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Date: Tuesday, 05 Nov 2013 08:06

Felix’ Frage bei Facebook hatte ich gestern schon verfolgt und heute hat er dann einen Blogbeitrag nachgeschoben: Partner. Auf Facebook hatte er gefragt, warum viele Leute ihre Amazon-Partnerlinks nicht entsprechend kennzeichnen. Ich hatte gestern keine passende Antwort und fühlte mich nicht wirklich angesprochen, obwohl ich auch Amazon-Partnerlinks einsetze und diese weder direkt kennzeichne, noch im Impressum darauf hinweise.

In seinem Blogbeitrag von heute hat Felix einen Tweet von mir verlinkt, weil ich dort über einen Amazon-Werbelink auf ein Kindle-Angebot verlinkt habe und dabei ebenfalls nicht gekennzeichnet habe, dass es sich um einen solchen Werbelink handelt.

Ein kurzer Einwurf für die, die nicht wissen, was ein Amazon-Werbelink ist. Diese Links, auch Affiliate-Links genannt, sind spezielle Links, die eine Information enthalten, über wen ein Besucher auf die Zielseite kommt. In diesem Fall ist es so, dass Amazon dann weiß, dass ich derjenige bin, der den Link gesetzt hat. Falls jemand nun also den Link klickt und anschließend was bei Amazon kauft, bekomme ich dafür eine Provision, die ungefähr 5% des Kaufpreises bei Amazon beträgt, allerdings nach oben hin auch auf 10,- pro bestelltem Artikel begrenzt ist. Kauft also jemand bei Amazon einen Fernseher für 1.000,- Euro und kam über einen Link von mir zu Amazon, bekomme ich dafür 10,- Euro – obwohl 5% sogar 50,- Euro wären. Bei einem Artikel für 10,- Euro bekomme ich 50 Cent.

In Wahrheit berechnet Amazon die 5% Provision vom Nettopreis, also ohne Mehrwertsteuer, so dass im Endeffekt bei einem 10,- Euro-Artikel wesentlich wneiger als 50 Cent dabei herauskommen.

Und um die Transparenz noch ein Stückchen weiter zu führen: für das dritte Quartal habe ich durch meine Links (nicht nur von meinem Blog) für 589,96 Euro Umsatz bei Amazon gesorgt und dafür 29,50 Euro von Amazon bekommen. Dieser Umsatz wurde ordnungsgemäß bei der Steuer angegeben.

Was auch ganz wichtig ist und was Felix auch schon beschrieben hat: der Preis für den Artikel verändert sich nicht, egal wie jemand zu Amazon kommt.

Nun also zurück zum Blogbeitrag von Felix. Um seine ursprünglichen Fragen zu beantworten: Amazon setzt zwar voraus, dass man einen bestimmten Text auf seiner Webseite einsetzt um auf das Werbeprogramm hinzuweisen, kümmert sich aber nicht darum, ob die Webseiten das tatsächlich tun. Also kümmere ich mich nicht um die Regel. Genauso wie Amazon (zumindest in einer seiner ersten Fassungen von vor ein paar Jahren) verboten hat, dass man diese Werbelinks selbst nutzt. Ich verrate euch wahrscheinlich kein Geheimnis: es funktioniert trotzdem und wird von Amazon nicht sanktoniert.

Ich nutze die Amazon Werbelinks gerade deshalb weil sie so einfach sind. Wären sie es nicht und weitaus mehr Restriktionen unterworfen, würde ich sie nicht nutzen. Das weiß wahrscheinlich auch Amazon.

In seinem Beitrag führt Felix aus, dass er sich durch solche nicht gekennzeichneten Links verarscht fühlt, weil sie ihm Werbung ungekennzeichnet vor den Latz knallen. In den Kommentaren zum Blogbeitrag führt er weiter aus, dass er davon ausgeht, dass zumindest einige der Werbelinks nicht gesetzt/getwittert worden wären, wenn sich dadurch kein finanzieller Vorteil erhofft worden wäre.

Vor diesem Hintergrund kann ich verstehen, warum Felix sich verarscht fühlt. Letztendlich führt das aber doch auch zu Frage, was denn nun genau Werbung ist. Die meisten meiner Buchbeschreibungen hier im Blog sind mit Werbelinks zu Amazon ausgestattet. Auch deshalb, weil es die einfachste Möglichkeit ist, auf weiterführende Informationen zu den Büchern zu verlinken. Ich schreibe diese Blogbeiträge nicht, damit ich einen Werbelink unterbringen kann und finde die Informationen bei Amazon zum Buch auch wirklich hilfreich. Deshalb ist für mich so ein Link auch keine Werbung, selbst wenn ich dadurch theoretisch Geld verdienen kann.

Was ist denn aber nun, wenn ich zu einem Produkt bei Apple verlinke? Ich nutze dazu keine Affiliate-Links, das ist mir einfach zu umständlich. Ich besitze aber Aktien von Apple und profitiere somit von einem Link, da mehr Käufe (wiederum theoretisch) zu steigenden Aktienkursen führen sollten. Ja, ich weiß, dass bekanntere Autoren durchaus in ihren Blogbeiträgen erwähnen, dass sie an einer Firma beteiligt sind, über die sie schreiben.

Um das noch abstrakter zu machen: wenn ich ohne Affiliate-Link auf eine App im Apple Appstore verlinke, ist das dann auch eine Werbelink, weil dadurch schließlich die iOS-Plattform gestärkt wird und das wiederum meinen Apple-Aktien zugute kommt? Jetzt mal komplett ohne die Annahme, dass meine Blogbeiträge und Tweets wohl kaum solche weitreichenden Konsequenzen haben.

Was ich damit aber sagen will: sind nicht alle Links irgendwie Werbung? Und ist es daher nicht wichtiger sich dessen bewusst zu sein? Man kann nie ganz durchleuchten, welche Konsequenz ein Link hat und auch nicht, mit welcher Intention er gesetzt wurde. Mir persönlich ist das auch egal. Falls es jemand fertig bringt ein Blog zu schreiben, dass nur aus Beirägen mit gesponsorten Inhalten oder Links enthält und das mich trotzdem interessiert, würde ich das trotzdem lesen. Die Wahrscheinlichkeit ist nur extrem gering.

Ich empfinde es nicht als Täuschung, wenn ich einen Werbelink zu Amazon setze, da ich den Link zu Amazon auf jeden Fall gesetzt hätte. Das war auch bei meinem Tweet zum Kindle der Fall. Die Mails vom Amazon-Partnerprogramm landen bei mir automatisch im Spam, auf genau dieses Angebot war ich nur gestossen, weil ich aus persönlichem Interesse (ich kaufe selbst sehr viel bei Amazon) morgens auf die Angebotsseite von Amazon gehe. Kurz nachdem ich den Link gepostet hatte, waren die Kindles auch schon alle weg. Hätte ich bei Twitter meine eigene Nichts-Löschen-Policy hätte ich den Tweet auch wieder gelöscht. Ich habe sogar extra nicht noch einen Tweet nachgeschoben, dass die Kindle zu dem Preis nun alle weg wären, gerade weil es eh schon so viele Tweets zum Kindle gab.

Und gerade weil ich es nicht als Täuschung empfinde, werde ich dahingehend nichts ändern. Diese Eigensinnigkeit gehört bei mir genauso dazu, wie die konsequente Kleinschreibung bei Felix.

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Augenblicke"
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Date: Monday, 04 Nov 2013 13:15

Umgewehter Baum

Erinnert ihr euch noch an den Sturm aus der letzten Woche? In Norddeutschland und an den Küsten Deutschlands tobte er besonders stark. Christian hieß er, der Sturm. Jedenfalls in Deutschland. Der selbe Sturm hieß in Schweden nämlich Simone und war nicht weniger heftig.

Zuerst flog die Schubkarre weg, weniger dramatisch könnte man auch sagen, dass sie vom Wind umgestoßen wurde. Das passierte noch relativ früh am Nachmittag und kommt schon mal vor wenn der Wind ein bisschen stärker ist und ich die Schubkarre motivationsfördernd draußen stehen lasse. Als ich die Schubkarre also so mitten auf dem Weg liegen sah, bin ich doch mal nach Draußen um sie etwas in Sicherheit zu bringen. Ganz uneigennützig natürlich: ich hatte keine Lust, sie später hinten aus dem Wald zu fischen. Das was mich da Draußen an Sturmböen erwischte war schon nicht ohne.

