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Date: Saturday, 23 Dec 2006 12:23
Author: "raven"
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Date: Sunday, 06 Aug 2006 08:25
Aktuell bin bei http://rabe.supersized.org/ zu finden.
Author: "raven"
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Date: Sunday, 06 Aug 2006 07:25
Aktuell bin bei http://blog.kairaven.de/ zu finden.

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Author: "raven"
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Date: Sunday, 06 Aug 2006 05:25

Aktuell bin bei http://blog.kairaven.de/ zu finden.

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Author: "raven" Tags: "Blogging"
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Date: Thursday, 24 Feb 2005 22:05
Vorerst gibt es neue Postings nur in meinem Alternativblog unter der Adresse http://rabenhorst.blogweb.de/.

Weblogschreiben sollte eigentlich für mich immer Nebenschauplatz bleiben, deshalb wollte ich auch nie intensiver in dieses Weblog- / Weblogsoftwaregefrickel einsteigen, wie es viele betreiben und das sehr gut :) Was auch der Grund war, nach einigem Herumschauen bei blogg.de eins aufzumachen und dort zu bleiben. Nun habe ich aber die Gelegenheit bekommen, mich unter obiger Adresse auch einmal daran zu versuchen, wobei übrigens bei der Entscheidung zwischen S9Y und WP meine Wahl auf S9Y fiel. Nun gut, mal sehen, wie ich mit einem "eigenen" Weblog klarkomme und ob das was auf Dauer für mich ist :)
Author: "raven" Tags: "weblogs, blogging"
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Date: Saturday, 18 Dec 2004 23:39
Da GnuPG 1.4.0 stable veröffentlicht ist, wurde die GnuPG Anleitung entsprechend auf Version 3.1 aktualisiert.

Wichtigste Neuerungen:
SHA256 bis SHA512 kann GnuPG jetzt sowohl schreibend als auch lesend anwenden. BZIP2 zur Kompression ebenfalls, dürften aber andere OpenPGP Implementationen nicht so ohne weiteres verarbeiten - bzw. muss ich das mal mit PGP 8.1 testen. Parallel zum Abrücken von MD5 im IETF OpenPGP RFC 2440bis-12 aufgrund weiterer Angriffe und Schwächen wird MD5 auch in der GnuPG 1.4 nicht mehr gern gesehen - Benutzung ist zwar noch möglich, aber es wird eine Warnmeldung ausgegeben. Das LDAP Keyserver Hilfsprogramm wurde kompatibel zu PGP Corps neuem Global Directory gemacht. Mit GnuPG 1.4 können Trust-Zertifikate ausgestellt werden - so was wie der Trusted Introducer bei PGP. Genutzt werden können auch OpenPGP Smartcards, auf der Unterschlüssel erzeugt und auf die private Schlüssel transferiert werden können. Interessant ist auch die Möglichkeit, ein Datum kombiniert symmetrisch und mit einem öffentlichen Schlüssel verschlüsseln zu können - wenn man mal den privaten Schlüssel nicht zur Hand hat. Problematisch könnte es zur Verschlüsselung zwischen zwei Kommunikationspartnern sein, wenn z. B. Einer der Beiden eine "SUSI" Passphrase benutzt.

Ein Haken besteht noch auf Seite der MUAs. Bei einigen MUAs wie z. B. Enigmail, Sylpheed-Claws oder Gnus kann es vorkommen, dass Signaturen, die mit ihnen und GnuPG 1.4.0 erzeugt werden, nicht von anderen verifiziert werden können. Hat was mit Leerräumen zu tun, die einige MUAs an Zeilenenden anhängen, die aufgrund einer Änderung im OpenPGP Draft von GnuPG bei der Signierung nicht mehr entfernt werden. Ich musste z. B. auch Sylphhed-Claws aus dem CVS aktualisieren. Aber die Probleme werden sich mit der Zeit, wenn alle MUAs gefixt sind, aufheben.

