Date: Thu, 23 May 2013 13:49:32 +0200
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- Weblog Sicherheitspolitik
Afghanistan: "Die Gewalt" nimmt zu
http://weblog-sicherheitspolitik.net/2008/03/11/afghanistan-die-gewalt-nimmt-zu.aspx
Text:
- Irgendwann in den 70er Jahren scheint es Mode geworden zu sein, das Handeln von Akteuren in Konflikten nicht auf deren Willen, sondern auf begleitende Umstände zurückzuführen. Konflikte werden verbreitet nicht mehr als Ausdruck des Machtwillens von Akteuren betrachtet, sondern als Folge von Armut, Verzweiflung oder anderer externer Faktoren. Man kann Konflikte jedoch nicht verstehen, ohne zunächst die beteiligten Akteure zu verstehen. Wenn man die für deren Entscheidungen ausschlaggebenden Faktoren beharrlich ignoriert, kann man Konflikte weder verstehen noch sie für sich entscheiden. Bei "Spiegel Online" findet sich erneut ein sprachlicher Ausdruck dieses Wahrnehmungsdefizites: Dort wird berichtet, dass "die Gewalt" in Afghanistan im vergangenen Jahr zugenommen habe. Irgendwie konzentriere sich diese im Süden. "Spiegel Online" spricht von "der Gewalt" so passiv und abstrakt, als handele es sich um ein Wetterereignis.Im Oktober schrieben wir bereits: Was in Afghanistan geschieht, ist kein Naturereignis, sondern eine feindliche Offensive. Ihre Urheber haben Namen, bestehen aus Fleisch und Blut und sind, anders als Naturereignisse, verwundbar. Diese Erkenntnis sollte die Grundlage jeder rationalen Diskussion über den Einsatz von Streitkräften und anderer sicherheitspolitischer Mittel sein.In der deutschen Diskussion ist auch viel von "Gewaltspiralen" die Rede, die sich angeblich irgendwie von alleine "drehen". Diese fehlgeleitete Metapher ist Teil des ...
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