Nachdem es dann dunkel wurde – was hier so gegen 16:30 Uhr der Fall ist, hörte ich irgendwann von der Seite des Hauses ziemlich viel Lärm den ich nicht zuordnen konnte. Zwar Pfiff und rappelte es schon den ganzen Tag, aber das war wirklich lauter. Zur Sicherheit leuchtete ich erst einmal von Innen mit der Taschenlampe die Umgebung der Hauswand ab und fand ein Stückchen weiter ein Stück Wellblech liegen. Ein Blick zur anderen Seite bestätigte mir, dass es zu dem kleinen Schuppen am Haus gehört, indem der – inzwischen nicht mehr in Betrieb befindliche – Öltank residiert. Also wieder nach Draußen und das Stück Wellblech bergen. Wenn ich von Stück rede, muss man sich das mit einer Größe von etwa 1,50 m x 1,50 m vorstellen. Zum Glück hatte ich es mit dem Stück nicht weit, mein Respekt vor der Wirkung des Windes auf mehr als 2 Quadratmeter Fläche war auch so groß genug. Außerdem konnte ich in der Dunkelheit auch nicht so recht einschätzen, wie locker die restliche Wellblechstücke saßen und ob mir die wortwörtlich um die Ohren fliegen würden. Passiert ist zum Glück nichts und die auf dem Schuppen verbliebenen Reste des Wellbleches machten nur Radau aber sonst nichts.

Zwischen 21:00 und 22:00 Uhr beschloss ich dann ins Bett zu gehen, da der Sturm zwar immer noch tobte, aber das Haus einen stabilen Eindruck machte und ich sowieso nichts hätte machen können. Genau zu der Zeit fiel dann der Strom aus. Schon vorher flackerte es ein paar mal, was bei den überirdisch verlegten Stromleitungen bei dem Sturm auch nicht wirklich überrascht. Noch mal 30 Minuten später war dann auch das Licht der Straßenlaternen weg. Stromausfälle kenne ich inzwischen aus Schweden und war mir sicher, dass die das schnell in den Griff kriegen würden. Ja, auch ich irre ich manchmal.

Am nächsten Morgen war der Strom immer noch weg und auch das Handynetz. Das war insofern blöd, weil ich jetzt nicht einmal im Büro in Deutschland anrufen konnte um Bescheid zu geben, dass es noch ein bisschen dauern könnte, bis ich wieder arbeiten kann. Irgendwann hatte ich die Warterei zuhause satt und bin mit dem Auto nach Kalmar gefahren. Auf dem Weg dorthin hatte ich keine drastischen Sturmschäden gesehen und in Kalmar selbst gab es sowohl Strom als auch Handyempfang. Also flugs in der Agentur Bescheid gegeben, dass ich an dem Tag erst später online werden würde. Haha! Ich bin so naiv!

Auf dem Rückweg war ich wohl wesentlich wacher und sah somit bei uns im Dorf gleich an zwei Stellen riesige umgestürzte Bäume. Na gut, dachte ich mir. Der Sturm war wohl wirklich nicht so ohne. Bei mir am Haus war, abgesehen vom Wellblech, alles in Ordnung – wenn man mal die ganzen abgebrochenen Äste im Garten ignoriert. Zuhause begann dann also das Warten. Nun muss man dazu wissen, dass ich nicht an das kommunale Wassersystem angeschlossen bin, sondern das aus einem Brunnen hier im Garten kommt. Soweit, so schlecht. Denn damit gibt es auch keinen Wasserdruck! Normalerweise sorgt eine Pumpe im Keller dafür, die natürlich mit Strom betrieben ist…

Zwei Toiletten im Haus sind aber wenigstens für die großen Geschäfte mit Wasser gefüllt und ich darf auch schon mal verraten, dass der Wasserdruck in der Leitung noch für zwei mal Spülen reichte. Andererseits muss ich auch gestehen, dass ich zum Pinkeln vorsichtshalber hinter’s Haus gegangen bin – irgendwie muss man sich die Ressourcen ja einteilen! Die Heizung funktionierte natürlich auch nicht mehr. Denn obwohl das Heizungswasser selbst noch heiß genug war, lief natürlich die Umwälzpumpe nicht, die dafür sorgt, dass das warme Wasser duch die Heizungen getrieben wird. Als es irgendwann Nachmittag wurde und sowohl Strom als auch Handynetz auf sich warten liessen, sorgte die einbrechende Dunkelheit dann dafür, dass es langsam kälter wurde. Zum Glück habe ich einen offenen Kamin und hatte morgens noch etwas Brennholz aus Kalmar mitgebracht.

So saß ich also den ganzen Tag über zuhause und wartete. Zum Glück war mein Kindle noch voll aufgeladen und ein paar Bücher warteten noch darauf gelesen zu werden. Beim Schein des Feuers und einiger Kerzen konnte man der ganzen Sache auch etwas Gemütliches abgewinnen. Ab 18:00 Uhr zog ich dann mit den ganzen Kerzen oben ins Schlafzimmer um das so ein klein wenig wärmer zu bekommen. Und ob ich unten im Sessel hänge, oder oben im Bett liege und lese, macht ja auch keinen Unterschied. Dabei fällt mir ein: ist es eigentlich auch so ein Kindheitsmythos, dass das Lesen bei schlechtem Licht die Augen verdirbt, oder muss ich mir nun ernsthaft Gedanken um mein Augenlicht machen?

Der zweite Morgen ohne Strom brachte zumindest das Handynetz zurück, so dass ich den Kollegen in Bonn ein paar Mails schreiben konnte. Wobei mein iPhone nach dem Laden im Auto am Vortag bedenklich unter die 50%-Marke der Akkuanzeige rutschte. Während ich also wartete und dem Knistern des offenen Kamins lauschte, las ich das zweite Buch zu Ende. Langsam wurde es wirklich langweilig. Ich hätte zwar noch einiges im Garten erledigen können, oder wollte auch immer noch ein paar Städte in der Umgebung besuchen, aber ungeduscht gehe ich ungern unter Menschen – vor allem nach zwei ungeduschten Tagen. Und wenn ich im Garten gearbeitet hätte, wäre eine Dusche umso dringender gewesen. Und wer weiß, wie lange der Strom noch ausbleiben würde und ob ich nicht irgendwann doch mal wieder Einkaufen müsste? So langsam rächte es sich, dass ich Endzeit-Science-Fiction so gerne mag: meine Phantasie kannte keine Grenzen.

Also der Akku des iPhones dann aber ganz leer war, musste was getan werden: ich fuhr wieder nach Kalmar um das Handy im Auto aufzuladen, irgendwo was Warmes zu Essen und vielleicht ein Klo zu finden. Mit allen drei Vorhaben war ich übrigens erfolgreich.

Damit ich unterwegs wusste, ob der Strom zuhause immer noch weg ist, oder nicht, hatte ich die Webcam zuhause eingesteckt. Denn die schickt eine Mail, sobald sie wieder von Außen zu erreichen ist. Und obwohl ich ziemlich viel Zeit in Kalmar verplemperte, kam die tröstende Mail nicht. Gegen 13:30 Uhr fuhr ich trotzdem wieder zurück nach Påryd und mitten auf dem Weg dann endlich die Mail der Webcam! Der Strom war wieder da. Um kurz nach 14:00 Uhr konnte ich das dann auch den Kollegen in Bonn per Chat mitteilen und mein Homeoffice wieder in Betrieb nehmen – ob ungeduscht oder geduscht ist dabei zum Glück egal.

Am nächsten Morgen war der Strom übrigens noch mal weg. So ungefähr von 6:00 Uhr bis 9:00 Uhr. Ich schätze aber mal, dass dabei nur ein paar provisorische Reperaturen vom Vortag in Ordnung gebracht wurden. Ein bisschen hatte ich mich trotzdem geärgert, dass ich keine Eimer mit Wasser parat gestellt hatte – zu unwahrscheinlich kam es mir vor, dass der Strom wieder wegbleiben würde.

Das Foto oben stammt übrigens aus dem Wald hinter meinem Haus. Die Höhe der Bodenplatte mit den Wurzeln und der Erde beträgt gut 2 Meter. Ich habe nicht gehört wie er gefallen ist, wahrscheinlich war der Lärm des Sturms aber auch einfach zu groß. Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie weit weg das vom Haus war, gibt es hier unten noch das Foto aus der Gegenperspektive. Ich sage mal so: ich hätte es wohl mitbekommen, wenn der Baum in die andere Richtung gefallen wäre.

Umgewehter Baum, Ansicht mit Haus

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Schweden"
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Date: Sunday, 22 Sep 2013 10:11

Genau vier Monate nach meinem Start bei den Ironbloggern Bonn kommt nun mein Abschied.

Der Grund hängt eng mit dem Konzept der Ironblogger zusammen und das funktioniert für mich einfach nicht mehr. Das Ironblogging soll einen ja dazu animieren, jede Woche in sein Blog zu schreiben. Tut man das nicht, gehen 5,- Euro in eine Sammelkasse, die anschliessend bei einem gemeinsames Treffen vertrunken und verspeist werden.