Auch zu TOR, dem Onion-Router Anonnetzwerk gibt es eine News.
Wie Roger Dingledine, einer der Macher von TOR, auf der or-talk Mailingliste mitteilte, wäre es an der Zeit, das TOR Netz auch Nodes zu öffnen, die über weniger Bandbreite verfügen. Er sprach von 15 - 20kb in beide Richtungen. Nur einigermaßen stabil und gut erreichbar müssten sie sein. Da die TOR Clients die Nodes entsprechend ihrer annoncierten Bandbreitenkapazität wählen, werden diese "kleinen" Nodes auch nur benutzt, wenn die "großen" Nodes ausgelastet sind, was bedeutet, dass man ab jetzt nicht mit größeren Geschwindigkeitseinbußen rechnen muss, auf der anderen Seite aber das TOR Netz vergrößern würde, was wieder der Anonymisierung zugute kommt. Weitere Details für Interessierte, die zum TOR Netz beitragen wollen in der geänderten Dokumentation zur Konfiguration eines TOR Servers.
Author: "raven"
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Date: Tuesday, 14 Dec 2004 10:04
Gerade kam über die Liferea Mailingliste folgende Spam-Mail. Manchmal können sogar Spams informativ sein.

Dear Sirs:
Looking for CCD cameras? Our company have produced a kind of IR Led Cameras recently, Please click: www.dtc.com.cn.
We are a major surveillance camera manufacturer in China. We produce CCD cameras in a wide range, We sure you'll find your favorites!

Sincerely yours,

Miss Tanya
SHENZHEN DTC INDUSTRIAL. CO.,LTD.
TEL+86-755-25928178 / 25929278
FAX +86-755-25928078
website: www.dtc.com.cn
email: Tanyadtc@126.com

Der größte Absatzmarkt dürfte für dieses Unternehmen das eigene Land sein, dessen Seiten mit Sicherheit nicht vom Zensur- und Propagandaapparat der chinesischen Führung gefiltert werden. Oder aber der Westen liefert Router und Software für die Great Firewall und dafür fließen Videoüberwachungskameras für alle erdenklichen Zwecke und in allen Formen aus China zurück…

CCTV Videoüberwachungssortiment
Kleines Potpourri der Videoüberwachung.
Author: "raven"
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Date: Tuesday, 14 Dec 2004 08:55
Während amerikanische und europäische Konzerne, begleitet von den Politikern ihres Landes, die diplomatisch helfen, die Gier der Konzerne nach einem Stück vom großen Kuchen des Booms in China zu befriedigen, weiter eifrig Geschäfte mit dem diktatorischen Regime in China treiben und damit den Zensur- und Überwachungsapparat unterstützen, verschwinden weiter Regimekritiker von der Bild- und Textfläche in China.

Am besten hat die Haltung, mit der die Konzerne ihre Geschäfte mit China abwickeln, zuletzt der Chef von Oracle, Larry Ellison, kundgetan. Auf einer Oracle Messe antwortet er in Bezug zur Sperrung von Google News durch das chinesische Regime "The Chinese government has the right to do it, it's a sovereign country. Oracle's job is not to encourage governments to change their policies, Oracle was just a technology provider." So sieht der ideologische Begriff vom "ethischen Kapitalismus" in der Realität aus.

Davon haben die Regimekritiker, die zum Auftakt einer neuen Kampagne des kommunistischen Regimes gegen ihre intellektuellen Kritiker von der Sicherheitspolizei weggeschleppt und eingekerkert wurden, nichts. Zumal das Regime Zeitungen und Magazine angewiesen hat, weder die Namen zu nennen, noch darüber zu berichten.

Betroffen sind Yu Lie, der einige Bücher und politische Kommentare im Internet verfasst hat und seine Frau Liu Min - denn Sippenhaft ist anscheinend unter der Knute des Regimes üblich, der Autor und in China als radikaler Kritiker bekannte Liu Xiaobo, der sich am Tiananmen Aufstand beteiligte und die Declaration of Citizens' Rights for the Internet mitverfasste, Jiao Guobiao, ein Professor für Journalistik an der Universität in Beijing, der sich für die Abschaffung des Propagandaministeriums und die Durchführung freier Wahlen eingesetzt hatte und Wang Yi, Professor an der Universität Chengdu und politischer Kolumnist.
Weiteren Informationen und Links zu den Vorfällen in China im Digital News Artikel China detains liberal authors Yu Jie and Liu Xiaobo und im Artikel Four freedom of expression activists arrested der Reporter ohne Grenzen.
Author: "raven"
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Date: Tuesday, 14 Dec 2004 07:39
Auch die Tagesschau hat mittlerweile die Story zu den MISTY Stealth-Spionagesatelliten eines ultrageheimen Programmes der US-Regierung aufgegriffen und fasst die bekannten Fakten in dem Artikel Streit um geheime Tarnkappen-Satelliten zusammen.
Tja, demnächst kann die US-Regierung nicht nur die Telefongespräche von Leuten wie Kofi Anan, Hans Blix und El Baradai von der CIA und NSA per Wanzen, Abhörschaltungen und Echelon belauschen lassen, sondern sich auch per MISTY Satelliten ein Bild davon machen, ob sie nicht zu sehr iranischen Baklava zugetan sind.
Author: "raven"
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Date: Sunday, 12 Dec 2004 18:18
Goban


