büchern wie Autor, Titel, ISBN etc. Damit ist eine übersichtliche und ansprechende Präsentation der Suchergebnisse sowie von Leseproben problemlos möglich.

Hier finden Sie das Widget für den Titel Eragon – natürlich inkl. Kauf-Möglichkeit:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Book2Look

Book2Look ist erst vor ein paar Monaten gestartet, weshalb sich die Initiatoren Ralph Möllers und Rainer Rossipaul derzeit auch auf Roadshow befinden, um bei Verlagen Werbung für ihren Service zu machen. Book2Look bietet sogenannte Biblets, d.h. ebenfalls das Einbetten von Büchern in Widgetform auf beliebigen Websites.

Book2Look ermöglicht:

  • Bücher online durchblättern
  • Bücher ganz bequem kaufen
  • Lieblingsbücher auf deiner Website einbinden
  • Leseproben in deinem Netzwerk verteilen
  • Demnächst: Mit Buchempfehlungen BookMiles für wertvolle Buchprämien sammeln.

Book2Look bietet neben einer Kaufoption verschiedene Optionen an, um ein Buch auf anderen Websites einzubinden – hier seht Ihr die Widget-Variante:

 

5. BookGlutton

Zu guter Letzt möchte ich noch kurz auf die US-amerikanische Buch-Plattform BookGlutton hinweisen (wie hier bereits vor ein paar Monaten). Die im Januar 2008 gestartete Plattform beschreibt sich wie folgt:

We believe firmly that people want to read, annotate and discuss, right there, immersed in the text. That’s the best time to talk about a book. We also respect the solitary side to reading: people should have the chance to tune out the community. We wanted it to be attractive, too; to be an experience. It was designed for the laptops people carry to their coffee shops, and meant for the network, not the desktop.

BookGlutton bietet also nicht nur – wie die anderen Services auch – die an sich schon reizvolle Möglichkeit, Bücher auf beliebigen Webseiten einzubinden. Das Widget selbst weist zudem interessante Community-Funktionen auf. So lassen sich einzelne Absätze kommentieren und die Kommentare anderer Nutzer sind ebenfalls sichtbar. So bekommen die guten alten Marginalien eine ganz neue und interaktive Bedeutung. Doch nicht nur das – es wird zusätzlich noch ein Chat angeboten.

Hier ein Beispiel einer weiteren Werther-Ausgabe:

 

Über den Autor

Leander Wattig schreibt für UPLOAD die Kolumne “Buchnotizen” zu den Veränderungen der Buchbranche durch das Internet und die Digitalisierung. Darüber hinaus führt er einen Blog über Trends in neuen und alten Medien.


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Author: "Leander Wattig" Tags: "Werkzeuge, arvato systems, bertelsmann, ..."
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Date: Wednesday, 30 Sep 2009 16:30

Erhardt F. Heinold hat in seinem Blog einen sehr lesenswerten und umfangreichen Beitrag zum Thema “Web to Print” veröffentlicht. Er zeigt darin Möglichkeiten auf, wie aus dem Netz ganz neue Arten von Printprodukten entstehen könnten. Nicht nur im Consumerbereich ergeben sich da neue Chancen, auch im Businessbereich liegen noch viele Ideen ungenutzt brach. Er geht dabei auch auf das ein, was hier auf UPLOAD zum Thema “bezahlte Inhalte” bereits anklang: Empfinden die Kunden das Angebot als ein komplettes Produkt, sind sie eher bereit, Geld auszugeben. Ergänzt wird der Beitrag um ein Interview mit Bernd Zipper, der gerade das Buch “Strategie: Web-to-Print” veröffentlicht hat. Sehr lesenswert!


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Author: "Jan Tißler" Tags: "Meldungen, web to print"
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Date: Wednesday, 30 Sep 2009 16:23

Diesmal: Apple Tablet als Lesegerät für Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Twitter-Aggregator von Twitter im Test, Branchenumfrage Buch, Hörbücher vielfach illegal im Netz zu finden, problematische Leistungsschutzrechte, Follower-Empfehlungen und 500.000 Euro für eine innovative Medienidee ausgelobt.

Werkzeuge

  • Für sein kommendes Tablet verhandelt Apple angeblich mit Verlagen, um Bücher, Zeitungen und Zeitschriften in einem optimierten Format über iTunes anbieten zu können. Nach neuesten Gerüchten muss man sich das Tablet wohl als ein iPhone oder einen iPod touch mit 10-Zoll-Display vorstellen. Es könnte Anfang 2010 vorgestellt werden.
  • Rivva-Macher Frank Westphal entwickelt einen Twitter-Aggregator, der einige interessante Dinge kann. In diesem Beitrag zeigt Yucca Tree Post, was das alles ist.

Trends

Beispiele

Solche Linktipps gibt es laufend auf Twitter bei @uploadmag.


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Author: "Jan Tißler" Tags: "Meldungen, apple, axel-springer-akademie..."
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