Die Idee dahinter ist die, dass viele Leute ihr Blog vernachlässigen, weil sie sich nicht die Zeit nehmen wollen, oder sonstwie demotiviert sind. Dieser Gedankengang hat auch für mich bisher gut funktioniert. Nun aber bin ich in einer Woche angekommen, in der ich nichts zu bloggen habe, bzw. nichts schreiben möchte, weil ich nichts davon veröffentlichen würde, wenn ich nicht bei den Ironbloggern wäre. Witzigerweise trifft das natürlich auf diesen Blogbeitrag zu, aber so ist das ein ganz guter Abschluss.

Mir geht es jetzt auch nicht um die 5,- Euro die ich zahlen müsste, wenn ich diese Woche auslasse, sondern eher darum, dass ich diese Woche tatsächlich zum ersten Mal überlegt hatte irgendwas zu schreiben, nur um die Serie nicht reissen zu lassen. Das will ich aber nicht und auch für die Zukunft vermeiden.

Deshalb also ein Dankeschön an die Ironblogger und für mich hoffe ich, dass ich trotzdem die grundlegende Motivation nicht verlieren. Wir lesen uns!

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Augenblicke"
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Date: Sunday, 15 Sep 2013 09:12

Chipotle Skyline Plaza Frankfurt

Seien wir ruhig erlich: Fastfood hat keinen besonders guten Ruf. Da es aber oftmals nicht nur bequem, sondern auch lecker ist, empfinde ich zumindest eine gewisse Hassliebe für Fastfood. Bei Chipotle ist da aber wesentlich mehr Liebe als Hass im Spiel und seit dieser Woche hat endlich die erste Filiale in Deutschland aufgemacht, genauer gesagt in der Skyline Plaza in Frankfurt.

Chipotle kante ich aus meinen Besuchen in New York City und San Francisco. Wobei wir über den in New York damals eher zufällig gestolpert sind. Inzwischen erfreut sich die Kette wohl größerer Beliebtheit und man muss vielleicht nicht mehr so lange suchen. Was den Reiz an dieser Kette ausmacht? Ich für meinen Teil mag Reis sehr gerne und deshalb sind die Burritos von Chipotle meine erste Wahl: man wählt zwischen zwei Reis- und Bohnensorten aus, mit denen dann der weiche Burritofladen belegt wird. Anschliessend kann man sich aussuchen mit welcher der vier Fleischsorten man den Burrito belegt haben möchte. Dann stehen vier verschiedene Salsa-Soßen zur Auswahl und schließlich hat man noch die Wahl, ob man Salat, Sauerrahm und/oder Käse af seinem Burrito haben möchte. Guacamole kostet extra.

Ich muss zugeben, dass der verpackte Burrito doch sehr viel kleiner aussah, als ich ihn in Erinnerung hatte. Aber beim Essen kam dann die Erkentniss, dass ich das Sättigungspotential des Burritos auf die Größe projiziert hatte. Denn satt geworden sind wir wirklich. Und das lag nicht nur daran, dass wir uns zusätzlich noch eine Portion Tacos (das sind dann drei Stück), sowie eine Portion Tortilla-Chips und Guacamole gegönnt haben. Die Chips und das selbstgemachte Guacamole kann ich übrigens nur empfehlen. Für 4,- Euro bekommt man eine ziemlich große Portion und die Guacamole schmeckt wirklich toll.

Chipotle: Burroti, Taco, Tortilla-Chips und Guacamole

Damit wären wir auch schon beim Preis angelangt. Auf Facebook konnte man den Kommentaren bereits entnehmen, dass die Leute zwar begeistert von Chipotle waren, aber den Preis als zu hoch empfanden. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Der Burrito und die Portion Tacos kosten jeweils 9 Euro. Möchte man darauf Guacamole haben, kostet das 3,- Euro extra, was ich als einzigen Punkt tatsächlich ganz schön teuer fand. Ich weiß allerdings auch nicht, wie viel Guacamole man dann bekommen hätte. Die Portion Tortilla-Chips mit Guacamole für 4,- Euro finde ich dagegen angemessen und fair. Eine flasche Cola mit 0,5 Litern kostet 3,- Euro inklusive Pfand. Das ist zwar kein Schnäppchen, aber durchaus im Rahmen.

Es kommt wahrscheinlich darauf an, womit man den Preis vergleicht. Ein Matschburger von McDonalds oder BurgerKing ist mit seinen 3 bis 4 Euro sicherlich günstiger, aber sobald man bei Burgern in die Kategorie des vernünftigen Essens kommt (Frittebud in Bonn, oder Fette Kuh in Köln) ist man schnell bei den selben Preisen. Und damit schliesst sich der Kreis zum Einstieg des Textes und der Betrachtung von Fastfood. In den USA habe ich gerne bei Chipotle gegessen, weil es wirklich satt macht und man dabei nicht klassisches Fastfood vertilgt.

Die Skyline Plaza selbst ist ein Einkaufszentrum und der Chipotle liegt schräg gegenüber von einem Starbucks mitten in der Einkaufszeile. Ob es in dem Komplex so etwas wie den Food-Court im CentrO-Oberhausen gibt, weiß ich nicht. Jedenfalls hat der Chipotle auch noch einen kleinen Aussenbereich wo man sitzen kann, welcher an diesem Wochenende aber wegen des Wetters nicht in Betrieb war. Drinnen gibt es Sitzplätze für geschätzte 40 Personen. Wir waren an einem Samstag gegen 12:00 Uhr dort und sind sofort dran gekommen und haben auch noch gut einen Sitzplatz gefunden. Als wir einige Stunden später auf dem Rückweg daran vorbei kamen, ist das obige Foto entstanden, inklusive der Schlange.

Leider ist Frankfurt nicht gerade um die Ecke und auch wenn man mal die 90 Minuten Autofahrt auf sich nehmen kann, würde ich mich trotzdem freuen, wenn Köln bald auf der Landkart der Chipotle-Manager auftaucht. Auch in diesem Sinne wünsche ich Chipotle in Frankfurt viel Erfolg. Lecker ist es allemal, also geht’s hin und probiert es!

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Augenblicke"
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Date: Tuesday, 03 Sep 2013 09:11

Ahnungslose Polizei

Man könnte meinen, dass ich daran gewöhnt bin. Immerhin passiert es zwei, drei Mal pro Monat, dass sich im Hilfeblog von Blogger.de jemand meldet, weil er ein Problem mit einem Blog bei Blogger.com (Blogspot) hat. Das ist eigentlich schon ungewöhnlich, da man sich dazu ja extra bei Blogger.de registrieren muss und ein Text in einer auffälligen rosa Box darauf hinweist, dass Blogger.de nichts mit Blogger.com und Blogspot zu tun hat. Aber gut, es wird dann kurz darauf hingewiesen und damit hat sich das Thema dann auch erledigt.

Als ich gestern meinen Briefkasten leerte, musste ich eine Weile mit mir ringen. Soll ich das genauso einfach mit einem Schulterzucken abtun? Letztendlich habe ich mich dann dagegen entschlossen, ist der Brief der Internetwache Brandenburg doch ein Zeugnis davon, wie es bei der Polizei um die Kompetenz in Sachen Internet gestellt ist.

Was ist passiert? Irgendjemand betreibt ein Blog auf Blogspot und irgendjemand anderes hat dort im April 2013 einen Kommentar hinterlassen. Der Betreiber des Blogs fühlte sich durch den Kommentar beleidigt. Aus mir nicht erfindlichen Gründen geht er damit postwendend zur Polizei und erstattet eine Anzeige. Gut vier Monate später schreibt man mich an, weil man wissen will, wer hinter der E-Mail-Adresse IRGENDEIN-NAME noreply-comment@blogger.com steckt!

Ich weiß gar nicht, was mich von all den Punkten am meisten erschüttert: dass die Polizei vier Monate verstreichen lässt, bis sie so einen läppischen Brief verschickt, oder dass sie nicht erkennt, dass es sich bei der E-Mail-Adresse offensichtlich um keine personenbezogene E-Mail-Adresse handelt, auch wenn der Bestandteil IRGENDEIN-NAME nach einem tatsächlich existierenden Namen klingt. Oder aber, dass man mich anschreibt, da ich als Inhaber von Blogger.de verzeichnet bin.

Ich finde das wirklich erschreckend und hinterlässt mich wirklich ein wenig ratlos. Denn auf der einen Seite fordert die Polizei umfangreiche Zugriffe auf Daten im Internet (ich lasse das jetzt einfach mal so ungenau stehen), andererseits ist sie in Einzelfällen hoffnungslos mit dem Internet überfordert.

Es könnte jetzt natürlich sein, dass der KOK (was genau heißt das eigentlich?) dort der einzige Sachbearbeiter im ganzen Bundesgebiet ist, der diese Fehler macht. Aber ehrlich gesagt, glaube ich das nicht und die Wahrscheinlichkeit scheint mir auch sehr gering.