Nach GNU Go & CGoban hier mal ein Eindruck von dem Windows Computer Go Programm Many Faces of Go von David Fotland. Deutlich ausgereifteres Go Programm als GNU Go & CGoban und einer ellenlangen Liste von Features.
Author: "raven"
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GO   New window
Date: Saturday, 11 Dec 2004 19:11
Gerade Go Lounge im 21C3 Weblog gelesen und gedacht "Go wolltest du auch immer mal spielen." Im Weblog stand zwar, Go hätte eine Faszination für Hacker, aber das gilt wohl nicht für die Fedora Hacker, denn ein RPM für GNU Go konnte ich nicht finden. Also GNU Go geladen und kompiliert und dazu das CGoban Source RPM. Jago will wohl nur mit Java 1.3, ich will aber Java 1.5 und mit Java 1.5 hagelt es Fehlermeldungen. Und hier das Ergebnis :)

gnugo mit CGoban
GNU Go mit CGoban.

GNU Go und CGoban laufen unter Fedora Core 2 ohne Probleme und es sieht auch nett aus finde ich.
Nur will anscheinend der Computergegner nur nach japanischen Regeln spielen. Wenn ich Chinese auswähle, kommt $ gnugo-gmp: Error "Rule sets do not agree; I want Japanese, he wants Chinese." occurred. - ich will aber Chinese. Wenn ich Ing, AGA oder New Zealand auswähle geht der Prozessor auf konstant 100% und danach kommt "/usr/local/bin/gnugo --mode gmp --quiet" is dead, but i can't figure out why - ja ich auch nicht. Nun gut, dann bleibt es wohl bei japanischen Regeln, wobei ich noch gar nicht weiß, wo da die Unterschiede sind und wie genau Go überhaupt gespielt wird. Wenn es also hier mal etwas stiller wird, dann bin ich am Goban… :)
Author: "raven"
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Date: Saturday, 11 Dec 2004 11:17
Aktualisierter GnuPG Schlüssel über die Kontaktseite verfügbar, da alter Unterschlüssel am 10.01.05 abläuft.
Author: "raven"
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Date: Saturday, 11 Dec 2004 09:14
Laut Pressemappe zur C't 26 findet Google nur 61% der .de Domains. Mmh, ich kann mich eigentlich nicht beklagen ;) Ärgerlich ist es trotzdem, dass ein Drittel in den schwarzen Löchern von Google verschwindet. Ganz zu schweigen von der Monopolstellung von Google und dem bereitwilligen Eingehen auf Zesnur- und Filterbeghren - von welcher Seite auch immer.

Was ist eigentlich aus den alternativen, freien Searchengines geworden? Speziell der Searchengines, bei denen die User selbst per Peer-to-Peer zum Index beitragen? Wäre das nicht eine Alternative zur Google Blindheit und zum Google Monopol?
Auf Anhieb konnte ich nur GPU, Widesource, Grub (bescheuerter Name, weil der Bootmanager auch so heißt) und Banana Trees Absichten finden.
Muss ich mir die C't kaufen? ;)
Author: "raven"
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Date: Saturday, 11 Dec 2004 08:27
Weiß die Washington Post mehr? In ihrem Artikel New Spy Satellite Debated On Hill vom 11.12.2004 behauptet die Washington Post, bei dem mysteriösen Spionageprogramm handele es sich doch um Aufklärungssatelliten und zwar um die dritte Generation eines Programms zur Entwicklung von Stealth Satelliten, das unter dem Namen MISTY bekannt ist. Die Kosten für die neuen MISTY Satelliten, die von Radarssystemen anderer Mächte nur schwer zu identifizieren sind, sollen sich dem Artikel zufolge von 5 Milliarden US$ auf 9.5 Milliarden US$ erhöht haben. Als führendes Unternehmen zur Entwicklung der Satelliten benennt der Artikel die US-Rüstungsschmiede Lockheed-Martin.

