Date: Fri, 24 May 2013 13:09:29 +0200
Quote:
- KLIXS.de | Neue Definitionen G
GRANATAPFEL
http://granatapfel.KLIXS.de
Text:
Granatapfel der Grenadine (engl. Pomegranate, franz. Grenade, ital. Melagrana, span. Granada) gehört zur Familie der Weiderichgewächse bzw. zu den Myrtengewächsen.
Der Granatapfel ist in der orientalischen Küche eine unverzichtbare Obstsorte. Hier kommt er sehr häufig und in vielen Variationen zum Einsatz. Auch in Deutschland ist die Exotenfrucht von Juni bis Dezember erhältlich. Der Garnatapfel ist an seiner bräunliche bis dunkelroten Farbe und seiner apfelähnlichen Form sowie -Größe zu erkennen. Die Frucht ist kugelig mit einem Durchmesser bis 9 cm. Die harte, lederartige Schale ist bräunlich oder rot gefärbt. An einem Ende
befindet sich der eingetrocknete Blütenkelch. In Inneren ist die Frucht durch dünne Wände in mehrere Kammern eingeteilt. In ihnen befinden sich mehrere hundert hellbraune, bis 5 mm lange Samen. Jeder dieser Samen ist von rotem, durchscheinendem, knackigem Fruchtfleisch umgeben.
Für den Verzehr schneidet man die Frucht am besten in der Mitte durch und löffelt das Fruchtfleisch heraus. Jetzt kann man sich den fruchtigen, aromatischen Geschmack auf der Zunge zergehen lassen und genießen. Im Innern der in den Fächer unterteilten Frucht befinden sich einige Kerne, die entweder mitgegessen oder ausgespuckt werden.
Für abwechnslungsreiche Kreationen mit Granatäpfel sollte man einmal einen Blick in ein orientalisches Kochbuch werfen.
Außerdem eignet sich die Frucht gut für Obstsalate. Auch die Granatapfelcreme ist einen Versuch wert.
Ein wenig Vorsicht ist jedoch bei dem Verzehr dieses Obstes geboten: Der Saft hinterlässt hässliche Flecken auf Textilien und ist im Regelfall nicht oder nur sehr schwierig zu entfernen. Vorsicht also vor Kleckereien.
Granatäpfel können nicht mit einem hohen Vitamin C - Gehalt prahlen wie so viele tropische Früchte, auch der Mineralstoffgehalt
ist nicht von großer Bedeutung für die Ernährung, dennoch: frisch gepresster Saft wirkt wohltend, erquickend.
Um den Granatapfelsaft zu gewinnen, hat sich folgende Methode bewährt: Man rollt die Frucht auf einer harten Unterlage mit Druck solange hin und her, bis im Innerern deutliche Knackgeräusche zu hören sind. Dann schneidet man ein Loch in die Schale und preßt den Saft heraus. Will man ihn nicht weiterverwenden, kann man ihn auch direkt mit einem Strohhalm aus der Frucht trinken.
Granatäpfeln wirde eine gesundheitsfördernde und teilweise sogar heilende Wirkung zugeschrieben. Sie soll helfen bei Magenschmerzen, Fieber sowie Herzerkrankungen. Die Rinde der Wurzeln wurde mit Erfolg gegen Darmparasiten eingesetzt, daher
nutzte man die Pflanze früher oft als Bandwurmmittel. Die Fruchtschale hat adstringierende, also zusammenziehende Wirkung
und wurde früher in Form von Aufgüssen gegen die Ruhr verwendet. Der Schale werden blutstillende Eigenschaften zugeschrieben.
Der Granatapfel ist eine sehr alte Kulturpflanze. In der Bibel lesen Wir: "... dein Gott führt Dich in ein gutes Land...; ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel sind;..." (5. Moses (8, 7-8) Der Baum war schon im alten Ägypten bekannt. Auf Grabgemälden aus der Zeit 2500 v. Chr. sind Granatäpfel abgebildet, ebenfalls in den Grabkammern Ramses IV. Schon im frühen Altertum war die Pflanze im ganzen Mittelmeergebiet verbreitet, in den Riten der Syrier und Phönizier, dort nannte man ihn "Rimmon", spielte der Granatapfel eine große Rolle.
Der Zwerggranatapfel Punica granatum 'Nana' ist als Kübelpflanze gerade für kleine Balkone und Terrassen bestens geeignet. Der im Mittelmeerraum beimatete und dort als Nutzpflanze kultivierte Granatapfel ist sowohl wegen seiner schönen, saftigen Früchte als auch wegen seiner Blütenpracht begehrt. Die Kübelpflanzen wird im Handel als Hochstämmchen oder in buschiger Form angeboten. Je nach Sorte werden die Pflanzen zwischen 1,50 m und 3,00 m hoch, und lassen sich als Hängepflanze, Pyramide, Trauer- oder Hochstämmchen und Spalier ziehen.
Standort und Pflege: Der Granatapfel darf ab Ende März, nach den strengen Frösten und bevor er neu austreibt, ins Freie. Die Pflanze soll an einem hellen warmen sonnigen Ort die Sommermonate verbringen. Sie muss von März bis Ende Juli ein- bis zweimal mäßig gegossen und gedüngt werden. Ab August sollten die Dünger- und die Wassergaben verringert werden, um einem zu frühen Austrieb im
Winterquartier vorzubeugen, der sich negativ auf die Blüte auswirken würde.
Überwintern: Im Winter müssen die Pflanzen bei den ersten Frösten eingeräumt werden und in einem dunklen, kühlen Raum bei 2 bis 6 Grad überwintern. Die schwächlichen Triebe werden beim Einräumen abgeschnitten, die jungen Triebe aus demselben Jahr um etwa ein
Drittel, und lange Zweige gekürzt. Im kühlen Winterquatier sollte die Pflanze nur leicht oder so gut wie garnicht gegossen werden, um einen zu frühen Austrieb zu verhindern. Treibt der Strauch dennoch im Winterquartier aus, dann empfiehlt es sich ihn zum Schutz der jungen Triebe ihn erst nach der Frostperiode ins Freie zu stellen.
Umtopfen: In der Regel werden die Pflanzen nur dann in Kübelpflanzenerde umgetopft, wenn der Wurzelballen zu eng in dem Kübel sitzt.
Vermehrung: Granatäpfel lassen sich im Februar/März, bevor die Pflanzen neu austreiben, relativ einfach vermehren, in dem die etwa 10 cm langen blattlosen Zweigabschnitte in feuchte Anzuchterde gesteckt werden. Schon nach wenigen Wochen bilden sich Wurzeln und nach dem Erscheinen der ersten Blätter werden sie in kleine Töpfe umgepflanzt.
Krankheiten und Schädlinge: Die Pflanzen werden gelegentlich an den jungen Trieben von Blattläusen befallen.
Sorten: "Albo Pleno" -weiß gefüllt-, "Flore Luteo" -creme gefüllt-, "Flore Pleno" -granatrot gefüllt-, "Nana" -orangerot gefüllt-, "Nana Plena" -orangerot gefüllt-, "Legrelli" weiß und rot gefüllt mit großen Blüten
Via FeedShow.com