Nun geht es hier um einen Tatbestand, der auf den ersten Blick ziemlich unwichtig aussieht, aber was, wenn Stalking-Opfer (fällt mir gerade nur wegen Vorfällen aus den letzten Wochen in meinem erweiterten Bekanntenkreis ein) genauso schlechte Unterstützung von der Polizei erfahren? Oder auch nur ein Betrug bei dem das Opfer so ziemlich kaum eine Chance haben wird, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Woran liegt das? Mangelndes persönliches Interesse der Polizisten? Alleine diese noreply-E-Mail-Adresse ist doch etwas, was man selbst mehrfach täglich sieht, wenn man sich nur halbwegs oft mit dem Medium Internet beschäftigt. Und als Polizist bei der Internetwache Brandenburg sollte das doch zumindest ein kleines bisschen gegeben sein, oder?

Lustig auch der einsame Satz auf der zweiten Seite des Briefs: die angegebene E-Mail-Adresse soll doch bitte nur für dienstliche Zwecke benutzt werden. Wer aber genau hinschaut wird erkennen, dass im Briefkopf zwar Name, Telefonnummer und Faxnummer geschwärzt sind, rechts neben E-Mail gab es aber nichts zu schwärzen. So wird der KOK noch ein bisschen länger auf seine Antwort warten müssen. Ich weiß noch nicht, wann ich Zeit und Muße habe, mir erst einen Drucker und anschliessend eine Postfiliale zu suchen nur um denen mitzuteilen, dass ich komplett der falsche Ansprechpartner bin.

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Augenblicke, Featured"
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Date: Monday, 02 Sep 2013 07:02

Meine erste 30-Tages Challenge ist abgeschlossen, neben einem Fazit ist es also Zeit, dass ich mich um eine neue Challenge für September kümmere.

Die vergangenen 30 Tage ohne Serien waren wegen Dexter, Suits und vor allem Breaking Bad schon nicht leicht, andererseits aber auch gar nicht so schwer, da ich abends genug anderes zu tun hatte. Der Vorteil an diesem Serien-Zölibat ist aber eindeutig, dass ich mich nur noch auf die Serien konzentriere, die mich wirklich interessieren. Vorher habe ich auch immer noch einige Serien geschaut, die mich zwar ganz gut unterhalten haben, aber letztendlich auch gut nebenher liefen. In den letzten Wochen habe ich ein paar alte Zöpfe abgeschnitten und gebe neuen Serien auch weniger Zeit mich zu überzeugen.

Ruderergometer

Nun ist es also Zeit für die nächste Challenge. Die schwebt schon eine ganze Zeit in meinem Kopf herum, denn eigentlich wollte ich ja schon in Schweden jeden Morgen laufen gehen. So richtig hat das aber leider nicht funktioniert – ganz nach dem Motto Der Geist war willig, aber das Fleisch war schwach. Ich besitze allerdings seit einigen Jahren schon ein Ruderergometer, welches immer mal von Zeit zu Zeit benutzt wird. Ich habe mir nun für den September vorgenommen, es jeden Tag zu benutzen. Am Besten morgens früh und nachdem gestern der erste Ausschlaftag nach der Rückreise war, habe ich heute morgen gleich mal losgelegt. Zwar erst einmal nur 20 Minuten, aber das soll bis zum Ende der Woche bis auf 45 Minuten gesteigert werden und anschliessend dann jeden Tag durchgezogen werden.

Vielleicht ist das dann auch geneu der Anstoß, um das auch zukünftig regelmäßig zu tun. Hier in Bonn habe ich schließlich noch weniger Bewegung als in Schweden, wo der Rasen ab und zu gemäht werden wollte. Ein paar Wochen habe ich hier zwar noch die Möglichkeit mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, wenn es aber wieder so richtig regnet und kalt wird, habe ich erst einmal nicht die passende Kleidung dafür und wahrscheinlich auch nicht die passende Motivation.

Also ab aufs Rudergerät und während des Serienkonsums etwas sinnvolles tun!

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Augenblicke"
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Date: Friday, 30 Aug 2013 11:40

Eigentlich wollte ich ja von einem Garten-Tagebuch reden, aber zum einen bin ich nicht so fleissig und zum anderen sieht man ja meistens eh nicht, was sich von einem auf den anderen Tag im Garten geändert hat. Nun also ein Jahrbuch. Die Idee dahinter ist, dass ich mir gerne anschauen möchte, wie schnell zum Beispiel der Pflaumenbaum, oder der Kirschlorbeer wächst. In diesem Jahr kommt noch hinzu, dass der Garten an sich ziemlich umgekrempelt wurde und ich mich jetzt schon kaum noch daran erinnern kann, wie es vorher aussah.

Mit diesen großen Änderungen fange ich dann auch gleich mal an und präsentiere die ersten beiden Vorher-Nachher-Fotos:

Vorher-Nachher-Links

Die wesentliche Veränderung auf dem ersten Foto ist der Schotterweg/-platz. Ich hatte einfach mal 34 Tonnen vom örtlichen Kieswerk bestellt und bekam überraschenderweise gleich einen LKW inklusive Anhänger. Das Rangieren alleine hätte mich ja als Fahrer in den Wahnsinn getrieben. Es vergingen anschließend einige Stunden, bis eine Fläche geschaffen worden war, auf die ich das erste Mal mit dem Auto fuhr. Schnell mussten wir erkennen, dass da noch viel zu viel Schotter aufgehäuft war – der Wagen versank teilweise. Statt nun nur die Fläche hinter dem Haus und entlang des Schuppens zu belegen, war plötzlich wesentlich mehr Schotter zur Verfügung als gedacht. Also wurde auch noch die Zufahrt mit Schotter ausgestattet. Wie oft dabei die Schubkarre gefüllt und wieder geleert wurden, kann ich nur schätzen. Jedenfalls hatte ich noch bis vor ein paar Tagen meinen Spaß damit den immer kleiner werdenden Hügel zu verteilen. Im nächsten Jahr werde ich noch mal so 8 Tonnen bestellen, um den Weg bis zur Straße vollständig zu bedecken.

An einigen Stellen waren wir zu faul, den Boden darunter komplett umzugraben. Das rächt sich inzwischen, da dort das Grün in Form von Gras und Löwenzahn durch kommt. Ein bisschen habe ich noch die Hoffnung, dass der kommende Winter denen erst einmal den Garaus macht und sie dann im nächsten Frühjahr nicht mehr auftauchen. Aber das ist wahrscheinlich sehr blauäugig gedacht. Ein paar Löwenzahn bin ich aber schon mit der Handschaufel zu Leibe gerückt und die einzelnen Grashalme lassen sich oftmals leicht mit Wurzel aus dem Boden ziehen.

Vorher-Nachher-Rechts

Das zweite Foto zeigt selbst im Vorher-Zustand bereits einen Zwischenstand. Zum einen kann man den grünen Flaum ja bereits erkennen, aber vor der ganzen Aktion sah das alles noch viel wilder aus. Denn im vergangenen Winter hatten sich Wildschweine durch den kompletten Garten gewühlt und einen Acker hinterlassen. Meine Eltern hatten die ganzen Rasenbrocken bereits hinten an der Waldgrenze entsorgt, somit konnte ich anschließend den Rasen aussäen. An der Stelle, an der man in diesem Foto den jungen Pflumenbaum erkennen kann stand vorher ein riesiger Strauch, den wir in mühevoller Kleinarbeit beseitigen konnten. Alleine die Wurzel aus dem Boden zu bekommen nahm die Hälfte der Zeit in Anspruch. Das machte im Hochsommer mit vielen Mücken nur begrenzt Spaß.

So schön grün das alles auch aussieht, muss ich im nächsten Jahr aber noch mal Hand anlegen. Alles hinter der gedachten Linie vom Felsen ausgehend muss wohl einmal ordentlich umgegraben werden. Der Rasen ist dort kaum angegangen und viel zu viel anderes Kraut macht sich dort breit. Dort wo der Rasen wächst, komme ich allerdings kaum mit dem Mähen hinterher. Ich bin gespannt, wie dicht der im nächsten Jahr sein wird.

Vorher-Nachher-Pflaumenbaum

Den Pflaumenbaum hatte ich ja schon kurz erwähnt. Hier ist er noch mal in voller Pracht. Auf satte 2,17m ist er gewachsen. Das sind gute 20 Zentimeter mehr als am Tag seiner Einpflanzung. Wesentlich beeindruckender an dem Foto finde ich allerdings, wie voll er geworden ist. Pflaumen sollen im dritten Jahr kommen, im nächsten Jahr darf ich mich also erst einmal nur weiter über das Wachstum freuen.