Das ist gut möglich, denn an den Lockheed Space Systems Joint Ventures United Space Alliance, Spaceimaging und International Launch Services oder dem MILSTAR Satelliten, der vom US-Militär und den Geheimdiensten zur abgesicherten Kommunikation benutzt wird, lässt sich ablesen, dass Lockheed mit Sicherheit über das nötige Know-How verfügt.

MILSTAR 6
MILSTAR 6
Abbildung: Boeing

Der erste MISTY Satellit soll 1990 im Orbit ausgesetzt worden sein, laut des Artikels am 1. März durch das Space Shuttle Atlantis, laut dem FAS Eintrag zu MISTY am 28. Februar durch das Space Shuttle Discovery. Ein zweiter MISTY Satellit soll 1999 seinen Dienst aufgenommen haben.

MISTY ?
Abbildung aus dem MSNBC Artikel A spy satellite's rise … and faked fall, bei dem es sich um einen MISTY Satelliten mit aufblasbarem Schild zur Manipulation der Radarsignatur handeln könnte.
Author: "raven"
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Date: Friday, 10 Dec 2004 12:55
Dem Satz "und auch inhaltlich setzt sich das Reich der Mitte durch, Chinesisch wird zur Websprache und die Vorherrschaft der englischen Sprache scheint zumindest bedroht" kann ich zwar keinen Glauben schenken, aber ansonsten ist der Vortrag Das Internet als Nachrichtenquelle von Stefan Niemann, einem ehemaligen ARD-Korrespondenten in China - zur Realität des gigantischen Überwachungs- und Zensurapparates des kommunistischen Regimes in China, genannt "The Great Firewall" oder "Golden Shield", zur digitalen Spaltung zwischen relativ wohlhabenden Städtern, die entweder am eigenen PC oder in einem Internetcafe, das die Säuberungsaktionen der Kommunisten überlebt hat, surfen und dem "Tal der Ahnungslosen", sprich der Landbevölkerung im chinesischen Hinterland (das sind hierzuande verarmte Rentner, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger, denn auch Bauern können sich in Deutschland "das Internet leisten"), zum Mißbrauch des Internets als Propagandawerkzeug der KP, bzw. Mittel zur freien Meinungsäußerung auf der Seite der Regimekritiker und zur drakonischen Verfolgung der Internetaktivisten - allemal lesenswert.
Author: "raven"
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Date: Thursday, 09 Dec 2004 14:44
PGP Global Directory


Das ist das Webinterface zum neuesten Baby der PGP Corporation. Das PGP Global Directory wird den alten PGP Keyserver ablösen und um Eigenschaften ergänzen, die allen anderen Keyservern schon lange fehlen: Die Möglichkeit für den Schlüsselbesitzer, seinen Schlüssel vom Keyserver, pardon, aus dem Verzeichnis zu löschen, allerdings auch oder sogar dann, wenn er nicht mehr im Besitz der Passphrase ist. Außerdem nimmt das PGP Verzeichnis in regelmäßigen Abständen Verifizierungen vor, um zu prüfen, ob der Schlüssel zur angegebenen Benutzer-ID, sprich der darin enthaltenen E-Mail Adresse passt und ob der Schlüsselbesitzer den Schlüssel weiter im Verzeichnis wissen lassen möchte.