Parallel zum Pflaumenbaum hatte ich einen Brombeerstrauch gepflanzt. Davon habe ich leider kein gutes Foto und auf dem Nachher-Foto konnte man leider kaum den Strauch vom ganzen Gestrüpp dahinter unterscheiden. Aber ich kann versichern, dass es ihm gut geht. Ein Trieb ist um fast einen Meter gewachsen und hangelt sich munter an dem Zaun entlang, den wir als Schutz vor den Wildschweinen gebaut haben. Auch hier gab es dieses Jahr noch keine Früchte zu ernten. Abwarten, wann das der Fall sein wird.

Heidelbeersträucher

Die beiden Heidelbeersträucher sind hier so gerade eben gegen den Schotter und den Schuppen auszumachen. Der Rasen dort ist von der wilden Art, wie ich ihn weiter oben beschrieben habe. Die Sträucher sind noch gar nicht so lange da, deshalb gibt es auch kein Vorher-Foto. Aber Früchten trugen sie in diesem Jahr schon. Eine gute Hand voll kam dabei heraus, verarbeitet in American Pancakes waren sie super lecker und ich freue mich schon auf die Ernte(n) im nächsten Jahr.

IMG_6013

Den Kirschlorbeer als Hecke habe ich erst vor ein paar Wochen gepflanzt, hier dient mir das Foto in erster Linie zum Vergleich für das nächste Jahr. Wobei die Höhe des Zaunes eigentlich schon ein ganz guter Gradmesser ist. Den Kirschlorbeer hatte ich extra in Deutschland bestellt, da es hier in Schweden nur “ausgewachsene” Pflanzen gibt, die dann gut 80,- Euro kosten. Das war mir dann doch zu teuer. Selbst die 30 bestellten sind noch nicht ausreichend um die ganze Front zu bedecken. Ich ziehe aber schon ein paar Setzlinge. Die Zeit war zwar zu kurz, als dass sie richtige Wurzeln hätten bilden können, aber ich habe sie jetzt einfach mal in Töpfe gepflanzt und wässere im Moment gut.

Ab morgen sind sie aber auf sich selbst gestellt, denn dann geht es für mich erst mal wieder zurück nach Deutschland. Nach drei Monaten Schweden bin ich auf die Umstellung gespannt. Die Ruhe und der grüne Garten werden mir aber bestimmt fehlen.

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Augenblicke, Schweden"
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Date: Thursday, 29 Aug 2013 11:05

wahl-o-mat-2013

Mein Ergebnis des Wahl-O-Mat 2013 zur diesjährigen Bundestagswahl. Die meisten Fragen fand ich mal wieder schlecht zu beantworten. Gerade in den Fällen in denen gefragt wurde, ob etwas mehr/weniger werden solle. Da fehlt mir dann einfach die Information über den Status-Quo.

Aber sonst stimmt das Ergebnis mit der Reihenfolge überein, die ich aufstellen würde, wenn es rein um Sympathiepunkte gehen würden. Nur Die Linke würde ich gar nicht wählen.

Was ich wirklich wähle, weiß ich aber immer noch nicht.

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Augenblicke"
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Date: Wednesday, 21 Aug 2013 06:19


ps4

Und zwar am 29. November. Das ist nämlich der Tag, an dem die PlayStation 4 in Deutschland an den Start geht. Auf der gamescom wurde das Datum gestern genannt. Nordamerika ist zwei Wochen früher dran (15. November). Für Japan steht noch kein Termin fest.

Die Vorbestellerkontingente deutscher Händler sind wohl schon fast alle aufgebraucht, weltweit hat es laut SONY bereits 1 Millionen Vorbestellungen für die Konsole gegeben. Und ich bin einer von ihnen… Zusammen mit den Spielen inFamous: Second Son, Battlefield 4 und Watch Dogs steht die Konsole seit der ersten Vorstellung auf meiner Vorbestellerliste.

Wobei es in Sachen Spielen auf der Pressekonferenz von Sony gestern eine interessante Ankündigung gab. Eine Art Gebühr um ein PS3-Spiel auch auf der PS4 zu spielen. Das gilt nur für Spiele wie Battlefield 4, die jetzt neu auf PS3 und PS4 erscheinen. Kauft man zuerst die PS3-Version, so soll man für einen erheblich reduzierten Preis die PS4-Version erwerben können.

Für mich ist das für Battlefield 4 interessant, was nämlich für die PS3 schon am 30. Oktober erscheint. Und mit Battlefield 3 habe ich eine ganze Menge Zeit verbracht und bin schon sehr gespannt, wie der Nachfolger wohl wird. Andererseits besteht ein Großteil meiner Begeisterung für Battlefield 4 auch aus der verbesserten Grafik auf der PS4. Deshalb bin ich wohl nicht bereit, mehr als 15,- bis 20,- Euro für die PS4-Version von Battlefield 4 zu bezahlen, wenn ich es vorher für die PS3 gekauft habe. So viel ist mir der Monat mehr gerade Wert. Und Anfang Oktober startet ja auch noch die Battlefield 4-Beta. Da werde ich einen Eindruck davon bekommen, wie es sich auf der PS3 spielt.

Mal abwarten, was noch so alles bis zum 29. November passiert. Es kann gut sein, dass ich Watch Dogs auch erst einmal wieder von der Vorbestellung nehme. Denn mit Battlefield 4 und inFamous: Second Son sollte ich eigentlich ab Ende November ausgelastet genug sein und Watch Dogs wird nicht weglaufen.

Auf jeden Fall wird das ein heißer Spielewinter. Ich freue mich schon!

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Spiel & Spaß"
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Date: Thursday, 15 Aug 2013 06:23

Blueberry Pancakes

Man nehme: eine handvoll Heidelbeeren aus dem eigenen Garten und ein einfaches Rezept für American Pancakes. Zusammen mit einem leckeren Heißgetränk sind das die besten Zutaten für einen richtig guten Start in den Tag.

Und nach dem Duschen weiß ich dann auch, wie gut sich die blaue Farbe von meinen Händen entfernen lässt…

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Augenblicke, Schweden"
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Date: Sunday, 11 Aug 2013 13:48

Die dauernden Blogbeiträge im Schema “XYZ in Schweden”, mit einem sonst eher alltäglichem “XYZ” sind schon etwas lästig, aber es sind ja auch oft die Kleinigkeiten im Alltag, die einem den Unterschied zwischen verschiedenen Ländern aufzeigen. Heute also das Thema “Busfahren”.

Mit dem ÖPNV habe ich in Deutschland recht viel Erfahrung, wenn auch eher mit U- und Stadtbahnen. Busse habe ich doch eher selten benutzt in den letzten Jahren. Hier war ich nun aber gezwungen, da mein Auto zur Werkstatt nach Kalmar und ich irgendwie die knapp 35 Kilometer zurück nach Påryd kommen musste. Vorab hatte ich mich bei Kalmar Länstrafik – KLT.se informiert. Dass überhaupt ein Bus nach Kalmar fuhr war mir schon seit letztem Jahr bekannt. An einer Bushaltestelle komme ich immer vorbei, wenn ich zum Supermarkt im Dorf gehe. Einen Bahnhof selbst gibt es selbstredend nicht für die paar Hundert Einwohner hier.

Aber die Buslinien funktionieren auch ganz prima. Drei stehen mir zur Auswahl, wobei eine davon keine Direktverbindung zwischen Kalmar und Påryd befährt. Zwischendurch muss man bei der Linie im Örtchen Ljungbyholm umsteigen. Die Verbindungen sind zwar ziemlich unregelmäßig, aber für meine Zwecke war das genau richtig: um 7:15 Uhr nahm ich den Bus in der Nähe der Werkstatt bis zum Hauptbahnhof in Kalmar, wo dann um 7:45 Uhr der Bus nach Påryd fuhr.

Busfahren in Schweden

Ich weiß nicht, ob man in Deutschland die Busfahrt mit der ec-Karte bezahlen kann, aber wegen dieser beknackten Kleingeldpolitik in den U- und Stadtbahnen in Köln und Bonn bin ich schon öfter schwarzgefahren, als mir lieb ist. In Kalmar konnte ich die 24 Kronen für die kurze Fahrt zum Hauptbahnhof und später die 40 Kronen für die Fahrt nach Påryd sehr bequem mit der ec-Karte begleichen. Also einmal etwa 3,- Euro und einmal etwa 4,50 Euro. Wahrscheinlich hätte ich bei der ersten Fahrt schon direkt bis Påryd durchlösen können, ich wollte aber so früh am Morgen die Geduld der Busfahrerin nicht auf die Probe stellen. Auch wenn sie sonst sehr hilsbereit war.

In beiden Bussen sind mir mehrere Sachen aufgefallen. Zum einen die Gurte an jedem Sitzplatz und das Schild mit der Aufforderung sich anzuschnallen. Zumindest eine ältere Damen hat das im ersten Bus auch gemacht. Bei den anderen habe ich das nicht beobachtet und im zweiten Bus waren nur noch drei Jugendliche mit mir im Bus. Das lässt also nicht so viel Rückschlüsse darauf zu, wie sehr die Gurte im Bus auch genutzt werden.

Die zweite Besonderheit waren die weißen Müllbeutel, die an jedem Sitz zum Gang hin hingen. Das sah zwar eher nach einer Notlösung aus, aber ist trotzdem eine gute Idee. Ich weiß zwar auch sonst nicht, warum man seinen Müll unbedingt fallen lassen muss, statt ihn bis zum Aussteigen in der Hand zu halten, aber vielleicht werden so zumindest diejenigen davon abgehalten, die sich nicht so viele Gedanken darum machen.

Die letzte Besonderheit pustete mir im zweiten Bus direkt ins Gesicht. Wie im Flugzeug gab es für jeden Sitz eine Konsole zum Einstellen der Beleuchtung und Belüftung. Ich hatte den Eindruck, dass der Bus klimatisiert war, auch wenn ich das so früh morgens evtl. noch gar nicht richtig bemerken konnte. Vielleicht waren die Busse auch nur gut gegen die Sonnenstrahlen isoliert.

Insgesamt war der kleine Ausflug wunderbar unproblematisch, günstig und schnell. Für die selbe Strecke benötige ich mit dem Auto gut 35 bis 40 Minuten, der Bus hat 50 Minuten gebraucht. Damit kann ich sehr gut leben. Irgendwann in den nächsten zwei Wochen kann ich mein Auto wieder in der Werkstatt abholen und ich freue mich schon auf die unkomplizierte Fahrt mit dem Bus dorthin.

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Schweden"
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Date: Sunday, 04 Aug 2013 11:47

Blueberry

Zugegeben, um daraus Bueberry-Pancakes zu machen sind es noch zu wenige und kurz nach dem das Foto entstanden ist, habe ich sie auch schon aufgegessen – aber ich freue mich schon auf die Ernte in den nächsten Jahren. Vollausgewachsene Sträucher sollen nämlich 5-10 kg Beeren tragen. Da ich zwei Sträuche mein Eigen nenne, werde ich in zwei, drei Jahren im Sommer einen Blaubeerkollaps bekommen.

Das wird super!

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Photos & Bilder, Schweden"
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Date: Sunday, 28 Jul 2013 10:33

Bevor ich den Sommer in Schweden verbringen wollte, wusste ich nicht wirklich, was mich erwartet. Es gibt zwar Diagramme, die die mittlere Temperatur eines Landes pro Monat darstellen, aber Schweden ist nun einmal verdammt groß und das vor allem in Nord-/Südausrichtung.

Aber eine Vorstellung hat man trotzdem und meine war: sehr warm und viele Mücken. Wobei ich mir bei dem Bild direkt eine einsame Hütte an einem See vorstelle. Da sind die Mücken nicht weiter verwunderlich, oder?

Was die Mücken angeht, sollte ich aber Recht behalten. An meinem ersten Wochenende hier Anfang Juni habe ich leichtsinnigerweise in kurzen Hosen und nur mit einem T-Shirt bewaffnet im Garten gearbeitet. Der Boden wollte als Vorbereitung zum Rasen säen geharkt sein und der bereits vorhandene Rasen benötigte dringend eine Behandlung mit dem Rasenmäher.

Als Ergebnis dieser Aktionen hatte ich am Abend auf den Schultern etwa 50 Mückenstiche, in der Nähe des Bauarbeiterdekolltées noch mal so 10 und noch mal so 30 verteilt auf Arme und Beine. Die paar im Gesicht und auf dem Kopf habe ich schon kaum noch wahrgenommen. Und auch wenn ich sonst Übertreibung als Stilmittel gerne benutze, ist dies hier nicht der Fall. Ich hatte überlegt Beweisfotos zu machen, aber das hätte einen nackten Rücken von mir bedeutet – und so weit wollte ich dann auch nicht gehen.

Einige der Mückenstiche am Fußgelenk sorgten sogar dafür, dass er über mehrere Tage hinweg angeschwollen war, da sich Flüssigkeit im Fuß gesammelt hatte. Alles das ohne einen See in der Nähe! Gut, hinter dem Haus, ausserhalb der Grenze meines Grundstücks, gibt es einen kleinen Bachlauf und ich muss auch zugeben, dass ich mich ziemlich häufig im Territorium der Mücken aufgehalten habe. Oft mit einem Gartenschlauch in der Hand und in den Abendstunden.

Inzwischen weiß ich es besser: Arbeiten die das Aufwühlen von Boden beinhalten oder Wasser verrichte ich inzwischen nur mit langen Hosen und einem dünnen Pulli. Ein Hoodie hat sich vorteilhaft gegen Stiche im Nacken erwiesen, allerdings nur wenn ich die Kapuze übergezogen habe. Und dafür ist es dann doch zu warm.

Womit wie beim zweiten Punkt sind, den ich mir korrekt vorgestellt habe. Denn es ist wirklich sehr warm, aber nicht schon heiß, was die ganze Sache sehr angenehm macht. An zwei Tagen kletterte das Thermometer draußen in der Mittagszeit auf über 30 Grad, aber ansonsten pendelt die Maximaltemperatur im Schatten irgendwo zwischen 25 und 28 Grad. Nachts kühlt es sich auf weit unter 20 Grad ab, an ein paar Morgen war es sogar ziemlich nebelig und das Thermometer zeigte gerade mal 12 Grad an.

Das Haus hat sich zwar inzwischen schon ganz schön aufgeheizt, so dass ich trotz lüften morgens bei 23 Grad Innentemperatur aufwache, aber wenn ich mir das aktuelle Gestöhne über die Hitzewelle in Deutschland anhöre, ziehe ich einfach den Bademantel, den ich morgens beim Lüften brauche, weil es sonst zu kalt wird, ein wenig fester an und freue mich, dass ich hier einen ziemlich optimalen Sommer erlebe.

In der letzten Stunde hat es zum ersten Mal seit gut zwei Wochen mal wieder so richtig geregnet, was mich wirklich erfreut, da der zuletzt ausgesäte Rasen noch nicht ganz so gut wächst wie die Bereiche, die ich über die letzten acht Wochen hier gepflanzt habe.

Der Regen bedeutet dann zwar auch, dass der restliche Rasen wieder wie wild wachsen wird und ich mich beim Rasen mähen erneut vor den Mücken in acht nehmen muss. Aber inzwischen haben wir uns ganz gut arrangiert und so ein, zwei Mückenstiche pro Woche kann ich im Austausch für diesen tollen Sommer in Schweden wirklich ganz gut vertragen.

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Schweden"
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Date: Friday, 19 Jul 2013 08:43

Ich bin schon lange DropBox-Benutzer, aber andererseits auch kein Heavy-User. Ich nutzte es in erster Linie um meine 1Password-Dateien über verschiedene Rechner synchron zu halten. Ausserdem habe ich dann irgendwann ein paar Dokumente dort abgelegt, die mal wichtig sein könnten wenn ich gerade keinen Zugriff auf meinen Rechner oder mein iPhone habe.

6,25 GB Platz habe ich dort, von denen ich aktuell etwas weniger als 500 MB benutze. Irgendwann war ich mal an die Platzgrenze gestoßen und habe dann aufgeräumt und danach nicht wieder so richtig benutzt. Das direkte Teilen von Ordnern für andere Leute habe ich nie so recht verstanden. Die genaue Semantik der Ordner pub, public, Shared Folder und Photos ist mir bisher ebenfalls verschlossen geblieben. Das war auch ein Grund, warum ich in den DropBox-Einstellungen lange gesucht habe, bis ich die Sync-App davon überzeugen konnte mich nicht jedesmal zu nerven, sobald ich mein iPhone mit dem Rechner verbinde. Nein, ich will nicht alle meine Fotos zu DropBox übertragen. Ich habe keine Ahnung, was das genau für Folgen hat.

Also. Wofür nutzte ich DropBox dann? Für mich ist der Platz dort so etwas wie ein Backup. Nicht für wirklich wichtige Dinge wie private Schlüssel und ähnliches. Aber für Daten die ich archiviere, weil das wiederbeschaffen sonst zu zeitraubend wäre. Und natürlich auch um mal jemanden eine Datei zur Verfügung zu stellen. Mal eben schnell einen Link generieren und schon geht’s los. Finde ich super praktisch. Vorher habe ich die Daten auf meinen Server kopiert und dann den Link verschickt – kein sooooo großer Unterschied, aber eben doch den Tacken einfacher.

Und dann ist es einfach lästig, wenn es nicht funktioniert, weil plötzlich zu wenig Speicherplatz zur Verfügung steht. Nur wegen der paar Dutzend Videos die man auf dem Kurzurlaub gemacht hat und jetzt nicht mal so eben mit anderen teilen kann. Klar, ich hätte für mehr Speicherplatz zahlen können, aber ich zahle schon für meine Server und so viel mehr Bequemlichkeit bringt mir DropDox dann auch nicht.