Jetzt kommt aber der Pferdefuß: Als einzige Methode zur Überprüfung der Legitimität eines Löschauftrags und zur Prüfung der Echtheit des Schlüssels, denn nichts anderes ist ja die Überprüfung der Zuordnung von Benutzer-ID und Schlüssel, verwendet das PGP Verzeichnis ein reines E-Mail "Ident" Verfahren, wie man es von den Bestätigungsmails der Mailinglisten und Newsletter her kennt. Das kann auch nur so sein, weil das PGP Verzeichnis ja einem Benutzer erlaubt, einen Schlüssel löschen zu lassen, wenn er nicht im Besitz der Passphrase ist - also fällt auch eine Authentifizierung per Prüfung einer Signatur unter einer Bestätigungsmail flach - das wohl aus falscher Rücksicht auf die Schusselig- und Dusseligkeit vieler PGP Anwender, die ihre Passphrase schwarzen Löchern übergeben.

Und nun stellen wir uns janz dumm und stellen uns vor, jemand fälscht eine E-Mail Adresse, fängt die Bestätiguungsanfrage des PGP Verzeichnisses ab oder jemand anderes bekommt fälschlicherweise die Mails des Verzeichnisses zugestellt. Ja wat dann? Dann ist eben der Schlüssel auch futsch.
Auch die Chance, es dem Schlüsselbesitzer per signierten Aufträgen oder Bestätigungen zu ermöglichen, Aktualisierungen bzw. Änderungen an seinem Schlüssel z. B. nach Zertifizierung durch einen anderen PGP Anwender, zu authorisieren, ist damit vertan.

Abgesehen davon, dass es sich wohl um einen Alleingang der PGP Corporation handelt, denn die anderen Keyserversysteme PKS, SKS und OpenPKSD unterstützen diese Funktionen nicht, weshalb es auch - wie bisher - zu keinen Synchronisierungen zwischen dem PGP Keyserver / Verzeichnis und den anderen Keyservern kommt, d. h. die Abhängigkeit des Anwenders vom Server der PGP Corporation beleibt auch bestehen. Ich kann nur sagen: Guter Ansatz und eine gute Idee aber aus meiner Sicht absolut schlechte und inakzeptable Umsetzung. Wer noch mehr wissen will, kann ja einen Blick in das dürftige Werbeblatt werfen, das sich "White Paper" nennt.
Author: "raven"
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Date: Thursday, 09 Dec 2004 10:09
Ich hatte ja in EU Justiz- & Innenminister auf dem Weg zur Totalüberwachung / 2. Teil geschrieben, die Abteilung zur Freigabe von Dokumenten des Europäischen Rates wegen der Freigabe der revidierten Fassung des Entwurfs des Rahmenwerkes zur Datenvorratsspeicherung anschreiben zu wollen, auch um zu sehen, wie schnell und transparent man in der EU auf Anfragen eines einfachen Bürgers reagiert. Und ich muss sagen, ich kann nicht meckern.
Schon drei Tage später hatte man mir das - immer noch nicht öffentlich zugängliche - Dokument der EU Präsidentschaft mit der Bezeichnung 14190/1/04 REV 1 LIMITE COPEN 132 TELECOM 160 als PDF und Word Anhang zugesendet, dass an den Ausschuss nach Artikel 36 des EU-Vertrages (in den Dokumenten immer mit CATS abgekürzt, Comité de l'article trente-six) gerichtet ist, der mit der Arbeitsgruppe zur polizeilichen und justiziellen Zusammenarbeit zusammenarbeitet, deren Resultate wiederum vom Rat der EU Innen- und Justizminister diskutiert und ggf. beschlossen werden, deren Beschlüsse wiederum von der EU Kommission in Rahmenwerke umgesetzt werden - nur um mal kurz aufzuzeigen, welche Wege der Entwurf zur Vorratsspeicherung nimmt.

Auch in diesem Dokument steht zwar DOCUMENT PARTIALLY ACCESSIBLE TO THE PUBLIC und die Namen der Regierungen, die abweichende Meinungen zum Entwurf formulierten sind nur mit DELETED vertreten, aber OK, da kann ja die Abteilung nichts für.