Vor allem wo ich schon seit längerer Zeit wusste, dass es eine OpenSource-Alternative gibt: ownCloud.org

ownCloud bringt alles mit, was ich brauche: ein einfach zu installierender Server für eine LAMP-Umgebung, einen Sync-Client für den Mac und sogar eine iOS-App! Die Installation hat gestern Abend nur etwa 30 Minuten gedauert und seitdem ist der Drop-Box-Sync bei mir deaktiviert und ich nutze meine eigene Cloud!

Bislang bin ich begeistert – nicht in dem Sinne, dass ich alle paar Minuten daran denke und sage “Cool!”, nein, eben weil ich nicht darüber nachdenken muss. Mit ein paar Features von ownCloud muss ich mich noch genauer auseinandersetzen. Denn der Service kann um weitere Apps erweitert werden und man kann auch selbst welche Schreiben. Apps für Kalendar und Kontakte sind schon dabei und auch eine Lesezeichenverwaltung, sowie ein bit.ly-Clone lassen sich schnell installieren. Mir selbst fällt gerade kein Anwendungsgebiet ein, aber da ownCloud auch Teams unterstützt, könnte ich mir gut vorstellen, dass es in dem Umfeld einige spannende Themen dafür gibt.

Übrigens gibt es auf der diesjährigen FrOSCon einen einstündigen Track von Björn Schießle. In seinem Blog hat er übrigens zuletzt ein Thema angeschnitten, dass mich als nächstes interessiert: ownCloud und Verschlüsselung.

Jeder der DropBox nutzt und zum Beispiel WordPress auf einem eigenen Server betreibt, sollte sich ownCloud mal anschauen.

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Featured, Technik"
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Date: Sunday, 14 Jul 2013 06:01

Warren Ellis: Gun Machine

Sein erster Buch Crooked little vein fand ich schon faszinierend, sein zweites ist nicht so abgedreht, aber insgesamt hat es mir noch besser gefallen als sein Erstlingswerk. Wobei hier noch mal kurz darauf hingewiesen sei, dass Warren Ellis schon dutzende Geschichten geschrieben hat, die allerdings als Graphic Novels veröffentlicht wurde – Comics, wie man hierzulande sagen würde.

Gun Machine (Englisch, Deutsch) ist ein klassischer Krimi und daher war ich überrascht, dass mir das Buch so gut gefallen hat. Die Story spielt in New York, was die Sache noch interessanter macht, und erzählt die Geschichte von Detective Tallow. Dabei muss er nicht nur einen Fall lösen, sondern sich gleichzeitig auch noch mit seinen Vorgesetzten und deren machtpolitischen Spielchen auseinandersetzen.

Zur Story selbst möchte ich hier nichts verraten, sie bleibt aber bis zum Schluß spannend und man bekommt so einiges aus der Geschichte New Yorks näher gebracht, das man vorher wahrscheinlich noch nicht wusste. Mit fast 400 Seiten ist es gar nicht so kurz, ich habe es trotzdem mit kleineren Pausen an einem Tag durchgelesen. Zu sehr war die Neugier, wie es wohl weiter geht.

Wer Krimis mag, sollte dem Buch also eine Chance geben.

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Bücher & Texte"
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Date: Wednesday, 03 Jul 2013 07:11

Eiszeit in Schweden

Dass die Schweden super darin sind, süße Backwaren herzustellen, habe ich im letzten Jahr schon festgestellt. Brote, Kuchen, Plätzchen und andere Kleinigkeiten gibt es hier in einer Vielzahl und Qualität, die zuckerschockverdächtig sind. Da die alte Gefriertruhe im Keller nun eh schon mal eingeschaltet war, habe ich mich jetzt auch endlich mal daran gemacht, mich nach Eis umzuschauen.

Und siehe da: auch hier ist die Auswahl ziemlich beeindruckend. Besonders toll finde ich es ja, neue Eissorten auszuprobieren. Ich habe mich dabei erst einmal auf die folgenden drei beschränkt: Citron Lakrits, Chili Lakrits und Salta Mandlar. Auch ohne Schwedischkenntnisse sollte es leicht zu übersetzen sein: Zitrone Lakritz, Chili Lakritz und Gesalzene Mandeln.

Die Geschmacksrichtung Gesalzene Mandeln war sehr lecker, wobei ich in erster Linie den Eindruck hatte, ein Eis mit Mandelsplittern zu essen. Von salzig war nichts zu schmecken.

Am gespanntesten war ich auf Chili Laktritz. Die Lakritze konnte man sehr gut herausschmecken, aber Chili leider irgendwie gar nicht. Im direkten Vergleich mit Zitrone Lakritz wurde zwar deutlich, dass der Nebengeschmack zur Lakritze etwas anders war, aber in beiden Fällen dominierte die Lakritze aber eindeutig. Interessant fand ich, dass die Lakritze bei der Version mit Chili aus kleinen Lakritzstückchen bestand, beim Zitroneneis aber das Eis eher mit der Lakritze mamoriert war.

Um zu beurteilen, wie lecker das Eis wirklich war, stelle ich mir immer die Frage “welches würdest Du Dir noch mal holen?”. Das ist hier aber gar nicht so einfach, da es noch einige andere Eissorten gab, die ich sehr spannend fand und die beim nächsten Mal erst einmal ausprobieren würde. Lecker waren alle drei Eissorten, von Chili Lakrits hatte ich mir mehr erwartet, ein besonderes Geschmackserlebnis war es aber auf jeden Fall.

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Date: Saturday, 29 Jun 2013 11:15

Kräuterkiste

Ich bin ja eher so ein Kochmuffel, aber einen kleinen Kräutergarten wollte ich schon immer haben. Bislang beschränkte sich das darauf, ab und zu mal so einen Topf mit Basilikum oder Schnittlauch aus dem Supermarkt mitzunehmen. Jetzt mache ich aber ernst und habe mir eine kleine Kiste besorgt und mit Pflanzenerde, sowie vier verschiedenen Kräuter bestückt: Basilikum, Schnittlauch, Thymian und Rosmarin.

Erst hatte ich ja überlegt irgendwo im Garten die Kräuter einzupflanzen, aber mit der transportablen Kiste erhoffe ich mir, dass ich so auch im Winter frische Kräuter genießen kann.

Was genau ich mit Rosmarin und Thymian anfangen werde, weiß ich noch nicht :) Ich bin kein großer Kartoffelfan, aber wenn ich meine Nase so in den Rosmarin halte, sollte ich vielleicht doch mal Rosmarinkartoffeln ausprobieren.

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Kalmar   New window
Date: Thursday, 20 Jun 2013 05:40

Die hier nächstgelegene größere Stadt ist Kalmar (Wikipedia) mit etwas weniger als 20.000 Einwohnern. Die Innenstadt ist von der Fußgängerzone geprägt an dessen einem Rand ein großer Platz mit dem Dom und dem Rathaus grenzt. Den Eingang der Stadt dominiert der alte Wasserturm und nach Osten hin begrenzt die Ostsee die Stadt.

Von Kalmar aus geht auch die Ölandbrücke eben nach Öland, einer kleinen langezogenen Insel. Ich bin einmal aus versehen dort gelandet, weil ich auf der Autobahn die falsche Abfahrt genommen habe und so in den Genuß kam die (kostenlose) Ölandbrücke zu benutzen.

Der Dom zu Kalmar

Kalmar - Dom

Die Fußgängerzone mit dem Waserturm im Hintergrund

Kalmar - Fußgängerzone 2

Ein weiteres Foto der Fußgängerzone

Kalmar - Fußgängerzone

Der Yachthafen

Kalmar - Yachthafen

Das Schloss in Kalmar

An das Schloss grenz ein kleiner Park ein, welcher das Kunstmuseum beherbergt. Jetzt im Sommer wurde der Park und der alte Schlossgraben munter zum Picknicken und Sonnenbaden genutzt. Das hat mich ein wenig an die Peter und Paul-Festung in St. Petersburg erinnert. Für 120 Kronen (etwa 14 Euro) Eintritt kann man das Schloss betreten und sowohl von Innen als auch Außen betrachten. Das ist nicht wenig Geld, aber ich war zu neugierig, wie die Aussicht von dort aus wohl ist.

Das Schloss ist herrlich unübersichtlich. Sowohl die Gänge und Wege die zum Haupthaus führen, als auch innen drin. Im Inneren zeigen verschiedene Ausstellungen historisches und zeitgenössische Kunst. Während die historische Ausstellung die Geschichte des Schlosses erzählt und ein paar Schauspieler verkleidet durch die Räume wandern, werden andere Räume als Galerie für Kunst genutzt. Zur Zeit ist dies unter anderem Slow Art. Im Schloss ist ausserdem noch ein Café angesiedelt, damit auch ja niemand wegen Fika das Schloss verlassen muss.