In dem Entwurf wird CATS von der EU Präsidentschaft aufgefordert, zu folgenden Sachverhalten eigene Standpunkte zu formulieren:
Die Mehrheit der Arbeitsgruppenmitglieder hatte auf ihrem Treffen am 19 und 20 Oktober 2004 die Ausdehnung der Vorratsspeicherung auf alle Verkehrsdaten, die nicht vom Provider gespeichert werden, favorisiert. Mit der Ausdehnung der Vorratsspeicherung sind auch höhere Kosten verbunden, was die Fragen aufwirft, ob die Kostenfrage auch im Rahmenwerk geklärt werden soll oder in nationalen Gesetzen und inwieweit die Provider an den Kosten zu beteiligen seien - die deutschen Provider wissen ja davon ein Lied zu singen, was die Umsetzung der deutschen Telekommunikationsüberwachungsverordnung auf eigene Kosten angeht. Zum Zweck der Harmonisierung seien auch für SMS, EMS, MMS Dienste, VoIP, FTP, HTTP und E-Mail Mindestspeicherzeiträume festzulegen.

Im Anhang, der die aktualisierte Fassung der Initiative Frankreichs, Irlands, Schwedens und Großbritanniens zur Datenvorratsspeicherung enthält, wird angemerkt, dass die meisten Arbeitsgruppenmitglieder dafür sind, die Speicherung nicht für die Zwecke der Ermittlung, Erkennung und Verfolgung (das Wort Prävention wurde gestrichen) terroristischer und anderer, schwerwiegender Verbrechen zu beschränken, sondern allgemein für alle kriminellen Vergehen einzusetzen. Welche Daten alle auf Vorrat gepeichert werden sollen, soll näher spezifiziert und nicht so allgemein formuliert werden wie in Artikel 2. Bedenken scheint es besonders zu Artikel 6 und 7 zu geben, die bestimmen, dass in nationalen Gesetzen das einzelne Mitgliedland regeln kann, wer Zugriffs- und Speicherrechte zu welchen kriminellen Vergehen bekommen soll und das auch zum Zweck der Rechtshilfe ein Mitgliedsland Zugriff auf die Daten erhalten kann, die in einem anderen Mitgliedsland auf Vorrat gespeichert wurden.
Author: "raven"
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Date: Tuesday, 07 Dec 2004 11:22
Die Verabschiedung eines neuen Geheimdienst- und Überwachungsgesetzes durch den Kongress und den Senat, das die Reformvorschläge der 09/11 Kommission umsetzen soll, steht in den USA kurz bevor.
Mit dem neuen Gesetz wird ein Geheimdienst "Zar" mit dem Titel eines nationalen Geheimdienstdirektors installiert, dem die Oberaufsicht über alle US-Geheimdienste obliegt, der umfangreiche Mitspracherechte bei der Zuteilung von Finanzen und Personalfragen hat und dem Präsidenten direkt berichtet.

Die Position des nationalen Geheimdienstdirektors stellt eine teilweise Entmachtung der CIA dar, weil er die Aufgaben des Directors of Central Intelligence übernimmt, der bisher immer der Direktor der CIA war und die Intelligence Community (IC) anführte.
Allerdings behalten das Pentagon und die militärischen Geheimdienstverbände einen Großteil der Oberaufsicht und Kommandohoheit über eigene Geheimdienstaktionen.
Die Regelung war aufgrund des Drucks seitens einer Gruppe von Republikanern um Duncan Hunter, den Vorsitzenden des Streitkräfteausschusses, in das Gesetz aufgenommen worden.

Da die National Security Agency (NSA) eng mit verschiedensten, militärischen Geheimdienstverbänden - insbesondere dem U. S. Navy Geheimdienst - zusammenarbeitet, die u. a. für die NSA die Abfangstationen des ECHELON Verbandes betreiben und im Pentagon angesiedelt ist, wird die NSA wohl auch weiterhin einen großen Freiraum für ihre SIGINT Aktivitäten behalten.

Außerdem wird neben dem bereits existierenden Terrorist Threat Integration Center (TTIC) das National Counterterrorism Center eingerichtet, das ebenfalls zur Koordination der Geheimdienste und zur Ausweitung des Informationsaustausches zwischen den Geheimdiensten eingesetzt, zu einer weiteren "Verschmelzung" der US-Geheimdienste beitragen wird.
Als Gegenpart soll ein unabhängiges Gremium für Bürgerrechte als "Feigenblatt" die Politik der Regierung zum Daten- und Privatsphäreschutz überprüfen.

Die American Civil Liberties Union (ACLU) hatte bereits im Oktober die begrenzten Befugnisse dieses "Kontrollorgans" kritisiert und gestern bekanntgegeben, dass zusätzlich drei Anwälte für Fragen zu Bürger-, Einwanderer- und Menschenrechten und zur nationalen Sicherhei fest angestellt wurden - die werden sie auch in den nächsten Jahren brauchen, denn das Gesetz enthält zudem zahlreiche Bestimmungen, die es erlauben, Flüchlinge und Einwanderer viel schneller und ohne justizielle Kontrolle auszuweisen und selbst in Heimatländer zu deportieren, in denen keine effektive Regierung existiert oder Leben und Freiheit aufgrund rassischer oder politischer Zugehörigkeit oder sonstigen Gründe bedroht sein könnte.

In das Gesetz wurden auch Regelungen integriert, die US-Justizminister Ashcroft in seinem abgelehnten Patriot Act II Entwurf formuliert hatte, die eine Ausdehnung der Überwachungsbefugnisse und -gründe für die US-Geheimdienste bewirken. Aus der Liste nur ein Beispiel: Mit dem Gesetz ist es möglich, jeden nichtamerikanischen Bürger, der "verdächtig" ist, in Beziehung zum Terrorismus zu stehen, ohne eine direkte Verbindung zu einer ausländischen Regierung oder Terrororganisation aufzuweisen, verdeckt geheimdienstlich überwachen zu lassen.

Was die personelle Verstärkung und Ausrichtung der Geheimdienste angeht, gab Präsident Bush bereits vor zwei Wochen in drei Anordnungen an die CIA, das FBI und das Pentagon einen Vorgeschmack, wie man im Artikel Bush orders CIA, FBI to boost hiring nachlesen kann.
In der Anordnung an die CIA wird die CIA aufgefordert, die Anzahl vollqualifizierter Analysten zur Aus- und Bewertung geheimdientlicher Informationen um 50% zu erhöhen und die Anzahl der Agenten "in the field", von Offizieren mit Sprachkenntnissen und von Offizieren im Forschungs- und Entwicklungsbereich zu verdoppeln.
Das FBI wurde angewiesen, einen Geheimdient im Geheimdienst FBI einzurichten, eine besondere Einheit für die nationale Sicherheit, die aus ausgewählten Spezialagenten, Linguisten und Überwachungsoperatoren besteht.
In der dritten Anordnung wurde die CIA, das Pentagon, das Außen- und Justizministerium angewiesen, die Verlagerung der Planung und Ausführung paramilitärischer Aktionen durch die CIA (man erinnere sich an Nicaragua und die Iran-Contra Affäre) in das Verteidigungsministerium bzw. zu den Special Operations Abteilungen der Militärgattungen zu prüfen.

Anhand der Pläne, die mit dem Gesetz umgesetzt werden kann man auch ablesen, woher Bundesinnenminister Schily seine Ideen zu Antiterrorzentren und der Zentralisierung und Stärkung der Geheimdienste bezieht.

Siehe u. a.:
New York Times: Accord Reached on Overhauling U.S. Intelligence
AP: Deal Reached on Intelligence Bill
Tagesschau: US-Kongress einigt sich auf Geheimdienst-Reform
Author: "raven"
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Date: Sunday, 05 Dec 2004 20:33
Nicht nur, dass PGP Included, später NAI, später PGP Corporated vor ein paar Jahren den PGP Anwendern die Drittschlüssel Verschlüsselung (ADK = Additional Decryption Key) aufgezwungen hatte, um vermeintlich den Key Recovery Allüren der Key Recovery Alliance & Co etwas entgegenzusetzen und PGP für den Businessbereich attraktiver zu machen. Nein, man beglückt sie bei entsprechender Konfiguration auch mit diesen hilfreichen und gut verständlichen Warnhinweisen:

ADK Warnung 1
ADk Warnung 2
ADK Warnungen in PGP 8.1 Freeware, deutsche Ausgabe.
Author: "raven"
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Date: Friday, 03 Dec 2004 11:29
Nein, ich will keinen .NET Passport, MSN "Space" und keine MS Cookies. Und den MSN Messenger mag ich auch nicht.

MSN Space
Willkommen im MSN "Space" - ist das sowas ähnliches wie der Fluidraum von Species 8472? Ach ne, ihr seid ja das Borgkollektiv aus Redmond.
Author: "raven"
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