Auf dem Innenplatz des Schlosses waren ein paar Gerätschaften aufgebaut die vermuten liessen, dass dort ein bisschen das mittelalterliche Leben nachgespielt werden könnte. Zudem bin ich auf mindestens zwei Schulklassen getroffen. Das Schloss scheint also auch für lokale Besucher attraktiv zu sein.

Kalmar - Schloss
Kalmar - Schloss 2
Kalmar - Schloss 3
Kalmar - Schloss 5

Ausblick vom Schloss in Richtung Altstadt

Kalmar - Schloss 4

Etwas ausserhalb der Innenstadt liegt Hansa City. Ein kleines Einkaufszentrum mit IKEA, Bauhaus, Mediamarkt und dem Lebensmittelmarkt City Gross und vielen anderen Läden. Dort befindet sich auch die Guldfågeln Arena, ein Fußballstadion. Das Stadion wird während der Frauenfußballeuropameisterschaft in diesem Jahr Austragungsort ein paar Spiele sein – unter anderem auch das Vorrundenspiel Deutschland gegen Norwegen.

Zum Wocheneinkauf fahre ich zur Hansa City, wenn ich gemütlich in einem Café sitzen und ein wenig Bummeln möchte, fahre ich in die Altstadt. Auch wenn es am Yachthafen nicht so viel zu sehen gibt, schaue ich doch immer wieder dort vorbei. Ich mag das Flair, das eine Stadt mit einem Hafen umgibt.

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Schweden"
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Date: Wednesday, 19 Jun 2013 06:00

Wenn man sich mit dem Hauskauf in Schweden beschäftigt, wird man recht schnell mit einem Thema konfrontiert, mit dem man sich als normaler Mieter nicht beschäftigen muss. Auch für die meisten Hausbesitzer in Deutschland ist das Thema meist nicht so kompliziert. Es geht um das Abwasser. Also um das, was mit dem passiert, was unsere Toiletten, Waschbecken, Spül- und Waschmaschinen so ausscheiden.

In Schweden gibt es hier zwei unterschiedliche Herangehensweisen: entweder ist das Grundstück am kommunalen Abwassersystem angeschlossen, oder aber man hat eine Sickergrube irgendwo auf dem Grundstück. Weitaus mehr als die Hälfte der Häuser, die ich mir damals online angeschaut hatte, waren mit einer Sickergrube ausgestattet. Das war ein Umstand, an den ich mich erst einmal gewöhnen musste. Bis dahin war ich zwei Mal mit Sickergruben in Berührung gekommen – zum Glück nur im übertragenen Sinne. Bei meiner Oma am Haus war zumindest noch eine auf dem Grundstück, wobei ich nicht einmal weiß, ob das Haus damals dann doch noch kommunal angeschlossen wurde. Und auf dem Grundstück der Mutter einer Ex-Freundin. Das Haus war ziemlich abseits der Hauptverkehrsstraße gelegen, weshalb ein Anschluß an das Abwassersystem wahrscheinlich einfach exorbitant teuer gewesen wäre.

Absaugwagen

Gestern stand nun also plötzlich dieser rote Wagen vor meinem Haus. Naja, so plötzlich war es eigentlich gar nicht. Denn schon vorher hatte ich ihn auf dem Nachbargrundstück gesehen und mich über den Schlauch gewundert, der aus dem Wagen kam. Denn die Nachbarn heizen mit Holz, eine Öllieferung war damit sehr unwahrscheinlich. Da war mir aber schon irgendwie klar, dass es sich um den Wagen handeln musste, der das Abwasser absaugt. Beim Kauf des Hauses sagte man mir damals, dass der einmal im Jahr vorbeikommen würde. So richtig konnte ich damals nichts mit der Information anfangen. Ich hatte ganz deutsch damit gerechnet, dass man vorher einen Brief bekommt, oder zumindest einen Zettel im Briefkasten vorfindet und den Wagen ankündigt. Und da ich nicht das ganze Jahr über hier bin, war ich schon gespannt, wie das wohl ablaufen würde, wenn ich nicht da bin.

Die Lösung ist sehr viel pragmatischer: der Wagen parkt, ein Mann steigt aus, nimmt sich den Schlauch und latsch einfach quer über das Grundstück zur Sickergrube und fängt an das Abwasser abzusaugen. Dabei nimmt er übrigens keine Rücksicht auf den frisch gesäten Rasen… Aber gut, der ist zum Glück schon etwas mehr als zwei Wochen alt und hat die grobe Behandlung ganz gut überstanden.

Die ganze Aktion dauert etwa 20 Minuten und naturgemäß riecht es dabei etwas streng. Nach dem ich das folgende Foto gemacht hatte, habe ich das Fenster ganz schnell geschlossen und habe das Treiben von Innen verfolgt.

Absaugmann

Das ist auch wieder so einen Job, den ich nicht haben möchte, aber irgendjemand muss ihn ja machen. Jedenfalls packte er dann irgendwann den Schlauch wieder ein und ist dann weiter zum nächten Haus gezogen. In den nächsten Wochen wird dann die Rechnung ins Haus flattern. So um die 120,- EUR sagte man mir damals beim Makler. Na, gut. Warten wir es mal ab.

Nachtrag vom 15. Juli 2013: die Rechnung ist inzwischen eingetrudelt: 1 152,00 SEK. Die 120,- EUR waren also gut geschätzt.

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Author: "Dirk Olbertz" Tags: "Schweden"
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Date: Sunday, 16 Jun 2013 04:19

Laufstrecke

Es ist Sonntag früh gegen 5:00 Uhr. Vor etwa einer Stunde sind meine Eltern gen Heimat aufgebrochen, nachdem sie die letzten drei Monate hier in Schweden verbracht haben. Seitdem ich vor etwas mehr als zwei Wochen hier ankam, verging kein Tag, an dem nicht am Haus, oder im Garten gearbeitet wurde: Kellerdecke isolieren, Rasen säen, Rasenmäher und Kantenschneider kaufen und einsetzen, Schotter bestellen und damit einen Weg modellieren, Zaun gegen die Wildschweine baune, Garten umgraben um den Boden für weiteren Rasen vorzubereiten, Pflaumenbaum und Brombeerstrauch pflanzen, neue Fenster einbauen, Möbel kaufen und aufbauen, Drainage um das Regenwasser unterirdisch vom Haus wegzutransportieren, und, und, und, und…

Alles für sich genommen genügend Stoff für diverse Blogbeiträge, aber tatsächlich fehlte die Zeit dafür. Noch sind nicht alle Projekte abgeschlossen und so hoffe ich, dass ich ein paar der Geschichten aus den letzten Wochen noch einmal aufgreifen und fortführen kann. Ich will auch eine Art Gartentagebuch führen um zum einen den Fortschritt im Garten zu zeigen und zum anderen für mich zu protokollieren, wie schnell denn Rasen, Brombeerstrauch und Pflaumenbaum wachsen. Da habe ich nämlich gar keine Vorstellung von. Die ersten zarte Triebe des neugesäten Rasen zeigten sich nach etwa 8 Tagen. Jetzt ist es noch einmal eine Woche weiter und man erkennt schon deutlich eine grüne Fläche. Sie ist zwar im Moment noch sehr, sehr licht, aber das ist genau so ein Grund für das Gartentagebuch: wann ist der Rasen als Rasen zu erkennen?

Der erste Sack Rasensamen reichte für 90-120 qm. Ein weiterer steht bereits parat und wenn ich mir so die Fläche anschaue, die noch Wiese werden soll, brauche ich fast noch einen weiteren Sack. Vorher muss der Boden aber noch weiter von diversen Bewachsungen befreit werden.

Das zweite Großprojekt betrifft den angelieferten Schotter. Gut 34 Tonnen wurden letzten Donnerstag angeliefert und seitdem auf dem Grundstück verteilt. Da vorher einige betonierte Platten dort lagen, wo jetzt der Weg hin soll, müssen diese erst mühevoll zerschlagen und entfernt werden. Nur den Schotter aufbringen würde eine ziemliche Rutschpartie bedeuten, wenn man mit dem Auto drüber fährt.

Diese Woche habe ich ausserdem Urlaub und ich wollte mir zumindest mal Karlskrona anschauen. Ein Städtchen etwa eine Stunde südlich von Påryd gelegen. Aber auch in Kalmar muss ich endlich mal das Schloss besuchen. Nächsten Freitag steht dann Mittsommer auf dem Programm. Ich selbst habe nichts geplant, aber ich bin mal gespannt, wie die Schweden in diese letzte Woche vor dem größten Fest des Landes gehen. Für das Örtchen hier ist am Ortseingang für Mittsommerabend ein Karneval angekündigt. So etwas hört sich ja immer spektakulär an…

Es gibt also noch eine ganze Menge zu verbloggen und ich habe auch vor, genau dies zu tun!

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